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title: Infrastruktur, Dieselpreise und neue Risiken prägen die Wirtschaftsnachrichten
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author: Provimedia GmbH
published: 2026-10-11
updated: 2026-10-11
language: de
category: News and Updates
description: Afghanistan baut Verkehrs- und Wasserinfrastruktur aus, während Menschenrechtsverletzungen, Armut und Wassermangel bestehen bleiben.  
In Deutschland verteuert ein Dieselmangel durch geringe Raffineriekapazitäten und steigende Nachfrage den Kraftstoff und könnte die Inflation anheizen.
source: Provimedia GmbH
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# Infrastruktur, Dieselpreise und neue Risiken prägen die Wirtschaftsnachrichten

> **Autor:** Provimedia GmbH | **Veröffentlicht:** 2026-10-11

**Zusammenfassung:** Afghanistan baut Verkehrs- und Wasserinfrastruktur aus, während Menschenrechtsverletzungen, Armut und Wassermangel bestehen bleiben.  
In Deutschland verteuert ein Dieselmangel durch geringe Raffineriekapazitäten und steigende Nachfrage den Kraftstoff und könnte die Inflation anheizen.

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## Afghanistan setzt auf Infrastruktur, während Deutschland den Blick auf Risiken richtet

Der Frankfurter Unternehmer Aaron Azim treibt in Afghanistan Infrastrukturprojekte voran und verbindet dabei wirtschaftliche Interessen mit regionalen Handelsplänen. Nach Angaben der **WirtschaftsWoche** warten am Umschlagbahnhof Rozanak im Westen Afghanistans mehr als hundert Lastwagen auf Waren aus ankommenden Güterzügen.

Monatlich würden dort 120.000 Tonnen Fracht umgeschlagen, sagt Azim. Zu den transportierten Waren zählen Lebensmittel und Industrieprodukte, die aus dem Iran kommen und ins afghanische Landesinnere weiterbefördert werden.

Die Bahnstrecke soll Herat mit dem Iran und dadurch mit Europa verbinden. Das Teilstück zwischen Maschad und Rozanak ist fertig, bis nach Herat fehlen noch gut 40 Kilometer; dort liegen ein Industrieviertel und ein Flughafen.

Über die Verbindung gelangen Zement, Industriewaren und Nahrungsmittel ins Land. Sand und Trockenfrüchte würden auch exportiert, erklärt Azim, außerdem reisten monatlich 3000 Touristen per Bahn nach Afghanistan.

Azim kam als Jugendlicher nach Deutschland, absolvierte eine Lehre zum Gebäudereiniger und gründete eine Reinigungsfirma. Später baute er Wohnungen, kaufte Hotels und eröffnete 2007 die Cinderella International Group in Herat; heute betreibt er auch das Grand Hotel Kabul.

Die WirtschaftsWoche beschreibt weitere Infrastrukturvorhaben: Ein riesiger Kanal soll die Wasserversorgung verbessern, während ein Tunnel durch das Hindukusch-Gebirge renoviert wurde. Der Kusch-Tepa-Kanal soll fast 300 Kilometer lang werden, ein Fünftel des Flusswassers abzweigen und mehr als 500.000 Hektar trockenes Land bewirtschaftbar machen.

Auch internationale Handelsachsen gewinnen laut dem Bericht an Bedeutung. Eine 121 Kilometer lange Straße zur schmalen Grenze mit China im Nordosten Afghanistans wurde offiziell eröffnet; außerdem soll die TAPI-Gaspipeline turkmenisches Gas über Afghanistan nach Pakistan und Indien transportieren.

Kasachstan, Usbekistan und die Vereinigten Arabischen Emirate unterzeichneten Anfang Oktober eine Absichtserklärung für eine neue Eisenbahnroute durch Afghanistan bis zu pakistanischen Seehäfen. Kasachstan habe die Machthaber in Kabul bereits vor mehr als zwei Jahren von der Terrorliste genommen und als Garant für mehr als eine halbe Milliarde Dollar für den Zugang zu Ressourcen fungiert.

Azim verweist auf Lithium, Gold und Chrom und sagt, Afghanistan verfüge über „alles, was Europa fehlt“. Zugleich kritisiert er die Zurückhaltung Europas: „Die schlafen.“ Sein Versuch, mit deutschen Behörden und der Industrie- und Handelskammer eine Delegationsreise zu organisieren, blieb bislang ohne Erfolg.

Die WirtschaftsWoche stellt den wirtschaftlichen Ausbau den politischen und sozialen Problemen gegenüber. Die Taliban haben Frauen- und Kinderrechte beschnitten, Menschen gefoltert und hingerichtet; zudem droht Kabul das Wasser auszugehen.

> „Dass trotz des Ausbaus der Infrastruktur weite Teile der afghanischen Bevölkerung verarmen und verelenden, ist nicht allein die Schuld der Taliban – aber sie tun auch wenig dagegen“, schrieb der „Spiegel“-Journalist Christoph Reuter.

**Infobox – WirtschaftsWoche:** Afghanistan baut Verkehrs- und Wasserinfrastruktur aus. Im Mittelpunkt stehen die Bahnverbindung nach Iran, der Kusch-Tepa-Kanal und neue regionale Handelsachsen; gleichzeitig bleiben Menschenrechtslage, Armut und Wassermangel zentrale Risiken.

## Hohe Dieselpreise belasten Verbraucher und Wirtschaft

Diesel ist in Deutschland weiterhin besonders teuer und kostet deutlich mehr als E10-Benzin. Das **RND.de** berichtet, dass ein Liter Diesel am Freitag laut der Plattform „Tankerkönig“ kurz vor der mittäglichen Erhöhung im bundesdeutschen Durchschnitt gut 2,20 Euro kostete.

In den Vortagen lag der Preis noch etwa drei Cent niedriger. E10-Benzin war jeweils fast 11 Cent billiger.

Der seit dem 1. Oktober geltende Tankrabatt wurde laut ersten Analysen des Münchner Ifo-Instituts nur unvollständig an die Kunden weitergegeben. Die Absenkung macht rechnerisch 17 Cent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer aus, bei den Autofahrern kamen in den ersten Tagen im Schnitt aber nur 15 Cent an.

| Angabe | Wert | 

| Dieselpreis am Freitag | gut 2,20 Euro pro Liter | 

| Dieselpreis in den Vortagen | etwa drei Cent weniger | 

| Preisabstand zu E10-Benzin | fast 11 Cent | 

| Rechnerische Tankrabatt-Absenkung | 17 Cent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer | 

| Durchschnittlich weitergegebene Absenkung | 15 Cent | 

| Spitzenpreis am Freitag nach 12 Uhr | 2,41 Euro | 

Der Dieselpreis hat sich nach Darstellung des RND.de zunehmend vom Rohölpreis abgekoppelt. Während Diesel am Freitag zeitweise auf 2,41 Euro stieg, notierte die Rohölsorte Brent auf dem Niveau von Mitte September.

Ein Grund für das hohe Preisniveau ist der Rückgang der Raffineriekapazitäten in Europa. In den vergangenen 15 Jahren sank die Zahl der Raffinerien um etwa 20 Prozent, weil sich die Modernisierung kleinerer und älterer Anlagen angesichts einer erwarteten sinkenden Nachfrage nach fossilen Kraftstoffen nicht mehr rentiert.

Europa ist dadurch seit zwei Jahrzehnten stärker von Dieselimporten abhängig. Durch den Iran-Krieg brach das Exportvolumen der Öl-Staaten im Nahen Osten um gut 80 Prozent ein; zusätzlich fällt Russland als Lieferant für den Weltmarkt weg.

Die Internationale Energieagentur bezifferte die globale Rohölverarbeitung im August auf rund 81 Millionen Fass täglich. Das waren rund vier Millionen weniger als ein Jahr zuvor.

Europäische Raffinerien können ihre Dieselproduktion nur begrenzt erhöhen, weil Diesel, Heizöl und Kerosin zu den Mitteldestillaten gehören. Eine stärkere Verschiebung zugunsten von Diesel ist nur in speziellen Anlagen unter Einsatz von viel Energie und Wasserstoff möglich.

In den USA arbeiteten Raffinerien laut RND.de derzeit mit einer Auslastung von 97 Prozent. Dadurch steigen die Risiken von Ausfällen.

Die IEA bestätigte Mitte der Woche die beschleunigte Freigabe internationaler Reserven an Rohöl und Mineralölprodukten in einem Umfang von 100 Millionen Barrel. Selbst wenn diese Menge ausschließlich aus Diesel bestünde, würde sie rechnerisch den globalen Verbrauch für nur knapp vier Tage decken.

Zusätzlichen Druck könnte ein von Donald Trump angekündigter Deal mit Wladimir Putin ausüben. Trump stellte „umgehend“ mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt in Aussicht; im Laufe des Novembers solle eine weitere halbe Million Tonnen freigegeben werden sowie eine Million Tonnen „sofort danach“. Abhängig vom Zustand der russischen Dieselraffinerien seien zudem innerhalb kurzer Zeit drei Millionen Tonnen möglich.

In Europa beginnt zugleich die Heizsaison. Leichtes Heizöl ist chemisch eng mit Diesel verwandt und konkurriert bei der Aufteilung der Raffineriekapazitäten; bei sinkenden Temperaturen könnte ein Run mit weiteren Preissprüngen entstehen.

Das RND.de erwartet deshalb längerfristige Folgen für die Inflation. Diesel wird in der Landwirtschaft, der Logistik, bei Baumaschinen und in der Industrie eingesetzt; höhere Spritpreise können sich mit zeitlicher Verzögerung auf viele Produkte, insbesondere Nahrungsmittel, auswirken.

**Infobox – RND.de:** Diesel kostete zuletzt gut 2,20 Euro pro Liter und war fast 11 Cent teurer als E10-Benzin. Raffinerieausfälle, geringere Importe und die beginnende Heizsaison erschweren eine schnelle Entspannung.

## „Wirtschaft vor acht“: Wirtschaftsthemen im Überblick

Die **tagesschau.de** kündigt für die Sendung „Wirtschaft vor acht vom 09.10.2026“ ein Wirtschaftsformat der ARD an. In den bereitgestellten Quellen ist jedoch kein auswertbarer Berichtstext mit einzelnen Wirtschaftsmeldungen oder Kennzahlen enthalten.

Damit lassen sich aus dieser Quelle keine weiteren inhaltlichen Aussagen zu Themen, Entwicklungen oder Zahlen übernehmen. Der Eintrag wird daher auf die Sendungsangabe beschränkt.

**Infobox – tagesschau.de:** Verzeichnet ist die Sendung „Wirtschaft vor acht vom 09.10.2026“; konkrete auswertbare Inhalte sind in der Quelle nicht enthalten.

## Thüringer Unternehmen kritisieren neue Verpackungsordnung

Die neue EU-weite Verpackungsverordnung soll mehr Nachhaltigkeit und Recycling ermöglichen. Nach Angaben des **MDR.de** kritisieren insbesondere kleinere Händler aus Thüringen jedoch den zusätzlichen bürokratischen Aufwand.

Der Beitrag stellt die Frage in den Mittelpunkt, warum manche Thüringer Firmen nicht mehr ins Ausland liefern. Aus Sicht der betroffenen Unternehmen müssten die Regelungen schnell verbessert werden, damit die Anforderungen nicht zu einer Belastung für den grenzüberschreitenden Vertrieb werden.

Im MDR THÜRINGENJOURNAL vom 9. Oktober wurde das Thema gemeinsam mit weiteren regionalen Meldungen behandelt. Dazu gehörten unter anderem die Thüringer Medienlandschaft und die Zukunft des Erfurter Eisschnelllaufs.

**Infobox – MDR.de:** Die Verpackungsverordnung verfolgt Nachhaltigkeitsziele, verursacht nach Darstellung des MDR aber gerade bei kleineren Thüringer Unternehmen erheblichen Bürokratie-Aufwand und erschwert teilweise Lieferungen ins Ausland.

## CDU in Sachsen-Anhalt fordert Staustufen an Elbe und Saale

Die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt fordert angesichts anhaltender Trockenheit Maßnahmen gegen den zunehmenden Wassermangel. Nach einem Bericht von **STERN.de** spricht sich die Fraktion unter anderem für Staustufen an zentralen Flüssen wie Elbe und Saale aus.

Solche Bauwerke würden nach Auffassung der CDU nicht nur die Flüsse regulieren, sondern auch den Grundwasserspiegel weit in das Landesinnere hinein positiv beeinflussen. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ulrich Thomas, bezeichnete die Grundwasserhaltung als Teil der staatlichen Daseinsvorsorge.

> „Die Verfügbarkeit von Wasser entwickelt sich rasant zu einer der zentralen Zukunftsfragen für die Wirtschaft unseres Bundeslandes“, sagte Ulrich Thomas laut STERN.de.

Thomas warnte außerdem davor, dass höhere Wasserentgelte die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen gefährden könnten. Ein akuter Wassermangel sei längst kein reines Umweltthema mehr.

Sachsen-Anhalt beschäftigt sich bereits seit Jahren mit der Wasserversorgung. Im September brachte das Land fünf Vorhaben zur Stärkung der Trinkwasserversorgung mit rund 83 Millionen Euro Förderung auf den Weg.

Bereits 2023 hatten die Landesregierung und SPD-Umweltminister Armin Willingmann angekündigt, mehr Wasser in der Fläche halten zu wollen. Damals standen laut STERN.de vor allem Stauanlagen an kleineren Gewässern im Mittelpunkt.

In diesem Sommer erreichte die Elbe bei Magdeburg einen neuen Tiefststand. Umweltverbände kritisieren technische Eingriffe und fordern stattdessen mehr natürlichen Wasserrückhalt, etwa durch Auenrenaturierung und größere Flächen, die bei Hochwasser überschwemmt werden können.

- Die CDU fordert Staustufen an Elbe und Saale.

- Die Fraktion sieht die Grundwasserhaltung als staatliche Daseinsvorsorge.

- Umweltverbände setzen auf Auenrenaturierung und natürliche Überschwemmungsflächen.

- Das Land fördert fünf Vorhaben zur Trinkwasserversorgung mit rund 83 Millionen Euro.

**Infobox – STERN.de:** Die CDU verbindet Wassermangel mit wirtschaftlichen Risiken und fordert Staustufen an Elbe und Saale. Umweltverbände bevorzugen natürlichen Wasserrückhalt; Sachsen-Anhalt hat bereits fünf Trinkwasservorhaben mit rund 83 Millionen Euro Förderung auf den Weg gebracht.

## Rückruf weißer Bohnen wegen möglicher Schimmelspuren

Die Wurzener Nahrungsmittel rufen weiße Bohnen wegen möglicher Schimmelspuren zurück. Wie **SZ.de** unter Berufung auf das Portal „lebensmittelwarnung.de“ berichtet, wurden bei Kontrollen vereinzelt Schimmelspuren festgestellt.

Betroffen sind Packungen mit 500 Gramm und Zehn Kilo. Die Bohnen wurden unter anderem bei Edeka, Globus, Kaufland und Rewe vertrieben.

Der Rückruf betrifft zwölf Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Kunden können die Ware bis zum 15. Oktober in den Filialen zurückgeben. Das Geld wird laut SZ.de auch ohne Kassenbon erstattet.

| Rückrufangabe | Information | 

| Produkt | Weiße Bohnen | 

| Betroffene Packungsgrößen | 500 Gramm und Zehn Kilo | 

| Vertrieb unter anderem bei | Edeka, Globus, Kaufland und Rewe | 

| Betroffene Bundesländer | 12 | 

| Rückgabe möglich bis | 15. Oktober | 

| Erstattung | Auch ohne Kassenbon | 

**Infobox – SZ.de:** Weiße Bohnen in der 500-Gramm- und Zehn-Kilo-Packung werden wegen möglicher Schimmelspuren zurückgerufen. Die Rückgabe gegen Erstattung ist bis zum 15. Oktober auch ohne Kassenbon möglich.

Quellen:
- [Aaron Azim: Dieser deutsche Unternehmer baut Afghanistans Wirtschaft aus](https://www.wiwo.de/technologie/wirtschaft-von-oben/aaron-azim-dieser-deutsche-unternehmer-baut-afghanistans-wirtschaft-aus/100260154.html)
- [Hohe Dieselpreise: Warum der Schmierstoff der Wirtschaft immer knapper wird](https://www.rnd.de/wirtschaft/hohe-dieselpreise-schmierstoff-der-wirtschaft-wird-immer-knapper-RYVLTONVMJBFLF7XYFHCZPBZMM.html)
- [Wirtschaft vor acht vom 09.10.2026](https://www.tagesschau.de/video/video-1663618.html)
- [Thüringen: Wirtschaft kritisiert Verpackungsordnung](https://www.mdr.de/video/mdr-videos/f/video-1663532.html)
- [Umwelt und Wirtschaft: Wasserversorgung: CDU für Staustufen in Elbe und Saale](https://www.stern.de/gesellschaft/regional/sachsen-anhalt/umwelt-und-wirtschaft--wasserversorgung--cdu-fuer-staustufen-in-elbe-und-saale-38376428.html)
- [Lebensmittel - Schimmel an weißen Bohnen: Rückruf in zwölf Bundesländern - Wirtschaft - SZ.de](https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lebensmittel-schimmel-an-weissen-bohnen-rueckruf-in-zwoelf-bundeslaendern-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-261009-930-816160)

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