Vertrieb im Wandel: DAT, Otto, Farizon und Unilever stellen sich neu auf
Autor: Provimedia GmbH
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Kategorie: News and Updates
Zusammenfassung: DAT ordnet ihre Führung neu, Otto erweitert sein Angebot um digitale Produkte, Farizon startet mit elektrischen Transportern in Deutschland und Tim Kaiser kehrt zur DZ BANK zurück.
DAT ordnet die Geschäftsführung neu
Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) setzt ihre langfristig vorbereitete Nachfolgeregelung fort. Oliver Hille hat Anfang September seine Tätigkeit als neuer kaufmännischer Geschäftsführer aufgenommen, während Thilo Wagner ab Oktober die Sprecherrolle innerhalb der Geschäftsführung übernimmt.
Wie autohaus.de berichtet, startete Hille mit Wirkung zum 1. September 2026 als Chief Financial Officer (CFO). Der Verwaltungsrat hatte ihn bereits Anfang Juli zum kaufmännischen Geschäftsführer bestellt. Die Übergabe seiner Verantwortungsbereiche soll in den kommenden Monaten gemeinsam mit Jens Nietzschmann erfolgen, der Ende September seine Regelaltersgrenze erreicht.
Für Nietzschmann endet am 30. September die operative Tätigkeit bei der DAT. Er war insgesamt 31 Jahre für das Unternehmen tätig und bleibt der Organisation bis Ende 2027 als Berater erhalten.
Auch die Vertriebsverantwortung wird neu gebündelt. Helmut Eifert, der seit Januar 2026 die Vertriebsaktivitäten in Deutschland verantwortet, fungiert nun als Chief Sales Officer (CSO) für den weltweiten Gesamtvertrieb. Damit führt die DAT die nationalen und internationalen Vertriebsaktivitäten unter einer einheitlichen Leitung zusammen.
Zum 1. Oktober übernimmt Thilo Wagner, bislang DAT-Geschäftsführer Produkte, die Sprecherrolle der Geschäftsführung. Der Gesellschafterausschuss, der ihn ernannte, setzt sich aus Vertretern des Bundesinnungsverbands des Kraftfahrzeughandwerks (BIV), des Verbands der Automobilindustrie (VDA), des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) sowie des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zusammen.
„Den Gesellschaftern der DAT und damit der gesamten automobilen Wirtschaft ist es wichtig, dass innerhalb der DAT Geschäftsführung in einer solchen Phase des Übergangs Kontinuität, Qualität und Neutralität gewährleistet sind. Dies konnten wir mit den von uns getroffenen Entscheidungen sicherstellen“, wird Imelda Labbé, Vorsitzende des DAT Verwaltungsrates, von autohaus.de zitiert.
Labbé würdigte außerdem die langjährige Arbeit von Nietzschmann. Er sei seit über drei Jahrzehnten ein Markenbotschafter und habe die DAT nach außen und innen vertreten.
Infobox: Oliver Hille ist seit dem 1. September 2026 CFO. Thilo Wagner übernimmt ab dem 1. Oktober die Sprecherrolle. Jens Nietzschmann beendet am 30. September seine operative Tätigkeit und bleibt bis Ende 2027 als Berater tätig.
Otto erschließt den Vertrieb digitaler Produkte
Otto baut nach Angaben von DNV Online ein neues Geschäftsfeld für digitale Produkte auf. Videospiele sind demnach bereits ohne physische Datenträger erhältlich, weitere digitale Produkte sind in Planung.
Der Bericht steht nur angemeldeten Abonnenten von DNV Online zur Verfügung. In der veröffentlichten Zusammenfassung wird der Aufbau eines Vertriebs für digitale Produkte als Erweiterung des bisherigen Geschäftsmodells beschrieben.
Der Schritt verbindet den Vertrieb über die bestehende Handelsplattform mit Produkten, die nicht mehr in physischer Form ausgeliefert werden. Als erstes Beispiel nennt DNV Online Videospiele ohne physische Datenträger.
Infobox: Otto baut einen Vertrieb für digitale Produkte auf. Videospiele sind bereits ohne physische Datenträger erhältlich; weitere digitale Produkte sind geplant.
Farizon startet in Deutschland mit Endeavour Mobility
Die chinesische Nutzfahrzeugmarke Farizon ist nach ihrem Auftritt auf der IAA Transportation in Hannover offiziell in Deutschland gestartet. Für den Vertriebsaufbau arbeitet die Marke des Geely-Konzerns mit der Endeavour Mobility GmbH in München zusammen, wie VISION mobility berichtet.
Zum Marktstart sind der Farizon V7E und der Farizon SV als elektrische Transportermodelle verfügbar. Die Fahrzeuge sollen niedrige Gesamtbetriebskosten, eine hohe Nutzlast, Digitaltechnik und kurze Lieferzeiten bieten. Die ebenfalls auf der IAA präsentierte vollelektrische Sattelzugmaschine Homtruck ist zum Start noch nicht verfügbar.
Endeavour richtet sich an Flottenbetreiber, die unter Kostendruck und wachsenden regulatorischen Anforderungen stehen. Genannt werden unter anderem EU-Flottengrenzwerte und die CSRD-Berichtspflicht. Der Anbieter will mit planbaren Gesamtkosten positionieren.
Nach Unternehmensangaben kann der Umstieg auf elektrische Nutzfahrzeuge bis zu 50 Prozent der Betriebskosten einsparen. Jörg Hofmann, Gründer von Endeavour Mobility, hebt außerdem den Hol- und Bringservice hervor, mit dem Flottenbetreiber von organisatorischen Aufgaben rund um die Fahrzeugwartung entlastet werden sollen.
„Mit der Marktmacht von Geely und der Erfahrung von Farizon aus über 500.000 verkauften Nutzfahrzeugen bringen wir eine erprobte Lösung zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis nach Deutschland“, erklärt Jörg Hofmann laut VISION mobility.
Hinter Endeavour steht die Geely Holding Group, zu der Volvo, Polestar, Lotus, Zeekr und Lynk & Co gehören. Geely erzielte 2025 rund 50 Milliarden US-Dollar Umsatz und peilt 2026 einen globalen Absatz von 3,45 Millionen Fahrzeugen an.
Farizon gibt an, bereits über 500.000 elektrische Nutzfahrzeuge weltweit verkauft zu haben. Die Fahrzeuge werden mit Partnern wie Bosch und ZF entwickelt. Bis 2030 soll die Jahresproduktion auf eine Million steigen.
Der V7E ist als kompakter Transporter für den urbanen Verteilerverkehr vorgesehen. Er wird mit zwei Batterievarianten angeboten und erreicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 330 Kilometern, im Stadtverkehr bis zu 475 Kilometer.
Der breitere SV soll mit höherer Nutzlast, größerem Laderaumvolumen und mehreren Aufbauvarianten unterschiedliche Transportprofile abdecken. Beide Modelle basieren auf einer eigenen Elektro-Plattform mit Drive-by-Wire-Technologie.
| Modell beziehungsweise Angebot | Angaben |
|---|---|
| Farizon V7E | WLTP-Reichweite bis zu 330 Kilometern; im Stadtverkehr bis zu 475 Kilometer |
| Fahrzeugabonnements | Laufzeit ab drei Monaten |
| Betriebskosteneinsparung | Bis zu 50 Prozent gegenüber Diesel, nach Unternehmensangaben |
| Farizon weltweit | Über 500.000 verkaufte elektrische Nutzfahrzeuge |
| Geely-Umsatz 2025 | Rund 50 Milliarden US-Dollar |
| Geely-Absatzziel 2026 | 3,45 Millionen Fahrzeuge |
| Farizon-Produktionsziel 2030 | Eine Million Fahrzeuge pro Jahr |
Für einen kapitalschonenden Einstieg bietet Endeavour Fahrzeugabonnements ab drei Monaten Laufzeit an. Das Angebot soll Testphasen ermöglichen, ohne ein hohes Investitionsrisiko einzugehen. Ergänzend ist ein Ökosystem aus Fahrzeug, flexiblem Abonnement und Ladeinfrastruktur über Partnerunternehmen vorgesehen.
Auch beim Service will Endeavour den Aufwand für Flottenbetreiber reduzieren. Die Fahrzeuge werden direkt beim Kunden abgeholt und nach den Arbeiten zurückgebracht. Für die Dauer der Arbeiten soll ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug bereitgestellt werden.
Die ersten mittelständischen Handwerksunternehmen in Bayern testen den Farizon V7E laut Bericht bereits in ihren Fuhrparks. Im September 2026 präsentierte sich die Geely-Marke gemeinsam mit ihrem Vertriebspartner auf der IAA Transportation in Hannover.
Infobox: Farizon startet mit dem V7E und dem SV in Deutschland. Vertriebspartner ist Endeavour Mobility. Der V7E bietet eine WLTP-Reichweite von bis zu 330 Kilometern und im Stadtverkehr bis zu 475 Kilometer; Abonnements sind ab drei Monaten Laufzeit erhältlich.
Tim Kaiser übernimmt internationalen Fixed-Income-Vertrieb der DZ BANK
Tim Kaiser kehrt nach acht Jahren beim japanischen Finanzkonzern Mizuho zu seinem früheren Arbeitgeber DZ BANK zurück. Seit Anfang September ist er als Head of International Institutional Sales und Managing Director tätig, berichtet das private banking magazin.
In seiner neuen Funktion verantwortet Kaiser den internationalen Fixed-Income-Vertrieb außerhalb der DACH-Region. Er berichtet an Theo Brockmann, Global Head Capital Markets Institutional and Corporate Clients.
Kaiser begann 2012 als Trainee bei der DZ BANK. Anschließend arbeitete er als Vice President im institutionellen Wertpapiervertrieb für Deutschland und die Schweiz.
2018 wechselte er zu Mizuho. Dort war er zunächst als Director für den Kreditverkauf in Deutschland und Österreich tätig. Danach übernahm er die Funktionen als Head of North Europe Sales und zuletzt als Head of Sales and Trading für Europa mit Schwerpunkt auf Credit, Rates und Aktien.
Bei der DZ BANK soll Kaiser das Kapitalmarktgeschäft mit institutionellen Kunden ausbauen. Der Schwerpunkt liegt auf europäischen Kernmärkten sowie auf den Standorten Hongkong und Singapur.
Die Bank besetzte die Abteilung in den vergangenen Wochen mit neuen Positionen für Frankreich, Großbritannien und Osteuropa. Für Asien beruft die DZ BANK Denis Resovac als Gruppenleiter und Head of Asia Sales. Resovac kommt von Aviva Investors.
Für den Ausbau setzt die DZ BANK auf moderne Handelsplattformen, datenbasierte Vertriebsansätze sowie eine engere Verzahnung von Handel und Vertrieb. Damit soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Neue Funktion | Head of International Institutional Sales und Managing Director |
| Verantwortungsbereich | Internationaler Fixed-Income-Vertrieb außerhalb der DACH-Region |
| Beginn bei der DZ BANK | 2012 als Trainee |
| Wechsel zu Mizuho | 2018 |
| Asien-Verantwortung | Denis Resovac als Gruppenleiter und Head of Asia Sales |
Infobox: Tim Kaiser verantwortet bei der DZ BANK den internationalen Fixed-Income-Vertrieb außerhalb der DACH-Region. Sein Aufgabenbereich umfasst den Ausbau des institutionellen Kapitalmarktgeschäfts mit Schwerpunkt auf europäischen Kernmärkten sowie Hongkong und Singapur.
Unilever stellt den Vertrieb neu auf
Unilever ordnet seinen Vertrieb nach dem Wechsel an der Spitze des Lebensmittel-Vertriebs weiter neu. Nun steht auch der Sales Director für die Körperpflege- und Putzmittelsparte fest, berichtet die Lebensmittel Zeitung.
Die Personalentscheidung steht dem Bericht zufolge im Zusammenhang mit der geplanten Trennung der Sparten für den McCormick-Deal. Damit bereitet sich der Konzern organisatorisch weiter auf die Aufteilung der Geschäftsbereiche vor.
Die Meldung nennt den Sales Director für die Körperpflege- und Putzmittelsparte als weiteren Baustein der neuen Vertriebsstruktur. Weitere Einzelheiten waren in der zugänglichen Quelle nicht enthalten.
Infobox: Unilever besetzt den Sales Director für die Körperpflege- und Putzmittelsparte. Die Neuaufstellung folgt auf den Wechsel an der Spitze des Lebensmittel-Vertriebs und steht im Zusammenhang mit der Trennung der Sparten für den McCormick-Deal.
Vietnam fördert KI im Geschäft, Vertrieb und Kundenservice
Der Einsatz künstlicher Intelligenz entwickelt sich in der vietnamesischen Provinz zu einem Instrument für Familienbetriebe, Genossenschaften, kleine und mittlere Unternehmen sowie Einzelhandels- und Dienstleistungsketten. Ziel ist es, Managementeffizienz, Geschäftsabläufe und Kundenservice zu verbessern, berichtet Vietnam.vn.
Die Anwendung von KI soll außerdem zur Standardisierung des Finanz- und Steuerwesens beitragen, die digitale Transformation fördern und eine Grundlage für die schrittweise Entwicklung von Familienbetrieben zu größeren Unternehmen schaffen.
Als Beispiel nennt der Bericht das Long Chau Pharmacy and Vaccination System. Das Unternehmen verfügt über ein Netzwerk von über 2.700 Apotheken und fast 240 Impfzentren in insgesamt 34 Provinzen sowie über mehr als 50 Apotheken und Impfzentren, die dem Long Chau Apotheken- und Impfsystem angehören.
Long Chau setzt KI, maschinelles Lernen und Daten in den Betriebsabläufen, im Geschäft und in der Kundenbetreuung ein. Dazu gehört die Analyse der Medikamentennachfrage nach Region, Krankheitsgruppe und Jahreszeit sowie die Optimierung der Produktstruktur in jeder Apotheke.
„Long Chaus Ziel ist es, gute Produkte und bequeme Dienstleistungen anzubieten, basierend auf dem Prinzip: das richtige Medikament, zur richtigen Zeit, für die richtige Person und am richtigen Ort“, erklärt Ngo Quoc Bao, Senior Director des Long Chau Apotheken- und Impfsystems, laut Vietnam.vn.
Statt Waren nach einem einheitlichen Modell zu verteilen, soll das System die Nachfrage prognostizieren und die Versorgung an die spezifischen Gesundheitsbedürfnisse der jeweiligen Region anpassen. Zusätzlich analysiert Long Chau Kundenbedürfnisse, Nutzungsverhalten und Feedback, um Produkte und Dienstleistungen weiterzuentwickeln.
Die digitale Plattform wird fortlaufend um Funktionen ergänzt, die sich an realen Bedürfnissen und Schwierigkeiten im Gesundheitswesen orientieren. Die Anwendungen reichen von der Informationssuche über Beratungen und Medikamentenkäufe bis zur Nutzungsüberwachung.
Für den Kundenservice verbindet Long Chau die eigene App mit Online-Plattformen, Zalo und dem Apothekerteam in den Apotheken. Technologie wird außerdem eingesetzt, um Prozesse in Echtzeit zu standardisieren und zu steuern, darunter Bestandsverwaltung, Inventur und die Optimierung der Bedienzeiten in Apotheken.
Parallel dazu startet das Ministerium für Wissenschaft und Technologie gemeinsam mit dem Finanzamt Thanh Hoa, der MISA Joint Stock Company sowie den Volkskomitees der Gemeinden und Stadtteile ein Unterstützungsprogramm. Es richtet sich an Geschäftshaushalte, Genossenschaften, KMU sowie Einzelhandels- und Dienstleistungsketten.
Das Programm soll mindestens ein integriertes KI-Toolset für Geschäftsabläufe, Finanzmanagement, Vertrieb und Kundenservice einsetzen. Zusätzlich sind Schulungen, Beratungen und Anleitungen zur Nutzung von KI-Tools vorgesehen, sowohl persönlich als auch online.
| Programmziel | Angabe |
|---|---|
| Unterstützte Unternehmen, Genossenschaften und KMU | Mindestens 3.000 |
| Unterstützte große Einzelhandels- und Dienstleistungsketten | Mindestens 5 |
| Zugang zu digitalen Tools | Alle Gewerbebetriebe mit einem Jahresumsatz von über 1 Milliarde VND |
| Bereits unterstützte Gewerbebetriebe, Genossenschaften und KMU | Über 1.480 |
| Long-Chau-Netzwerk | Über 2.700 Apotheken und fast 240 Impfzentren in insgesamt 34 Provinzen |
Das Programm soll außerdem allen Gewerbebetrieben mit einem Jahresumsatz von über 1 Milliarde VND den Zugang zu digitalen Werkzeugen ermöglichen. Damit sollen elektronische Kassenrechnungen gefördert, Steuern transparent deklariert und die Betriebe schrittweise zu Unternehmen entwickelt werden.
Bislang haben laut Vietnam.vn über 1.480 Gewerbebetriebe, Genossenschaften und KMU in der Provinz Unterstützung erhalten. Die Integration von KI und digitalen Werkzeugen soll neben Effizienzsteigerungen in Management, Vertrieb und Kundenservice auch moderne Managementmethoden fördern.
Infobox: Das vietnamesische Unterstützungsprogramm richtet sich an Geschäftshaushalte, Genossenschaften, KMU sowie Einzelhandels- und Dienstleistungsketten. Vorgesehen sind mindestens 3.000 geschulte Unternehmen, mindestens 5 unterstützte große Ketten und digitale Tools für Gewerbebetriebe mit einem Jahresumsatz von über 1 Milliarde VND.
Quellen:
- DAT baut Führung um: Finanzen, Sprecherrolle und Vertrieb neu besetzt
- Otto baut Vertrieb für digitale Produkte auf
- Farizon startet in Deutschland und setzt auf Endeavour Mobility für Vertrieb
- Tim Kaiser übernimmt Verantwortung im institutionellen Vertrieb der DZ BANK
- Management: Unilever stellt den Vertrieb neu auf
- Anwendung künstlicher Intelligenz in Wirtschaft und Vertrieb.