Marketing-News: Rabatt-Apps sparen wenig, KI orchestriert Tools und Marken wachsen digital

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: News and Updates

Zusammenfassung: Rabatt-Apps sparen meist höchstens zwei Prozent, liefern Händlern aber detaillierte Kundendaten; Agentic Marketing soll zudem verstreute Tools effizient verknüpfen.

Rabatt-Apps sparen meist nur wenig – und liefern Händlern wertvolle Daten

Rabatt-Apps und digitale Aktionen ersetzen in vielen Geschäften zunehmend Prospekte und informieren Kundinnen und Kunden über Sonderangebote. Wer sich registriert, kann je nach Anbieter Treue- oder Bonuspunkte sammeln, Rabatt-Coupons erhalten oder exklusive Produkte kaufen, die nur über die App angeboten werden.

Eine Untersuchung des Preisvergleichsportals Smhaggle mit mehr als einer Million Kassenbons ergab laut SWR, dass die Kostenersparnis bei maximal zwei Prozent liegt. Bei einem Einkauf von 100 Euro bedeutet das höchstens zwei Euro Ersparnis. Teilweise werden Coupons auch an eine bestimmte Einkaufssumme innerhalb eines Monats geknüpft.

Gleichzeitig steht der Umgang mit den gesammelten Daten in der Kritik. Der Marketing-Experte Jan Michael Rasimus erklärte dem SWR, die Rabatte würden nicht „geschenkt“: Erfasst werden könne unter anderem, was, wann und wie häufig eingekauft wird, auf welche Angebote Kundinnen und Kunden reagieren und wie sie Entscheidungen treffen. Daraus könnten „sehr detaillierte Konsumprofile entstehen“.

Aus Sicht des Marketings seien solche Daten wertvoll, weil Unternehmen Werbung und Angebote gezielter auf Kundinnen und Kunden zuschneiden könnten. Rasimus sieht darin einen möglichen Vorteil für beide Seiten: Kunden erhielten im besten Fall günstigere und relevantere Angebote, während Unternehmen ihre Ansprache genauer ausrichten könnten. Voraussetzung sei jedoch Transparenz darüber, welche Daten erhoben und wie sie verwendet werden.

„Kunden bekommen im besten Fall günstigere und relevantere Angebote und Unternehmen können ihre Ansprache genauer ausrichten.“ – Jan Michael Rasimus, laut SWR

Auch die Fairness der App-Rabatte ist umstritten. Der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht eine mögliche Benachteiligung von Menschen ohne Smartphone. Genannt werden ältere Menschen, Menschen mit Behinderung sowie Kinder und Jugendliche, die entsprechende Smartphones oder Apps häufig nicht nutzen könnten oder dürften und deshalb bestimmte Rabatte nicht erhielten.

Mit Klagen gegen Penny und Netto war der Verbraucherzentrale Bundesverband zunächst gescheitert. Das Oberlandesgericht Hamm wies die Klage gegen Penny im April ab, zuvor hatte das Oberlandesgericht Bamberg im März zugunsten von Netto entschieden.

Rabatte sprechen laut Rasimus mehrere psychologische Mechanismen an. Schon der Eindruck, einen Vorteil zu erhalten, könne das Belohnungssystem aktivieren. Eine wichtige Rolle spiele Dopamin insbesondere bei Erwartung, Motivation und dem Wunsch, die Belohnung tatsächlich zu bekommen.

Wie stark Menschen auf Rabatte reagieren, hängt laut dem Experten von Persönlichkeit, Kaufsituation und Konsumgewohnheiten ab. Auffällige Farben, hohe Prozentzahlen, Countdowns, Referenzpreise und Verknappungen wie „nur heute“ oder „nur noch wenige verfügbar“ können die Aufmerksamkeit und den Belohnungswert zusätzlich erhöhen.

Für Händler sind die Apps ein Tauschgeschäft: Angemeldete Kunden erhalten exklusive Vorteile, während die Unternehmen Daten und Informationen über das Kaufverhalten gewinnen. Dadurch können Zielgruppen gezielter angesprochen und Kaufentscheidungen möglicherweise beeinflusst werden. Branchenexperten zufolge kennen Händler wie Lidl und Rewe ihre Kunden deshalb womöglich besser als Aldi.

AspektAngabe aus der Quelle
Ermittelte Kostenersparnismaximal zwei Prozent
Beispiel bei 100 Euro Einkaufhöchstens zwei Euro
Nutzung in Deutschlanddrei von vier Menschen
Nutzung mindestens einmal pro WocheJeder Zweite
Keine Nutzung24 Prozent
Befragungszeitraum28. bis 31. August
Befragte2.040 Menschen ab 18 Jahren in Deutschland

Infobox – Quelle: SWR: Rabatt-Apps versprechen Vorteile, die durchschnittliche Ersparnis liegt laut Smhaggel jedoch bei maximal zwei Prozent. Händler erhalten im Gegenzug detaillierte Daten über das Einkaufsverhalten; drei von vier Menschen in Deutschland nutzen solche Apps.

Agentic Marketing soll Marketing-Tools miteinander orchestrieren

Marketingteams stehen laut BASIC thinking vor einem Paradoxon: Künstliche Intelligenz sollte Arbeit abnehmen, führt in vielen Unternehmen aber zu einer zusätzlichen Ebene aus Tools, Logins, Budgetposten und Freigaben. Neben CMS, PIM, CRM/CDP, Automatisierung, Analytics und Collaboration kommen Generatoren, Review-Tools, Prompt-Bibliotheken und Workspaces hinzu.

Das Problem sei dabei nicht in erster Linie die Qualität der KI, sondern ihre fragmentierte Form. Wenn jede Oberfläche ein eigener Arbeitsort ist, gehe Kontext verloren. Die Folgen ließen sich auch ohne perfekte Attribution erkennen: längere Durchlaufzeiten, uneinheitliche Varianten, mehr Freigabeschleifen und ein höheres Risiko bei der finalen Freigabe.

Besonders teuer werde die Fragmentierung, wenn Kampagnen über mehrere Märkte und Sprachen hinweg ausgerollt werden und zusätzlich rechtliche Anforderungen berücksichtigt werden müssen. Als Antwort beschreibt BASIC thinking das Konzept des Agentic Marketing. Ein Briefing soll dabei nicht nur ein Input für ein einzelnes Tool sein, sondern der Beginn einer zusammenhängenden Ausführungskette.

Spezialisierte Agenten übernehmen klar definierte Schritte nacheinander, während der Kontext erhalten bleibt. Genannt werden die Ableitung von Zielgruppen, Insights, Segmenten, Hypothesen und Testplänen, die Abstimmung von Content-Formaten und Botschaften, die Lokalisierung, die Planung der Customer Journey sowie Aktivierung, A/B-Tests und Iteration.

Das zentrale Prinzip ist die Übergabe von Ergebnissen zwischen den Agenten. Dadurch soll eine gemeinsame Referenz entstehen, statt dass mehrere Copiloten parallel und ohne abgestimmten Kontext arbeiten. BASIC thinking bezeichnet diesen Unterschied als Abgrenzung zwischen einer Sammlung einzelner Assistenten und einer Orchestrierungsebene.

Diese Orchestrierungsebene soll nicht zwingend einen neuen, separaten KI-Workspace bilden. Sinnvoller sei ein Modell, das die bereits vorhandenen Systeme verbindet und Agenten innerhalb bestehender Workflows arbeiten lässt. Unternehmen müssten ihren Stack demnach nicht ersetzen, sondern miteinander verbinden.

Mit zunehmender Automatisierung gewinnt Governance an Bedeutung. Zu klären sei, wer welche Aktionen ausführen darf, welche Daten zulässig sind, welche Freigaben benötigt werden und wie jede Ausführung dokumentiert wird.

Für Marketer verändert sich dadurch die Rolle: Weniger manuelle Konfiguration und weniger einzelne Klicks stehen einer stärkeren Konzentration auf gewünschte Ergebnisse und die Überwachung des Weges dorthin gegenüber. Der Marketer bedient laut BASIC thinking nicht mehr nur einzelne Tools, sondern orchestriert Workflows.

Ibexa will das Konzept bei der DMEXCO in Köln am 23.09. mit Live-Demos agentischer Workflows vorstellen. Im Mittelpunkt sollen operative Fragen stehen, etwa die Verbindung von Datenquellen, Brüche zwischen Content, Produktdaten und Aktivierung sowie Freigaben und Leitplanken im Alltag.

Infobox – Quelle: BASIC thinking: Agentic Marketing setzt auf eine Orchestrierungsebene, die bestehende Systeme verbindet. Entscheidend sind durchgängige Übergaben zwischen spezialisierten Agenten sowie klare Regeln für Daten, Freigaben und Dokumentation.

HVV beauftragt Jung von Matt für Aktion zu mehr Respekt im Nahverkehr

Der Hamburger Verkehrsverbund HVV hat laut Horizont.net nach einem Agentur-Pitch mehrere neue Agenturpartner gewonnen. Die frühere Partnerschaft mit KNSK ist beendet; KNSK nahm am jüngsten Pitch des Hamburger Verkehrsunternehmens nicht teil.

Zu den neuen Partnern gehört Jung von Matt. Die Kreativagentur entwickelte zum Start eine besondere Aktion, die eine rote Linie in den Mittelpunkt stellt und Respekt unter den Fahrgästen einfordern soll.

Weitere inhaltliche Einzelheiten zu der Aktion enthält der vorliegende Beitrag von Horizont.net nicht. Fest steht laut Quelle, dass die Kampagne mit dem Beginn der Zusammenarbeit zwischen dem HVV und Jung von Matt verbunden ist.

Infobox – Quelle: Horizont.net: Der HVV arbeitet nach einem neuen Pitch mit mehreren Agenturpartnern zusammen. Jung von Matt startet die Partnerschaft mit einer Aktion für mehr Respekt unter Fahrgästen.

Marcel Garbusinski übernimmt Marketing der Beach Devils ehrenamtlich

Marcel Garbusinski verantwortet beim CE Timmendorf Marketing, Social Media und Sponsoring der Beach Devils, wie die Lübecker Nachrichten berichten. Die Aufgaben erledigt der 32-Jährige ehrenamtlich und zusätzlich zu seinem 40-Stunden-Job.

Garbusinski möchte mit dieser Tätigkeit irgendwann Geld verdienen. Selbst ein Angebot aus Mannheim könnte ihn laut Bericht jedoch wohl kaum von der Ostsee weglocken.

Sein Engagement verbindet damit Vereinsarbeit und berufliche Perspektive. Neben der organisatorischen und kommunikativen Betreuung des Clubs arbeitet er weiterhin in seinem regulären Vollzeitjob.

Infobox – Quelle: Lübecker Nachrichten: Ein 32-Jähriger stemmt Marketing, Social Media und Sponsoring für die Beach Devils ehrenamtlich neben einem 40-Stunden-Job. Langfristig möchte er damit Geld verdienen.

WP Ads expandiert mit zentraler Plattform in den DACH-Markt

Die polnische Growth-Marketing-Plattform WP Ads will laut t3n ihr Performance-Marketing-Angebot im DACH-Markt ausbauen. Die Plattform richtet sich an Unternehmen, die internationale Kampagnen nicht über zahlreiche DSPs, Partner, Zeitzonen und voneinander abweichende Reports steuern möchten.

WP Ads bündelt Reichweite, Daten und Technologie in einem Ökosystem. Zum Angebot gehören ein dedizierter Account Manager, ein Self-Service-DSP und eine einheitliche Reporting-Umgebung.

Nach Angaben der Quelle erreicht WP Ads in Polen 95 Prozent aller Internetnutzer. Diese Angabe beruht auf SimilarWeb, Januar 2026. Auf sechs CEE-Märkten, darunter Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien, deckt die Plattform zwischen 61 und 95 Prozent des Ad-Traffics ab.

Insgesamt ist WP Ads in 25 europäischen Ländern aktiv. Im DACH-Markt verantwortet die Plattform bereits 30 Prozent des Werbe-Inventars.

Auch bei den internen Performance-Zahlen verweist t3n auf einen deutlichen Unterschied zwischen den Kampagnenarten. WP-Booster-Kampagnen erzielten zwischen Januar und Juli 2025 einen durchschnittlichen ROAS von 8,01. Klassische Display-CPC-Kampagnen mit dynamischem Feed kamen im gleichen Vergleich auf 0,23.

KennzahlAngabe aus der Quelle
Aktive europäische Länder25
Reichweite in Polen95 Prozent aller Internetnutzer
Ad-Traffic auf sechs CEE-Märktenzwischen 61 und 95 Prozent
Werbe-Inventar im DACH-Markt30 Prozent
Durchschnittlicher ROAS der WP-Booster-Kampagnen8,01
Vergleichswert klassischer Display-CPC-Kampagnen0,23
Zeitraum der Performance-AngabenJanuar bis Juli 2025

Das Partnerschaftsmodell soll internationalen Marken, E-Commerce-Unternehmen und Agenturen die zentrale Steuerung europäischer Wachstumsstrategien ermöglichen. Display-, Video-, Native- und Performance-Kampagnen können laut Quelle über Buchungsmodelle von CPM und CPC bis hin zu ROAS und CPS verwaltet werden.

„WP Ads ist die ideale Lösung für Kunden und Agenturen, die effektive ROAS-Kampagnen suchen – ohne das Risiko, Budget zu verbrennen oder Zeit zu verschwenden.“ – Jakub Stępka, Head of International Sales bei WP Ads, laut t3n

Stępka betont, WP Ads richte sein Modell konsequent am Marketingbudget des Kunden aus. Der Kunde erhalte rund um die Uhr Zugang zur Plattform, fortschrittliches Targeting sowie Unterstützung durch einen Account Manager, der die Kampagne innerhalb der Plattform steuert und über die Ergebnisse berichtet.

Infobox – Quelle: t3n: WP Ads ist in 25 europäischen Ländern aktiv und expandiert im DACH-Markt. Die Plattform kombiniert DSP, Account Management und Reporting; t3n nennt für WP-Booster-Kampagnen zwischen Januar und Juli 2025 einen durchschnittlichen ROAS von 8,01.

Hatico verbindet Hemdenkompetenz mit digitalem Direktvertrieb

Die Hatico Mode GmbH aus Tirschenreuth baut gemeinsam mit der Agentur Kompane ihre digitale Markenpräsenz und den Direktvertrieb über den Onlineshop pureshirt.com aus. Unter der Marke pure by Hatico verbindet das Familienunternehmen klassische Hemdenkompetenz mit innovativen Materialien, berichtet Onetz.

Im Mittelpunkt steht die FUNCTIONAL-Kollektion. Die Hemden sollen klassische Businessmode mit Eigenschaften moderner Performance-Stoffe verbinden: Sie sind bügelfrei, atmungsaktiv, schnelltrocknend und federleicht. Dank 4-Way-Stretch sollen sie außerdem besonders bewegungsfreundlich sein.

Die Kollektion ist auf einen Arbeitsalltag ausgerichtet, der Meetings, Geschäftsreisen und Feierabend miteinander verbindet. Das Hemd soll vom ersten Termin bis zum After-Work-Event getragen werden können.

Hatico wird bereits in dritter Generation geführt und befindet sich vollständig im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen ist eng mit der Region verbunden. Neben der FUNCTIONAL-Linie gehören klassische Businesshemden, Casual- und Trachtenhemden sowie Damenblusen zum Sortiment.

Sämtliche Kollektionen werden am Unternehmenssitz in Tirschenreuth entwickelt. Dabei werden unterschiedliche Ansprüche und Einsatzbereiche berücksichtigt.

Hatico arbeitet traditionell mit Kaufhäusern, Boutiquen und dem Fachhandel zusammen. Der eigene Onlineshop pureshirt.com gewinnt jedoch an Bedeutung. Ziel der Zusammenarbeit mit Kompane ist es, die Marke digital stärker zu positionieren, neue Zielgruppen zu erreichen und den Direktvertrieb nachhaltig auszubauen.

„Unsere Marke steht für Qualität und Innovation. Diese Werte möchten wir auch online erlebbar machen.“ – Joseph Reiter, CEO der Hatico Mode GmbH, laut Onetz

Als ersten Schritt baute Kompane die Struktur des Onlineshops neu auf und optimierte relevante Kategorieseiten für Suchmaschinen. Ergänzend entstanden Inhalte, die häufige Fragen rund um Businessmode beantworten und die Sichtbarkeit bei der Onlinesuche stärken sollen.

Die Strategie umfasst den gesamten Kaufprozess und mehrere digitale Kontaktpunkte. Nach dem Erstkontakt über Google soll die Marke auch über Social Media, Meta-Kampagnen, Newsletter und automatisierte Mailings präsent bleiben. Meta-Kampagnen bewerben unter anderem saisonale Aktionen wie den Sommer Sale oder Black Friday.

Regelmäßige Auswertungen zeigen, welche Maßnahmen besonders gut funktionieren. Die Strategie wird anschließend an das Verhalten der Kunden angepasst. Hatico und Kompane tauschen sich einmal im Monat über aktuelle Themen, laufende Maßnahmen und bevorstehende Kampagnen aus. Jährliche Strategierunden befassen sich mit der langfristigen Entwicklung und dem Zusammenspiel der Kanäle.

Die Sichtbarkeit von pureshirt.com in den Google-Suchergebnissen konnte laut Onetz um rund 250 Prozent gesteigert werden. Die Zahl der Top-10-Rankings wuchs um mehr als 120 Prozent.

EntwicklungAngabe aus der Quelle
Steigerung der Sichtbarkeit in den Google-Suchergebnissenrund 250 Prozent
Wachstum der Top-10-Rankingsmehr als 120 Prozent
Regelmäßiger Austausch zwischen Hatico und Kompaneeinmal im Monat

Mit neuen Kollektionen, der Weiterentwicklung des Onlineshops und einer stärkeren Positionierung des Damenbereichs will Hatico den Wachstumskurs fortsetzen. Kompane begleitet die digitale Markenentwicklung weiterhin als strategischer Partner.

Infobox – Quelle: Onetz: Hatico verbindet eine seit drei Generationen bestehende Familienunternehmen-Tradition mit Performance-Hemden und einem ausgebauten Onlineshop. Die Sichtbarkeit von pureshirt.com stieg laut Quelle um rund 250 Prozent, die Zahl der Top-10-Rankings um mehr als 120 Prozent.

Quellen: