Solarparkplätze, Vietnams Boom und Europas Wirtschaft unter Druck

Autor: Provimedia GmbH

Veröffentlicht:

Kategorie: News and Updates

Zusammenfassung: Parkplatz-Photovoltaik bietet großes Ausbaupotenzial, wird aber durch höhere Kosten und mögliche Förderkürzungen gebremst; Vietnams Wachstum verändert Städte, während Russlands Krieg Kusbass belastet.

Parkplätze werden zu Solarkraftwerken

Die WirtschaftsWoche berichtet über den wachsenden Ausbau von Solaranlagen auf Parkplätzen. Auf dem Gelände des Autodienstleisters Mosolf im süddeutschen Kippenheim entsteht auf einer Fläche von 109.000 Quadratmetern, etwa 15 Fußballfeldern, eine der größten Solaranlagen Europas, die einen Parkplatz überdacht.

Bis Ende des Jahres sollen dort 54.000 Solarmodule installiert sein. Die Anlage soll eine Leistung von insgesamt 24 Megawattpeak erreichen und so viel Strom liefern, wie 6500 Haushalte verbrauchen.

Auch Bosch am Standort Renningen, die Messe Essen und der Schokoladenhersteller Storck in Halle errichten vergleichbare Anlagen. Große Parkplätze sind laut WirtschaftsWoche für die doppelte Nutzung besonders geeignet, weil sie versiegelt, häufig gut besonnt und oft bereits an das Stromnetz angeschlossen sind. Die Überdachungen erzeugen Strom, ohne dass Äcker oder Wiesen genutzt werden, und schützen Fahrzeuge zugleich vor Sonne, Hagel und Regen.

Nach Angaben des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg verfügen die mehr als 300.000 größeren Parkplätze in Deutschland bei einer Überdachung mit PV-Modulen über ein technisches Potenzial von 59 Gigawatt-Peak (GWp). Das entspricht etwa einem Viertel des Ausbauziels von 215 GW bis 2030.

Auch in Frankreich wird der Ausbau politisch vorangetrieben. Bis Juli diesen Jahres mussten Parkplätze mit einer Fläche von mehr als 10.000 Quadratmetern mit Solaranlagen ausgestattet werden. Bis Juli 2028 sollen Solarüberdachungen auch für kleinere Flächen vorgeschrieben sein. Die Supermarktkette Carrefour will deshalb 350 Parkplätze in Kraftwerke verwandeln und damit so viel Strom erzeugen, wie eine Stadt mit 200.000 Einwohnern verbraucht.

Beim Disneyland Paris überspannen rund 82.000 Module insgesamt 11.200 Stellplätze für Autos, Wohnmobile und Reisebusse auf 20 Hektar. Die Anlage verfügt laut dem Entwickler Urbasolar über gut 36 Megawatt Leistung, soll 17 Prozent des Stromverbrauchs des Themenparks decken und jährlich 890 Tonnen CO₂-Ausstoß vermeiden. Der Bau der Anlage dauerte drei Jahre.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, weist auf höhere Kosten im Vergleich zu Freiflächenanlagen hin. Ursache seien aufwändigere Fundamente und höhere Sicherheitsauflagen. Gleichzeitig könne der Strom lokal verbraucht werden, wodurch Netzentgelte eingespart würden, etwa beim Laden von Elektroautos.

„Solaranlagen auf Parkplätzen und Carports sind konstruktionsbedingt etwas teurer als Freiflächenanlagen“, sagt Carsten Körnig laut WirtschaftsWoche.

Eine neue Anlage beim Automobillogistikunternehmen ARS Altmann im hessischen Riedstadt überspannt 4200 Stellplätze. Der erzeugte Strom wird unter anderem für Kundenfahrzeuge, eine eigene Busflotte und Elektro-Lastwagen verwendet.

Die geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes könnte den Ausbau allerdings bremsen. Das seit dem Jahr 2024 vorgesehene Untersegment für Besondere Solaranlagen, zu dem auch Parkplatz-PV zählt, soll nach den Plänen der Bundesregierung wieder gestrichen werden. Parkplatz-PV müsste dann im Wettbewerb mit preiswerteren Freiflächenanlagen konkurrieren.

„Ein eigenes Auktionssegment für Besondere Solaranlagen sollte aus unserer Sicht erhalten werden“, fordert Körnig. „Nur so kann ein Markthochlauf ermöglicht werden, der in der Folge auch zu Kostensenkungen führen würde.“

Zusammenfassung: Parkplatz-Photovoltaik verbindet Stellflächen mit Stromerzeugung. In Deutschland liegt das technische Potenzial laut Fraunhofer ISE bei 59 Gigawatt-Peak (GWp), während höhere Baukosten und mögliche Änderungen bei der Solarstromförderung den Ausbau erschweren könnten.

Vietnam zwischen Reformdynamik und den Tücken des Erfolgs

SZ.de beschreibt Ho-Chi-Minh-Stadt als Zentrum von Vietnams rasantem Wirtschaftswachstum. Die Reformfreude ist groß und ausländische Unternehmer zeigen sich begeistert, zugleich stellt sich die Frage, ob die Parteidiktatur die Folgen ihres wirtschaftlichen Ehrgeizes ausreichend berücksichtigt.

Im Mittelpunkt steht der 68-jährige Nguyen Van Hung aus dem Innenstadtteil Ben Thanh. Er lebt seit seinem fünften Lebensjahr in einem zweistöckigen Gebäude mit Dachgarten in der Nguyen-Thai-Binh-Straße und erlebt, wie sich seine Umgebung verändert hat.

„Die Umgebung war früher ganz anders“, sagt Nguyen Van Hung laut SZ.de, „es gab noch viele kleine Häuser.“

Die Stadt ist von ständigem Hochhäuserbauen und Modernisieren geprägt. Der Wandel steht beispielhaft für die Geschwindigkeit, mit der sich Ho-Chi-Minh-Stadt wirtschaftlich und baulich verändert.

Der Beitrag ordnet diese Entwicklung in Vietnams wirtschaftlichen Aufstieg ein. Ausländische Unternehmer bewerten die Reformbereitschaft positiv, während die politische Struktur des Landes Fragen nach den Grenzen und Nebenwirkungen des Wachstums aufwirft.

Zusammenfassung: Ho-Chi-Minh-Stadt steht laut SZ.de für Vietnams dynamisches Wachstum. Der rasante Wandel schafft wirtschaftliche Chancen, verändert aber zugleich gewachsene Stadtviertel und wirft Fragen nach den sozialen und politischen Folgen auf.

Tagesschau berichtet über die Wirtschaftslage

tagesschau.de kündigt mit „Wirtschaft vor acht vom 30.10.2026“ eine Wirtschaftssendung vom 30.10.2026 an. In den bereitgestellten Inhalten werden jedoch keine einzelnen Wirtschaftsthemen, Kennzahlen oder Aussagen aus der Sendung wiedergegeben.

Die Meldung verweist auf das Videoangebot von tagesschau.de und ordnet es dem Bereich Wirtschaft zu. Konkrete Fakten zur wirtschaftlichen Entwicklung lassen sich aus dem vorliegenden Quelltext nicht entnehmen.

Zusammenfassung: tagesschau.de weist auf die Ausgabe „Wirtschaft vor acht vom 30.10.2026“ hin. Weitere nutzbare Angaben zum Inhalt liegen in der Quelle nicht vor.

Russlands Krieg setzt Sibiriens Kohleregion Kusbass unter Druck

SRF berichtet über die Folgen des Krieges in der Ukraine für die sibirische Kohleregion Kusbass. Obwohl die Region Tausende Kilometer vom Kriegsschauplatz entfernt liegt, schließen dort Bergwerke, Menschen verlieren ihre Arbeit und ganze Städte verlieren ihre wirtschaftliche Grundlage.

Der Kusbass in Süd-Sibirien lebt vom Kohleabbau. Beim jährlich im August gefeierten „Tag des Bergmanns“ zeigt sich die Bedeutung der Industrie für die regionale Identität. Galina aus Nowokusnezk berichtet, dass früher mehr Menschen zu dem Fest kamen und es mehr Bergwerke gab.

„Ein Bergmann ist mutig, willensstark, hartnäckig“, sagt Galina laut SRF. „All das war mein Mann. Er kam bei einem Grubenunfall ums Leben. Früher kamen mehr Leute ans Fest, damals gab es auch mehr Gruben. Jetzt gehen diese aber zu. Leider.“

In der Region werden Bergleute entlassen oder erhalten monatelang keinen Lohn. Gleichzeitig wird in den verbleibenden Bergwerken bei der Sicherheit gespart. Der 19-jährige Michail berichtet, dass er für die Sicherung der Tunnel zuständig war und Messungen an Stützen durchführen musste, die Einstürze verhindern sollen.

Nach den Vorschriften sollte für die Prüfung ein zehn Meter langer, schmaler Steinzylinder aus der Decke entnommen werden. Tatsächlich wurde laut Michail jeweils nur ein Meter entnommen. Die Proben mussten anschließend über zwei oder drei Kilometer bis zum Förderkorb getragen werden. Für zehn Meter Gestein wären mindestens vier Leute erforderlich gewesen, doch eingesetzt wurden jeweils nur zwei.

„So werden Lohnkosten gespart: Weniger Menschen führen mehr Messungen durch“, sagt Michail laut SRF.

Vor fünf Jahren befand sich die Kohlebranche im Kusbass noch im Aufschwung. Mit dem Angriff auf die Ukraine veränderte sich die Lage, weil viele ausländische Käufer russischen Kohleproduzenten den Rücken kehrten. Europäische Abnehmer hatten vor dem Krieg mehr als die Hälfte des Markts ausgemacht.

Russland verkauft die Kohle nun an China. Die chinesischen Käufer können laut Michail jedoch sehr tiefe Preise durchsetzen, weil Russland keine andere Wahl habe. Zusätzlich ist der Export nach China teuer, da Moskau das Eisenbahnnetz Richtung Osten nicht ausgebaut hat. Der knappe Platz auf den Schienen wird laut SRF zudem lieber für Waffen und Munition reserviert.

Michail verließ die Mine nach wenigen Monaten wegen der immer schlechteren Bedingungen. Viele entlassene Bergleute wechseln in andere Gruben, nehmen weit entfernte Arbeitseinsätze an oder ziehen weg. Dadurch leeren sich Nowokusnezk und andere Kohlestädte.

Für den Kusbass, der vollständig von der Kohle abhängig ist, besteht laut SRF die Gefahr eines wirtschaftlichen Kollapses. Der Kreml sei jedoch bereit, dieses Opfer für den Krieg zu bringen.

Zusammenfassung: Der Krieg hat die Absatzmärkte, Preise und Transportbedingungen der sibirischen Kohlebranche verschlechtert. Bergwerksschließungen, Lohnausfälle, Sicherheitsprobleme und Abwanderung bedrohen die wirtschaftliche Grundlage des Kusbass.

Frankreichs Wirtschaft schrumpft im dritten Quartal

Der Spiegel berichtet, dass Frankreichs Wirtschaft im dritten Quartal überraschend geschrumpft ist. Das Bruttoinlandsprodukt ging im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent zurück, wie die Statistikbehörde Insee auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet; im zweiten Quartal hatte die Wirtschaft stagniert.

Die Exporte der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der EU sanken im dritten Quartal um 1,7 Prozent. Besonders schwach entwickelte sich die Luft- und Raumfahrt, nachdem dieser Bereich im zweiten Quartal noch deutlich zugelegt hatte.

Auch die Bruttoanlageinvestitionen gingen zurück. Sie sanken im dritten Quartal um 0,6 Prozent. Ein positiver Impuls kam dagegen vom privaten Konsum, dessen Ausgaben um 0,4 Prozent stiegen. Der Energieverbrauch erhöhte sich um 1,2 Prozent.

KennzahlEntwicklung
Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal-0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal
Erwartung der Ökonomen+0,1 Prozent
Exporte im dritten Quartal-1,7 Prozent
Bruttoanlageinvestitionen-0,6 Prozent
Private Konsumausgaben+0,4 Prozent
Energieverbrauch+1,2 Prozent

Parallel dazu beschleunigte sich die Inflation. Die für europäische Vergleichszwecke berechneten Verbraucherpreise stiegen im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent. Im September hatte die Inflationsrate bei 3,4 Prozent gelegen. Experten hatten für Oktober im Durchschnitt mit einem Anstieg auf 3,6 Prozent gerechnet.

Damit erreichte die Teuerung den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Stärker war sie in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone zuletzt im Dezember 2023. Der stärkste Preistreiber waren im Oktober die Energiekosten, die im Jahresvergleich um 24,1 Prozent stiegen. Die Energiepreise legten damit den vierten Monat in Folge zu, angetrieben von Gas und Erdölprodukten.

Die französische Regierung hatte im September ihre Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr von 0,7 auf 0,5 Prozent gesenkt. Das Ziel, das Haushaltsdefizit auf 5,0 Prozent der Wirtschaftsleistung zu drücken, gilt laut Spiegel nicht mehr als erreichbar. Gleichzeitig wird die Aufnahme neuer Schulden am Kapitalmarkt wegen des hohen Haushaltsdefizits deutlich teurer.

In der Europäischen Union gilt eigentlich eine Obergrenze von drei Prozent für das Haushaltsdefizit. Frankreich überschreitet diese Grenze laut Spiegel jedoch immer wieder. Hohe Lebenshaltungskosten und gewalttätige Proteste haben zusätzlich für Unsicherheit gesorgt.

Zusammenfassung: Frankreichs BIP sank im dritten Quartal um 0,1 Prozent, während die Inflation im Oktober auf 3,8 Prozent stieg. Energiepreise erhöhten sich um 24,1 Prozent, und die Regierung senkte ihre Wachstumsprognose für das Jahr von 0,7 auf 0,5 Prozent.

ChatGPT als Anlageberater: Qualität hängt von den Fragen ab

NDR.de beschäftigt sich mit der Frage, ob ChatGPT als Anlageberater taugt. Der Beitrag kommt zu dem Ergebnis, dass künstliche Intelligenz brauchbare Finanztipps liefern kann, die Qualität der Antworten jedoch davon abhängt, wie Anleger ihre Fragen formulieren.

Damit ist die Nutzung von ChatGPT für Geldanlagefragen nicht automatisch mit einer verlässlichen Beratung gleichzusetzen. Eine wichtige Rolle spielt außerdem ein weiteres Risiko: die möglichen wirtschaftlichen Interessen der Anbieter von KI-Systemen.

Der Beitrag ist dem Themenbereich Geldanlage zugeordnet. Konkrete Anlageprodukte, Renditen oder weitere Kennzahlen nennt der bereitgestellte Quelltext nicht.

Zusammenfassung: ChatGPT kann laut NDR.de bei Finanzfragen hilfreich sein, ersetzt aber keine automatisch verlässliche Anlageberatung. Entscheidend sind die Qualität der Fragen und der kritische Umgang mit möglichen Interessen der KI-Anbieter.

Quellen: