Marketing im Wandel: Eigenmarken, Partnerschaften, Sicherheit und KI-Agenten

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: News and Updates

Zusammenfassung: Die Artikel behandeln K-Classic als günstige Eigenmarke mit teils bekannten Herstellern, die verlängerte Partnerschaft von Best-Reisen und TUI, Renaults neuen Marketingchef sowie eine öffentliche EMAC-Tagung in Bremen.

K-Classic bei Kaufland: Bekannte Hersteller, unterschiedliche Rezepturen und deutliche Preisvorteile

Die Eigenmarke K-Classic ist laut DerWesten die meistverkaufte Eigenmarke von Kaufland. Das Sortiment umfasst unter anderem Molkereiprodukte, Tiefkühlkost, Grundnahrungsmittel und Getränke. Kaufland gehört zur Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl zählt.

Hinter vielen K-Classic-Produkten stehen bekannte Hersteller. Der K-Classic Sahne-Milchreis und der Joghurt Banane & Schokoflakes stammen demnach von Müller. Frischkäse wird von Arla produziert, während das K-Classic Schlemmerfilet à la Bordelaise und der erntefrische Spinat von Iglo kommen.

Auch bei Backwaren und weiteren Produktgruppen nennt der Bericht konkrete Lieferanten. Der K-Classic Mandel-Bienenstich und der Käsekuchen von „Grotemeyer’s Konditorei“ werden von Coppenrath & Wiese hergestellt. Hochland liefert Schmelzkäse, Homann den Nudelsalat und Frico den Gouda.

Eine wichtige Rolle spielt außerdem die Molkerei Ammerland. Sie liefert die Frische Vollmilch, die Milch mit 1,5 Prozent Fett sowie die Deutsche Markenbutter. DerWesten beschreibt K-Classic deshalb als Dach für Produkte unterschiedlicher Herkunft und nicht als klassische Marke mit nur einem Hersteller.

Beim Preis nennt der Bericht einen durchschnittlichen Vorteil von rund 30 Prozent gegenüber Markenprodukten. Bei Apfelmus, Babynahrung und Veggie-Artikeln könne der Unterschied laut Stiftung Warentest sogar bis zu 50 Prozent gegenüber Premiumprodukten betragen.

Allerdings seien Eigenmarken nicht in jedem Fall identische Kopien der jeweiligen Markenprodukte. Unterschiede könne es beispielsweise beim Fruchtgehalt oder durch den Einsatz von Magermilchpulver statt echter Milch geben. Ein Blick auf die Zutatenliste soll zeigen, ob Rezeptur und Zutaten tatsächlich übereinstimmen.

Auch bei Qualitätstests habe K-Classic mehrfach gut abgeschnitten. Das K-Classic Katzenfutter erhielt bei einem Test die Note 1,3, während Geschirrreiniger-Tabs und Katzenstreu als Testsieger ausgezeichnet wurden. Das K-Classic Mineralwasser „spritzig“ aus der Quelle Löningen erhielt bei Stiftung Warentest die Note „gut“ (1,8) im Vergleich mit 29 Mineralwässern.

Ein Teil des Sortiments wird laut Bericht in eigenen Werken der Schwarz-Gruppe hergestellt. Dazu gehören vor allem Schokolade, Süßwaren, Nüsse und Trockenfrüchte. Die Stapelchips kommen dagegen von Lorenz, während Harry Brot den Sandwich-Toast liefert.

Zusammenfassung: K-Classic-Produkte werden teilweise von bekannten Markenherstellern produziert und sind im Schnitt rund 30 Prozent günstiger. Unterschiede können bei Rezeptur und Zutaten bestehen, weshalb sich der Vergleich der Zutatenlisten lohnt.

Best-Reisen und TUI verlängern strategische Zusammenarbeit

Wie Reise vor9 berichtet, haben Best-Reisen und TUI Deutschland während der Best-Reisen-Jahrestagung auf der Vasco da Gama ihre strategische Partnerschaft erneuert. Die Vereinbarung soll langfristig angelegt sein; für wie viele Jahre sie gilt, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Im Mittelpunkt stehen der Ausbau des TUI-Geschäfts innerhalb der Kooperation, eine weiterhin überdurchschnittlich hohe Qualität des TUI-Umsatzes sowie die Weiterentwicklung gemeinsamer Vermarktungsaktivitäten. Bestandteil der Vereinbarung sind umfangreiche Marketing-, Media- und Kommunikationsleistungen.

Fortgeführt werden soll die Markenpartnerschaft der TUI Premium Partner. Hinzu kommen gemeinsame Vermarktungsaktivitäten über Best-Connect, die Zusammenarbeit im Pre-Sales-Bereich sowie Maßnahmen entlang der Kundenreise.

Best-Reisen-Vorstand Frank Winkler erklärte laut Reise vor9, dass sich die Ergebnisse der Verhandlungen auch in den Konditionen widerspiegelten. TUI-Vertriebsdirektorin Ilka Lauenroth hob die Planungssicherheit für die angeschlossenen Reisebüros sowie weitere gemeinsame Investitionen in Vertrieb und Marketing hervor.

Der bei der Tagung nicht anwesende TUI-Chef Sebastian Ebel betonte aus der Ferne, dass das Reisebüro weiterhin ein zentraler Baustein der Vertriebsstrategie sei. Damit rückt die Zusammenarbeit zwischen Veranstalter und stationärem Vertrieb erneut in den Mittelpunkt.

Zusammenfassung: Best-Reisen und TUI setzen ihre strategische Partnerschaft langfristig fort. Geplant sind gemeinsame Aktivitäten in Marketing, Vertrieb, Pre-Sales und entlang der Kundenreise.

Renault beruft neuen globalen Marketingverantwortlichen

Autoflotte.de berichtet, dass Jean-Pierre Diernaz zum 14. September die Position des Vice President Global Marketing Renault Brand übernimmt. Gleichzeitig wird er Chief Branding Officer für sämtliche Marken der Renault Group.

Diernaz soll die Markenattraktivität weiter steigern und die Transformation des Marketings vorantreiben. Im Mittelpunkt stehen ein stärker datengetriebenes und digitales Marketingmodell sowie der Einsatz von Kundenanalysen, künstlicher Intelligenz und Performance-Management zur Unterstützung des Unternehmenswachstums.

„Wir wollen die Kraft der Marke, Kundenkenntnisse und neue Technologien nutzen, um ein stärkeres und nachhaltigeres Wachstum zu erzielen“, sagte Fabrice Cambolive laut Autoflotte.de.

Renault will Marketing künftig enger mit Kundenerlebnis, Markenführung und Geschäftserfolg verbinden. Diernaz soll außerdem die Elektrifizierungsstrategie unterstützen und die Position des Konzerns in wichtigen internationalen Märkten stärken.

Als Chief Branding Officer verantwortet er auch die Weiterentwicklung des Markenportfolios der Renault Group. Die Zusammenarbeit und Komplementarität der Marken Renault, Dacia und Alpine sollen gestärkt werden, ohne deren jeweilige Identität zu verwässern. Zugleich ist eine konsistente Markenführung über alle Konzernmarken hinweg vorgesehen.

Diernaz verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Automobilindustrie. Nach Stationen bei Ford wechselte er 2005 zu Nissan und übernahm dort internationale Führungspositionen in Marketing, Elektromobilität und Digitalisierung. 2019 wurde er Chief Strategy Officer beim Digitalisierungsdienstleister MotorK. Zuletzt war er bei General Motors Europe tätig, zunächst als Chief Marketing Officer und später zusätzlich als Präsident und Geschäftsführer.

Zusammenfassung: Jean-Pierre Diernaz übernimmt zum 14. September globale Marketing- und Markenaufgaben bei Renault. Seine Schwerpunkte liegen auf datengetriebenem Marketing, künstlicher Intelligenz, Kundenerlebnis und der Elektrifizierungsstrategie.

EMAC-Herbsttagung an der Universität Bremen mit öffentlichen Vorträgen

Das markstones Institute der Universität Bremen ist vom 16. bis zum 18. September Gastgeber der Herbsttagung der European Marketing Academy. Nach Angaben des Informationsdienstes Wissenschaft werden etwa 250 Teilnehmende aus aller Welt zu Workshops und Vorträgen erwartet.

Die Konferenz steht unter dem Motto „Mind the Gap – Marketing Relevance in a Technology-Driven World“. Die European Marketing Academy vereint Fachpersonen aus Marketingtheorie und -forschung und hat über 1000 Mitglieder aus 57 Ländern.

Vier Vorträge sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie finden im Hörsaalgebäude „Keksdose“ auf dem Campus der Universität Bremen statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

TerminVortragReferent
Donnerstag, 17.9., 9:30 Uhr„From Insight to Impact: How Research Shapes Minds, Markets, and Society”Michael Haenlein, Professor für Marketing an der ESCP Business School
Donnerstag, 17.9., 10:10 Uhr„Relevance and Substantive Significance in Marketing Research”Marc Fischer, Professor für Marketing Science und Analytics an der Universität zu Köln
Freitag, 18.9., 13:30 Uhr„The rise of China’s automotive industry – an example of a paradigm shift in international competitive strategy"Dr. Stephan Wöllenstein, ehemaliger CEO von Volkswagen China
Freitag, 18.9., 14:15 Uhr„Changes in Grocery Retailing and Changes in the Supply Chain - The Digital Journey of the REWE Group”Andreas Persigehl, Vorsitzender der Geschäftsleitung von REWE Region Nord

Inhaltlich reicht das Programm von der Wirkung der Marketingforschung auf Märkte und Gesellschaft bis zu Veränderungen in der internationalen Wettbewerbsstrategie. Weitere Themen sind der Aufstieg der chinesischen Automobilindustrie sowie die Digitalisierung im Lebensmitteleinzelhandel und in der Lieferkette der REWE Group.

Zusammenfassung: Die EMAC-Herbsttagung findet vom 16. bis zum 18. September an der Universität Bremen statt. Vier Vorträge sind am 17. und 18. September öffentlich, kostenlos und ohne Anmeldung zugänglich.

Phishing-Angriffe nach Sicherheitslücke bei Brevo

Nach einer Sicherheitslücke bei dem E-Mail-Marketing-Anbieter Brevo sind laut Malwarebytes insbesondere Kunden aus dem Kryptobereich ins Visier von Betrügern geraten. Ein Angreifer nutzte die Plattform, um gezielte Phishing-E-Mails an Newsletter-Abonnenten mehrerer Unternehmen zu versenden.

Brevo teilte zunächst mit, dass auf 120 Kundenkonten zugegriffen worden sei. Später erklärte das Unternehmen, dass im Rahmen der Untersuchung insgesamt 138 Konten betroffen waren. Sechs Konten wurden zum Versand von Phishing-E-Mails verwendet, bei 43 Konten wurden Kontakte exportiert und bei 93 Konten keine relevanten Aktivitäten festgestellt.

„Am 10. September um 6:30 Uhr UTC haben wir eine Sicherheitslücke entdeckt, durch die ein Angreifer eine Schwachstelle in der Art und Weise, wie Brevo SAML-SSO handhabt, ausnutzte, um Zugriff auf 138 Brevo-Konten zu erlangen“, teilte Brevo laut Malwarebytes mit.

Zu den bekannten betroffenen Unternehmen zählen Trezor, CoinTracking und BitBox. Trezor warnte seine rund 347.000 Newsletter-Abonnenten vor einer Phishing-Kampagne, die durch einen Sicherheitsvorfall bei einem Drittanbieter ausgelöst worden sei.

Die gefälschte Trezor-Nachricht trug den Betreff „Kritische Sicherheitswarnung: STM32-Entropiefehler identifiziert“. Sie behauptete, dass eine Sicherheitslücke in STM32-Mikrocontrollern entdeckt worden sei, die in verschiedenen Trezor-Geräten verwendet würden. Die E-Mail enthielt einen Link zum Herunterladen einer App und forderte zur Eingabe von Wallet-Backup-Daten auf.

Auch CoinTracking-Kunden erhielten eine Nachricht. Unter dem Betreff „Datenschutzhinweis: Bitte aktualisieren Sie Ihre API-Schlüssel so schnell wie möglich“ führte ein schädlicher Link zu einem weiteren Phishing-Versuch.

Malwarebytes rät, dringende Sicherheitsmeldungen über die offizielle Website oder App des jeweiligen Unternehmens zu überprüfen. Apps sollten nicht über Links in unerwünschten E-Mails installiert werden. Wiederherstellungsphrasen sollten niemals außerhalb des physischen Geräts eingegeben werden; seriöse Unternehmen würden per E-Mail nicht nach Wiederherstellungsphrasen, API-Schlüsseln oder Anmeldedaten fragen.

Wer eine Wallet-Sicherung in irgendeiner Form angegeben hat, soll nach Empfehlung von Trezor Guthaben auf eine neue Wallet übertragen. Bei einem Link aus einer vergleichbaren Nachricht eines anderen Anbieters sollen Betroffene direkt das jeweilige Unternehmen kontaktieren.

Zusammenfassung: Über kompromittierte Brevo-Konten wurden Phishing-E-Mails an Kryptokunden versendet. Betroffene sollten keine Links aus solchen Nachrichten öffnen, keine Apps darüber installieren und niemals Wiederherstellungsphrasen oder API-Schlüssel per E-Mail preisgeben.

Birdeye bündelt 27 KI-Agenten für Marketing und Kundendienst

Das Softwareunternehmen Birdeye hat laut BornCity seine „AI Coworkers“ vorgestellt. Die digitalen Mitarbeiter Jay für Marketing, Myna für Operations und Robin für Customer Experience sollen insgesamt 27 spezialisierte Agenten koordinieren.

Die Technologie basiert auf der Plattform BirdAI. Nach Angaben des Unternehmens greift sie auf Daten aus 13 Jahren, Informationen von 200 Millionen Nutzern sowie die Zusammenarbeit mit mehr als 10.000 Marken und 3.000 Integrationen zurück.

Birdeye meldet bereits messbare Effekte. Die Sichtbarkeit durch künstliche Intelligenz sei um 30 Prozent gestiegen. Die Zahl der Kundenbewertungen habe sich um den Faktor 2,2 erhöht, wobei 49.000 Bewertungen zu 91 Prozent ohne menschliches Eingreifen bearbeitet worden seien. Zudem berichtet das Unternehmen von einer Steigerung der Leads um 53 Prozent.

Auch OpenAI erweitert laut BornCity die Nutzung von Agenten in Arbeitsumgebungen. Der „Data Agent“ in ChatGPT Work soll Verbindungen zu Redshift, BigQuery, Snowflake und Databricks sowie zu Google Drive und SharePoint ermöglichen. Der Agent unterstützt außerdem Dashboards in Tableau, Power BI und Oracle BI.

Zu den Alpha-Kunden zählen NTT Data und Thermo Fisher. Zusätzlich wurde eine ChatGPT-Version für Finanzdienstleistungen eingeführt, die auf Daten von LSEG und PitchBook zugreift.

Im Finanzsektor bietet Intapp das Plug-in „DealCloud with Celeste“ für die Finanzvariante von ChatGPT an. Rund 1.700 Kunden von Intapp stammen aus Investmentbanking und Private Equity. Accenture hat zudem „Trusted Wealth Ops“ gestartet, um den erwarteten Vermögenstransfer von geschätzten 84 Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2045 technologisch zu begleiten.

Mariner Wealth Advisors plant nach Angaben des Berichts, über fünf Jahre 175 Millionen US-Dollar in 700 KI-Vollzeitäquivalente von Humanity Labs zu investieren. Hintergrund seien Studien von McKinsey und Capgemini, nach denen Berater im Wealth Management bis zu 70 Prozent ihrer Zeit mit Backoffice-Tätigkeiten verbringen.

Auch Vertrieb, Kundenservice und Reisebranche werden einbezogen. Salesforce erweiterte Agentforce um Casey, Paige und Hunter. In den letzten zwei Jahren seien über Agentforce und Slack bereits 7 Milliarden „Agentic Work Units“ abgewickelt worden. Hunter habe unter anderem 60 Prozent der Perk-Pipeline generiert.

Für den Field-Service-Bereich führte Zuper vier neue Agenten ein, darunter einen Sales Coach und einen Wetter-Agenten. Kunden sollen dadurch pro Auftrag etwa 30 Minuten Zeit sparen. Gant Travel bietet mit dem Gant360 AI Assistant eine Lösung an, die Buchungen in unter fünf Minuten abschließen soll.

Für kleine und mittlere Unternehmen startete Leelo in Rumänien eine Plattform, die CRM, Logistik und KI-gestützte Rechnungsstellung verbindet. Nimble bietet automatisierte Follow-up-Abfolgen für E-Mails und LinkedIn an. Hays migrierte im Juni 2026 über 8.000 Mitarbeiter auf Microsoft 365 E7; eine Mehrheit der Befragten gab eine Zeitersparnis von über einer Stunde pro Woche an.

Weitere Produkte sind angekündigt: Plaud Intelligence plant für Oktober 2026 den „Plaud Agent“ zur Erstellung von Dokumenten und Präsentationen. BIZOACH will im selben Monat ein KI-Betriebssystem für Unternehmen einführen. Paystand startete Anfang September seine „Agentic-Finance-Suite“ für Berichtswesen und Forderungsmanagement.

Zusammenfassung: Birdeye setzt mit 27 spezialisierten Agenten auf weitreichende Automatisierung in Marketing, Operations und Kundenerlebnis. Parallel erweitern OpenAI, Salesforce, Accenture und weitere Anbieter ihre Agentenlösungen für Datenanalyse, Vertrieb, Finanzdienstleistungen und administrative Abläufe.

Quellen: