Sicherheitslücken, Resilienz und neue Strategien für Unternehmen

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: News and Updates

Zusammenfassung: SonicWall GMS bleibt trotz kritischer Lücken ungepatcht; zugleich gewinnen umsetzungsstarke Beratung und gesellschaftliche Resilienz an Bedeutung.

SonicWall GMS: Sicherheitslücken bleiben nach Supportende offen

Die Managementplattform Global Management System von SonicWall für IT-Security-Appliances weist zwei Sicherheitslücken auf. Da GMS das Supportende erreicht hat, wird es für die Schwachstellen keine Sicherheitspatches mehr geben, berichtet heise online.

Betroffen ist GMS bis einschließlich Version 9.5.2. Die als „kritisch“ eingestufte Lücke CVE-2026-109593 ermöglicht laut Quelle den Zugriff auf interne GMS-Dateien ohne Authentifizierung. Die als „mittel“ bewertete SQL-Injection-Schwachstelle CVE-2026-109594 setzt eine Anmeldung voraus, erlaubt danach jedoch auch die Veränderung von Daten in der GMS-Datenbank.

Nach Angaben des Herstellers gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass Angreifer die Schwachstellen bereits ausnutzen. Weil aufgrund des End-of-Life-Status keine Aktualisierungen mehr vorgesehen sind, sollen Administratoren auf SonicWall Network Security Manager upgraden.

Zusammenfassung: Die beiden Sicherheitslücken in SonicWall GMS werden wegen des Supportendes nicht mehr geschlossen. Unternehmen müssen für den weiteren Schutz ihrer IT-Security-Appliances auf den Nachfolger umsteigen.

Consulting: Umsetzung rückt gegenüber der reinen Strategie in den Mittelpunkt

Die Trennung zwischen Strategieberatung und Umsetzung verliert nach Einschätzung von Bernd Fischer an Bedeutung. Im Gespräch mit CONSULTING.de erklärt der CEO und Managing Partner der F&P Executive Solutions AG, dass Unternehmen heute nicht nur Konzepte, sondern messbare Ergebnisse und operative Verantwortung erwarten.

Fischer verweist auf tiefgreifende Veränderungen durch KI, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und geopolitische Verschiebungen. Klassische Beratungen lieferten häufig überzeugende Konzepte, scheiterten jedoch nicht selten an der Implementierung. Interim Manager wiederum setzten Maßnahmen um, seien aber nicht für die Strategie verantwortlich und verfügten nicht immer über alle relevanten Informationen.

„Erklärt uns die Welt“ reicht nicht mehr. Der neue Anspruch lautet: „Zeigt uns Wirkung und setzt sie um.“

Für die kommenden fünf Jahre erwartet Fischer, dass KI einen großen Teil der Standardanalysen übernimmt, für die früher viele Junior Consultants eingesetzt wurden. Der Wert der Beratung werde sich dadurch stärker auf Umsetzungskraft, Priorisierung und Entscheidungsfähigkeit verlagern. Erfolgreich seien integrierte Teams erfahrener Führungskräfte, die von der Strategie bis zur Realisierung Verantwortung übernehmen.

Als Kriterien für die Umsetzungsfähigkeit eines Anbieters nennt Fischer vier Fragen: Wer arbeitet tatsächlich im Projekt? Übernimmt der Anbieter operative Verantwortung, gegebenenfalls als Geschäftsführer? Ist die Vergütung an Ergebnisse gekoppelt? Und kann der Anbieter konkrete Ergebnisse statt ausschließlich Präsentationen vorweisen?

F&P beschreibt sich als Sozietät selbstständiger Experten. Die Partner seien Gesellschafter, finanzierten die Sozietät gemeinsam und verfügten über Gewinnbezugs- und Mitentscheidungsrechte. Nach Darstellung Fischers habe jeder Partner mindestens zehn Jahre operative Führungsverantwortung übernommen, viele davon als Geschäftsführer.

Ein zentraler Bestandteil des Modells ist die Messung von Erfolg anhand vorher vereinbarter Kennzahlen. Dazu zählen laut Fischer EBIT und Kosten, operative Werte wie Leistung oder Durchlaufzeiten sowie organisatorische Werte wie Fluktuation. In einem familiengeführten Produktionsunternehmen seien die Vergütung und drei Meilensteine verknüpft worden; am Ende hätten die administrativen Aufwände um 30 Prozent und die Fluktuation um 20 Prozent niedriger gelegen.

Auch erfolgsabhängige Vergütungsmodelle werden thematisiert. Fischer erklärt, dass die Vergütung an KPIs und am EBIT ausgerichtet werden könne. Bei McKinsey stamme nach eigenen Angaben rund ein Viertel der Honorare aus erfolgsabhängigen Modellen.

Transformationen scheiterten laut dem Gespräch häufig nicht an der Strategie, sondern an der Umsetzung. Als Ursachen werden der Bruch zwischen Konzept und Umsetzung, unklare Verantwortung, überlastete Schlüsselpersonen, eine nicht ausreichend eingebundene Belegschaft und fehlende Konsequenz nach dem Abzug des Projektteams genannt.

Fischer verweist auf Zahlen von Bain und McKinsey: Laut Bain verfehlten 88 Prozent der Transformationen ihre ursprünglichen Ziele. Nach McKinsey entstehe mehr als die Hälfte des Wertverlusts während und nach der Umsetzung.

Für Führungskräfte und Berater nennt Fischer fünf besonders wichtige Kompetenzen: Entscheidungsfähigkeit unter Unsicherheit, KI-Urteilskraft, Umsetzungskraft, die Fähigkeit, Menschen durch den Wandel zu führen, sowie Denken über Silos hinweg. Programmieren müsse das Management nicht können, die Technologie aber beurteilen können.

Als Beispiel für das eigene Vorgehen nennt Fischer ein Logistikzentrum. Dort habe ein Senior Partner als Geschäftsleitung über 200 Mitarbeitende gesteuert, während Berater parallel die digitale Supply-Chain-Architektur konzipierten. Nach sechs Monaten sei die Verpackungsleistung um 25 Prozent höher gewesen, während die manuellen Eingriffe um 30 Prozent gesunken seien.

„Wer an seine Umsetzung glaubt, teilt auch das Risiko.“

Zusammenfassung: CONSULTING.de beschreibt einen Beratungsmarkt, in dem Konzepte allein nicht mehr ausreichen. Strategieberater und Interim Manager sollen stärker in integrierten Teams arbeiten, operative Verantwortung übernehmen und ihren Erfolg anhand messbarer Ergebnisse belegen.

Resilienz wird zur Voraussetzung für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft

Cyberangriffe, Sabotage und extreme Wetterereignisse prägen zunehmend den Alltag. Beim Resilience Summit in Düsseldorf berieten sich rund 150 internationale Vertreter aus Regierungen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über die Frage, wie Gesellschaften widerstandsfähiger werden können, berichtet Logistik Heute.

Das Treffen fand auf Einladung der Landesregierung Nordrhein-Westfalens am Mittwoch, dem 4. November, statt. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Rheinmetall-Chef Armin Papperger und der litauische Präsident Gitanas Nausėda.

„Krisen sind nicht länger die Ausnahme; sie sind zur Norm geworden, und wir müssen jederzeit auf neue Krisen vorbereitet sein“, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.

Wüst stellte zugleich die Vorstellung infrage, dass der Staat in einem Notfall alles allein bewältigen könne. Ein Land sei resilient, wenn seine Bevölkerung wisse, was in einer Krise zu tun sei. Als zusätzliche Belastungen nannte er eine erschütterte internationale Ordnung, die Rückkehr der Machtpolitik und gewaltsame Grenzverschiebungen.

Globale Lieferketten, Digitalisierung und künstliche Intelligenz eröffneten zwar neue Möglichkeiten, schafften aber auch neue Verwundbarkeiten. Als Beispiele führte Wüst das Containerschiff an, das 2021 im Suezkanal die Lieferketten weltweit monatelang zum Stillstand gebracht habe, sowie eine IT-Sicherheitslücke, durch die zwei Wochen zuvor zehntausende Websites weltweit offline gehen mussten.

Auch der gesellschaftliche Zusammenhalt gilt nach Darstellung von Wüst als Voraussetzung für Resilienz. Extremisten und Populisten mit politischer oder religiöser Motivation griffen diesen Zusammenhalt an und trieben Gesellschaften auseinander.

Der litauische Präsident Nausėda richtete den Blick auf die Bedrohung durch Russland. Für Litauen als Nachbarland Russlands sei Resilienz eine „Frage des Überlebens“. Europa müsse auf Russland als langfristige Bedrohung vorbereitet sein.

„Moderne Bedrohungen treten selten in Form von Panzern auf, die Grenzen überqueren“, sagte Nausėda. Sie zeigten sich vielmehr in schädlichen Aktivitäten, die das Wirtschaftsleben störten, kritische Infrastrukturen gefährdeten, Misstrauen in die Politik säten und die öffentliche Meinung manipulierten.

Nordmazedonien sieht in einem EU-Beitritt einen Beitrag zur eigenen Resilienz. Ministerpräsident Hristijan Mickoski erklärte, sein Land könne auch zur Widerstandsfähigkeit Europas beitragen und eine Art Schutzschild der EU gegen illegale Einwanderung bilden.

Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, betonte die Bedeutung der mentalen Widerstandsfähigkeit im Umgang mit Desinformation. Fakten hätten es schwerer als Lügen, weil politische Gegner stärker auf Emotionen setzten. Die Aufgabe bestehe darin, Fakten in emotionale Geschichten zu übersetzen, um Menschen zu erreichen.

Wie verletzlich der Alltag in Nordrhein-Westfalen sein kann, zeigte laut Quelle der Cyberangriff auf Südwestfalen-IT im Jahr 2023. In 72 Kommunen waren Dienstleistungen wie Fahrzeugzulassungen für fast ein Jahr eingeschränkt. Neun von zehn Unternehmen meldeten Cyberangriffe.

Nordrhein-Westfalen hat darauf mit mehreren Maßnahmen reagiert. Dazu gehören ein Landesamt für Katastrophenschutz im Innenministerium, ein zentrales Katastrophenschutzlager, ein ausgebautes Sirenennetz sowie zusätzliche Fähigkeiten der Polizei bei der Abwehr kommerzieller, nicht militärischer Drohnen.

MaßnahmeAngabe
Sirenennetzvon 4.250 im Jahr 2017 auf 6.500 landesweit
Gemeinsames Lagebildsechs Leitstellen in einem Pilotprojekt
CybersecurityKoordinierungsstelle als zentrale Anlaufstelle für die Landesregierung
Katastrophenschutztagelandesweit in den Jahren 2025 und 2026

Ein gemeinsames Lagebild wird in einem Pilotprojekt von sechs Leitstellen erarbeitet. Katastrophenschutztage in den Jahren 2025 und 2026, ein Ratgeber zur Selbsthilfe sowie die Kampagne „Bereit wie nie zuvor“ sollen die Eigenvorsorge und das ehrenamtliche Engagement stärken.

Zusammenfassung: Beim Resilience Summit wurde Resilienz als dauerhafte staatliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aufgabe beschrieben. Nordrhein-Westfalen setzt dabei auf Katastrophenschutz, Cybersicherheit, Warnsysteme, gemeinsame Lagebilder und eine stärkere Selbstvorsorge der Bevölkerung.

UBS bekräftigt Kaufempfehlung für Apollo Global Management

UBS hat seine Kaufempfehlung für Apollo Global Management bekräftigt. Das berichtet MarketScreener Deutschland in einer am 5. November 2026 um 20:25 veröffentlichten Meldung.

Die Meldung bezieht sich auf Apollo Global Management, Inc. und führt das Börsenkürzel APO sowie die ISIN US03769M1062 an. Weitere Angaben zur Begründung der Empfehlung, zu einem Kursziel oder zu einer Kursentwicklung enthält der bereitgestellte Quellentext nicht.

UnternehmenApollo Global Management, Inc.
AktieAPO
ISINUS03769M1062
EmpfehlungKaufempfehlung
AnalystUBS
Veröffentlichung05.11.2026 um 20:25

Zusammenfassung: UBS hält an der Kaufempfehlung für Apollo Global Management fest. Die Quelle nennt das Unternehmen, das Kürzel APO und die ISIN US03769M1062, liefert jedoch keine weiteren Bewertungs- oder Kursdaten.

Hochschule Worms startet MBA für Business Travel Management

Die Geschäftsreiseindustrie verändert sich durch Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und wachsende Anforderungen an die strategische Steuerung. Die Hochschule Worms bietet deshalb den berufsbegleitenden MBA-Studiengang Business Travel Management an, berichtet Business-Travel.de.

Nach Angaben der Hochschule ist das Studienangebot in dieser Spezialisierung einzigartig in Europa. Es verbindet ein General-Management-Studium mit einer Vertiefung in der Geschäftsreisebranche und richtet sich an Beschäftigte aus dem Business Travel sowie angrenzenden Branchen.

Der Studiengang dauert vier Semester und umfasst 90 ECTS-Punkte. Die Lehrveranstaltungen finden berufsbegleitend statt. Pro Semester sind elf Präsenztage vorgesehen, darunter drei Samstage; hinzu kommen E-Learning-Module und Online-Klassen.

Inhaltlich umfasst das Studium allgemeine Betriebswirtschaft, internationales Management und Controlling ebenso wie strategische Beschaffung und Personalführung. Weitere Schwerpunkte sind Travel Technology, Digitalisierung, KI, Geschäftsreiseanbieter, Hotelvertragsverhandlungen, Zahlungsprozesse, Mietwagen- und Fuhrparkmanagement sowie Event Management.

Zum Curriculum gehören außerdem Reiserecht, Datenschutz, interkulturelle Kommunikation und Verhandlungstechniken. Die Verbindung von betriebswirtschaftlichem Wissen und Branchenkenntnissen soll auf Leitungsfunktionen im Travel Management, Projektmanagement, Global Mobility Management und Account Management bei Geschäftsreiseanbietern vorbereiten.

Der Praxisbezug wird durch die Zusammenarbeit mit dem Verband Deutsches Reisemanagement sowie durch die Branchenkontakte der Hochschule unterstützt. Der nächste Studienstart ist im Sommersemester 2027, Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2027.

StudiengangMBA Business Travel Management
Dauervier Semester
Umfang90 ECTS-Punkte
StudienstartSommersemester 2027
Bewerbungsschluss15. Januar 2027
Ermäßigte Studiengebühr7.450 Euro
Reguläre Studiengebühr19.200 Euro
Mindestteilnehmerzahlzehn Personen

Bei einer Bewerbung bis zum 15. Januar 2027 bietet die Hochschule für diesen Studienstart eine ermäßigte Studiengebühr von 7.450 Euro statt regulär 19.200 Euro an. Die Ermäßigung gilt bei einer Mindestteilnehmerzahl von zehn Personen.

Zusammenfassung: Der berufsbegleitende MBA der Hochschule Worms verbindet General Management mit einer Spezialisierung auf Geschäftsreisen. Für den Studienstart im Sommersemester 2027 gilt bei Bewerbung bis zum 15. Januar 2027 eine Studiengebühr von 7.450 Euro statt regulär 19.200 Euro.

Wertschöpfungsanalyse soll Nutzen im Krankenhaus sichtbar machen

Die Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen stellt die Frage, wo im Krankenhaus tatsächlich Nutzen entsteht. Unter dem Titel „Wertschöpfungsanalyse im Krankenhaus: Wo entsteht tatsächlich Nutzen?“ geht es um den Beitrag von Zeit und Ressourcen zur Versorgung, berichtet PresseBox.

Die Veröffentlichung der Deutschen Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen e. V. erschien am 5. November 2026. Die Organisation fordert Einrichtungen im Gesundheitswesen dazu auf, systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen.

„Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden.“

Im Mittelpunkt steht die systematische Betrachtung von Abläufen im Krankenhaus. Wenn Zeit und Ressourcen knapp sind, soll sichtbar werden, welche Tätigkeiten zur Versorgung beitragen und an welchen Stellen Verschwendung vermieden werden kann.

Die Quelle ordnet das Thema in Bereiche wie Workflowmanagement, Geschäftsprozesse, Prozessoptimierung, Prozessmanagement, Prozessanalyse, Qualitätsmanagement, Digitalisierung und Personalentwicklung ein. Außerdem werden Prozesskostenrechnung, Ambulantisierung, Leistungsoptimierung und Weiterbildung als thematische Felder genannt.

Zusammenfassung: Die DGWMiG wirbt für systematisches Workflow-Management im Gesundheitswesen. Ziel ist es, durch Prozessanalyse und strukturierte Abläufe Zeit zu sparen, Verschwendung zu vermeiden und den konkreten Nutzen für die Versorgung sichtbar zu machen.

Quellen: