Apple-Führungswechsel, Milliardenfonds und neue Cyberbedrohung im Überblick

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: News and Updates

Zusammenfassung: Apple bereitet einen Führungswechsel vor, während Ares einen Rekordfonds für japanische Logistikimmobilien schließt und SLEEPWALKER ESET-Systeme bedroht.

Apple vor Herausforderung: Erneuerung des Management-Teams

Bei Apple steht die Erneuerung des Management-Teams im Mittelpunkt. MacTechNews bezeichnet diese Aufgabe als eine der größten Herausforderungen für John Ternus.

Im Veranstaltungskalender von MacTechNews ist vermerkt, dass John Ternus am 09.09.26 Apple-CEO wird. Die Meldung ordnet den bevorstehenden Wechsel damit in eine Phase ein, in der die künftige Führungsstruktur des Konzerns neu gestaltet werden muss.

Die Quelle nennt außerdem zahlreiche weitere Apple-Themen, darunter den neuen Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra sowie den neuen Mac mini mit M6 und M5 Pro. Eine Bewertung der Auswirkungen auf einzelne Geschäftsbereiche oder konkrete Personalentscheidungen enthält der bereitgestellte Artikel nicht.

„Erneuerung des Management-Teams wird eine von John Ternus größten Herausforderungen“

Zusammenfassung: MacTechNews stellt die Erneuerung des Management-Teams als zentrale Aufgabe für John Ternus heraus. Als Termin für den Wechsel zum Apple-CEO nennt die Quelle den 09.09.26.

Ares Management erreicht Rekordvolumen mit Japan-Logistikfonds

Ares Management hat für seinen fünften Japan-Logistikfonds 612 Milliarden Yen eingesammelt und damit das maximale Zielvolumen erreicht. Der Fonds wurde unter dem Namen Japan Logistics Development Partners V geschlossen.

Nach Angaben von ad-hoc-news.de entspricht das Volumen rund 4 Milliarden Dollar. Der neue Fonds übertrifft den Vorgängerfonds aus dem Jahr 2021 um fast 50 Prozent und stellt laut Ares das größte geschlossene institutionelle Fundraising in der Geschichte der eigenen Immobiliensparte dar.

Das Kapital stammt von Pensionsfonds, Staatsfonds, Versicherern und weiteren institutionellen Investoren aus Nordamerika, Asien-Pazifik, Europa und dem Nahen Osten. Erneut beteiligt ist die kanadische Canada Pension Plan Investment Board, die mit 150 Milliarden Yen als Ankerinvestor einsteigt und seit dem Start der Fondsserie im Jahr 2011 bei jeder Auflage dabei ist.

Investiert werden soll vor allem in moderne Logistikimmobilien in den Großräumen Tokio, Osaka und Nagoya. Die Gesamtinvestitionskapazität beträgt 1,7 Billionen Yen; rund 450 Milliarden Yen davon fließen bereits in feststehende Projekte.

Die Immobilien werden künftig von Marq Logistics betrieben, der globalen Logistikplattform von Ares. Marq Logistics verwaltet in Japan bereits etwa 120 Millionen Quadratfuß Fläche, weltweit sind es mehr als 655 Millionen Quadratfuß.

Der Immobilienbereich von Ares verfügte zum 30. Juni 2026 über ein verwaltetes Vermögen von rund 121 Milliarden Dollar. Der Gesamtkonzern überschritt die Marke von 671 Milliarden Dollar. Die Gesellschaft hatte außerdem im März 2025 die Übernahme von GCP International abgeschlossen.

KennzahlAngabe
Fondsvolumen612 Milliarden Yen
Umrechnungrund 4 Milliarden Dollar
Ankerinvestment der Canada Pension Plan Investment Board150 Milliarden Yen
Gesamtinvestitionskapazität1,7 Billionen Yen
Bereits feststehende Projekterund 450 Milliarden Yen
Verwaltete Fläche in Japanetwa 120 Millionen Quadratfuß
Weltweit verwaltete Flächemehr als 655 Millionen Quadratfuß
Verwaltetes Vermögen des Immobilienbereichs zum 30. Juni 2026rund 121 Milliarden Dollar
Verwaltetes Vermögen des Gesamtkonzernsmehr als 671 Milliarden Dollar

Zusammenfassung: Ares Management sammelte 612 Milliarden Yen für Japan Logistics Development Partners V ein. Der Fonds investiert mit einer Kapazität von 1,7 Billionen Yen in japanische Logistikimmobilien, insbesondere in den Großräumen Tokio, Osaka und Nagoya.

SLEEPWALKER missbraucht ESET Management Agent für Windows-Angriffe

Die Backdoor SLEEPWALKER nutzt laut BornCity den ESET Management Agent für Windows, um sich über Side-Loading in ERAAgent.exe laden zu können. Ein unabhängiger Malware-Forscher hat die bislang unbekannte Windows-Backdoor öffentlich gemacht und als SLEEPWALKER bezeichnet.

Zum Einsatz kommt eine unsignierte 64-Bit-Windows-DLL mit einer Größe von 59.904 Byte. Die Datei kann per Side-Loading in ERAAgent.exe geladen werden, bei dem es sich um den ESET Management Agent für Windows handelt.

Die schädliche Datei trägt den Namen dpapi.dll. Dabei handelt es sich normalerweise um eine legitime Windows-DLL für die Data Protection API. Die gefälschte DLL exportiert dieselben sieben Funktionen wie die echte Microsoft-Systembibliothek und enthält eine Versionsressource, die aus dem ESET Management Agent kopiert wurde.

Nach Darstellung des Sicherheitsforschers enthält die DLL keine eingebetteten Domänen, IP-Adressen oder URLs und baut selbst keine ausgehenden Verbindungen auf. Dadurch soll verhindert werden, dass Sicherheitssoftware die Datei über Verbindungen zu bekanntermaßen schädlicher Infrastruktur erkennt.

SLEEPWALKER erscheint zunächst als sauber, bleibt jedoch als passive Backdoor aktiv. Die Datei verfügt über einen eigenen Befehlsinterpreter und überwacht das Netzwerk auf ein verdecktes Datenpaket, das den Auslösemechanismus aktiviert.

Nach der Aktivierung können Schadfunktionen ein vom Angreifer bereitgestelltes Task-Programm entschlüsseln und ausführen. Das Programm wird als Bytecode übermittelt, den nur diese Datei interpretieren kann, nicht als lesbare Befehle.

Da die DLL sich als Microsofts dpapi.dll ausgibt und eine gefälschte Versionsressource des ESET Management Agent verwendet, kann sie per Side-Loading in ERAAgent.exe geladen werden. Dadurch läuft sie mit denselben Rechten wie der Agent.

ESET beschreibt den Agenten als wesentliche Komponente von ESET PROTECT und ESET PROTECT On-Prem. Seine Aufgabe besteht darin, verwaltete Endgeräte und Server mit der Verwaltungsplattform zu verbinden sowie Richtlinien lokal zu speichern und durchzusetzen.

SLEEPWALKER überprüft laut BornCity lediglich den Namen des Host-Prozesses, nicht dessen Signatur oder Pfad. Die Backdoor bleibt inaktiv, sofern der Prozessname nicht ERAAgent.exe lautet.

Der Sicherheitsforscher geht davon aus, dass das passive Implantat mit mehreren verdeckten Transportmechanismen wie VMCI und dem Einschleusen in eine vertrauenswürdige ESET-Verwaltungskomponente höchstwahrscheinlich Teil eines gezielten Angriffs ist. Eine Zuordnung zu einem bestimmten Akteur sei nicht möglich, da der Code völlig unbekannt sei und bisher noch nicht gesehen wurde.

Die Quelle verweist auf dokumentierte Erkenntnisse und einen Indicator of Compromise. Wirksam werden kann SLEEPWALKER nur auf Systemen, die den ESET Management Agent für Windows, ERAAgent.exe, verwenden.

In den Kommentaren bei BornCity wurde außerdem die Frage gestellt, ob das Problem bereits behoben sei. Ein Kommentator schrieb, der bereitgestellte Agent sei weiterhin 13.2.1189.0, während sich der verlinkte Artikel auf die Version 11.2.2076.0 aus 2024 beziehe; ob dies noch aktuell sei, blieb in den bereitgestellten Inhalten offen.

MerkmalAngabe
Dateitypunsignierte 64-Bit-Windows-DLL
Größe59.904 Byte
Dateinamedpapi.dll
Exportierte Funktionensieben
Betroffener ProzessERAAgent.exe
Genannte Agent-Version13.2.1189.0
Im verlinkten Artikel genannte Version11.2.2076.0 aus 2024

Zusammenfassung: SLEEPWALKER nutzt eine gefälschte dpapi.dll und Side-Loading in ERAAgent.exe. BornCity beschreibt eine passive Backdoor, die erst durch ein verdecktes Datenpaket aktiviert wird und nur Systeme mit dem ESET Management Agent für Windows betrifft.

Microsoft verbindet Growth- und Value-Merkmale

Frank Fischer beschreibt Microsoft als neuen Stern am Value-Himmel. Nach Darstellung von e-fundresearch.com werden Anleger angesichts der hohen Milliarden-Investitionen großer Tech-Akteure skeptischer und richten den Blick stärker auf Value-Qualität statt auf ein zu hohes Growth-Risiko.

Gleichzeitig verschmelzen Growth und Value zunehmend. In den Top 10 des Russell 1000 Growth und des Russell 1000 Value finden sich dieselben Titel; Amazon, Apple und Microsoft gehören laut Quelle zu den TOP 3 gewichteten Aktien im Value-Index und sind zugleich in den Top 10 des Growth-Index vertreten.

Microsoft wird als Value-Unternehmen eingeordnet, weil der Konzern trotz starker Wachstumsimpulse Eigenschaften einer klassischen Substanzaktie besitzt. Genannt werden krisensichere Ertragsströme, eine äußerst hohe Profitabilität und eine dominante Marktposition.

Die Grenze zwischen Growth und Value verschwimmt laut Fischer auch durch das Konzept „Growth at a Reasonable Price“. Jüngste Kurskorrekturen infolge von Sorgen über massive Investitionen in KI-Infrastruktur hätten die Bewertungsmultiplikatoren im Branchenvergleich auf ein Niveau sinken lassen, das Value-Investoren als Einstiegschance nutzen.

Als wichtigen Wettbewerbsvorteil führt der Artikel den wirtschaftlichen Burggraben von Microsoft an. Hohe Wechselkosten entstehen unter anderem dadurch, dass Windows und Office 365 tief im globalen Enterprise-Sektor verankert sind und ein Wechsel zu Wettbewerbern immense Kosten und Risiken mit sich bringt.

Microsoft verfügt laut Quelle über mehr als 400 Millionen zahlende Nutzer und extrem viele Unternehmensdaten. Hinzu kommen wiederkehrende Umsätze aus Cloud-Abonnements mit Azure und Software-as-a-Service. Azure übertrifft allein in diesem Jahr die Marke von 100 Milliarden Dollar Umsatz.

Auch die Margen werden als Argument für die Value-Einordnung genannt. Die Gross Margin liegt stabil bei über 65 Prozent, während die Net Profit Margin bei 40 Prozent liegt. Zusätzlich schüttet Microsoft kontinuierlich Dividenden aus und gibt über Aktienrückkaufprogramme Kapital an Anleger zurück.

Der Artikel stellt außerdem fest, dass klassische Substanzwerte wie Coca-Cola oder Comcast den Russell 1000 Value Index laut MarketWatch kaum noch prägen. Stattdessen treiben Technologiewerte den Value-Index, wodurch die Value-Rally nach Einschätzung der Quelle noch eine ganze Weile andauern könnte.

Als weiterer Faktor wird das Zinsumfeld genannt. Unternehmen mit soliden Cashflows, moderaten Bewertungen und laufenden Erträgen seien im Vorteil, weil höhere Diskontsätze langfristig erwartete Gewinne stärker belasten und heute erzielte Erträge attraktiver machen.

Der MSCI World Value weist aktuell ein erwartetes KGV von rund 15 auf. Zugleich warnt der Artikel vor einer hohen Konzentration der großen Aktienindizes auf wenige Mega-Cap-Technologiewerte und vor dem Risiko, dass Kapital umgeschichtet werden könnte, falls die Begeisterung für KI-Aktien nachlässt oder Gewinnerwartungen nicht erfüllt werden.

Zusammenfassung: e-fundresearch.com stellt Microsoft als Unternehmen mit starken Cashflows, hohen Margen und einem breiten wirtschaftlichen Burggraben dar. Value wird dabei nicht mit „alter Wirtschaft“ gleichgesetzt, sondern mit einem vom Markt unterschätzten tatsächlichen Unternehmenswert.

Apollo beteiligt sich an zwei Milliarden-Transaktionen

Apollo Global Management ist an zwei großen Transaktionen im Infrastruktur- und Energiesektor beteiligt. Die von Apollo verwalteten Fonds verkaufen den Kühltechnik-Spezialisten Kelvion an SLB, während Apollo zugleich eine Finanzierung für den Pipeline-Betreiber ONEOK strukturiert.

Der Verkauf von Kelvion an den Energietechnologiekonzern SLB bewertet das Unternehmen mit rund 4,1 Milliarden Dollar. Davon entfallen etwa 3,4 Milliarden Dollar auf eine Barzahlung und rund 700 Millionen Dollar auf übernommene Schulden.

Kelvion war erst im Januar 2026 in das Portfolio der Apollo-Fonds gewandert. Seitdem entwickelte sich das Unternehmen laut Finanztrends zu einem wichtigen Zulieferer für die Kühlung von Rechenzentren.

Für SLB soll die Übernahme das Angebot im Datacenter-Geschäft ergänzen, das innerhalb von drei Jahren kräftig gewachsen ist. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und ist für die erste Jahreshälfte 2027 vorgesehen.

Parallel dazu übernimmt ONEOK Midstream-Anlagen von Brazos im Permian-Becken für 4,425 Milliarden Dollar. Finanziert wird die Transaktion über eine nicht stimmberechtigte Minderheitsbeteiligung von Apollo-Fonds in Höhe von 9 Milliarden Dollar.

Von diesen 9 Milliarden Dollar fließen 5 Milliarden Dollar in den Schuldenabbau von ONEOK. Dadurch soll die Verschuldung auf das 3,25-fache des EBITDA sinken.

Die Investition von Apollo ist auf eine Rendite von maximal 7 Prozent in den ersten neun Jahren begrenzt. Überschüssige Ausschüttungen reduzieren die Kapitalbasis der Beteiligung und kommen damit den ONEOK-Stammaktionären zugute.

Zusätzlich berichtet Finanztrends über eine Personalie bei der Apollo-Tochter Athene. Das Versicherungsgeschäft mit rund 473 Milliarden Dollar verwaltetem Vermögen beruft Brett Gibson, der von J.P. Morgan kommt, zum neuen Investor-Relations-Chef.

Transaktion oder KennzahlAngabe
Bewertung von Kelvion4,1 Milliarden Dollar
Barzahlung für Kelvionetwa 3,4 Milliarden Dollar
Übernommene Schuldenrund 700 Millionen Dollar
ONEOK-Übernahme von Midstream-Anlagen4,425 Milliarden Dollar
Apollo-Finanzierung für ONEOK9 Milliarden Dollar
Für Schuldenabbau vorgesehener Betrag5 Milliarden Dollar
Zielverschuldung von ONEOK3,25-fache des EBITDA
Maximale Rendite der Apollo-Investition7 Prozent in den ersten neun Jahren
Verwaltetes Vermögen von Athenerund 473 Milliarden Dollar

Zusammenfassung: Apollo kombiniert den Verkauf von Kelvion für rund 4,1 Milliarden Dollar mit einer 9-Milliarden-Dollar-Finanzierung für ONEOK. Der Kelvion-Abschluss ist für die erste Hälfte 2027 vorgesehen, während die ONEOK-Transaktion den Schuldenabbau des Pipeline-Betreibers unterstützen soll.

Quellen: