Wirtschaft im Fokus: Abhängigkeiten, Altersvorsorge, Weinbau und Cyber-Sicherheit
Autor: Provimedia GmbH
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Kategorie: News and Updates
Zusammenfassung: Die Artikel zeigen wirtschaftlichen Druck in Russland, geringe Bekanntheit der geförderten Altersvorsorge, eine Weinbaukrise und BMWs geplanten Konzernumbau.
Russlands Wirtschaft bleibt stark von einem einzigen Faktor abhängig
Quelle: Capital.de
Die russische Wirtschaft hängt laut einem Beitrag von Capital.de „nur an einem einzigen Nagel“. Der Artikel von Nils Kreimeier wurde am 29. September 2026 veröffentlicht und trägt den Titel „Die russische Wirtschaft hängt nur an einem einzigen Nagel“.
Im Mittelpunkt stehen Russland, der Ukrainekrieg, Wladimir Putin, Inflation, Verteidigung, Schulden und Investitionen. Der Beitrag ordnet damit die wirtschaftliche Lage Russlands in den Zusammenhang von Krieg, staatlichen Ausgaben und wirtschaftlicher Abhängigkeit ein.
„Die russische Wirtschaft hängt nur an einem einzigen Nagel“
Infobox: Capital.de behandelt die wirtschaftliche Lage Russlands und stellt die Abhängigkeit der russischen Wirtschaft von einem zentralen Faktor heraus.
Viele Menschen wollen trotz staatlicher Förderung kein Altersvorsorgedepot eröffnen
Quelle: PZ-news, dpa
In wenigen Wochen soll das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot in Deutschland starten. Einer YouGov-Umfrage für die Commerzbank und ihre Online-Marke Comdirect zufolge ist das Wissen über das Angebot in der Bevölkerung jedoch noch lückenhaft.
Von den 1.517 Befragten gab jeweils gut ein Drittel an, entweder noch gar nichts von dem Angebot gehört zu haben oder nur wenig darüber zu wissen. Unter den 935 Teilnehmern, die zum Zeitpunkt der Erhebung vom 30. Juli bis 3. August 2026 bereits vom Altersvorsorgedepot gehört hatten, fühlten sich 56 Prozent überhaupt nicht oder eher schlecht informiert.
Mit dem Altersvorsorgedepot sollen Sparerinnen und Sparer über ETFs, Aktienfonds und Anleihen privat für das Alter vorsorgen können. Der Staat fördert Einzahlungen mit bis zu 540 Euro Zulage pro Jahr; pro Kind gibt es zusätzlich bis zu 300 Euro. Die Kapitalerträge werden in der Ansparphase nicht besteuert.
Die Umfrage zeigt zugleich eine geringe Erfahrung mit Wertpapieranlagen: 38 Prozent der Befragten bezeichneten sich als unerfahren. Dennoch sehen die Anbieter in dem Depot eine Möglichkeit, mehr Menschen mit dem Aktienmarkt in Kontakt zu bringen.
„Das ist eine historische Chance: Millionen von Menschen werden erstmals mit dem Aktienmarkt in Berührung kommen“
Diese Einschätzung stammt von Commerzbank-Privatkundenchef Thomas Schaufler. Er bezeichnete das Altersvorsorgedepot außerdem als „Gamechanger für die private Altersvorsorge in Deutschland“ und betonte, Aufklärung sei der Schlüssel.
Vier von zehn Befragten erklärten, es sei sehr wahrscheinlich oder zumindest eher wahrscheinlich, dass sie 2027 ein staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot eröffnen werden. Davon hielten 16 Prozent eine Eröffnung für sehr wahrscheinlich und 22 Prozent für eher wahrscheinlich. Die Mehrheit war noch unentschlossen oder hielt eine Depoteröffnung für unwahrscheinlich.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Befragte insgesamt | 1.517 |
| Erhebung | 30. Juli bis 3. August 2026 |
| Bereits über das Depot informiert | 935 |
| Überhaupt nicht oder eher schlecht informiert | 56 Prozent |
| Unerfahren in der Wertpapieranlage | 38 Prozent |
| Sehr wahrscheinliche Depoteröffnung 2027 | 16 Prozent |
| Eher wahrscheinliche Depoteröffnung 2027 | 22 Prozent |
| Maximale Zulage pro Jahr | 540 Euro |
| Zusätzliche Zulage pro Kind | 300 Euro |
Infobox: Das Altersvorsorgedepot wird staatlich gefördert, ist aber vielen Menschen noch wenig bekannt. 56 Prozent der bereits Informierten fühlen sich überhaupt nicht oder eher schlecht informiert; 38 Prozent sehen sich als unerfahren in der Wertpapieranlage.
Weinbau in Deutschland unter Druck: Traditionsbetrieb in Insolvenz
Quelle: T-Online
Der Weinbau in Deutschland steckt laut T-Online in einer dramatischen Krise. Betroffen ist auch die Weinbaugenossenschaft Habitat eG im pfälzischen Bissersheim, die Insolvenz anmelden musste.
Die Familie des Winzers Wolfgang Bender ist seit vier Generationen im Weinbau aktiv. Nach der Insolvenz laufen Abverkäufe ab Hof; im Oktober sollen weitere Sonderaktionen folgen. Im Mittelpunkt steht dabei die Bedienung der Forderungen der Gläubiger.
Als Gründe nennt der Bericht den Klimawandel, steigende Kosten für Energie und Personal sowie einen rückläufigen Alkoholkonsum. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts sank der Weinkonsum pro Kopf in Deutschland 2025 auf 22,2 Liter. Das waren 0,7 Liter weniger als im Jahr zuvor und entspricht laut Bericht einer ganzen Flasche Wein.
Wolfgang Bender hatte den Betrieb vor fünf Jahren umgestellt und die Genossenschaft Habitat gegründet. Zugleich setzte er auf naturnahen Weinbau. Die Genossenschaft zählte fast zweihundert Mitglieder und wurde auch von der ARD begleitet.
„In zwanzig Jahren gibt es hier keinen Weinbau mehr.“
Mit dieser Einschätzung wird Wolfgang Bender im Beitrag zitiert. Sein Betrieb ist kein Einzelfall: Im Juni rutschte auch die Winzergenossenschaft „Winzer von Baden eG“ in die Insolvenz. Davon waren 900 kleinere Winzer betroffen, häufig im Nebenbetrieb.
Die klimatischen Veränderungen erschweren den Anbau zusätzlich. Hitze lässt die Trauben aufplatzen, Pilze können sich ansiedeln und unangenehme Geschmacksstoffe entstehen. In Weinbaugebieten wie Baden verzichten Winzer deshalb auf bestimmte Rebsorten wie Riesling; stärker gefragt sind pilzwiderstandsfähige Rebsorten wie Sauvignac.
Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich verschärft. Steigende Lohn- und Energiekosten belasten die Betriebe, während auf dem deutschen Markt der Absatz von Billigimporten zunimmt.
Simone Loose von der Hochschule Geisenheim spricht von einer strukturellen Anpassungskrise. Die Rebfläche habe sich nicht im gleichen Maß verringert wie der Weinabsatz. Fassweinpreise von teilweise 50 Cent je Liter bei Rotwein und etwa 80 Cent bei Weißwein lägen deutlich unter den Vollkosten von mindestens 1,20 Euro je Liter.
„Solche Preise sind ein sehr klares Marktsignal.“
Als Reaktion setzt Rheinland-Pfalz auf eine Art Abwrackprämie für Rebflächen. Weinbauministerin Christine Schneider plant eine Zahlung von 5.000 Euro pro Hektar. Im Gegenzug darf auf den Flächen ein Jahrzehnt lang kein Wein angebaut werden. Die Europäische Union unterstützt das Programm.
Fachleute schätzen, dass bis 2030 ein Drittel der Anbauflächen in Deutschland stillgelegt werden könnte. Der Erfolg der Rodungsprämie ist laut dem Bericht jedoch begrenzt, weil auch die Preise für Rebflächen stark gesunken sind.
Für Rebflächen in der Pfalz hätte Bender laut der Lokalzeitung „Die Rheinpfalz“ vor vier Jahren noch 320.000 bis 480.000 Euro erhalten können. Heute seien durch den Verkauf nur noch 120.000 Euro zu erzielen.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Weinkonsum pro Kopf in Deutschland 2025 | 22,2 Liter |
| Rückgang gegenüber dem Vorjahr | 0,7 Liter |
| Mitglieder der Genossenschaft Habitat | fast zweihundert |
| Insolvenz Winzer von Baden eG | Juni |
| Betroffene kleinere Winzer | 900 |
| Fassweinpreis Rotwein | teilweise 50 Cent je Liter |
| Fassweinpreis Weißwein | etwa 80 Cent je Liter |
| Vollkosten | mindestens 1,20 Euro je Liter |
| Rodungsprämie | 5.000 Euro pro Hektar |
| Anbauverbot nach Förderung | ein Jahrzehnt |
| Mögliche Stilllegung bis 2030 | ein Drittel der Anbauflächen |
| Früherer Wert der Rebflächen | 320.000 bis 480.000 Euro |
| Heutiger Verkaufserlös | 120.000 Euro |
Infobox: Rückläufiger Weinkonsum, Klimafolgen und hohe Kosten setzen den deutschen Weinbau unter Druck. Die geplante Rodungsprämie beträgt 5.000 Euro pro Hektar; zugleich sind die Preise für Rebflächen deutlich gefallen.
BMW will kleiner und schlagkräftiger werden
Quelle: SZ.de
BMW-Chef Milan Nedeljković will den Konzern mit einer neuen Strategie zurück zum Erfolg führen. Der Beitrag der Süddeutschen Zeitung beschreibt eine neue Batteriefabrik in Niederbayern, Stellenabbau in München und den Anspruch, das Unternehmen organisatorisch kleiner und schlagkräftiger aufzustellen.
Schauplatz des Berichts ist eine riesige Industriehalle an einer Bundesstraße zwischen Straubing und Plattling. Nedeljković besuchte dort Irlbach im Gäuboden, wo eine neue Batteriefabrik entsteht.
Die SZ ordnet die Pläne in die Herausforderungen der Automobilindustrie und der Elektromobilität ein. Neben Niederbayern und Bayern wird BMW auch im Zusammenhang mit dem Stellenabbau in München und einer neuen Konzernstrategie behandelt.
„Wir müssen kleiner und schlagkräftiger werden“
Der Titel des Beitrags fasst die strategische Leitlinie zusammen. BMW soll durch eine kompaktere Struktur und eine stärkere Fokussierung wieder erfolgreicher werden.
Infobox: BMW verbindet eine neue Batteriefabrik in Niederbayern mit einer strategischen Neuausrichtung. Gleichzeitig berichtet die SZ über Stellenabbau in München und das Ziel, den Konzern kleiner und schlagkräftiger zu machen.
„Wirtschaft vor acht“ berichtet über Wirtschaftsthemen
Quelle: tagesschau.de
tagesschau.de führt für den 29.09.2926 die Sendung „Wirtschaft vor acht“ auf. Der bereitgestellte Quelltext enthält jedoch keine weiteren inhaltlichen Angaben zu den behandelten Wirtschaftsthemen.
Die Meldung ist daher auf den Sendungstitel und das angegebene Datum beschränkt. Weitere Zahlen, Daten oder Aussagen sind in der Quelle nicht enthalten.
Infobox: tagesschau.de weist auf eine Ausgabe von „Wirtschaft vor acht“ hin; konkrete Inhalte der Sendung sind im vorliegenden Material nicht beschrieben.
IT-Sicherheitskonferenz in Stralsund diskutiert Schutz vor Cyber-Angriffen
Quelle: ARD Mediathek
Bei der 15. IT-Sicherheitskonferenz an der Hochschule Stralsund wurde die Frage diskutiert, wie sich die Wirtschaft vor Cyber-Angriffen schützen kann. Darüber berichtet das „Nordmagazin“ der ARD.
Die Sendung wurde am 29.09.2026 um 19:30 Uhr mit Untertitel ausgestrahlt. Im Mittelpunkt steht damit der Schutz von Unternehmen und der Wirtschaft vor digitalen Angriffen sowie der Austausch auf der IT-Sicherheitskonferenz.
Infobox: Die 15. IT-Sicherheitskonferenz an der Hochschule Stralsund befasste sich mit der Frage, wie die Wirtschaft vor Cyber-Angriffen geschützt werden kann. Der Beitrag lief am 29.09.2026 um 19:30 Uhr im „Nordmagazin“.
Quellen:
- „Die russische Wirtschaft hängt nur an einem einzigen Nagel“
- Trotz staatlicher Zulagen: Viele wollen kein Depot eröffnen - Wirtschaft weltweit - Pforzheimer-Zeitung
- Krise im Weinbau – Erstes Bundesland setzt auf Abwrackprämie für Reben
- „Wir müssen kleiner und schlagkräftiger werden“
- Wirtschaft vor acht vom 29.09.2926
- Nordmagazin - Wie soll sich die Wirtschaft vor Cyber-Angriffen schützen? - hier anschauen