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title: Autoindustrie unter Druck: BMW spart, VW streitet, KI verändert Arbeit
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author: Provimedia GmbH
published: 2026-10-01
updated: 2026-10-01
language: de
category: News and Updates
description: BMW verkleinert Management und Modellpalette, während Volkswagen Tarifverträge kündigt; KI soll Unternehmen zusätzlich bei Effizienz und Personalplanung unterstützen.
source: Provimedia GmbH
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# Autoindustrie unter Druck: BMW spart, VW streitet, KI verändert Arbeit

> **Autor:** Provimedia GmbH | **Veröffentlicht:** 2026-10-01

**Zusammenfassung:** BMW verkleinert Management und Modellpalette, während Volkswagen Tarifverträge kündigt; KI soll Unternehmen zusätzlich bei Effizienz und Personalplanung unterstützen.

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## BMW verschlankt Management und Modellpalette

BMW will die Zahl der „Bereiche und zugeordneten Managementfunktionen“ bis Mitte 2027 um 20 Prozent reduzieren. Nach Angaben des Unternehmens betrifft die Umstrukturierung zunächst die relativ hohe Bereichsleiterebene, soll sich aber auch auf niedrigere Managementebenen auswirken.

Konzernchef Milan Nedeljković erklärte laut **Spiegel**, die Organisation in München sei „einfach zu groß“. BMW müsse kleiner und schlagfertiger werden. Einen Jobabbau in großen Zahlen gebe es im Zusammenhang mit der Managementreform zunächst nicht.

Die Veränderung ist Teil eines bereits angekündigten freiwilligen Jobabbauprogramms, das alle Bereiche außer der Produktion umfasst. Weltweit soll die Zahl der Mitarbeiter nach Angaben aus Unternehmenskreisen um rund 8000 sinken; in Deutschland dürften insbesondere Arbeitsplätze in der Verwaltung und Entwicklung wegfallen.

Als Grund für den Sparkurs nennt BMW die Notwendigkeit, die Kosten so weit zu senken, dass der Konzern auf dem Weltmarkt wieder mit wettbewerbsfähigen Preisen und entsprechenden Deckungsbeiträgen aufgestellt ist. Zusätzlich setzt BMW insbesondere in China auf eine stärkere Regionalisierung, um günstiger zu produzieren und spezifische Wünsche der chinesischen Kundschaft zu berücksichtigen.

Auch künstliche Intelligenz soll zur Kostensenkung beitragen. Sie soll unter anderem dabei helfen zu erkennen, wo BMW Teile von Zulieferern nutzen kann, anstatt eigene Lösungen zu entwickeln.

Die Modellpalette soll ebenfalls vereinfacht werden. Der neue 3er soll nicht mehr mit Dieselmotor angeboten werden.

**Quelle: Spiegel**

**Infobox:** BMW will bis Mitte 2027 die Zahl der Bereiche und zugeordneten Managementfunktionen um 20 Prozent senken. Weltweit soll die Zahl der Mitarbeiter nach Angaben aus Unternehmenskreisen um rund 8000 sinken.

## BMW streicht Modelle und rechnet mit weiterem Renditedruck

BMW konkretisiert seinen Sparkurs mit einer Verkleinerung des Managements und einer Reduzierung der Modellvielfalt. Jede fünfte Management-Position soll bis Mitte 2027 entfallen; auch darunterliegende Ebenen sollen ähnlich stark verkleinert werden.

Wie **BILD** berichtet, sind die betroffenen Stellen Teil des bereits bekannten weltweiten Abbaus von rund 8000 Stellen und kommen nicht zusätzlich hinzu. Der Konzern hatte Ende 2024 weltweit 159.104 Menschen beschäftigt, 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor; Ende 2025 waren es 154.540.

Der wirtschaftliche Druck zeigt sich laut BILD auch bei den Ergebnissen. Im ersten Halbjahr 2026 sank das operative Ergebnis im Autogeschäft um 45,6 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro. Die EBIT-Marge ging von 6,2 auf 3,6 Prozent zurück.

> „Unser globales Geschäftsmodell bleibt die Grundlage unseres Erfolgs. Gleichzeitig stellen wir unsere Strukturen und unsere Kostenbasis wettbewerbsfähiger auf.“

Auch beim Produktangebot will BMW Modelle und Varianten streichen, die sich langfristig nicht ausreichend rechnen. Der BMW 2er Active Tourer erhält keinen Nachfolger, und auch der Roadster Z4 wird nicht ersetzt.

Gleichzeitig plant der Konzern neue Angebote in Bereichen, in denen er höhere Erträge erwartet. 2027 soll das erste Modell der Marke BMW Alpina kommen. Für die USA prüft BMW ein großes SUV oberhalb des X7; für Europa ist 2028 ein neues vollelektrisches Kompaktmodell geplant.

Für 2028 peilt BMW im Autogeschäft eine EBIT-Marge von drei bis fünf Prozent an. Anfang der 2030er Jahre sollen es wieder acht bis zehn Prozent sein.

**Quelle: BILD**

**Infobox:** Im ersten Halbjahr 2026 sank das operative Ergebnis im Autogeschäft um 45,6 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro. BMW streicht unter anderem den 2er Active Tourer und ersetzt den Z4 nicht.

## Volkswagen kündigt weitere Tarifverträge

Bei Volkswagen verschärft sich der Konflikt um das Sparprogramm. Das Management kündigte laut **FAZ** eine Reihe von Tarifverträgen, die wichtige Bereiche der Beschäftigung im größten europäischen Autokonzern regeln.

Betroffen sind der große Entgelttarifvertrag sowie Regelungen zu tariflichen Zusatzvergütungen, die wahlweise in freie Tage umgewandelt werden können. Ebenfalls genannt werden die Vergütung ranghoher Angestellter im „Tarif-Plus“ und Themen rund um die Ausbildung.

Auch der Manteltarifvertrag wurde gekündigt. Dieser regelt unter anderem die Arbeitszeit im Konzern und ist damit ein besonders heikles Thema in den laufenden Verhandlungen.

Die IG Metall und der VW-Konzernbetriebsrat kündigten umgehend Widerstand an. Die Gewerkschaft erklärte, eine heftige Auseinandersetzung zum Jahreswechsel bahne sich an. Im Ringen um einen neuen Haustarifvertrag für die 130.000 Beschäftigten der Volkswagen AG endet die Friedenspflicht am 1. Januar; erst danach sind Warnstreiks möglich.

Hintergrund des Konflikts ist die angespannte Lage der deutschen Autoindustrie. Als Belastungen werden der wachsende Wettbewerb in China, amerikanische Zölle und der zunehmende Preisdruck in Europa genannt. Zusätzlich expandieren chinesische Marken auf dem europäischen Markt.

Volkswagen droht damit, die Arbeit in bis zu vier deutschen Fabriken im nächsten Jahrzehnt auslaufen zu lassen. Genannt werden Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm. In den Belegschaften wächst dadurch die Sorge vor dem endgültigen Aus einzelner Werke.

> „Eine heftige Auseinandersetzung zum Jahreswechsel bahnt sich an.“

Volkswagen betont zugleich, dass der vor knapp zwei Jahren geschlossene Zukunftstarifvertrag nicht gekündigt wurde. Die darin vereinbarte Beschäftigungssicherung bis Ende des Jahres 2030 bleibt damit bestehen.

Weitere Gespräche sollen in der zweiten Oktoberhälfte folgen. Die IG Metall hat für die konkreten Vergütungsregeln im Haustarif bereits ein Lohnplus von fünf Prozent angekündigt, während die Konzernführung weitere Erhöhungen zurückweist.

**Quelle: FAZ**

**Infobox:** Die Kündigungen betreffen unter anderem Entgelt-, Mantel- und weitere Tarifverträge. Der Zukunftstarifvertrag mit einer Beschäftigungssicherung bis Ende des Jahres 2030 bleibt laut Volkswagen bestehen.

## Headhunter kritisiert Komfortzone im Topmanagement

Der Personalberater Kaan Bludau beobachtet nach Darstellung der **SZ.de** seit mehr als 25 Jahren die deutschen Chefetagen. Als Gründer und Geschäftsführer von Bludau Partners unterstützt er Unternehmen dabei, Führungskräfte und Spezialisten zu finden.

Bludau kritisiert, dass viele Führungskräfte zu bequem geworden seien. Im Interview erklärt er, weshalb eine Top-Management-Position aus seiner Sicht einen überproportionalen Einsatz verlangt und warum er andere Erwartungen an Führungskräfte stellt.

> „Eine Top-Management-Position verlangt überproportionalen Einsatz. Alles andere ist eine Utopie“

Das Interview beschäftigt sich außerdem mit der Frage, welche Vorstandschefs ihren Job gut machen. Bludau äußert sich dabei auch zur Arbeit im Home-Office und vertritt die Ansicht, dass Manager dort nichts verloren hätten.

Die Aussagen ordnet die SZ.de in den Bereich Führung, Arbeitsmarkt und Karriere ein. Der Beitrag stellt damit die Anforderungen an Führungskräfte in den Mittelpunkt und verbindet die persönliche Einschätzung des Headhunters mit seiner langjährigen Erfahrung in deutschen Chefetagen.

**Quelle: SZ.de**

**Infobox:** Kaan Bludau fordert für Top-Management-Positionen einen überproportionalen Einsatz. Im Mittelpunkt des Interviews stehen Führung, Komfortzonen und die Rolle des Home-Office.

## KI verändert das Workforce Management

Künstliche Intelligenz entwickelt sich im Workforce Management laut **Haufe. Intelligenz, die bewegt.** von einem reinen Prognosetool zu einem operativen Entscheidungsträger. Routineaufgaben sollen zunehmend autonom geregelt werden.

Die Weiterentwicklung betrifft insbesondere die Personaleinsatzplanung, Personalbedarfsprognosen und das kompetenzbasierte Matching. Einzelhändler wollen damit die Arbeitsproduktivität steigern und die Umsetzung in den Filialen verbessern, in denen viele Deskless Worker beschäftigt sind.

Mehrere Workforce-Management-Lösungen bieten inzwischen KI-Assistenten für Filialmitarbeitende an. Diese sollen in Echtzeit Anleitungen und Unterstützung bei Routineaufgaben geben.

Der im Beitrag genannte „Gartner Market Guide for Retail Workforce Management Technologie 2026“ prognostiziert, dass bis 2027 mehr als die Hälfte der führenden Händler Schichten, Aufgaben und Kommunikation in einer einzigen mobilen Mitarbeiter-App bündeln wird.

Bis 2028 soll KI-gestütztes Skill-Management ermöglichen, 40 Prozent der offenen Schichten autonom zu besetzen. Dafür sollen Qualifikationen mit den Präferenzen der Mitarbeitenden abgeglichen werden, ohne dass eine Führungskraft eingreifen muss.

Ebenfalls bis 2028 sollen KI-gestützte Analysen über 40 Prozent der operativen Signale liefern, die in Personalprognosen und untertägige Aufgabenverteilungen einfließen.

| Prognose | Angabe | 

| Bündelung in einer mobilen Mitarbeiter-App | Bis 2027 mehr als die Hälfte der führenden Händler | 

| Autonome Besetzung offener Schichten | Bis 2028 40 Prozent | 

| Operative Signale durch KI-gestützte Analysen | Bis 2028 über 40 Prozent | 

In der Praxis ist die Entwicklung laut Haufe jedoch noch nicht angekommen. Eine Yougov-Umfrage im Auftrag von Hirschtec und Flip unter 505 Mitarbeitenden ohne PC-Arbeitsplatz zeigt, dass 60 Prozent der Befragten in ihrem Unternehmen noch keine firmeneigene Mitarbeiter-App nutzen können.

Bei Unternehmen mit einer solchen App hat sich jeder dritte Befragte von der Nutzung abgewendet. Gewünscht werden ein einfacher und sicherer Log-in, der direkte Zugriff auf wichtige Tools und Funktionen sowie eine intuitive Bedienung ohne zu viele Funktionen.

Parallel steigt die Nutzung von Schatten-IT. Laut einer Befragung von 500 Angestellten, Deskless Workern und IT-Verantwortlichen durch Mitel greifen 75 Prozent der Mitarbeitenden in deutschen Unternehmen auf nicht freigegebene Kommunikationskanäle zurück.

Auch bei der Personaleinsatzplanung bestehen deutliche Unterschiede zwischen technologischem Anspruch und tatsächlicher Praxis. Zahlreiche Firmen arbeiten weiterhin mit einfachen Tabellenkalkulationen; 60 Prozent setzen diese ein, fünf Prozent arbeiten sogar mit Stift und Papier.

| Arbeitsmittel oder System | Anteil | 

| Tabellenkalkulationen | 60 Prozent | 

| Stift und Papier | fünf Prozent | 

| On-Premises-WFM-System | 17 Prozent | 

| Forecasting Software | 20 Prozent | 

| Hosted WFM | 29 Prozent | 

Schlechte Forecasts und ineffiziente Dienstpläne können laut dem „State of WFM Report 2026“ von Peopleware zu hoher Belastung, Stress und Fluktuation führen. Als hilfreiche Funktionen werden Echtzeit-Zugriff auf Dienstpläne, Apps oder Webportale, Benachrichtigungen über Planänderungen, Schichttausch-Funktionen und Selbstbedienungsfunktionen für Urlaubsanträge genannt.

Besonders beliebt ist der Schichttausch. Fast 40 Prozent der Befragten nennen diese Funktion als wichtigen Hebel für mehr Zufriedenheit.

**Quelle: Haufe. Intelligenz, die bewegt.**

**Infobox:** 60 Prozent der befragten Mitarbeitenden ohne PC-Arbeitsplatz haben keine firmeneigene Mitarbeiter-App. Gleichzeitig greifen 75 Prozent der Mitarbeitenden in deutschen Unternehmen auf nicht freigegebene Kommunikationskanäle zurück.

## Metaplanet verteidigt umstrittenes Vergütungsprogramm

Die unabhängigen Direktoren von Metaplanet haben das umstrittene Vergütungsprogramm für das Management verteidigt. In einem Schreiben vom 29. September argumentieren sie laut **BTC-ECHO**, das Management habe die zugrunde liegenden Bezugsrechte zum Marktwert und aus eigenem Vermögen erworben.

Zum Zeitpunkt der Ausgabe sei Metaplanet ein angeschlagener Hotelbetreiber in einer Finanzkrise gewesen. Ein Erfolg der Umstellung auf Bitcoin sei damals nicht absehbar gewesen.

Bezugsrechte ermöglichen den Erwerb von Aktien zu einem festgelegten Preis. Steigt der Kurs, kann daraus ein erheblicher Gewinn entstehen. Bei Metaplanet machen ausgeübte und noch offene Rechte rund 12,5 Prozent aller Aktien aus, was bei Anlegern die Sorge vor einer Verwässerung ihrer Anteile ausgelöst hat.

Die Direktoren verweisen darauf, dass die Aktionäre dem Programm im Februar 2023 mit über 98 Prozent der abgegebenen Stimmen zugestimmt hatten. Ohne den damaligen Mehrheitsaktionär EVO lag die Zustimmung bei 78,3 Prozent.

Keiner der heutigen unabhängigen Direktoren saß zum Zeitpunkt der Ausgabe im Vorstand. Metaplanet hatte das Programm am 11. September nach der Kritik bereits gekürzt.

Der mögliche Aktienpool sank um 41 Prozent auf 188,2 Millionen Stück. Nach Unternehmensangaben fielen dadurch über 220 Millionen US-Dollar an potenziellem Wert weg. Bereits ausgeübte Rechte bleiben bis August 2031 gesperrt.

Durch die Kürzung verbesserte sich der auf jede Aktie entfallende Bitcoin-Bestand rechnerisch um rund 8,8 Prozent. Firmenchef Simon Gerovich hatte im August noch 64 Millionen Aktien erhalten, indem er seine Rechte vor der Kürzung ausübte.

Metaplanet erklärte zuvor, diese Aktien würden nicht zurückgegeben, weil die Ausübung nach den damals geltenden Regeln gültig gewesen sei. Offen bleiben laut BTC-ECHO Fragen zum Aktionär „MMXX Ventures“, dessen Verkäufe sowie Gerovichs wirtschaftliche Verbindung zu diesem Aktionär viele Investoren beschäftigen.

**Quelle: BTC-ECHO**

**Infobox:** Der mögliche Aktienpool wurde um 41 Prozent auf 188,2 Millionen Stück gesenkt. Dadurch fielen nach Unternehmensangaben über 220 Millionen US-Dollar an potenziellem Wert weg.

Quellen:
- [BMW: Topmanagement soll um 20 Prozent schrumpfen](https://www.spiegel.de/wirtschaft/bmw-topmanagement-soll-um-20-prozent-schrumpfen-a-970e8afe-ac82-455f-89d8-fd0d68371795)
- [BMW: 8000 Stellen fallen teils im Management weg, Z4 und Active Tourer laufen aus](https://www.bild.de/politik/bmw-8000-stellen-fallen-teils-im-management-weg-z4-und-active-tourer-laufen-aus-6abcf1339475b88d647ad929)
- [VW pocht auf Einsparungen – Management kündigt weitere Tarifverträge](https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/vw-pocht-auf-einsparungen-management-kuendigt-weitere-tarifvertraege-201276900.html)
- [Headhunter Kaan Bludau im Interview: „Viele Manager bleiben in ihrer Komfortzone“ - Wirtschaft - SZ.de](https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/manager-headhunter-stellenabbau-industrie-li.3554051)
- [KI hebt das Workforce Management auf ein neues Level](https://www.haufe.de/personal/hr-management/workforce-management-neues-bei-mitarbeiter-apps_80_698622.html)
- [Metaplanet streicht 220 Millionen – den Aktionären reicht das nicht](https://www.btc-echo.de/news/metaplanet-verteidigt-umstrittenes-verguetungsprogramm-238510/)

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