KI, Management und Märkte: Aktuelle Entwicklungen im Überblick
Autor: Provimedia GmbH
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Kategorie: News and Updates
Zusammenfassung: Der Artikel beleuchtet Managementwechsel, den Wandel mittlerer Führungsebenen durch KI, Risiken unkontrollierter KI-Nutzung und Chancen europäischer Nebenwerte.
Breuningerland: Managementwechsel wirft Fragen für Kunden auf
Das Management des Breuningerlands soll erneut wechseln. Die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtet über die Kündigung des Vertrags durch Breuninger und stellt die Frage, welche Auswirkungen der Wechsel auf die Kunden haben könnte.
Konkrete Angaben zu den Folgen für Besucher, zum Zeitpunkt des Wechsels oder zu möglichen Veränderungen im Einkaufszentrum enthält der vorliegende Inhalt der Ludwigsburger Kreiszeitung nicht.
Zusammenfassung: Im Mittelpunkt steht ein erneuter Wechsel im Management des Breuningerlands. Die konkreten Auswirkungen auf die Kunden bleiben offen.
Mittleres Management gerät in Großkonzernen unter Druck
Volkswagen, BMW und Bayer bauen Führungspositionen ab. Nach Angaben der Braunschweiger Zeitung will Volkswagen bis zum Ende des Jahrzehnts mehr als 5.500 Führungsstellen streichen, während Bayer die Zahl der Managementpositionen bereits von rund 17.000 auf gut 5.000 reduziert hat. Auch BMW baut im indirekten Bereich Personal ab.
Der Beitrag betont zugleich, dass das mittlere Management nicht überflüssig werde, sich seine Aufgaben aber veränderten. Routineaufgaben wie das Zusammenführen von Informationen, das Erstellen von Berichten und die Vorbereitung von Entscheidungsvorlagen könnten zunehmend von künstlicher Intelligenz übernommen werden. Auch Projektfortschritte ließen sich automatisiert auswerten.
Flachere Hierarchien seien jedoch nicht automatisch leistungsfähiger. Werden Führungsebenen gestrichen, ohne Zuständigkeiten und Entscheidungsrechte neu zu ordnen, könne sich die bisherige Arbeit lediglich auf weniger Menschen verteilen. Die verbleibenden Manager müssten dann größere Teams betreuen, während wichtige Entscheidungen weiterhin an der Unternehmensspitze lägen.
Die Rolle des mittleren Managements verschiebe sich deshalb von der Weitergabe von Informationen hin zur Vermittlung zwischen Unternehmensleitung und operativen Teams. Führungskräfte müssten strategische Ziele mit den praktischen Anforderungen des Arbeitsalltags verbinden, Konflikte lösen und Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen zusammenbringen.
Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Informationen durch KI verliere ein Informationsvorsprung als Grundlage von Autorität an Bedeutung. Wichtiger würden Urteilskraft, Verantwortungsbewusstsein, Selbstreflexion und die Fähigkeit, Unsicherheit auszuhalten und dennoch Entscheidungen zu treffen.
- KI kann Informationen zusammenführen, Berichte erstellen und Entscheidungsvorlagen vorbereiten.
- Flachere Hierarchien benötigen klar verteilte Zuständigkeiten und Entscheidungsrechte.
- Das mittlere Management soll stärker Orientierung geben, Konflikte lösen und Veränderung begleiten.
- Menschliche Urteilskraft und Verantwortungsbewusstsein bleiben entscheidend.
Zusammenfassung: Nach Einschätzung der Braunschweiger Zeitung dürfte das mittlere Management zahlenmäßig kleiner werden, aber nicht vollständig verschwinden. KI übernimmt administrative Tätigkeiten, während Führung, Orientierung und Konfliktlösung an Bedeutung gewinnen.
KI-Pannen werden als Managementproblem beschrieben
it-daily.net berichtet über spektakuläre Fehler beim Einsatz künstlicher Intelligenz und kommt zu dem Schluss, dass nicht allein die Technologie versage. Erfundene Studien und Gerichtsurteile, falsche Prognosen, durch Deepfake-CFOs veranlasste Fehlüberweisungen sowie von KI-Agenten gelöschte Datenbanken würden vor allem zeigen, dass Unternehmen die Kontrolle über den Einsatz der Systeme verlieren können.
Der KI-Management-Experte Dr. Jens-Uwe Meyer untersucht in seinem Buch „KI-Management in der Praxis“ wiederkehrende Fehler in Unternehmen. Seine zentrale Aussage lautet: „Es gibt keine KI-Pannen. Es gibt nur falsches KI-Management.“
Ein erstes Risikomuster besteht laut Meyer darin, dass KI-Ergebnisse nicht ausreichend kontrolliert werden. Generative KI könne überzeugend falsche Inhalte erzeugen, die anschließend ungeprüft in Berichte, Schriftsätze oder die Kundenkommunikation gelangten. Als Beispiele nennt der Beitrag einen zurückgezogenen Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG sowie einen Bericht von Deloitte für das australische Arbeitsministerium, der nicht existente Quellen und erfundene Gerichtszitate enthalten habe.
„KI zwar ein hervorragender Assistent ist, aber kein Ersatz für kritisches Denken, fachliche Prüfung und menschliche Verantwortung“
Ein zweites Muster sieht Meyer in zu weitreichenden Rechten für KI-Agenten. Diese Systeme können nicht nur Texte oder Bilder erzeugen, sondern zunehmend Datenbanken bearbeiten, Programme bedienen, Dateien verändern, E-Mails versenden und Prozessschritte ausführen.
Der Beitrag nennt für 2026 den Fall des Softwareunternehmens PocketOS. Ein KI-Assistent sollte bei einer Aufgabe in einer Testumgebung helfen, verwendete jedoch Zugangsdaten mit weitreichenderen Rechten und löschte versehentlich die produktiv genutzte Datenbank einschließlich der dort gespeicherten Sicherungskopien.
Ein drittes Risikomuster betrifft neue Formen des Missbrauchs. Beim britischen Ingenieurkonzern Arup nahm ein Mitarbeiter an einer Videokonferenz teil, bei der die Gesprächspartner durch Deepfakes dargestellt wurden. In deren Auftrag veranlasste er insgesamt 15 Überweisungen über rund 20 Millionen Pfund an Betrüger.
Darüber hinaus beschreibt Meyer sogenanntes AI Search Poisoning. Kriminelle platzieren dabei falsche Telefonnummern, Links oder andere Informationen im Internet, damit KI-Systeme diese übernehmen und als vertrauenswürdige Antworten ausgeben. Auch innerhalb von Unternehmen könnten Deepfakes erstellt, vertrauliche Informationen in ungeeignete Systeme eingegeben oder Persönlichkeitsrechte, Urheberrechte und interne Vorgaben verletzt werden.
Als Gegenmaßnahme empfiehlt der Beitrag ein systematisches KI-Management. Unternehmen sollten zunächst erfassen, wo KI eingesetzt wird, anschließend die Risiken bewerten und klare Zuständigkeiten, Regeln, Kontrollen und Schulungen festlegen. Die Stärke der Kontrollen müsse sich nach den möglichen Auswirkungen der jeweiligen Anwendung richten.
Mit der ISO/IEC 42001 gebe es bereits einen internationalen Standard für KI-Managementsysteme. Dieser verlange unter anderem, den Anwendungsbereich festzulegen, Verantwortlichkeiten zu bestimmen, Risiken und Chancen zu bewerten, Kompetenzen sicherzustellen, den KI-Einsatz zu kontrollieren und das Managementsystem regelmäßig zu überprüfen und zu verbessern.
Eine ISO-42001-Zertifizierung garantiere laut Meyer nicht, dass keine KI-Panne auftreten werde. Sie zeige vielmehr, dass ein Unternehmen seinen KI-Einsatz systematisch organisiert, Risiken bewertet, Verantwortlichkeiten festlegt und die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft.
Zusammenfassung: it-daily.net stellt mangelnde Kontrolle, zu weitreichende Zugriffsrechte und unterschätzte Missbrauchsrisiken als zentrale Ursachen von KI-Pannen heraus. Ein risikobasiertes Managementsystem soll Regeln, Zuständigkeiten, Kontrollen und Verbesserungsprozesse verbinden.
Europäische Nebenwerte stehen laut Bellevue vor einer Neubewertung
Im Gespräch mit e-fundresearch.com erklärt Birgitte Olsen, warum europäische Small- und Mid-Caps aus ihrer Sicht mehr Aufmerksamkeit verdienen. Sie berichtet, dass diese Unternehmen über längere Strecken stark vernachlässigt worden seien, obwohl sie weiterhin gute Ergebnisse geliefert hätten.
Als Gründe nennt Olsen eine Kapitalkonzentration zugunsten weniger US-Megacaps sowie den Rückgang der Aufmerksamkeit für kleinere Unternehmen. Die Entflechtung der Research-Dienstleistungen durch MiFID II, die Konsolidierung der Broker und der Aufstieg des passiven Investierens hätten die Analystenabdeckung kleinerer Unternehmen drastisch reduziert.
Viele eigentümergeführte Unternehmen hätten sich seit 2011 von national ausgerichteten Firmen zu internationalen Nischenführern mit professionellem Management und globaler Umsatzbasis entwickelt. Sie hätten die Eurokrise, die Pandemie und den Zinsschock von 2022 bewältigt und seien häufig gestärkt daraus hervorgegangen.
Das Portfolio umfasst nach Angaben im Interview 35 bis 45 Titel aus einem Universum von rund 2.000 europäischen Nebenwerten. Für die Auswahl müssten Qualität, Bewertung und Interessengleichheit zusammenkommen.
- Gesucht werden starke Geschäftsmodelle, Preissetzungsmacht und langfristiges Wachstumspotenzial.
- Eine solide Bilanz soll Schutz in schwierigen Zeiten bieten.
- Eine Position wird in der Regel erst aufgebaut, wenn ein Aufwärtspotenzial von mindestens 30 % gegenüber dem geschätzten fairen Wert gesehen wird.
- Mindestens zwei Drittel des Portfolios sind in eigentümergeführte Unternehmen investiert.
Der Fonds habe seit seiner Auflegung eine annualisierte Nettorendite von rund 11 % erzielt. Rund 30 % des Portfolios seien in Unternehmen mit Netto-Cash investiert, während das durchschnittliche Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA unter 1x liege.
Europäische Small Caps hätten zwischen 2009 und 2025 beim Gewinn pro Aktie fast doppelt so schnell zugelegt wie Large Caps. Trotzdem würden sie unter ihren historischen Durchschnittsmultiplikatoren und mit einem erheblichen Abschlag gegenüber Large Caps gehandelt.
Olsen sieht Wachstumspotenzial unter anderem bei Infrastrukturinvestitionen, Rechenzentren, Stromnetzen und dem Streben nach Energiesouveränität. Small- und Mid-Caps seien stark in Industrie und Technologie vertreten und könnten als spezialisierte Nischenanbieter von diesen strukturellen Trends profitieren.
Für die kommenden 15 Jahre erwartet Olsen, dass Disruption die Unterschiede zwischen Gewinnern und Verlierern vergrößern wird. Das könne ein günstiges Umfeld für aktive Aktienauswahl sein, insbesondere wenn Unternehmen in Bereichen wie KI-Infrastruktur, Elektrifizierung und Automatisierung führende Nischenpositionen einnehmen.
Zusammenfassung: e-fundresearch.com beschreibt europäische Nebenwerte als wenig beachtetes Segment mit Qualitätsunternehmen, Bewertungsabschlägen und möglichen strukturellen Wachstumstreibern. Der Investmentansatz setzt auf Qualität, eine Sicherheitsmarge und eigentümergeführte Unternehmen.
Asset-Management-Vermögen erreicht laut McKinsey neuen Höchststand
Das weltweit von Asset Managern verwaltete Vermögen ist im ersten Halbjahr 2026 auf rund 165 Billionen US-Dollar gestiegen. Laut der von private banking magazin aufgegriffenen McKinsey-Studie „Asset management 2026: Plenty for the few?“ waren es Ende 2025 rund 151 Billionen US-Dollar.
Auch die Mittelzuflüsse entwickelten sich kräftig. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr würden die Nettozuflüsse des ersten Halbjahres einem organischen Wachstum von rund 5 Prozent entsprechen. 2025 hatten die Nettozuflüsse bei 3,2 Prozent des Vermögens zu Jahresbeginn gelegen und damit im langjährigen Korridor von 3 bis 4 Prozent.
Besonders dynamisch war die Entwicklung in Europa. Die Zuflüsse im ersten Halbjahr 2026 erreichten laut Studie nahezu das Niveau des gesamten Jahres 2025. Europäischen ETFs flossen in den ersten sechs Monaten rund 255 Milliarden US-Dollar zu. In Deutschland werden ETF-Sparpläne und Neobroker als wichtige Treiber für steigende Investitionen von Privatanlegern genannt.
| Bereich | Angabe |
|---|---|
| Weltweit verwaltetes Vermögen im ersten Halbjahr 2026 | rund 165 Billionen US-Dollar |
| Weltweit verwaltetes Vermögen Ende 2025 | rund 151 Billionen US-Dollar |
| Hochgerechnetes organisches Wachstum 2026 | rund 5 Prozent |
| Nettozuflüsse 2025 | 3,2 Prozent |
| Zuflüsse in europäische ETFs im ersten Halbjahr 2026 | rund 255 Milliarden US-Dollar |
Die steigenden Vermögen und Zuflüsse kommen jedoch nicht allen Anbietern gleichermaßen zugute. Bei passiven ETFs vereinten die fünf größten Anbieter in den USA zuletzt 94 Prozent der Nettozuflüsse auf sich, acht Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. In Europa entfielen rund 75 Prozent der Zuflüsse auf die fünf führenden Anbieter.
Auch bei Private Markets nimmt die Konzentration zu. Die zehn größten Anbieter geschlossener Private-Credit-Fonds zogen 72 Prozent des Fundraisings an, verglichen mit 44 Prozent vor fünf Jahren. Bei Private Equity stieg der Anteil der Top 10 von 17 auf 32 Prozent.
| Segment | Anteil der führenden Anbieter | Vergleichswert |
|---|---|---|
| Passive ETFs in den USA | 94 Prozent der Nettozuflüsse bei den fünf größten Anbietern | acht Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren |
| Passive ETFs in Europa | rund 75 Prozent der Zuflüsse bei den fünf führenden Anbietern | – |
| Geschlossene Private-Credit-Fonds | 72 Prozent des Fundraisings bei den zehn größten Anbietern | 44 Prozent vor fünf Jahren |
| Private Equity | 32 Prozent bei den Top 10 | 17 Prozent vor fünf Jahren |
| Retail-Geschäft in den USA | 61 Prozent der Neuzuflüsse bei den fünf größten Anbietern | 51 Prozent vor fünf Jahren |
| Retail-Geschäft in Europa | 58 Prozent bei den Top 5 | – |
Der Studienautor Niklas Nolzen erklärt laut private banking magazin, dass die Branche zwar kräftig wachse, dieses Wachstum aber nicht bei allen Anbietern ankomme. Größe könne helfen, ersetze jedoch weder eine klare Positionierung noch ein effizientes Geschäftsmodell.
Zusammenfassung: Das Asset-Management-Vermögen erreichte im ersten Halbjahr 2026 rund 165 Billionen US-Dollar. Gleichzeitig konzentrieren sich die Zuflüsse zunehmend auf die größten Anbieter, insbesondere bei ETFs, Private Credit, Private Equity und im Retail-Geschäft.
Quellen:
- Das Management des Breuningerlands soll erneut wechseln. Was heißt das für die Kunden?
- Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden
- VW, BMW und Bayer streichen Chefposten: Hat das mittlere Management noch eine Zukunft?
- KI-Panne oder falsches Management?
- Birgitte Olsen: Warum Europas Nebenwerte mehr Aufmerksamkeit verdienen
- Warum vom Rekord im Asset Management nur wenige profitieren