Management im Wandel: Abfindungen, KI und neue Chancen für Führungskräfte
Autor: Provimedia GmbH
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Kategorie: News and Updates
Zusammenfassung: Unternehmen bauen Managementebenen ab, sichern Wissen durch präzise Wettbewerbsverbote und Circus will bis Jahresende 30 Kunden erreichen.
Führungskräfte geraten unter Druck: Unternehmen bauen Managementebenen ab
Die FAZ berichtet über eine wachsende Unsicherheit im Management großer Unternehmen. Bei BMW sorgte ein freigeschaltetes Intranetportal für Abfindungsangebote für so großen Andrang, dass die Informationsbörse wegen Überlastung vorerst geschlossen wurde. Die Abfindungen werden demnach im Windhundverfahren verteilt; frühe Interessenten können von einer Turboprämie profitieren.
Auch Mercedes bietet ein entsprechendes Programm an. Dort sollen bis zu 500.000 Euro je Abfindungswilligem möglich sein. Der Bericht ordnet diese Entwicklung nicht als Ausnahme der Autoindustrie ein, sondern als Teil eines branchenübergreifenden Trends, bei dem Unternehmen mit finanziellen Anreizen die Fluktuation erhöhen wollen.
Betroffen sind laut FAZ nicht nur Bandarbeiter und Mechatroniker. Auch Führungskräfte überlegen demnach, mit einer Abfindung einen beruflichen Neustart zu beginnen oder vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Als Gründe für den hohen Druck nennt die Quelle Künstliche Intelligenz, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und zu hohe Kosten.
Die Zeitung sieht darin auch eine Folge der sogenannten Chefinflation aus den wirtschaftlich guten Jahren. In dieser Zeit seien gemeinsam mit Betriebsräten Führungsposten verteilt und ganze Managementebenen geschaffen worden. Dadurch seien große Apparate entstanden, die vor allem mit ihrer eigenen Verwaltung beschäftigt seien.
Als Beispiel nennt die FAZ Siemens: Der Konzern hatte bis vor Kurzem mehr als 150 Geschäftsführer von Tochterunternehmen. Eine Strukturreform habe diese Entwicklung inzwischen beendet. Auch das bisherige Deutschland-Modell großer Konzerne gerate unter Druck, weil Gewinne zunehmend von internationalen Geschäften und einzelnen Marken getragen würden.
Ein weiterer Treiber des Umbruchs ist nach Darstellung der FAZ die Künstliche Intelligenz. Während ChatGPT keinen Wasserrohrbruch beheben könne, würden Angebote, Präsentationen und Kostenkalkulationen zunehmend automatisiert. Unternehmen setzten Prozesse inzwischen teilweise vollständig auf Basis von KI neu auf und hofften auf signifikante Produktivitätszuwächse.
Für Führungskräfte bedeutet das laut Quelle, dass nicht nur etablierte Hierarchien bedroht sind. Viele Tätigkeiten würden künftig schlichtweg von Algorithmen übernommen. Als Gegenbeispiel zu langsamen Entscheidungswegen verweist die FAZ auf Bayer, wo seit dem Amtsantritt von Bill Anderson 2023 ganze Managementschichten aus dem Organigramm genommen wurden. Rund 1000 Führungskräfte dürften das Unternehmen seitdem auf freiwilliger Basis verlassen haben.
„Viele Tätigkeiten übernimmt künftig schlichtweg der Algorithmus.“
Infobox: Bei BMW war der Andrang auf Informationen zu Abfindungsangeboten so groß, dass das Intranetportal vorerst geschlossen wurde. Bei Mercedes sollen bis zu 500.000 Euro je Abfindungswilligem möglich sein. Siemens hatte bis vor Kurzem mehr als 150 Geschäftsführer von Tochterunternehmen; bei Bayer dürften seit 2023 rund 1000 Führungskräfte freiwillig ausgeschieden sein.
Wechsel zur Konkurrenz: Wettbewerbsverbote müssen präzise vereinbart werden
Die WirtschaftsWoche beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen verhindern können, dass Spitzenmanager unmittelbar zu einem Wettbewerber wechseln. Anlass ist der angekündigte Wechsel von Obi-Chef Sebastian Gundel zu Kingfisher, einem Konkurrenten aus Großbritannien. Gundel soll im kommenden Februar als Vorstandsvorsitzender bei Kingfisher antreten, ohne zwischen den beiden Jobs eine Pause einzulegen.
Nach Darstellung der WirtschaftsWoche können dabei bisherige Geschäftskontakte und strategisches Wissen des Managers zum neuen Arbeitgeber gelangen. Unternehmen müssen ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot bereits im Anstellungsvertrag vereinbaren, wenn sie sich vor einer solchen Situation schützen wollen.
Die Vereinbarung ist für Arbeitgeber mit erheblichen Kosten verbunden. Laut der von der WirtschaftsWoche zitierten Einschätzung des Arbeitsrechtlers Thomas Müller muss der ehemalige Mitarbeiter mindestens 50 Prozent seiner kompletten Bezüge einschließlich Boni und Prämien als Karenzentschädigung erhalten.
Große Unternehmen vereinbaren solche Klauseln häufig für Schlüsselpositionen. Die Dauer beträgt höchstens zwei Jahre. Müller empfiehlt jedoch, eher eine kurze Frist von sechs oder zwölf Monaten zu wählen, da dies oft ausreiche.
Vor der Vereinbarung sollten Unternehmen laut WirtschaftsWoche zunächst die zentralen Wissensträger identifizieren. Typischerweise kommen Vorstände, Geschäftsführer sowie Manager der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands infrage, darunter Bereichsleiter, Vertriebschefs sowie Forschungs-, Entwicklungs- und IT-Chefs.
Die Klausel müsse außerdem zielgenau formuliert werden. Sie sollte klar umrissene Geschäftsfelder und passende Regionen enthalten. Ein weltweites Verbot in derselben Branche gehe Gerichten meist zu weit; auch ein pauschaler Ausschluss eines Wettbewerbers unabhängig von der konkreten Funktion könne angreifbar sein.
Unwirksame Klauseln kommen laut WirtschaftsWoche in der Praxis häufig vor, insbesondere in alten Musterverträgen. Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer können sich auf eine solche Klausel berufen. Bei Geschäftsführern und Vorständen kann ein zu weit gefasstes Wettbewerbsverbot insgesamt nichtig sein; bei Angestellten mit Schlüsselfunktionen können Gerichte ein überzogenes Verbot teilweise auf das zulässige Maß reduzieren.
Als Alternative nennt die Quelle eine längere Kündigungsfrist mit der Möglichkeit, den Mitarbeiter bei Weiterzahlung des Gehalts freizustellen. Unternehmen könnten damit Zeit gewinnen, ohne zwingend ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot zu vereinbaren.
- Zentrale Wissensträger und besonders schützenswerte Kontakte identifizieren.
- Wettbewerbsverbote auf konkrete Aufgaben, Geschäftsfelder und Regionen begrenzen.
- Eine Karenzzeit von sechs oder zwölf Monaten prüfen.
- Die Kosten der Karenzentschädigung gegen das Risiko eines Wechsels abwägen.
- Bei unwirksamen Klauseln auch längere Kündigungsfristen und eine bezahlte Freistellung prüfen.
Infobox: Nachvertragliche Wettbewerbsverbote müssen vertraglich vereinbart werden und können höchstens zwei Jahre dauern. Die Karenzentschädigung beträgt mindestens 50 Prozent der kompletten Bezüge einschließlich Boni und Prämien. Als kürzere Fristen nennt die Quelle sechs oder zwölf Monate.
Circus setzt auf Wachstum: 30 Unternehmenskunden bis Jahresende als Ziel
Börse Express berichtet über die Kundengewinnung des Unternehmens Circus. Das Management nannte 19 Unternehmenskunden in acht Ländern und formulierte das Ziel, bis Jahresende 30 Kunden zu erreichen.
Die Quelle bezeichnet diese Vorgabe als klare Messlatte, betont aber zugleich, dass es sich um ein Ziel und nicht um einen bereits gesicherten Erfolg handelt. Die Zahl der Kunden sei ein wichtiger Hinweis auf die kommerzielle Verbreitung, reiche allein jedoch nicht aus, um den wirtschaftlichen Wert des Geschäftsmodells zu beurteilen.
Die Verteilung der Unternehmenskunden auf acht Länder wird als positives Signal für eine internationale Entwicklung eingeordnet. Gleichzeitig warnt Börse Express davor, diese geografische Breite bereits mit einer bewiesenen wirtschaftlichen Skalierung gleichzusetzen.
Auch bei den operativen Kennzahlen meldet Circus Fortschritte. Im dritten Quartal 2026 sank die Kostenbasis gegenüber dem Vorquartal um knapp 25 Prozent. Die Geschwindigkeit der Bereitstellung habe sich zugleich nahezu verdreifacht.
Nach Einschätzung der Quelle können niedrigere Kosten und eine schnellere Bereitstellung die Kundengewinnung unterstützen. Sie belegten jedoch nicht automatisch, dass zusätzliche Kunden wirtschaftlich attraktiv seien oder dass bereits eine entsprechende Ertragskraft erreicht werde.
Für die weitere Bewertung sei daher entscheidend, ob Circus das Ziel von 30 Kunden bis Jahresende erreicht und wie sich die Kundengewinnung wirtschaftlich niederschlägt. Börse Express beschreibt die Perspektive als konstruktiv, aber zurückhaltend: Aus höherem Tempo müsse dauerhaft tragfähiges Geschäft werden.
| Kennzahl | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Unternehmenskunden | 19 |
| Länder | acht |
| Ziel bis Jahresende | 30 Kunden |
| Kostenbasis im dritten Quartal 2026 | knapp 25 Prozent niedriger gegenüber dem Vorquartal |
| Geschwindigkeit der Bereitstellung | nahezu dreimal so schnell |
Infobox: Circus meldet 19 Unternehmenskunden in acht Ländern und peilt 30 Kunden bis Jahresende an. Im dritten Quartal 2026 lag die Kostenbasis gegenüber dem Vorquartal knapp 25 Prozent niedriger; die Bereitstellung erfolgte nahezu dreimal so schnell.
Oberösterreich Tourismus sucht Teamlead für Produkt- und Experience Management
sportsbusiness.at berichtet über eine ausgeschriebene Führungsposition bei der Oberösterreich Tourismus GmbH. Gesucht wird ein Teamlead Produkt- und Experience Management für den neuen Unternehmensbereich Produkt- und Experience Management.
Die Position soll die Weiterentwicklung des touristischen Angebotsportfolios entlang der Angebotsfelder Oberösterreichs verantworten. Gemeinsam mit einem Team von ca. 5 -6 Mitarbeiter:innen sowie Destinationen, Betrieben und weiteren Partnern sollen konkrete Projekte und buchbare Gästeerlebnisse entwickelt werden.
Der Schwerpunkt liegt auf dem Feld „Bewegende Natur“ mit Rad, Wandern, Bergerlebnis, Golf und Wassersport. Weitere Angebots- und Motivfelder sind inspirierende Kultur, Kulinarik unter dem Titel „Hungrig auf Echt“, Gesundheit und Wellness sowie MICE für den Geschäftstourismus.
Zu den Aufgaben gehören die Entwicklung und Priorisierung landesweiter Projekte, die Sicherung der Marktfähigkeit neuer Angebote sowie die Optimierung von Arbeitsweisen und Prozessen. Außerdem soll die Führungskraft Budgets und Maßnahmen planen, Communities aufbauen und den Austausch mit Destinationen, touristischen Betrieben sowie Wirtschafts- und Branchenpartnern pflegen.
Gesucht wird laut sportsbusiness.at ein Projektmanagement-Profi mit mehrjähriger Erfahrung in Projektmanagement, Produktentwicklung und/oder Tourismusentwicklung. Erwartet werden außerdem Führungserfahrung, strategisches Denken, Umsetzungsstärke sowie Kommunikations-, Moderations- und Entscheidungsstärke.
Eine hohe digitale Affinität gehört ebenfalls zum Anforderungsprofil. Bewerber sollen KI und digitale Tools gezielt nutzen, um Reiseanlässe und Erlebnisse für Gäste zu entwickeln. Darüber hinaus werden Organisationstalent, Priorisierungskompetenz, Begeisterung für Trends, Technologie, Innovation und Veränderung sowie ein gutes Gespür für Sales und Vertrieb genannt.
Die Stelle ist als Vollzeit-Festanstellung mit 38,5 Stunden ausgeschrieben. Dienstort ist Linz. Das Mindestgehalt liegt bei 4.000 € brutto pro Monat auf 38,5-Stunden-Basis; das tatsächliche Gehalt hängt von Qualifikation und Erfahrung ab. Die Auszahlung erfolgt 14-mal jährlich.
| Merkmal | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Teamgröße | ca. 5 -6 Mitarbeiter:innen |
| Arbeitszeit | 38,5 Stunden |
| Dienstort | Linz |
| Mindestgehalt | 4.000 € brutto pro Monat |
| Auszahlung | 14-mal jährlich |
Infobox: Die Oberösterreich Tourismus GmbH sucht einen Teamlead für Produkt- und Experience Management in Linz. Die Vollzeitstelle umfasst 38,5 Stunden; das Mindestgehalt beträgt 4.000 € brutto pro Monat und wird 14-mal jährlich ausbezahlt.
Quellen:
- Angst im Management: BMW, Mercedes und Siemens streichen Führungsstellen
- First Colombia Gold Corp. (FCGD) Führung & Management Team Analyse
- Management-Moment: So lassen sich Wechsel zur Konkurrenz verhindern
- Circus Aktie: Management peilt 30 Kunden bis Jahresende an
- ETF-Unternehmen – CaixaBank Asset Management
- [Job] Teamlead Produkt- & Experience Management (m/w/d) – Oberösterreich Tourismus GmbH