Marketing im Wandel: Von Gartenschau bis KI-Hotelsuche
Autor: Provimedia GmbH
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Kategorie: News and Updates
Zusammenfassung: Marketing setzt zunehmend auf die Kombination klassischer und digitaler Kanäle, Influencer-Kooperationen sowie KI-gestützte Services wie Googles geplante Hotelsuche in Maps.
Marketing im Wandel: Von der Landesgartenschau bis zur KI-gestützten Hotelsuche
Landesgartenschau Ellwangen setzt auf breiten Marketing-Mix
Die Landesgartenschau Ellwangen erreicht zur Halbzeit über 500.000 Besucher. Im Gespräch mit der Schwäbischen Post erläutert Marketingleiterin Sarah Hellmann, dass die Werbestrategie auf einer Kombination aus digitalen und klassischen Maßnahmen beruht.
Zum Einsatz kamen unter anderem Spotify, Facebook, Anzeigen in Printmedien, Radiowerbung und Plakatwände an den Straßen. Der Facebook-Kanal der Landesgartenschau verzeichnet aktuell über 22.000 Follower. Zusätzlich begann das Organisationsteam frühzeitig mit Baustellenführungen, um Interesse an der Veranstaltung zu wecken und die Veränderungen auf dem Gelände sichtbar zu machen.
Noch vor der Öffnung fanden rund 500 Baustellenführungen auf dem Gelände statt. Nach Darstellung von Sarah Hellmann trugen die persönlichen Eindrücke der Teilnehmer dazu bei, dass die Erlebnisse weiterempfohlen wurden.
Eine wichtige Rolle spielen außerdem Unternehmen und Medienpartner. Kooperationen in den Bereichen digitale Medien, Social Media, Hörfunk und Print sorgten laut Hellmann für zusätzliche Aufmerksamkeit und halfen dabei, neue Zielgruppen zu erreichen.
Bei der regionalen Ausrichtung setzte die Landesgartenschau auch auf Werbung im benachbarten Bayern, weil dort in diesem Jahr keine Landesgartenschau stattfindet. Gleichzeitig gewinnt Online-Werbung weiter an Bedeutung, da zunehmend auch ältere Zielgruppen digitale Medien nutzen.
Die Kommunikation läuft während der Veranstaltung weiter. Ziel sei es, die Landesgartenschau als lohnendes Erlebnis im Bewusstsein zu halten und auf weitere Veranstaltungen wie Helge Schneider oder LaBrassBanda aufmerksam zu machen.
Bei den Tagestickets wurde auf eine Rabattaktion verzichtet. Stattdessen wurde die kostenlose ÖPNV-Nutzung integriert und auf einen separaten Eintritt für Abendveranstaltungen verzichtet.
Auch Busreisende gehören zu den zentralen Zielgruppen. Die Veranstalter gingen bereits über ein Jahr vorher mit speziellen Mailings auf Busunternehmen zu und erreichten, dass die Landesgartenschau in deren Jahresprogramme aufgenommen wurde. Ehrenamtliche steigen in Neunheim in die Busse zu, begrüßen die Gäste und geleiten sie zum Ausstellungsgelände. Bis heute wurden bereits 800 Busgruppen auf der Landesgartenschau begrüßt.
„Wir haben auf einen Mix aus digitalen und klassischen Marketingmaßnahmen gesetzt, um möglichst viele Menschen zu erreichen“, sagt Sarah Hellmann laut der Schwäbischen Post.
Infobox: Die Landesgartenschau Ellwangen verbindet digitale Werbung, klassische Medien, Baustellenführungen, Unternehmenskooperationen und Busreisemarketing. Zur Halbzeit wurden über 500.000 Besucher erreicht; außerdem gab es rund 500 Baustellenführungen und bereits 800 Busgruppen.
Vivian Draschoff übernimmt Geschäftsführung der KKM
Vivian Draschoff wird zum 15. August neue Geschäftsführerin der Köthen Kultur und Marketing GmbH. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung. Die 35-Jährige folgt auf Christine Friedrich, die nach mehreren Jahren an der Spitze des Unternehmens zum 31. Juli gekündigt hatte.
Draschoff wurde in Köthen geboren und wuchs dort auf. Sie studierte Wirtschaftsrecht mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Sozialrecht. Ihre berufliche Laufbahn begann im Personalmanagement, unter anderem bei der Deutschen Bahn und bei Amazon.
Anschließend übernahm sie leitende operative Funktionen in verschiedenen bundesweit agierenden Unternehmen. Zu ihren beruflichen Schwerpunkten zählen laut KKM die strategische und wirtschaftliche Steuerung, die Organisationsentwicklung sowie der Aufbau und die Weiterentwicklung von Führungs-, Team- und Prozessstrukturen.
Diese Erfahrungen soll sie künftig in die Geschäftsführung der KKM einbringen. Das Unternehmen verbindet Kultur, Tourismus und Stadtmarketing und spielt nach Angaben der Gesellschaft eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung der kulturellen Angebote im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.
„Als gebürtige Köthenerin ist es für mich etwas Besonderes, Verantwortung für ein Unternehmen zu übernehmen, das Kultur, Tourismus und Stadtmarketing miteinander verbindet“, erklärt Vivian Draschoff laut Mitteldeutscher Zeitung.
Infobox: Vivian Draschoff übernimmt zum 15. August die Geschäftsführung der Köthen Kultur und Marketing GmbH. Die 35-Jährige bringt Erfahrungen aus Personalmanagement, strategischer Steuerung und Organisationsentwicklung mit.
Langjähriger L’tur-Manager Dieter Hoffmann verstorben
Dieter Hoffmann, der lange als Event-Marketing-Manager bei L’tur tätig war, ist verstorben. Darüber berichtet fvw|TravelTalk.
Hoffmann prägte die Außendarstellung der Last-Minute-Marke mit originellen Marketing-Aktionen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit standen Veranstaltungen und Inszenierungen, mit denen L’tur besondere Aufmerksamkeit erzielen konnte.
Infobox: Dieter Hoffmann war langjährig im Event-Marketing von L’tur aktiv und setzte dort auf originelle Marketing-Aktionen zur Inszenierung der Last-Minute-Marke.
Cleverbridge erweitert Angebot um Influencer-Marketing
Cleverbridge führt ein neues Influencer-Marketing-Angebot für Software- und SaaS-Unternehmen ein. Der Bericht von FinanzNachrichten.de beschreibt das Angebot als Erweiterung der bestehenden Wachstumsdienstleistungen, zu denen bereits Affiliate-Marketing, Retention-Marketing und Conversion-Optimierung gehören.
Für die Umsetzung arbeitet Cleverbridge mit der Creator- und Influencer-Marketing-Plattform Later zusammen. Das Ziel besteht darin, Softwaremarken beim Aufbau vertrauenswürdiger Creator-Partnerschaften zu unterstützen, Nachfrage zu steigern, die Conversion-Rate zu optimieren und digitale Umsatzwege auszubauen.
Als Hintergrund nennt der Bericht steigende Kosten für die bezahlte Neukundenakquise sowie eine stärkere Orientierung der Käufer an vertrauenswürdigen Stimmen. Bei Softwareprodukten spielen demnach Produktpassform, technische Kompatibilität, Preisgestaltung und der langfristige Wert eine wichtige Rolle, bevor es zu einer Conversion kommt.
„Durch die Aufnahme von Influencer-Marketing in unser Portfolio für Wachstumsdienstleistungen bieten wir Kunden einen weiteren Kanal, um kosteneffizienten Bedarf aufzubauen, die Conversion Rate zu optimieren und skalierbarere digitale Umsatzwege aufzubauen“, sagt Richard Stevenson, CEO von Cleverbridge, laut FinanzNachrichten.de.
Die Kunden erhalten über Later Zugang zu Influencer-Marketing-Funktionen. Die Plattform erreicht mehr als 20 Millionen Creator weltweit. Cleverbridge verbindet diese Funktionen mit einem bestehenden Netzwerk von mehr als 350.000 Partnerunternehmen.
Unternehmen können ihr Geschäft damit vom Affiliate-Marketing auf Creator-gesteuerte Nachfrage ausweiten und die Leistung beider Kanäle gemeinsam verwalten. Zur Auswahl stehen verwaltete und selbstgesteuerte Modelle, die sich an den internen Ressourcen und den Programmzielen der Kunden orientieren.
Im verwalteten Modell übernimmt das Expertenteam von Cleverbridge die direkte Durchführung der Influencer-Programme. Dabei sollen Erfahrungen aus dem Affiliate-Marketing genutzt werden, um Kosteneffizienz, Conversion-Rate und Programmleistung zu steigern.
Das Angebot ist ab sofort für neue und bestehende Cleverbridge-Kunden verfügbar. Cleverbridge wurde 2005 gegründet, ist heute auf über 240 Märkten tätig und unterhält Niederlassungen in Chicago, Austin, Köln, London und Singapur.
| Bereich | Angabe |
|---|---|
| Creator-Reichweite von Later | mehr als 20 Millionen Creator weltweit |
| Partnernetzwerk von Cleverbridge | mehr als 350.000 Partnerunternehmen |
| Gründung von Cleverbridge | 2005 |
| Märkte | über 240 Märkte |
Infobox: Cleverbridge ergänzt sein Leistungsportfolio um Influencer-Marketing. Kunden können zwischen verwalteten und selbstgesteuerten Modellen wählen und Creator-Programme parallel zu Affiliate- und Digital-Commerce-Aktivitäten betreiben.
Google plant KI-gestützte Hotelsuche in Maps
Google baut die Ask-Funktion in Google Maps aus und will künftig Hotelbewertungen mithilfe künstlicher Intelligenz auswerten. Nach Angaben von Reise vor9 sollen Nutzer Fragen zu Ausstattung, Lage, Service und weiteren Kriterien direkt an die Google-KI stellen können.
Auch komplexe Suchanfragen mit mehreren Kriterien sollen möglich werden. Nutzer können beispielsweise nach der Lautstärke der Zimmer, der Qualität des Frühstücks, Parkmöglichkeiten oder der Eignung eines Hotels für Familien fragen.
Das System durchsucht dafür Rezensionen, Fotos und Datenbanken der Unterkünfte und liefert direkte Antworten auf die jeweiligen Fragen. Die erweiterten Ask-Funktionen starten zunächst in den USA und stehen vorerst nur in englischer Sprache zur Verfügung.
Für Deutschland wurde laut Reise vor9 kein offizieller Veröffentlichungstermin genannt. Branchenbeobachter rechnen mit einem Start in Europa im Laufe des kommenden Jahres.
- Fragen zu Lage, Ausstattung und Service sollen direkt beantwortet werden.
- Hotelbewertungen, Fotos und Unterkunftsdaten werden von der KI ausgewertet.
- Der Start erfolgt zunächst in den USA.
- Für Deutschland gibt es aktuell keinen offiziellen Veröffentlichungstermin.
Infobox: Google entwickelt die Hotelsuche in Maps zu einer dialogorientierten KI-Anwendung weiter. Der zunächst auf die USA und die englische Sprache begrenzte Start soll eine detaillierte Suche nach mehreren Hotelkriterien ermöglichen.
Levi’s setzt bei Gen-Z-Kampagne auf Co-Creation
Levi’s positioniert die Kampagne „Keep it Loose“ für die Herbst/Winter-Kollektion 2026 als Gegenentwurf zu einem durch Social-Media-Algorithmen geprägten Mode-Einheitsbrei. Wie marketingscout.com berichtet, steht der „Loose Prep“-Trend mit extrem weiten und oversized gestalteten Schnitten im Mittelpunkt.
Für die Kampagne arbeitet Levi’s mit der K-Pop-Ikone ROSÉ und dem NBA-Star Shai Gilgeous-Alexander zusammen. Beide erhielten nach dem Prinzip der echten Co-Creation ein offenes Briefing: „Macht euer Ding!“
Die Marke verzichtet damit auf eine streng vorgegebene Produktpräsentation. Stattdessen sollen die eigenständigen Ausdrucksformen der beiden globalen Stilikonen sichtbar werden. Shai bringt seine Streetwear-Coolness ein, während ROSÉ durch kreatives Layering eine eigene Interpretation der Kollektion zeigt.
Die Kampagne richtet sich an eine Gen Z, die laut marketingscout.com sensibel auf unauthentische Markeninszenierungen reagiert. Die zentrale Botschaft lautet, dass Stil-Ikonen Regeln nicht deshalb ignorieren, weil sie sie nicht kennen, sondern weil sie sie kennen.
Die digitale Kommunikation läuft global über TikTok, Instagram und Levi.com. In den globalen Levi’s Flagship Stores wird die Kampagne durch kuratierte Editionen von ROSÉ und Shai verlängert. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen den Looks im Social-Media-Feed und dem stationären Einkaufserlebnis.
Auch die visuelle Gestaltung folgt dem Anspruch, sich von einer glatten digitalen Hochglanzoptik abzuheben. Die Kampagne basiert laut dem Bericht auf analogem Filmmaterial und wird in den Medien mit dem Hip-Hop-Klassiker „You Gots to Chill“ von EPMD unterlegt.
Als zentrale Marketing-Learnings nennt marketingscout.com echte Co-Creation statt starrer Influencer-Briefings, eine klare Haltung gegen die Uniformität digitaler Algorithmen und die Verbindung von Online-Kommunikation mit stationärem Handel.
Der Bericht betrachtet die Kampagne zugleich kritisch. Die Bilder wirkten weiterhin stark durchgestylt, während Levi’s als globaler Milliarden-Konzern selbst auf digitale Performance- und Social-Media-Mechanismen angewiesen sei. Ob dieser Gegensatz die Glaubwürdigkeit der Botschaft schwächt, bleibe der Einschätzung des Betrachters überlassen.
- Co-Creation: Creator erhalten Gestaltungsfreiheit für ihre eigene Interpretation.
- Positionierung: Levi’s stellt sich gegen die Uniformität digitaler Modetrends.
- Online-to-Offline: Die Kampagne wird von Social Media in die Flagship Stores verlängert.
- Authentizität: Analoge Filmästhetik unterstützt den bewussten Kontrast zur digitalen Hochglanzoptik.
Infobox: Die Levi’s-Kampagne „Keep it Loose“ für die Herbst/Winter-Kollektion 2026 verbindet Co-Creation mit ROSÉ und Shai Gilgeous-Alexander, digitale Kanäle und kuratierte Editionen in Flagship Stores. Gleichzeitig thematisiert der Bericht das Spannungsfeld zwischen einer Anti-Algorithmus-Botschaft und der digitalen Markenrealität eines globalen Konzerns.
Quellen:
- Landesgartenschau Ellwangen: Marketingleiterin spricht über die Werbestrategie
- Zuvor bei der Deutschen Bahn und Amazon tätig: Vivian Draschoff wird neue KKM-Chefin in Köthen
- Event-Marketing: Langjähriger L'tur-Manager Dieter Hoffmann verstorben
- Cleverbridge stärkt Wachstumsdienstleistungen durch Influencer-Marketing für Softwaremarken
- Google Ask Maps plant Hotelsuche mit KI
- Gen Z Marketing Rebellion im Modemarkt – Neue Levi’s Kampagne macht Schluss mit Social-Media-Diktat