Management im Wandel: Karls, Honda, Mercedes und KI im Fokus

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: News and Updates

Zusammenfassung: Tobias Woitendorf wechselt zu Karls, Honda verbessert mit dem ADUO2-Turbo Fahrbarkeit und Energiemanagement, Mercedes plant vier Bürotage, während KI das mittlere Management verändert.

Neue Aufgaben im Management: Tobias Woitendorf wechselt zu Karls

Der frühere Tourismuschef Tobias Woitendorf hat eine leitende Position beim Familienunternehmen Karls übernommen. Das Unternehmen hat seinen Stammsitz in Rövershagen bei Rostock und expandiert stark.

Karls-Chef Robert Dahl holte Woitendorf nach Angaben der Ostsee Zeitung in das Management seines Freizeitimperiums. Dahl bezeichnete ihn demnach als „genau den Richtigen“. Welche konkreten Aufgaben Woitendorf in seiner neuen Funktion übernimmt, wird im vorliegenden Inhalt jedoch nicht näher ausgeführt.

„Genau der Richtige” – Robert Dahl über Tobias Woitendorf

Infobox – Ostsee Zeitung: Tobias Woitendorf wechselt vom Tourismusverband in eine leitende Position bei Karls. Das Unternehmen hat seinen Stammsitz in Rövershagen bei Rostock.

Honda verbessert mit ADUO2-Turbo Fahrbarkeit und Energiemanagement

Honda hat für seine Formel-1-Powerunit einen überarbeiteten Turbolader eingeführt. Der mit ADUO2 bezeichnete Turbo soll vor allem die Fahrbarkeit verbessern und zugleich Vorteile beim Energiemanagement bringen, berichtet Motorsport-Total.com.

Ausgangspunkt der Entwicklung waren Probleme mit der Leistungsentfaltung der zuvor überarbeiteten ADUO1-Powerunit. Bereits beim ersten Wochenende mit dieser Version beklagten sich die Fahrer über eine anspruchsvollere Kontrolle des Autos. Beim Herunterschalten gab die Powerunit teilweise zu viel Leistung ab, wodurch die Fahrer über den optimalen Bremspunkt hinausschossen, den Scheitelpunkt verpassten oder mit einem unruhigen Heck zu kämpfen hatten.

Honda untersuchte daraufhin den Turbolader und erkannte weiteres Verbesserungspotenzial beim sogenannten „Boost-Following“. Gemeint ist damit, wie schnell und präzise der Turbolader den Ladedruck entsprechend den Anforderungen des Fahrers aufbaut, hält und moduliert. Der überarbeitete Turbo wurde in Madrid eingeführt; seine Wirkung zeigte sich nach Angaben des Berichts insbesondere in Baku, wo das „Boost-Following“ besonders wichtig war.

Honda-Chefingenieur Shintaro Orihara erklärte, nach Zandvoort habe das Team weiteres Potenzial gesehen, die Performance über die Kalibrierung zu verbessern. Der Schritt sei nicht groß, Honda arbeite aber weiter an kleinen Verbesserungen.

„Wenn wir am Kurvenausgang 'Boost-Lag' haben, kann sich dadurch auch das Motordrehmoment verzögern. In diesem Fall müssen wir die MGU-K einsetzen, um diese Verzögerung beim Drehmoment auszugleichen, und opfern dafür einen Teil der Energie”, erklärt Shintaro Orihara.

Der Zusammenhang mit dem Energiemanagement ergibt sich daraus, dass ein verzögerter Ladedruckaufbau durch zusätzliche elektrische Energie ausgeglichen werden muss. Bis zum vergangenen Jahr konnte dabei die MGU-H unterstützend eingreifen. Inzwischen leistet der Elektromotor rund 350 kW, während die MGU-K zuvor auf 120 kW begrenzt war; zugleich gibt es keine MGU-H mehr und die Kapazität der Batterie blieb unverändert.

Für Aston Martin hatte die Entwicklung in Malaysia eine besondere Bedeutung. Fernando Alonso erreichte dort ein Top-10-Ergebnis, während beide Aston-Martin-Fahrzeuge den Einzug in Q2 schafften. Im Regen fielen die Schwierigkeiten des AMR26 bei der Energierückgewinnung weniger stark ins Gewicht, weil die Leistung der MGU-K bis zu einem bestimmten Zeitpunkt des Rennens auf 250 kW begrenzt war.

AspektAngabe aus der Quelle
Neue Turbolader-VersionADUO2
Leistung des Elektromotorsrund 350 kW
Frühere Begrenzung der MGU-K120 kW
MGU-K-Begrenzung im Regen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt250 kW

Infobox – Motorsport-Total.com: Der ADUO2-Turbo soll die Leistungsabgabe besser vorhersehbar machen und den elektrischen Energieeinsatz zur Kompensation von Verzögerungen reduzieren. Honda bezeichnet die Entwicklung als kleinen Schritt und plant größere Entwicklungsschritte erst für 2027.

Mercedes plant Rückkehr an vier Bürotagen pro Woche

Die Beschäftigten von Mercedes-Benz sollen von Januar an vier Tage pro Woche wieder im Büro arbeiten. Nach Darstellung der WiWo soll Mercedes-CEO Ola Källenius sich sogar für eine vollständige Abschaffung des mobilen Arbeitens im Unternehmen ausgesprochen haben.

Mit der Rückkehr ins Büro sollen die Zusammenarbeit verbessert, der Teamgeist gestärkt und die Produktivität erhöht werden. Die WirtschaftsWoche ordnet die Maßnahme in die wirtschaftlich schwierige Situation von Mercedes-Benz ein.

Eine Studie des Fraunhofer-Instituts und der Techniker Krankenkasse kommt laut Bericht zu dem Ergebnis, dass Homeoffice-Arbeit die Effizienz zwar bis zu 20 Prozent steigern kann. Dieser Effekt gilt jedoch nur bis zu einem Homeoffice-Anteil von 60 Prozent; bei einem höheren Anteil sinkt die Produktivität des Unternehmens insgesamt wieder.

Die Unternehmensberaterin Yurda Burghardt von Argon & Co. empfiehlt Führungskräften, den Beschäftigten den konkreten Wert der Präsenz zu vermitteln. Es müsse klar sein, wofür sich das Kommen ins Büro lohne. Als Beispiele nennt der Bericht bereichsübergreifende Problemlösungen, die Suche nach Innovationen und neuen Ideen, komplexe Verhandlungen sowie den Aufbau von Beziehungen und Vertrauen.

Vor jedem Präsenztag sollten Führungskräfte nach Burghardts Empfehlung klären, welche Entscheidung getroffen, welches Problem gelöst und welches Wissen geteilt werden soll. Ebenso müsse feststehen, welche Schnittstellen zusammenkommen, welche neue Idee entwickelt werden soll und was am Ende des Tages anders ist als zuvor.

Arbeitsrechtler Sebastian Maiß rät Führungskräften, an Präsenztagen selbst anwesend und ansprechbar zu sein. Zugleich sollten individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden. Wer beispielsweise an einem bestimmten Nachmittag auf einen Handwerker warten muss oder Kinder nicht allein zu Hause lassen kann, sollte dann Tätigkeiten im Homeoffice erledigen können, die sich dafür eignen.

Infobox – WiWo: Mercedes-Benz plant ab Januar vier Bürotage pro Woche. Die Quelle verweist zugleich darauf, dass Homeoffice die Effizienz bis zu 20 Prozent steigern kann, der Kipppunkt aber bei einem Homeoffice-Anteil von 60 Prozent liegt.

Haufe: KI verändert die Rolle des mittleren Managements

Unternehmen bauen nach Darstellung von Haufe. Intelligenz, die bewegt. zunehmend Führungsebenen zwischen Vorstand und operativem Geschäft ab. Als Grund nennt der Beitrag, dass KI Routineaufgaben übernimmt, die bisher häufig vom mittleren Management erledigt wurden.

Gartner hatte laut Haufe bereits 2024 prognostiziert, dass bis 2026 jede fünfte Organisation mehr als die Hälfte ihrer mittleren Managementstellen streichen werde, weil KI diese Aufgaben übernehme. Der Beitrag kommt jedoch zu dem Schluss, dass nicht das mittlere Management als solches verschwinde, sondern ein bestimmtes Rollenverständnis.

Zu den bisherigen Aufgaben vieler Führungskräfte zählen demnach die Weitergabe von Informationen, Statusberichte an das höhere Management, die Verteilung von Aufgaben sowie die Kontrolle von Fortschritten. Diese Tätigkeiten können laut Beitrag zunehmend von KI-Tools schneller und günstiger erledigt werden.

Wichtiger werden dagegen Aufgaben, die KI derzeit nicht leisten kann. Dazu gehören die Entwicklung von Menschen, Orientierung in persönlichen Gesprächen, die Vermittlung bei Konflikten und der Aufbau eines Umfelds, in dem Teams selbstständig gute Entscheidungen treffen können.

„Aussterben wird der Kontrolleur. Überleben wird der Enabler.”

Haufe warnt zugleich vor einer Reaktion, bei der Führungskräfte angesichts der Veränderung mehr Kontrolle ausüben. Mehr Meetings, zusätzliche Abstimmungsschleifen, weitere Freigaben und gehortetes Wissen könnten die Führungskraft zum Flaschenhals machen. Dadurch würden Teams weniger selbstständig, Entscheidungen dauerten länger und die Führungskraft liefere letztlich selbst Argumente für ihre Abschaffung.

HR soll nach dem Beitrag bereits vor möglichen Sozialplänen handeln und den Wandel aktiv begleiten. Viele Führungskräfte seien aufgrund ihrer Fachkompetenz befördert, aber nicht gezielt auf ihre Führungsrolle vorbereitet worden. Außerdem würden sie häufig weiterhin an Kennzahlen gemessen, die das alte Rollenbild belohnen.

Haufe nennt drei zentrale Hebel:

  1. Rollenprofile neu definieren: Verwaltungsaufgaben sollen identifiziert und gegebenenfalls automatisiert oder abgegeben werden. Im Mittelpunkt sollen künftig Rahmen setzen, Befähigung und Entwicklung stehen.
  2. Enabler-Kompetenzen entwickeln: Gefordert seien professionelles Feedback, exzellente Delegation, Coaching statt Anweisung sowie ein souveräner Umgang mit KI.
  3. Verunsicherung ernst nehmen und Erfolg neu messen: Unternehmen sollen offen über ihre Entwicklung, künftig benötigte Rollenkompetenzen und Unterstützungsangebote informieren. Zusätzlich müssten Zielsysteme angepasst werden.

Als mögliche neue Messgrößen nennt der Beitrag, wie selbstständig ein Team arbeitet, wie viele Mitarbeitende sich weiterentwickeln und wie sich Engagement und Fluktuation verändern. Die mittlere Führungsebene stehe damit an einem Wendepunkt: Wer weiterhin verwalte, kontrolliere und Informationen weiterreiche, werde es schwer haben; wer befähige, entwickle und Orientierung gebe, werde wichtiger.

ThemaAngabe aus der Quelle
Gartner-Prognose2024
Prognosezeitpunktbis 2026
Betroffener Anteil laut Prognosejede fünfte Organisation
Prognostizierter Abbaumehr als die Hälfte ihrer mittleren Managementstellen
Veröffentlichungsdatum des Haufe-Beitrags08.10.2026

Infobox – Haufe: KI übernimmt vor allem Routinetätigkeiten des mittleren Managements. Für Führungskräfte gewinnen Coaching, Konfliktvermittlung, Orientierung und Teamentwicklung an Bedeutung; HR soll Rollen, Kompetenzen und Zielsysteme entsprechend neu ausrichten.

Sixty Six Capital erhöht Managementgebühr für K33

Sixty Six Capital Inc. hat eine Änderung der Management-Service-Vereinbarung mit K33 AB (publ) beschlossen. Die Vereinbarung gilt seit dem 1. April 2026; die Änderung soll voraussichtlich am oder um den 8. Oktober 2026 wirksam werden, berichtet FinanzNachrichten.de unter Berufung auf eine Mitteilung der Gesellschaft.

Mit der Änderung steigt die jährliche Managementgebühr, die Sixty Six Capital an K33 zahlt, von CAD$200,000 auf ungefähr CAD$330,000. Hintergrund sind zusätzliche Managementressourcen, die K33 für das Unternehmen bereitstellen soll.

Alle übrigen Vertragsbedingungen bleiben unverändert. Dazu gehört das Recht beider Parteien, die Vereinbarung mit einer schriftlichen Frist von 90 Tagen zu kündigen.

Im Zusammenhang mit der Änderung beabsichtigt Sixty Six Capital außerdem, Vetle Lunde zum Treasury Officer des Unternehmens zu ernennen. Eine von Lunde ausgeübte Investment- oder Handelsbefugnis soll direkt vom Unternehmen erteilt werden und der Treasury-Investmentrichtlinie sowie der Kontrolle durch den Verwaltungsrat unterliegen.

Sixty Six Capital konzentriert sich nach eigenen Angaben auf die Bereiche FinTech, Blockchain, Kryptowährungen und verwandte digitale Vermögenswerte. Das Unternehmen verfolgt Geschäftsentwicklungs-, Investitions- und Übernahmemöglichkeiten in diesen Bereichen.

VertragsbestandteilAngabe aus der Quelle
Wirksamkeit der bestehenden Vereinbarung1. April 2026
Voraussichtliches Wirksamwerden der Änderungam oder um den 8. Oktober 2026
Bisherige jährliche ManagementgebührCAD$200,000
Neue jährliche Managementgebührungefähr CAD$330,000
Kündigungsfrist90 Tage

Infobox – FinanzNachrichten.de: Sixty Six Capital erhöht die jährliche Managementgebühr für K33 von CAD$200,000 auf ungefähr CAD$330,000. Zusätzlich ist die Ernennung von Vetle Lunde zum Treasury Officer vorgesehen; die übrigen Vertragsbedingungen bleiben unverändert.

Quellen: