Pressespiegel: Konjunktur, Infrastruktur und Wirtschaft im Wandel
Autor: Provimedia GmbH
Veröffentlicht:
Kategorie: News and Updates
Zusammenfassung: Der Pressespiegel behandelt Konjunktur, Afghanistans Infrastrukturausbau, Le Pens umstrittenes Wirtschaftsprogramm und einen Drohnenangriff auf ein Yandex-Rechenzentrum.
Pressespiegel: Konjunktur, Infrastruktur und regionale Wirtschaft im Fokus
Monika Schnitzer zur Konjunkturprognose
Quelle: tagesschau.de
Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, äußert sich in einem Interview zur Konjunkturprognose 2026. Der vorliegende Quelltext enthält dabei vor allem die Ankündigung und Einordnung des Videobeitrags, jedoch keine ausformulierten Prognosewerte oder weiteren konkreten Zahlen.
Im Mittelpunkt steht die Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Vorsitzende des Sachverständigenrats. Der Beitrag ist als Interview zum Thema Konjunkturprognose 2026 ausgewiesen.
Monika Schnitzer ist als Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft im Gespräch zur Konjunkturprognose 2026.
Zusammenfassung: Der Beitrag von tagesschau.de befasst sich mit einer Einschätzung von Monika Schnitzer zur Konjunkturprognose 2026. Konkrete Prognosewerte sind im vorliegenden Inhalt nicht enthalten.
Afghanistan setzt auf Eisenbahn, Straßen und neue Handelswege
Quelle: WirtschaftsWoche
Im Westen Afghanistans warten am Umschlagbahnhof Rozanak mehr als hundert Lastwagen auf ankommende Güterzüge. Die Fahrzeuge übernehmen vor allem Fracht aus dem Iran und transportieren sie ins Landesinnere, darunter Lebensmittel und Industrieprodukte.
Nach Angaben des deutschen Unternehmers Aaron Azim werden am Bahnhof monatlich 120.000 Tonnen umgeschlagen. Azim, ein Geschäftsmann mit afghanischen Wurzeln aus Frankfurt, hat den Umschlagbahnhof mit aufgebaut und betreibt die Eisenbahnverbindung zwischen dem Iran und Afghanistan.
Die Strecke soll eines Tages Azims Geburtsstadt Herat mit dem Iran und damit mit Europa verbinden. Der Abschnitt zwischen der iranischen Handelsstadt Maschad und dem Bahnhof Rozanak ist fertig; bis Herat fehlen noch gut 40 Kilometer. Das Zielgebiet umfasst das Industrieviertel und den Flughafen.
Über die Verbindung gelangen Zement, Industriewaren und Nahrungsmittel nach Afghanistan. Exportiert werden nach Angaben Azims unter anderem Sand und Trockenfrüchte. Außerdem reisen monatlich 3000 Touristen per Bahn nach Afghanistan.
Die WirtschaftsWoche beschreibt die Eisenbahn als Teil eines größeren Infrastrukturausbaus unter der Herrschaft der Taliban. Satellitenbilder von LiveEO zeigen demnach ein dichter werdendes Schienennetz, den Bau eines großen Kanals und die Renovierung eines Tunnels durch das Hindukusch-Gebirge. Unterstützung kommt laut dem Bericht aus China und anderen Nachbarländern.
Auch die Ring Road spielt in der Entwicklung eine wichtige Rolle. Für die 2200 Kilometer lange Ringstraße, die die wichtigsten Städte Afghanistans verbindet, flossen laut WirtschaftsWoche allein rund zwei Milliarden Dollar. Azim war 2012 am Bau beteiligt; Ende vergangenen Jahres wurde die Straße fertiggestellt.
Seit August 2021 sind die Taliban wieder an der Macht. Der Bericht beschreibt eine Wirtschaft, die besser funktioniert als erwartet, obwohl Afghanistan von vielen früheren Geldquellen abgeschnitten ist. Azim sagt, Afghanistan sei „eher selbstständiger“ geworden.
Für Bauvorhaben und andere wirtschaftliche Projekte soll laut einem Erlass des obersten Führers innerhalb von 14 Tagen eine Antwort der zuständigen Behörde erfolgen. Die Taliban verfolgten demnach eine Politik, die auf „Wirtschaft und gegenseitiger Zusammenarbeit mit Nachbarländern und anderen Regionen“ beruhe.
Iraner und Usbeken seien laut Azim bereit, in Afghanistan zu investieren, damit der Iran mit China verbunden werde. Am vergangenen Sonntag wurde außerdem eine 121 Kilometer lange Straße zur schmalen Grenze mit China im Nordosten des Landes eröffnet.
Afghanistan ist laut dem Bericht auch in Richtung Süden ein wichtiges Transitland nach Pakistan und zum Arabischen Meer. Die TAPI-Gaspipeline soll turkmenisches Gas über Afghanistan nach Pakistan und Indien transportieren. Das jahrzehntealte Projekt wurde unter den Taliban wiederbelebt, nachdem sie Sicherheitsgarantien für den Bau gegeben hatten.
Anfang Oktober unterzeichneten Kasachstan, Usbekistan und die Vereinigten Arabischen Emirate eine Absichtserklärung für eine neue Eisenbahnroute durch Afghanistan bis zu pakistanischen Seehäfen. Kasachstan nahm die Machthaber in Kabul schon vor mehr als zwei Jahren von der Terrorliste und trat als Garant für mehr als eine halbe Milliarde Dollar für den Zugang zu Ressourcen auf.
Afghanistan verfügt laut Azim über Lithium, Gold und Chrom. Er bezeichnet diese Rohstoffe als „alles, was Europa fehlt“. China sei bereits präsent, ebenso offenbar die USA und Russland. Über Europa sagt Azim: „Die schlafen.“
Gleichzeitig stellt der Bericht die wirtschaftlichen Entwicklungen der schwierigen politischen und humanitären Lage gegenüber. Die Taliban haben Frauen- und Kinderrechte beschnitten, Menschen gefoltert und hingerichtet. Zudem verarmten und verelendeten weite Teile der Bevölkerung; der Journalist Christoph Reuter schrieb, dies sei nicht allein die Schuld der Taliban, sie täten aber auch wenig dagegen.
Ein weiteres Großprojekt ist der Kusch-Tepa-Kanal. Der fast 300 Kilometer lange künstliche Kanal soll ein Fünftel des Flusswassers abzweigen und mehr als 500.000 Hektar trockenes Land bewirtschaftbar machen. Damit soll Afghanistan unabhängiger von Getreide- und Weizenimporten werden.
Zusammenfassung: Afghanistan baut laut WirtschaftsWoche seine Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur aus. Im Mittelpunkt stehen die Eisenbahn zwischen Iran und Herat, die 2200 Kilometer lange Ring Road, eine 121 Kilometer lange Straße zur chinesischen Grenze, die TAPI-Gaspipeline und der fast 300 Kilometer lange Kusch-Tepa-Kanal.
Le Pens Wirtschaftsprogramm stößt auf breite Ablehnung
Quelle: SZ.de
Marine Le Pen hat ein Wirtschaftsprogramm für den französischen Präsidentschaftswahlkampf 2027 vorgelegt. Die rechtsextreme Kandidatin des Rassemblement National führt laut SZ.de die Umfragen an und will Einsparungen vor allem bei Ausländern und bei der Europäischen Union erreichen.
Die Reaktionen auf das Programm fielen scharf aus. Ökonomen bezeichneten die Vorschläge laut Süddeutscher Zeitung unter anderem als „Luftbuchungen“ und „Zaubertricks“.
Auch aus der französischen Regierung kam umgehend Kritik. Haushaltsminister David Amiel sprach von einem „Potemkin-Haushalt aus Pappmaché“, während Wirtschaftsminister Roland Lescure erklärte: „Sie träumen bunt“.
Unternehmer und Verbände äußerten sich laut Bericht etwas später, lehnten die Pläne aber ebenfalls einhellig ab. Die Reaktionen werden als Ausdruck einer weitreichenden Skepsis gegenüber den wirtschaftspolitischen Vorstellungen Le Pens dargestellt.
Die SZ.de beschreibt das Programm als lange erwartet. Im Zentrum der Kritik steht die Frage, ob die angekündigten Einsparungen bei Ausländern und der EU ausreichen oder realistisch umsetzbar sind.
Zusammenfassung: Marine Le Pen will in ihrem Wirtschaftsprogramm für die Präsidentschaftswahl 2027 vor allem bei Ausländern und der EU sparen. Ökonomen, Regierungsmitglieder, Unternehmer und Verbände reagierten laut SZ.de überwiegend ablehnend.
Drohnenschlag trifft Yandex-Rechenzentrum in Russland
Quelle: Frankfurter Rundschau
In der Nacht zum 8. Oktober 2026 griffen ukrainische Drohnen das Sasta-Maschinenbauwerk im russischen Sasowo im Gebiet Rjasan an. Auf dem Industriekomplex befindet sich nach Angaben der OSINT-Gruppen Exilenova+ und ASTRA das größte Rechenzentrum des russischen Technologiekonzerns Yandex.
Nach dem Angriff brach auf dem Gelände ein Großbrand aus. Yandex bestätigte anschließend einen „Vorfall“ und Stromversorgungsprobleme in der „Verfügbarkeitszone ru-central1-b“.
Laut Unternehmensangaben begannen die Störungen um 1:31 Uhr. Rund 40 Minuten später war die Lage noch immer nicht stabilisiert.
Betroffen waren Computing-Kapazitäten, Netzwerke, Datenspeicher, Datenbanken, Kubernetes-Plattformen, Cloud-Dienste, KI-Anwendungen sowie Sicherheits- und Monitoring-Systeme. Yandex forderte Kunden auf, Dienste vorübergehend in andere Zonen zu verlagern.
Der Konzern stellte öffentlich keinen Zusammenhang zwischen den Störungen und dem gemeldeten Drohnenangriff her. Zunächst blieb ebenfalls unklar, ob das Rechenzentrum, das Sasta-Werk oder beide Anlagen das eigentliche Ziel waren.
Das Sasta-Werk produziert CNC-Metallbearbeitungsmaschinen mit hoher Präzision. Es beliefert nach Angaben der Frankfurter Rundschau die russische Rüstungs-, Luft- und Raumfahrt- sowie Schwerindustrie, darunter Einrichtungen des staatlichen Raumfahrtkonzerns Roscosmos.
Kanada, die Schweiz, die EU, Großbritannien, Australien, Neuseeland, die USA und Japan haben Sasta mit Sanktionen belegt. Großbritannien stufte das Unternehmen bereits 2024 wegen seiner Rolle im russischen Rüstungssektor als sanktionswürdig ein.
Der Gouverneur des Gebiets Rjasan, Pavel Malkow, beschrieb das Rechenzentrum in Sasowo im Jahr 2022 als Hochleistungsanlage mit Zehntausenden Servern. Diese verarbeiteten Anfragen aus den verschiedenen Yandex-Diensten.
Der Angriff wird in der Frankfurter Rundschau in eine breitere ukrainische Strategie von Tiefschlägen gegen russische Infrastruktur eingeordnet. Kiew erklärte, mehr als die Hälfte der russischen Ölraffineriekapazität zerstört zu haben; eine unabhängige Bestätigung dieser Zahlen lag laut Bericht nicht vor.
Der ukrainische Verteidigungsminister Yevhenii Khmara erklärte: „51 Prozent der getroffenen Raffineriekapazität ist ein erheblicher Schlag gegen die Wirtschaft des Feindes, gegen seine Fähigkeit, Aggression zu betreiben und seine Truppenverbände zu versorgen.“ Außerdem sagte er: „Unsere Tiefschläge bringen den Krieg weiter auf russisches Territorium.“
Auch der russische Präsident Wladimir Putin räumte wirtschaftliche Folgen ein. Beim Waldai-Forum sagte er: „Sie haben begonnen, Ölraffinerien anzugreifen und offen erklärt, unserer Wirtschaft schaden zu wollen. Haben sie ihr Ziel erreicht? Teilweise“.
Der russische Militärblogger Maxim Kalaschnikow warnte laut Bericht, die russische Wirtschaft könne bei einer Fortsetzung des Krieges bereits 2027 kollabieren. Er sagte: „Wenn wir weiter kämpfen, wird die Wirtschaft 2027 zusammenbrechen.“
Kalaschnikow warnte außerdem vor möglichen Strom- und Wasserausfällen in Moskau. CIA-Direktor John Ratcliffe soll die russische Führung laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung bei einem Besuch in Moskau Ende August vor einer wirtschaftlichen Katastrophe gewarnt haben. Bei einer Fortsetzung des Krieges könne die russische Wirtschaft demnach nach dem Muster des sowjetischen Zusammenbruchs am Ende des Kalten Krieges kollabieren.
Zusammenfassung: Ein Drohnenangriff am 8. Oktober 2026 führte zu einem Großbrand und Störungen bei Yandex in Sasowo. Betroffen waren zentrale digitale Dienste; zugleich berichten die Frankfurter Rundschau und die genannten Quellen über wachsenden wirtschaftlichen Druck auf Russland.
Haba-Outlet in Bad Rodach verkauft
Quelle: Neue Presse Coburg
Das Gebäude des früheren Haba Familien Outlets in der Coburger Straße in Bad Rodach steht seit Monaten leer. Anfang Oktober wurde die Immobilie verkauft.
Neuer Eigentümer ist Oliver Radler aus Bad Rodach. Der Unternehmer ist Geschäftsführer des Fitnessstudios bodyfit in der Kurstadt und will sich vergrößern.
Haba betreibt seinen Familien-Store inzwischen am Firmensitz. Mit dem Verkauf soll der Leerstand in der Immobilie bald beendet sein.
Zusammenfassung: Das frühere Haba-Outlet in Bad Rodach wurde Anfang Oktober verkauft. Käufer ist der bodyfit-Geschäftsführer Oliver Radler, der eine Erweiterung seines Unternehmens plant.
Anhalter Fleischwaren positioniert Standort Zerbst neu
Quelle: Volksstimme
Die Anhalter Fleischwaren GmbH in Zerbst entwickelt sich laut Volksstimme von einem früheren Schlachthof zu einem Produktionsstandort für Wurstwaren. Der Ursprung des Unternehmens reicht bis in das Jahr 1903 zurück.
Heute liegt der Schwerpunkt auf traditionellen und handwerklichen Rezepturen. Der Standort soll eine wichtige und wachsende Rolle bei der Herstellung beliebter Eberswalder Klassiker, neuer Produkte und künftiger Innovationen übernehmen.
Damit ist Zerbst laut Bericht mehr als ein reiner Produktionsstandort. Die Neuausrichtung wirft zugleich die Frage auf, wie die Belegschaft die Entwicklung und die neue strategische Ausrichtung des Unternehmens bewertet.
Die Volksstimme stellt den Standort und das Unternehmen in den Mittelpunkt einer lokalen Wirtschaftsbetrachtung. Der vollständige Beitrag ist im digitalen Angebot der Zeitung verfügbar.
Zusammenfassung: Die Anhalter Fleischwaren GmbH baut den Standort Zerbst als Produktionsschwerpunkt für traditionelle Wurstwaren, Eberswalder Klassiker sowie neue Produkte und Innovationen aus. Das Unternehmen blickt auf eine Geschichte zurück, die 1903 als Schlachthof begann.
Quellen:
- Monika Schnitzer, Vorsitzende Sachverständigenrat Wirtschaft, mit einer Einschätzung zur Konjunkturprognose
- Infrastruktur: Dieser deutsche Unternehmer baut Afghanistans Wirtschaft aus
- Le Pen will bei Ausländern und EU sparen - Wirtschaft - SZ.de
- „Wirtschaft bricht 2027 zusammen“: Drohnen legen Yandex lahm – Russlands digitales Herz in Flammen
- Wirtschaft in Bad Rodach: Haba-Outlet ist verkauft – an eine Ex-Mitarbeiterin
- Lokale Wirtschaft: Anhalter Fleischwaren: Ist der Standort Zerbst mit der Marke Eberswalde fit für die Zukunft?