Vertrieb im Wandel: Grüüün, Ems-Grivory, Luftfahrt und Healthineers im Fokus

Autor: Provimedia GmbH

Veröffentlicht:

Kategorie: News and Updates

Zusammenfassung: Grüüün beendet den Stromvertrieb, während evm betroffene Kunden absichert; zudem erweitern Unternehmen Vertriebsfelder und verändern ihre Angebote.

Stromversorger Grüüün beendet Vertrieb – EVM übernimmt Ersatzversorgung

Der Stromanbieter Grüüün will seinen bundesweiten Vertrieb zum 31. Oktober einstellen. Nach Angaben des WW-Kurier sind rund 200.000 Kunden von dem angekündigten Rückzug betroffen.

Kunden, die bis zum 31. Oktober keinen neuen Liefervertrag abgeschlossen haben, müssen dem Bericht zufolge keine Unterbrechung der Stromversorgung befürchten. In den Gebieten, in denen die Energieversorgung Mittelrhein (evm) Grundversorger ist, übernimmt sie automatisch die gesetzliche Ersatzversorgung.

Die Ersatzversorgung greift, wenn der bisherige Anbieter ausfällt. Eine Trennung vom Stromnetz ist laut Quelle nicht vorgesehen, auch wenn betroffene Kunden bis zum genannten Termin keinen neuen Liefervertrag abschließen.

Der WW-Kurier verweist auf vergleichbare Fälle aus der Energiepreiskrise 2021 und 2022. Nach dem Lieferstopp des Stromdiscounters Stromio kamen rund 4.500 Haushalte im Grundversorgungsgebiet der EVM kurzfristig in die Ersatzversorgung.

Infobox – wichtigste Erkenntnis: Die Stromversorgung betroffener Grüüün-Kunden bleibt bestehen. In den Grundversorgungsgebieten der evm läuft die Belieferung automatisch über die Ersatzversorgung weiter.

Ems-Grivory erweitert Vertrieb mit Erteco nach Polen

Der Distributeur Erteco Rubber & Plastics übernimmt für Ems-Grivory zusätzlich den Vertrieb in Polen. Das berichtet KunststoffWeb. Erteco ist bislang für die Vermarktung von Materialien der Produktreihen „Grilon“, „Grivory“ und „Grilamid“ in Skandinavien und im Baltikum zuständig.

Ems-Grivory ist die Spezialitäten-Einheit des Polyamid-Compoundeurs Ems-Chemie mit Sitz in Domat in der Schweiz. Mit der Erweiterung auf Polen wird das Vertriebsgebiet des schwedischen Distributors über die bisherigen Märkte hinaus ausgedehnt.

Erteco vertreibt nach Angaben der Quelle für verschiedene Erzeuger ein breites Portfolio. Der Schwerpunkt liegt auf technischen Thermoplasten; außerdem gehören einige Polyolefin-Materialien zum Angebot.

Darüber hinaus hat Erteco seine Aktivitäten bei Masterbatches und Additiven verstärkt. Seit Jahresbeginn 2026 bestehen Vereinbarungen für den Vertrieb von Cabot-Schwarzmasterbatches und Weißmasterbatches von Tosaf.

UnternehmenErteco Rubber & Plastics
SitzStockholm, Schweden
Bisherige VertriebsregionenSkandinavien und Baltikum
Neues VertriebsgebietPolen
Mitarbeiter40
Zuletzt erzielter Umsatzumgerechnet rund 85 Mio EUR
Weitere VereinbarungenCabot-Schwarzmasterbatches und Weißmasterbatches von Tosaf seit Jahresbeginn 2026

Infobox – wichtigste Erkenntnis: Erteco erweitert den Vertrieb von Ems-Grivory-Materialien von Skandinavien und dem Baltikum auf Polen. Das Unternehmen beschäftigt 40 Mitarbeiter und erzielte zuletzt umgerechnet rund 85 Mio EUR Umsatz.

Luftverkehr: Regionalverbindungen, KLM-A350 und Deutschlands internationale Anbindung

Im wöchentlichen Vertriebs-Briefing berichtet airliners.de über mehrere Themen aus Luftverkehrs-Marketing und Vertrieb. Im Mittelpunkt stehen Forderungen des Regionalairline-Verbands ERAA nach besserem Schutz für Europas Regionalverbindungen und fairen Bedingungen im Ticketvertrieb.

Weitere Schwerpunkte sind der Einsatz der ersten A350 von KLM zunächst ohne nutzbare Business Class sowie eine von BDL und DLR beschriebene schleichende Abkopplung Deutschlands vom internationalen Luftverkehr. Nach Darstellung der Quelle treffen dabei regionale Anbindung, neue Kabinenprodukte und digitale Vertriebskanäle auf unterschiedliche Herausforderungen.

Das Briefing hebt hervor, dass zwischen Kundenversprechen und einem tatsächlich vermarktbaren Produkt Hürden bestehen können. Als Beispiele nennt airliners.de die regionalen Verbindungen in Europa, die Ausstattung der KLM-A350 und die Entwicklung der internationalen Luftverkehrsanbindung Deutschlands.

Infobox – wichtigste Erkenntnis: Der Luftverkehr steht laut airliners.de vor vertrieblichen und infrastrukturellen Herausforderungen. Betroffen sind regionale Anbindungen, Kabinenprodukte und die internationale Vernetzung Deutschlands.

Siemens Healthineers beendet Vertrieb von Ultraschallsystemen für allgemeine Bildgebung

Siemens Healthineers stellt den Vertrieb von Ultraschallsystemen für die allgemeine Bildgebung zum 12. Oktober 2026 ein. Das berichtet Finanzen.net unter Berufung auf Unternehmensangaben.

Als Grund nennt das Unternehmen eine künftige Ausrichtung des Ultraschallgeschäfts auf Zukunftstechnologien für die interventionelle Bildgebung und bildgeführte Therapien. Der Fokus soll dabei auf kardiovaskulären Interventionen, intrakardialer Echokardiographie (ICE) sowie Software und Künstlicher Intelligenz liegen.

Spezialisierte Lösungen für den interventionellen Bereich bleiben laut Healthineers Bestandteil des Portfolios. Dazu zählen die Plattform Acuson Origin, das P500-System, Freestyle und entsprechende Katheter.

Für Bestandskunden aus der allgemeinen Bildgebung sichert Siemens Healthineers den vollständigen Service über den gesamten Produktlebenszyklus zu. Damit soll die Betreuung bereits installierter Systeme trotz des eingestellten Vertriebs fortgeführt werden.

Ende des Vertriebs für Ultraschallsysteme der allgemeinen Bildgebung12. Oktober 2026
Genannte ZukunftsfelderInterventionelle Bildgebung und bildgeführte Therapien
Weitere SchwerpunkteKardiovaskuläre Interventionen, ICE, Software und Künstliche Intelligenz
Zeitweise genannter XETRA-Kurs39,51 Euro
Zeitweise genannte Veränderung0,95 Prozent höher

Die Siemens-Healthineers-Aktie notierte im XETRA-Handel zeitweise 0,95 Prozent höher bei 39,51 Euro. Die Kursangabe wurde von Finanzen.net in der Meldung zur Vertriebsentscheidung genannt.

Infobox – wichtigste Erkenntnis: Siemens Healthineers beendet zum 12. Oktober 2026 den Vertrieb von Ultraschallsystemen für die allgemeine Bildgebung. Interventionelle Lösungen bleiben im Portfolio, während Bestandskunden weiterhin über den gesamten Produktlebenszyklus betreut werden.

Elvira Karahasanovic: Vom Vertrieb über Fashion und Sport zur Agenturbetreuung

Börse Express berichtet in der Podcast-Episode „Börsepeople im Podcast S26/14: Elvira Karahasanovic (Upd.1)“ über den beruflichen, sportlichen und persönlichen Weg von Elvira Karahasanovic. Die Folge ist der 14. Gast der Season 26 und wird von der Time2Act Group Österreich präsentiert.

Karahasanovic, die meist „Lira“ genannt wird, war bereits in der Weihnachtsfolge 2024 zu Gast. Host Christian Drastil erinnert an die erste Begegnung, die unter anderem über LinkedIn und Modelbilder als Gesicht einer Bank entstand. Daraus entwickelten sich eine Folge für das Börse Social Magazine und ein Telefon-Podcast.

In der Vorstellung werden verschiedene Stationen und Tätigkeiten genannt. Dazu gehören Bankerin, ISO-zertifizierter Coach, Fitnesstrainerin und Model sowie ihre Tätigkeit als Vertrieblerin. Außerdem werden ihre bosnischen Wurzeln und ihre Verbindung zu Innsbruck und Tirol erwähnt.

Nach der ersten Podcast-Begegnung seien Karahasanovic und Drastil nach eigener Aussage Freunde geworden. Gemeinsam nahmen sie einen Song auf, dessen Thema „Jetzt sind wir Freunde“ lautet. Der Ausdruck wird im Beitrag außerdem mit „Kollegen“ auf Tirolerisch und „Haberer“ auf Wienerisch verbunden.

Zum Zeitpunkt der Weihnachtsfolge 2024 befand sich Karahasanovic nach eigener Darstellung in einem Veränderungsprozess. Sie überlegte, sich selbstständig zu machen oder wieder für ein Unternehmen zu arbeiten, und beschrieb ihre Kreativität sowie ihre vielen Ideen als mögliche Herausforderung im Verhältnis zu manchen Arbeitgebern.

Inzwischen sieht sie laut Börse Express eine „gute Mitte“ gefunden. Seit August des Vorjahres arbeitet sie bei der Uniqa als Agenturbetreuerin und unterstützt Agenturen, Selbstständige, Geschäftsführer und deren Teams.

Die Tätigkeit beschreibt sie als sehr hart, aber leidenschaftlich ausgeübt. Der Beruf biete einen Rahmen mit festen Meetings und Terminen, zugleich aber viel Freiheit bei der Selbstorganisation. Karahasanovic sagt laut Bericht, sie arbeite am besten, wenn man sie „machen lässt“, und bezeichnet sich selbst als Workaholic.

Der Rollenwechsel hat für sie auch eine Reifekomponente. Während sie früher selbst Awards und Pokale gewann und mehrfach auf Bühnen stand, besteht ihr Ziel heute darin, ihre Agenturen auf die Bühne zu bringen und sie beim Erfolg zu unterstützen.

„Jetzt sind wir Freunde“

Infobox – wichtigste Erkenntnis: Elvira Karahasanovic verbindet Erfahrungen aus Vertrieb, Banken, Sport, Coaching und Fashion mit ihrer aktuellen Aufgabe als Agenturbetreuerin bei der Uniqa. Im Podcast spricht sie über Veränderung, Selbstorganisation, Kreativität und den Perspektivwechsel von der eigenen Bühnenrolle zur Unterstützung anderer.

Quellen: