Vertrieb im Wandel: Trends, Strategien und aktuelle Entwicklungen 2026
Autor: Provimedia GmbH
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Kategorie: News and Updates
Zusammenfassung: Der Pressespiegel beleuchtet Vertrieb in Augenoptik, Finanzwirtschaft, Tourismus und IT als entscheidenden Erfolgsfaktor und zeigt neue Mitarbeiter, Plattformen sowie kundenorientierte Methoden.
Vertrieb im Fokus: Pressespiegel zu aktuellen Entwicklungen
Brillengläser 2026: Erste Etappe des Leistungsspiegels nimmt den Vertrieb in den Blick
„markt intern“ berichtet über den Leistungsspiegel Brillengläser 2026 und stellt den Vertrieb als zentrales Bewertungsthema der ersten Etappe heraus. Augenoptiker bewerten ihre Lieferanten dabei nach unterschiedlichen Kriterien.
Im zugänglichen Inhalt werden Rupp + Hubrach und Seiko ausdrücklich positiv erwähnt. Eine Augenoptikerin aus Niedersachsen lobt bei Rupp + Hubrach die „super netten Mitarbeiter“ sowie die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit von Außendienst, Telefon und Technik. Zu Seiko wird die Aussage wiedergegeben, das Unternehmen sei der beste Glaslieferant, den die betreffende Person bislang an ihrer Seite hatte.
Der Leistungsspiegel wird laut „markt intern“ alle zwei Jahre unter Augenoptikern durchgeführt. Neben Brillengläsern werden auch Brillenfassungen und Kontaktlinsen betrachtet. Das Nachschlagewerk „Wo gibt’s Was?“ umfasst 88 Seiten, erscheint seit 15 Jahren und wird im 2-Jahres-Turnus neu aufgelegt.
Infobox: „markt intern“ stellt beim Leistungsspiegel Brillengläser 2026 die Vertriebsleistung und die Erfahrungen von Augenoptikern mit ihren Lieferanten heraus. Genannt werden positive Rückmeldungen zu Rupp + Hubrach und Seiko.
„Multiple Hundert“: Ein kurzer SRF-Clip wird zum Branchenthema
DasInvestment.com berichtet über einen Straßenumfrage-Clip des Schweizer Radio und Fernsehens. Darin wird ein Zürcher ETF-Verkäufer zu seinem Beruf und seinem Einkommen befragt; seine Antwort auf die Verdienstfrage lautet „Multiple Hundert“.
Der Mann beschreibt sich als „Sales Guy“ bei einem amerikanischen Asset Manager und nennt Vaneck als seinen Arbeitgeber. Im Gespräch geht es unter anderem um ETFs, die Straße von Hormus, KI und Private Credit. Der Clip dauert anderthalb Minuten und wurde nach der Veröffentlichung von Hunderttausenden auf YouTube und in sozialen Netzwerken angesehen.
DasInvestment.com ordnet die Reaktionen als Mischung aus Spott und Branchenbeobachtung ein. Besonders auffällig sei die Verwendung zahlreicher Anglizismen, die laut dem Beitrag nicht auf die einzelne Person beschränkt seien, sondern auch in Vertriebsmeetings zwischen Frankfurt, Wien und Zürich vorkämen.
Der Artikel hebt zugleich hervor, dass der Mann seinen Beruf liebe und die Märkte als täglich fortgeschriebene Geschichte beschreibe. Nach der öffentlichen Aufmerksamkeit habe er sein LinkedIn-Profil gelöscht; außerdem seien Kommentarfunktionen unter vielen Seiten deaktiviert worden.
„Multiple Hundert.“
Infobox: Ein kurzer SRF-Clip über einen ETF-Verkäufer löste in der Schweiz große Aufmerksamkeit aus. Im Mittelpunkt stehen die Vertriebs- und Finanzsprache sowie die Antwort „Multiple Hundert“ auf die Frage nach dem Jahresverdienst.
EB-Sim verstärkt den institutionellen Vertrieb mit drei neuen Mitarbeitern
Das „private banking magazin“ meldet drei Neuzugänge bei EB – Sustainable Investment Management, kurz EB-Sim. Die neuen Vertriebsmitarbeiter haben ihre Tätigkeit zum 1. August 2026 aufgenommen.
Dennis Westwood übernimmt die Leitung der Abteilung „Institutionelle Investoren“. Christian Storck wird sein Stellvertreter, während David Laumen als Senior Vertriebsmanager zum Team stößt. Thomas Albrecht betreut weiterhin kirchliche Investoren und Stiftungen.
Mit dem personellen Ausbau will EB-Sim nach Angaben des „private banking magazins“ das Wachstum im institutionellen Geschäft weiter vorantreiben. Neben liquiden Anlagestrategien und der Vermögensverwaltung soll insbesondere das Geschäft mit Sachwertanlagen ausgebaut werden.
- Infrastruktur
- Erneuerbare Energien
- Weitere Bereiche des Sachwertgeschäfts
Bernhard Graeber, Geschäftsführer von EB-Sim, verweist auf die Bedeutung langfristiger Nachhaltigkeits- und Transformationsfragen. Der Asset Manager konzentriert sich auf Multi-Asset-Strategien und Investments in erneuerbare Energien und integriert ökologische, soziale und ethische Kriterien in den Investmentprozess.
Ergänzt wird dieser Ansatz laut Beitrag durch Ausschlusskriterien, einen ESG-Score und den Unternehmensdialog.
„Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit dürfen langfristige Nachhaltigkeits- und Transformationsfragen nicht aus dem Blick geraten. Denn die damit verbundenen Investitionserfordernisse bleiben bestehen.“
Infobox: EB-Sim baut den institutionellen Vertrieb mit Dennis Westwood, Christian Storck und David Laumen aus. Ein Schwerpunkt des geplanten Wachstums liegt auf Sachwertanlagen, Infrastruktur und erneuerbaren Energien.
Find your Retreat: Neue Plattform will Reisen stärker an persönlichen Bedürfnissen ausrichten
fvw|TravelTalk berichtet über den bevorstehenden Start der Plattform Find your Retreat. Das Angebot soll im September 2026 an den Start gehen und Reisen für Menschen anbieten, die mehr als nur eine Destination oder Unterkunft suchen.
Im Mittelpunkt stehen mentale Balance, Persönlichkeitsentwicklung und Neuorientierung. Reisende sollen Angebote finden, die zu ihren Bedürfnissen und ihrer aktuellen Lebenssituation passen.
Damit zielt Find your Retreat auf eine Nische zwischen klassischer Reisevermittlung und persönlich ausgerichteten Reiseerlebnissen. Der Beitrag beschreibt einen Trend, nach dem Reisende nicht mehr ausschließlich nach Reisezielen und Unterkünften suchen, sondern nach passenden Erfahrungen.
Infobox: Find your Retreat soll im September 2026 starten. Die Plattform richtet sich an Reisende mit Interesse an mentaler Balance, Persönlichkeitsentwicklung und Neuorientierung.
Sales für Entwickler: Vertrieb als erlernbares Handwerk
heise online veröffentlicht ein Interview mit Oliver Gehrmann, dem Head of Sales der Public Cloud Group. Gehrmann wechselte nach einer Tätigkeit als IT-Consultant mit den Schwerpunkten DevOps und Cloud in den Vertrieb und erklärt, warum ein gutes Produkt allein für den Markterfolg nicht ausreicht.
Nach seiner Einschätzung bildet ein gutes Produkt die Grundlage für Vertrauen. Sichtbarkeit und Vertrieb seien jedoch notwendig, damit potenzielle Kunden überhaupt von einem Angebot erfahren. Im Interview wird die Aussage wiedergegeben, dass in der heutigen Zeit 80 Prozent des Vertriebs online stattfinden.
Gehrmann beschreibt Vertrieb nicht als Überreden, sondern als Beratung und als Suche nach Lösungen mit echtem Mehrwert. Erfolgreiche Vertriebler seien besonders empathisch, interessierten sich ernsthaft für andere Menschen und arbeiteten daran, die Erwartungen der Kunden zu übertreffen.
Für technische Gründer sieht Gehrmann eine besondere Stärke in der eigenen Überzeugung für das Produkt. Bei der Skalierung entstehe jedoch die Herausforderung, dass andere Vertriebsmitarbeiter die persönliche Geschichte des Gründers nicht automatisch genauso authentisch vermitteln könnten.
Prozess, Qualifizierung und Kundenfokus
Als Grundlage für strukturierte Verkaufsgespräche nennt Gehrmann das Framework BANT. Die Abkürzung steht für Budget, Authority, Need und Timing. Im Erstgespräch soll demnach geklärt werden, ob Budget vorhanden ist, ob der Gesprächspartner eine finale Entscheidung treffen darf, ein echter Bedarf besteht und der Kunde zeitnah starten kann.
| Budget | Vorhandenes Budget für ein Projekt |
| Authority | Berechtigung zur finalen Entscheidung |
| Need | Vorhandener echter Bedarf |
| Timing | Möglichkeit eines zeitnahen Starts |
Der Gesprächsanteil des Kunden sollte laut Gehrmann bei etwa 70 Prozent liegen. Erst nachdem die Bedürfnisse und die BANT-Kriterien geklärt seien, solle ein kurzer Pitch folgen, der Interesse an einem weiteren Gespräch weckt.
Vertrieb lasse sich laut Gehrmann zu großen Teilen lernen. Seine Einschätzung lautet: 20 Prozent seien Talent und 80 Prozent Skill, der erlernt werden könne. Klare Prozesse, Übung und Erfahrung würden helfen, einen wiederholbaren Verkaufsprozess aufzubauen.
„Ein guter Vertriebler muss dem Kunden nichts aufquatschen, sondern dabei helfen, echte Lösungen mit Mehrwert zu finden.“
Infobox: heise online beschreibt Sales als Handwerk mit klaren Prozessen. Im Interview werden BANT zur Qualifizierung, ein Kundenredeanteil von etwa 70 Prozent sowie die Aufteilung von 20 Prozent Talent und 80 Prozent erlernbarem Skill genannt.
E.ON: Netzgeschäft gleicht schwächeren Vertrieb aus
Investing.com Deutsch berichtet, dass E.ON im ersten Halbjahr ein höheres bereinigtes Konzernergebnis erzielt hat. Das Wachstum in den regulierten Netz- und Energieinfrastrukturgeschäften kompensierte dabei schwächere Ergebnisse im Vertrieb.
Das bereinigte Konzernergebnis stieg in den sechs Monaten bis zum 30. Juni um 5 % auf 1,92 Mrd. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte es 1,83 Mrd. Euro betragen. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 1 % auf 5,40 Mrd. Euro.
| Bereinigtes Konzernergebnis, erstes Halbjahr | 1,92 Mrd. Euro | 5 % |
| Bereinigtes Konzernergebnis, Vorjahreszeitraum | 1,83 Mrd. Euro | — |
| Bereinigtes EBITDA, erstes Halbjahr | 5,40 Mrd. Euro | 1 % |
| Außenumsatz, erstes Halbjahr | 38,08 Mrd. Euro | -8 % |
Auf Quartalsbasis belief sich das bereinigte Konzernergebnis auf rund 582 Mio. Euro. Damit lag E.ON laut Investing.com Deutsch rund 4 % über dem von S&P Global Visible Alpha ermittelten Konsens von 558 Mio. Euro.
Das bereinigte EBITDA des Quartals betrug rund 2,15 Mrd. Euro und übertraf die Konsensschätzung von 2,06 Mrd. Euro um etwa 5 %. Gleichzeitig sank der Außenumsatz im ersten Halbjahr um 8 % auf 38,08 Mrd. Euro.
Netze und Infrastruktur wachsen, Energy Retail bleibt schwächer
Der Geschäftsbereich Energienetze erzielte ein bereinigtes EBITDA von 3,81 Mrd. Euro und lag damit weitgehend auf dem Vorjahresniveau von 3,78 Mrd. Euro. Einen stärkeren Zuwachs verzeichnete der Bereich Energieinfrastrukturlösungen.
Dessen bereinigtes EBITDA stieg um 19 % auf rund 390 Mio. Euro. Unterstützt wurde die Entwicklung durch das Wachstum im deutschen Industriekundengeschäft.
Im Vertriebsgeschäft, das E.ON als Energy Retail bezeichnet, sank das bereinigte EBITDA von 1,3 Mrd. Euro auf 1,2 Mrd. Euro. Als wesentlichen Grund nennt der Bericht Struktureffekte in Deutschland.
| Energienetze, bereinigtes EBITDA | 3,81 Mrd. Euro |
| Energienetze, Vorjahresniveau | 3,78 Mrd. Euro |
| Energieinfrastrukturlösungen, bereinigtes EBITDA | rund 390 Mio. Euro |
| Energy Retail, aktuelles bereinigtes EBITDA | 1,2 Mrd. Euro |
| Energy Retail, vorheriges bereinigtes EBITDA | 1,3 Mrd. Euro |
E.ON bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr 2026. Das Unternehmen strebt ein bereinigtes EBITDA zwischen 9,4 und 9,6 Mrd. Euro sowie ein bereinigtes Konzernergebnis von 2,7 bis 2,9 Mrd. Euro an. Zusätzlich hält E.ON an dem Plan fest, in diesem Jahr rund 8,7 Mrd. Euro zu investieren.
Infobox: E.ON steigerte im ersten Halbjahr das bereinigte Konzernergebnis auf 1,92 Mrd. Euro. Das Netz- und Infrastrukturgeschäft kompensierte den Rückgang im Vertriebsgeschäft; die Prognose für 2026 und die geplanten Investitionen von rund 8,7 Mrd. Euro wurden bestätigt.
Quellen:
- Leistungsspiegel Brillengläser 2026 — Vertrieb: Auf der ersten Etappe zeigt sich, wer das Zeug zum Sieger hat
- „Multiple Hundert“: Was der SRF-Clip über den ETF-Vertrieb verrät
- EB-Sim holt Mitarbeiter für den institutionellen Vertrieb
- Von der Nische in den Reisebüro-Vertrieb: Find your Retreat geht in Kürze an den Start
- Ein gutes Produkt reicht nicht: Sales für Entwicklerinnen und Entwickler
- E.ON steigert Gewinn: Starkes Netzgeschäft kompensiert schwächeren Vertrieb