Vertrieb im Wandel: Signale, Digitalisierung und neue Risiken prägen Märkte

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: News and Updates

Zusammenfassung: Der Artikel beleuchtet MedTech-Chancen durch Frühindikatoren, neue Pulpex-Faserflaschen, steigende B2B-Serviceerwartungen sowie Bafin-Forderungen beim ELTIF-Vertrieb.

MedTech-Vertrieb: Geschäftschancen durch frühe Signale erkennen

Neue Klinikprojekte, Modernisierungen, Investitionen und Beschaffungsvorhaben können laut openPR.de frühzeitig auf mögliche Geschäftschancen für Unternehmen aus Medizintechnik und Healthcare hinweisen. Die Plattform GetNexSignal sucht gezielt nach solchen öffentlich verfügbaren Signalen und verbindet Zielmarkt, Region, Unternehmenstyp und relevantes Geschäftssignal.

Im Mittelpunkt steht nicht allein die Suche nach Krankenhäusern, Kliniken, Praxen oder Pflegeeinrichtungen. GetNexSignal beobachtet Veränderungen wie Neubauten, Erweiterungen, Modernisierungen von Krankenhausabteilungen, neue medizinische Versorgungszentren, Investitionen in Diagnostik und Medizintechnik, neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie die Digitalisierung medizinischer Einrichtungen.

Auch angekündigte Investitionsprogramme, öffentlich erkennbare Beschaffungsprojekte, Ausschreibungen und Projektankündigungen können für den Vertrieb relevant sein. Ein Signal bedeute zwar nicht automatisch, dass eine Beschaffung bevorsteht, könne aber einen konkreten Anlass liefern, eine mögliche Geschäftschance genauer zu prüfen.

Die Plattform soll Vertriebsmitarbeiter nicht ersetzen, sondern ihnen helfen, schneller zu erkennen, wo eine persönliche Kontaktaufnahme besonders interessant sein könnte. Statt allgemeiner Produktansprachen soll der Vertrieb mit Bezug auf aktuelle Entwicklungen beim potenziellen Kunden kommunizieren.

„Wir haben gesehen, dass Sie derzeit Ihre diagnostischen Kapazitäten erweitern …“

Nach Darstellung von openPR.de kann dieser konkrete Kontext insbesondere bei beratungsintensiven B2B-Produkten hilfreich sein. GetNexSignal soll zudem einen Teil der manuellen Recherche in Krankenhausmeldungen, Unternehmensseiten, Presseportalen, Investitionsmeldungen, Projektinformationen und Ausschreibungen automatisieren.

Der Opportunity Radar richtet sich nicht ausschließlich auf Kliniken und medizinische Einrichtungen. Auch neue Standorte, Kooperationen, Produktionsausweitungen, Forschungsprojekte oder Investitionen bei Herstellern, Distributoren, Laboren und Forschungseinrichtungen können je nach Geschäftsmodell relevante Geschäftssignale erzeugen.

Infobox: Quelle: openPR.de. Thema: GetNexSignal Opportunity Radar für Healthcare und MedTech. Genannte Signale: Klinikneubauten, Modernisierungen, Investitionen, Ausschreibungen und Projektankündigungen.

Papierflaschen von Pulpex in Deutschland verfügbar

Der Vertrieb der Faserflaschen des britischen Verpackungstechnologie-Anbieters Pulpex ist laut EUWID Verpackung auf dem deutschen Markt gestartet. Die Kooperation zwischen Pulpex und der Schweizer Perlen Industrieholding war im März dieses Jahres besiegelt worden.

Aktuell sind demnach die Standardgrößen 300, 500 und 750 ml verfügbar. Weitere Größen seien geplant und sollen das Spektrum künftig auf 200 bis 1.000 ml erweitern.

AngabeWert
Aktuell verfügbare Standardgrößen300, 500 und 750 ml
Künftig geplantes Spektrum200 bis 1.000 ml
Geprüfter Produktionsstart am Standort Perlenab Ende 2027

Perlen Papier prüft außerdem, die Flaschen ab Ende 2027 am Standort Perlen im Schweizer Kanton Luzern zu produzieren. Für Kunden in Deutschland könnte dadurch künftig eine geografisch nahe Produktionsquelle entstehen.

Die Faserflasche sei nach Angaben des Unternehmens nicht das einzige neue Verpackungsprodukt, in das Perlen Papier investiere. Weitere Einzelheiten sind im vorliegenden Inhalt von EUWID Verpackung nicht enthalten.

Infobox: Quelle: EUWID Verpackung. Die Pulpex-Faserflaschen sind in Deutschland in den Größen 300, 500 und 750 ml verfügbar. Eine Produktion in Perlen wird ab Ende 2027 geprüft.

B2B-Kunden erwarten schnellere und individuellere Unterstützung

Die Erwartungen an den B2B-Vertrieb steigen. Das berichtet diyonline.de unter Berufung auf das aktuelle B2Best-Barometer des ECC Köln, das gemeinsam mit der Digitalagentur Synaigy und Intershop entstanden ist.

74 Prozent der 200 befragten B2B-Unternehmen schätzen das Risiko als hoch ein, Kundinnen und Kunden zu verlieren, wenn Anfragen nicht am selben Tag beantwortet werden. 77 Prozent sind der Ansicht, dass sich die Erwartungen an schnelle Reaktionszeiten durch Künstliche Intelligenz deutlich erhöht haben.

Gleichzeitig bleibt die persönliche Beratung für 71 Prozent der B2B-Unternehmen unverzichtbar. Diese Unternehmen ergänzen die persönliche Beratung jedoch durch digitale und KI-gestützte Angebote.

ThemaAnteil
Verlust von Kunden bei nicht am selben Tag beantworteten Anfragen als hohes Risiko bewertet74 Prozent
Erwartungen an schnelle Reaktionszeiten durch KI deutlich erhöht77 Prozent
Persönliche Beratung als unverzichtbar bewertet71 Prozent
Mehr als 40 Prozent der Vertriebszeit für administrative und wiederkehrende Aufgaben39 Prozent
Davon mehr als 60 Prozent der Vertriebszeit8 Prozent

Rund vier von zehn B2B-Unternehmen verwenden mehr als 40 Prozent ihrer Vertriebszeit für administrative und wiederkehrende Aufgaben. Als größte Bremsen gelten der hohe manuelle Aufwand bei der Angebots- und Auftragserfassung mit 39 Prozent, fehlende Verknüpfungen zwischen Vertrieb, Onlineshop sowie ERP- und CRM-Systemen mit 34 Prozent und komplexe interne Abstimmungsprozesse mit 33 Prozent.

Beim digitalen Self-Service verfügen 56 Prozent der Großhändler und Hersteller bislang lediglich über Basisfunktionen wie einfache Bestellmöglichkeiten. Ein Drittel setzt auf umfassende Self-Service-Angebote.

Als besonders großes Potenzial digitaler Services nennen die befragten Unternehmen Produktinformationen und Verfügbarkeiten mit 46 Prozent, den Abruf von Auftrags- und Lieferstatus in Echtzeit mit 42 Prozent sowie Angebote und Preise mit 40 Prozent.

Die aktuelle wirtschaftliche Situation bewerten 72 Prozent der Befragten als sehr gut oder gut. Gegenüber dem Vorquartal entspricht das einer leichten Verbesserung. Gleichzeitig sank der Anteil der Unternehmen, die ihre wirtschaftliche Lage als sehr gut bewerten, gegenüber dem ersten Quartal 2026 leicht von 20 auf 17 Prozent.

Infobox: Quelle: diyonline.de. 74 Prozent sehen ein hohes Kundenverlustrisiko bei verspäteten Antworten, 77 Prozent höhere Erwartungen durch KI und 71 Prozent eine weiterhin unverzichtbare persönliche Beratung.

Bafin fordert bessere Aufklärung beim Vertrieb von ELTIFs

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nimmt den Vertrieb europäischer Langfristfonds, kurz ELTIFs, stärker in den Blick. Wie procontra berichtet, fordert Bafin-Präsident Mark Branson eine bessere Verbraucher-Aufklärung über die Eigenschaften und Risiken dieser Anlageprodukte.

Im Mittelpunkt steht die Illiquidität der Fonds. ELTIFs investieren unter anderem in Infrastrukturprojekte und Private Equity, weshalb Anleger ihr Geld häufig nicht vorzeitig abziehen können.

„Es muss sich in der Zukunft bei Produkten für Retail-Anleger, die in illiquide Assets investieren, etwas ändern“

Die Finanzaufsicht sieht ein Missverhältnis zwischen den Eigenschaften der ELTIFs und dem Kenntnisstand privater Investoren. Deshalb beobachte die Aufsicht den Vertrieb der Produkte genau und wolle gegen unangemessene Vermarktung, Werbung oder Platzierung vorgehen.

„Aber wir müssen dafür sorgen, dass es am Markt keine gesetzeswidrigen Angebote und kein irreführendes Marketing gibt“

Branson schlägt außerdem ein zusätzliches Malus für Illiquidität bei der Bewertung von ELTIFs vor. Dies könne Anlegerinnen und Anlegern helfen, das Risiko dieser Geldanlageform besser einzuschätzen.

Seit dem Wegfall verschiedener Restriktionen Anfang 2024, darunter der Mindestanlagesumme von 10.000 Euro, sind ELTIFs für Kleinanleger und damit für den breiten Vertrieb unter Privatpersonen interessanter geworden. Experten weisen laut procontra zugleich darauf hin, dass die Produkte weder leicht verständlich noch ein einfaches Mitnahmegeschäft für Berater seien.

Infobox: Quelle: procontra. Die Bafin fordert bessere Aufklärung, beobachtet Vertrieb und Werbung und schlägt ein zusätzliches Malus für Illiquidität vor. Seit 2024 sind ELTIFs durch gelockerte Regeln für Kleinanleger zugänglicher.

Versicherbarkeit von Natur- und Cyberrisiken gerät unter Druck

Steigende Schäden durch Stürme, Starkregen und Cyberangriffe bringen die klassische Kalkulierbarkeit von Risiken an ihre Grenzen. Der Versicherungsbote berichtet über Einschätzungen von Justus Lücke, Geschäftsführer der Versicherungsforen Leipzig, wonach bei den Versicherungsprodukten selbst keine große Revolution zu erwarten sei, der Druck auf die Versicherbarkeit von Natur- und Cyberrisiken jedoch wachse.

Parametrische Versicherungen, bei denen ein Schaden anhand vordefinierter Messwerte statt einer klassischen Einzelprüfung reguliert wird, hätten Potenzial für sehr standardisierte Risiken. In Deutschland fehle dafür laut Lücke jedoch oft das Kundeninteresse.

„In den Grundzügen wird sich die Produktwelt nicht riesig verschieben.“

Bewegung erwartet Lücke vor allem bei digitalen Prozessen und einzelnen Nischenlösungen wie parametrischen Modellen. Besonders drängend sei die Versicherbarkeit von Naturgefahren.

Wie konkret die Entwicklung ist, zeigen Zahlen aus dem Artikel: Mehr als 1,5 Millionen Haushalte in von Waldbränden betroffenen Gebieten sind laut einer Mitteilung des California Department of Insurance von 2025 inzwischen auf den FAIR Plan angewiesen. Dieser gilt als staatlicher Versicherer der letzten Instanz.

AngabeWert
Naturgefahrenschäden in Deutschland 20252,6 Milliarden Euro
Naturgefahrenschäden im Vorjahr5,6 Milliarden Euro
Schaden eines Sturmtiefs Ende Mai 2025 bei R+V56 Millionen Euro
Anteil der Hagelschäden an Fahrzeugen, für die dieses Sturmtief verantwortlich warjeder dritte Hagelschaden
Haushalte auf den FAIR Plan in von Waldbränden betroffenen GebietenMehr als 1,5 Millionen

In Deutschland beliefen sich die Naturgefahrenschäden 2025 auf 2,6 Milliarden Euro, nach 5,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Ein einzelnes Sturmtief Ende Mai 2025 verursachte bei R+V einen Gesamtschaden von 56 Millionen Euro und war für jeden dritten Hagelschaden an Fahrzeugen der Kunden im gesamten Jahr verantwortlich.

Als mögliche Antwort wird eine staatliche Beteiligung diskutiert, etwa über einen staatlichen Rückversicherer für Risiken, die aus Gründen der Daseinsvorsorge versichert werden sollen, aber allein durch die Versicherungswirtschaft finanziell nicht plausibel getragen werden können. Ein Antrag der Linksfraktion für eine bundesweite Pflichtversicherung gegen Elementarschäden sollte im April 2026 im Bundestag zur Abstimmung stehen, wurde jedoch von der Tagesordnung abgesetzt.

Auch Cyberrisiken stellen Versicherer vor wachsende Herausforderungen. Laut Bitkom-Studie Wirtschaftsschutz von 2026 verursachten Cyberangriffe allein in der deutschen Wirtschaft einen Schaden von 160,4 bis 205,8 Milliarden Euro pro Jahr. Von den rund 1.000 befragten Unternehmen gaben 96 Prozent an, betroffen zu sein oder einen Angriff zumindest zu vermuten.

Infobox: Quelle: Versicherungsbote. Naturgefahrenschäden, konzentrierte Unwetterereignisse und Cyberangriffe erhöhen den Druck auf die Versicherbarkeit. Für Cyberangriffe nennt der Artikel einen jährlichen Schaden von 160,4 bis 205,8 Milliarden Euro und eine Betroffenheit oder einen Angriffsverdacht bei 96 Prozent der rund 1.000 befragten Unternehmen.

Weitere Meldung: Artikel zum „Forum Sales Excellence“ nicht nutzbar

Der von springerprofessional.de bereitgestellte Inhalt zum neuen Event „Forum Sales Excellence“ in Wien enthält lediglich den Hinweis, dass die Anfrage fehlgeschlagen ist. Konkrete Angaben zum Termin, zu Veranstaltern, Referenten oder Inhalten der Veranstaltung sind im vorliegenden Quelltext nicht enthalten.

Eine belastbare Berichterstattung über das Event ist deshalb auf Grundlage der gelieferten Quelle nicht möglich.

Infobox: Quelle: springerprofessional.de. Der bereitgestellte Inhalt enthält keine nutzbaren Informationen zum angekündigten Event.

Quellen: