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title: Russlands Kriegswirtschaft unter Druck: Angriffe verschärfen wirtschaftliche Risiken
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author: Provimedia GmbH
published: 2026-08-23
updated: 2026-08-23
language: de
category: News and Updates
description: Russlands Kriegswirtschaft gerät durch sinkende Energieeinnahmen, schwindende Reserven und hohe Militärausgaben unter Druck, während Angriffe auf Infrastruktur Vergeltungsdrohungen auslösen.
source: Provimedia GmbH
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# Russlands Kriegswirtschaft unter Druck: Angriffe verschärfen wirtschaftliche Risiken

> **Autor:** Provimedia GmbH | **Veröffentlicht:** 2026-08-23

**Zusammenfassung:** Russlands Kriegswirtschaft gerät durch sinkende Energieeinnahmen, schwindende Reserven und hohe Militärausgaben unter Druck, während Angriffe auf Infrastruktur Vergeltungsdrohungen auslösen.

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## Russlands Wirtschaft gerät durch Krieg und Angriffe zunehmend unter Druck

Die russische Wirtschaft wächst nach Darstellung der **Frankfurter Rundschau** weiterhin, zugleich zeigen sich jedoch tiefere strukturelle Probleme. Als Belastungen nennt der Bericht die Abhängigkeit des Kremls von Militär­ausgaben, höhere Steuern und subventionierte Bankkredite.

Alex Kolyandr, Europa-Direktor der Eurasia Group, warnte laut dem von der Frankfurter Rundschau aufgegriffenen CNBC-Interview, die erodierende Wirtschaftslage könne Präsident Putin zu einer Eskalation des Konflikts verleiten. Die schwierige Entwicklung zeige sich bereits in der Inflation, der Verlangsamung der Zivilwirtschaft und höheren Zinssätzen.

Auch Charles Lichfield vom GeoEconomics Center des Atlantic Council bewertet die Lage kritisch. Russland steuere auf eine Verdopplung des Defizits von 2025 zu, das bereits doppelt so hoch gewesen sei wie das Defizit im Jahr 2024.

Eine zentrale Rolle spielen laut Lichfield die schwachen Energieeinnahmen. Diese betrugen im ersten Halbjahr 2026 nur noch 64 Prozent des Vergleichswertes von vor zwei Jahren. Als Gründe werden verschärfte westliche Sanktionen und andauernde ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien genannt.

Die zuletzt auf vier Prozent gedrückte Inflation werde nach Einschätzung Lichfields voraussichtlich nicht auf diesem Niveau bleiben. Zusätzlich verweist der Bericht auf die schrumpfenden finanziellen Reserven des Landes.

Der im Juni 2026 veröffentlichte Kiel-Report „Endgame: The State of the Russian Economy“ stellte laut dem Kiel Institut für Weltwirtschaft fest, dass Moskaus fiskalische Reserven weitgehend aufgebraucht seien. Die liquiden Mittel des Nationalen Wohlfahrtsfonds fielen von 6,5 Prozent des BIP vor dem Krieg auf nur noch 1,8 Prozent im April 2026.

| Liquide Mittel des Nationalen Wohlfahrtsfonds vor dem Krieg | 6,5 Prozent des BIP | 

| Liquide Mittel des Nationalen Wohlfahrtsfonds im April 2026 | 1,8 Prozent | 

| | Energieeinnahmen im ersten Halbjahr 2026 | 64 Prozent des Vergleichswertes von vor zwei Jahren | 

| Inflation | vier Prozent | 

Andrei Klepach, ehemaliger stellvertretender Leiter des russischen Wirtschaftsministeriums, macht die Militär­ausgaben für Haushaltsdefizit und Liquiditätsengpässe verantwortlich. Staatliche Beschaffungen einschließlich Rüstungsaufträgen stiegen von Januar bis Juli im Jahresvergleich um fast 40 Prozent auf 8,44 Billionen Rubel und erreichten damit bereits 80 Prozent des Jahresplans.

Die Folgen treffen laut Frankfurter Rundschau auch die Bevölkerung. Klepach schätzt, dass das Wachstum des real verfügbaren Einkommens 2026 lediglich 0,6 Prozent betragen könnte. Zugleich würden Renten den Löhnen immer weiter hinterherhinken, während Steuererhöhungen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen belasteten.

**Infobox:** Die Quellen beschreiben eine russische Kriegswirtschaft, deren Wachstum mit steigenden Belastungen für Haushalt, Unternehmen und Bevölkerung einhergeht. Besonders genannt werden sinkende Energieeinnahmen, schwindende Reserven, hohe Militär­ausgaben und eine mögliche weitere Verschärfung der Inflation.

## Putin kündigt Vergeltung nach Angriffen auf russische Wirtschaftsziele an

Der **Spiegel** berichtet über eine Drohung Wladimir Putins gegen Kyjiw. Nach massiven ukrainischen Angriffen auf Ölraffinerien und Logistikzentren in Russland kündigte der Kremlchef eine harte Antwort Moskaus an.

Putin sagte in seinem ersten Interview mit dem Moskauer Staatsfernsehen seit Beginn der Angriffe vor einigen Wochen, die Ukraine habe mit den Attacken gegen Russlands Wirtschaft die „Büchse der Pandora“ geöffnet. Kyjiw habe damit selbst den „Geist aus der Flasche“ gelassen.

> „Die Gegenmaßnahmen werden nicht lange auf sich warten lassen. Die bekommt ihr.“

Weiter erklärte Putin, die Handlungen der russischen Armee würden „noch deutlich spürbarer und zerstörerischer ausfallen“. Der Spiegel ordnet die Äußerungen vor dem Hintergrund von Forderungen ultranationalistischer Kreise in Russland ein, härter gegen die Ukraine vorzugehen.

Russland habe in den vergangenen Wochen häufiger ballistische Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. Dabei sei bekannt gewesen, dass der Ukraine nur noch wenige Abfangraketen zur Verfügung stünden. Putin bezeichnete diese Schläge als passend und effektiv und behauptete, sie hätten den russischen Soldaten an der Front geholfen.

Der russische Präsident erklärte außerdem, der von westlicher Unterstützung getragene ukrainische 40-Tage-Plan zur Vernichtung der russischen Wirtschaft sei gescheitert. Die Einheit der russischen Bevölkerung sei ebenfalls nicht zerstört worden. Zugleich räumte Putin Schäden ein, bestritt jedoch, dass diese Auswirkungen auf die Lage auf dem Schlachtfeld gehabt hätten.

Als nächstes wolle Russland besonders empfindliche Bereiche der ukrainischen Wirtschaft ins Visier nehmen, die ohnehin bereits am Abgrund stünden. Putin verwies dabei auf den Export landwirtschaftlicher Produkte, der dem ukrainischen Haushalt wesentliche Einnahmen verschaffe.

Die Ukraine gehört laut Spiegel zu den weltweit bedeutenden Getreideexporteuren. Putin erklärte, Russland verfüge nach einer guten Ernte über ein großes Exportpotenzial und könne den Weltmarkt bedienen.

Eine Friedenslösung sei nach Putins Darstellung nicht näher gerückt. Er wies über Vermittler überbrachte „exotische Vorschläge“ der Ukraine zurück und sagte, ein Dialog könne nur auf Grundlage der Situation an der Front auf dem Boden stattfinden.

**Infobox:** Putin kündigte nach Angriffen auf russische Wirtschaftsstandorte Vergeltungsmaßnahmen an. Besonders die ukrainischen Agrarausfuhren bezeichnete er als empfindlichen Bereich; zugleich wies er Vorschläge für eine Friedenslösung zurück.

## Angriffe auf Wildberries könnten Russlands Wirtschaft und Banken belasten

**ZDFheute** berichtet über die wirtschaftlichen Folgen ukrainischer Drohnenangriffe auf Logistikzentren des russischen Versandhändlers Wildberries. Das Unternehmen wird häufig als russisches Amazon bezeichnet und gilt als größter Versandhändler Russlands.

Am Sonntag, 15. August, stiegen laut ZDFheute riesige schwarze Rauchsäulen von einem Wildberries-Lager im Oblast Moskau auf. Ukrainische Drohnen seien in eine gigantische Halle eingeschlagen, nachdem zuvor bereits 21 weitere Lagerhallen im Land getroffen worden seien.

Die Brände zerstörten nicht nur die Gebäude, sondern auch die darin gelagerten Produkte. Wildberries fungiert als Marktplatz: Einzelhändler können ihre Waren online anbieten, während das Unternehmen gegen Gebühr Bezahlung, Versand und Auslieferung übernimmt.

Nach Angaben des Berichts standen in einem Monat mehr als 20 Lagerhallen mit über zwei Millionen Quadratmetern Fläche und den meisten Produkten in Rauch. Damit stellt sich die Frage, wer für die Schäden haftet und wer sie übernehmen kann.

Wildberries hat dem Bericht zufolge zehntausenden Händlern einen Teil der Kosten erstattet. Diese Zahlungen dürften die Schäden jedoch bei Weitem nicht abdecken. Auch Versicherungen könnten die Belastung nicht stemmen.

Nach Einschätzung von ZDFheute könnten Waren im hohen einstelligen Milliarden-Dollar-Bereich vernichtet worden sein. Die Gründerin Tatjana Kim bezeichnete die Angriffe als Tat von Terroristen und versprach den Händlern, die Verluste auszugleichen. Seit über zwei Wochen sei jedoch nichts mehr von ihr zu sehen oder zu hören gewesen.

Wildberries gibt an, über 80 Millionen Kunden in Russland zu haben. Hunderttausende Kleinunternehmer verkaufen ihre Waren über die Plattform. Die Einnahmen des Unternehmens und damit auch die von ihm gezahlten Steuern seien seit Beginn des Krieges 2022 und dem Abgang der europäischen Konkurrenz sprunghaft gestiegen.

Wildberries war laut ZDFheute auf dem Weg zum Monopolisten. Schätzungen zufolge könnten die Steuern, die das Unternehmen an den russischen Staat zahlte, im Billionen-Rubel-Bereich gelegen haben. ZDFheute nennt dafür 10 Milliarden US-Dollar.

| Wildberries-Kunden in Russland | über 80 Millionen | 

| Betroffene Lagerhallen in einem Monat | mehr als 20 | 

| Fläche der Lagerhallen | über zwei Millionen Quadratmeter | 

| Vernichtete Waren | hoher einstelliger Milliarden-Dollar-Bereich | 

| Geschätzte Steuerzahlungen | 10 Milliarden US-Dollar | 

Die wirtschaftlichen Folgen könnten über Wildberries hinausreichen. Das Unternehmen ist nach Darstellung von ZDFheute wie viele Internetkonzerne im Wachstum hochverschuldet. Tatjana Kim habe die Einnahmen sofort in den Konzern gesteckt, um schnell weiter zu wachsen.

Auch Händler könnten Kredite aufgenommen haben, um ihre Waren zu produzieren. Wenn diese Waren zerstört und nicht verkauft würden, blieben die Händler auf ihren Krediten sitzen. Zahlungsausfälle könnten in der Folge die Banken treffen.

Die mögliche Zuspitzung fällt in eine Phase, in der das russische Wirtschaftssystem bereits durch jahrelange westliche Sanktionen und den lang dauernden Krieg angeschlagen sei. Zusätzlich würden sich viele russische Bürger über gestiegene Preise beschweren.

Die Washington Post meldete laut ZDFheute unter Berufung auf anonyme russische Quellen, dass in Russland immer mehr Bargeld abgehoben werde. Allein im August seien es knapp drei Milliarden Euro gewesen. In diesem Jahr hätten die Russen danach mehr Bargeld abgehoben als während der Panik zu Beginn des Krieges 2022.

Putin erwähnte Wildberries nicht direkt, mahnte jedoch, zerstörte Logistik- und Lagerkapazitäten müssten dringend wiederhergestellt werden. Dies solle auch mit staatlicher Beteiligung geschehen; die Regierung solle dazu ein entsprechendes Programm verabschieden.

> „Auch mit staatlicher Beteiligung. In diesem Zusammenhang bitte ich die Regierung, ein entsprechendes Programm zu verabschieden.“

Nach Einschätzung von ZDFheute ist das Vertrauen in die Sicherheit des Wildberries-Marktplatzes nahezu nicht mehr vorhanden. Verkäufer könnten deshalb davon absehen, größere Warenmengen an das Unternehmen zu übergeben, weil nicht garantiert werden könne, dass diese bei einem weiteren ukrainischen Drohnenangriff nicht zerstört würden.

**Infobox:** Die Angriffe auf Wildberries bedrohen Lagerbestände, Händler, Kredite und mögliche Steuereinnahmen. ZDFheute hält eine Kettenreaktion bis hin zu einer Krise des russischen Bankensystems für möglich.

## Wirtschaft vor acht vom 21.08.2026

Die **tagesschau.de** weist auf die Ausgabe „Wirtschaft vor acht vom 21.08.2026“ hin. Der bereitgestellte Quelltext enthält jedoch keine weiteren inhaltlichen Angaben zu den behandelten Wirtschaftsthemen.

Damit lässt sich aus dieser Meldung lediglich der Titel der Ausgabe und ihr Datum übernehmen. Weitere Zahlen, Daten oder Fakten sind im verfügbaren Inhalt nicht enthalten.

**Infobox:** Quelle ist tagesschau.de; genannt wird die Ausgabe „Wirtschaft vor acht vom 21.08.2026“. Inhaltliche Details liegen im bereitgestellten Material nicht vor.

## Griechenlands Aufschwung kommt bei Beschäftigten kaum an

Der **Deutschlandfunk** berichtet über die Folgen langer Arbeitszeiten in Griechenland. Vor zwei Jahren führte das Land die Sechstagewoche ein, inzwischen sind auch 13-Stunden-Tage möglich.

Gleichzeitig wächst die Wirtschaft und die Arbeitslosigkeit sinkt. Bei den Beschäftigten komme von diesem Aufschwung jedoch wenig an, da lange Arbeitszeiten, niedrige Löhne und hohe Lebenshaltungskosten den Alltag prägen.

Der Deutschlandfunk stellt die Entwicklung unter die Überschrift „Griechenlands Fleiß“ und thematisiert Rekordarbeitszeiten und Wachstum. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum mehr Arbeit nicht automatisch mehr Wohlstand bringt.

**Infobox:** Griechenland verbindet laut Deutschlandfunk Wirtschaftswachstum und sinkende Arbeitslosigkeit mit einer Sechstagewoche und möglichen 13-Stunden-Tagen. Für die Beschäftigten zeigt sich der Aufschwung demnach nur begrenzt.

## Hitze, Dürre und leere Flüsse belasten die Wirtschaft

**SZ.de** beschreibt, wie die Klimakrise bereits verschiedene Bereiche des Lebens und Wirtschaftens betrifft. Hitze, Dürre und leere Flüsse führen demnach zu neuen Gewohnheiten und angepassten Lieferketten.

Als Beispiel nennt der Bericht eine Randnotiz des Sommers: Spanier machen inzwischen im Schwarzwald Urlaub, weil sie Abkühlung suchen. Der vom SWR zitierte Camping-Tourist José Antonio reiste dafür nach Deutschland, stellte jedoch fest, dass es dort in den nächsten Tagen genauso warm werde wie in Spanien.

Der Artikel stellt die Frage, ob die bisherigen Anpassungen ausreichen. Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftlichen Folgen der Klimakrise sowie die Veränderungen bei Lieferketten und im Alltag.

> „Aber in den nächsten Tagen wird es hier genauso warm wie in Spanien.“

**Infobox:** SZ.de schildert Hitze, Dürre und leere Flüsse als bereits spürbare Belastungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Der Schwarzwald wird dabei als Beispiel für veränderte Reisegewohnheiten und die zunehmende Ausbreitung hoher Temperaturen genannt.

Quellen:
- [Wirtschaftliche Probleme Russlands: Kann das den Ukraine-Krieg zu einem baldigen Ende bringen?](https://www.fr.de/wirtschaft/das-den-ukraine-krieg-russlands-wirtschaft-in-der-krise-befeuert-zr-94451554.html)
- [Russlands Krieg gegen Ukraine: Wladimir Putin droht Kyjiw nach Angriffen auf Wirtschaftsziele](https://www.spiegel.de/ausland/russlands-krieg-gegen-ukraine-wladimir-putin-droht-kyjiw-nach-angriffen-auf-wirtschaftsziele-a-4c53fddc-04b4-4b7c-8258-030818d4fedf)
- [Bankenkrise durch Drohnenangriffe? So schadet die Ukraine der russischen Wirtschaft](https://www.zdfheute.de/politik/ausland/wildberries-russland-wirtschaft-ukraine-drohnen-putin-100.html)
- [Wirtschaft vor acht vom 21.08.2026](https://www.tagesschau.de/video/video-1635372.html)
- [Sechstagewoche und 13-Stunden-Tage: Warum Griechenlands Aufschwung den Beschäftigten nichts bringt](https://www.deutschlandfunk.de/griechenland-sechstagewoche-arbeitszeit-loehne-100.html)
- [Hitze: Wie die Klimakrise schon jetzt der Wirtschaft massiv schadet – und was noch kommen könnte](https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/wirtschaft/klimakrise-sommer-deutschland-hitze-wasserknappheit-folgen-e979674/)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [clever-verkaufen-lernen.de](https://clever-verkaufen-lernen.de/russlands-kriegswirtschaft-unter-druck-angriffe-verschaerfen-wirtschaftliche-risiken/)*
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