Deutsche Wirtschaft wächst leicht, während Niedersachsen und Russland unter Druck stehen
Autor: Provimedia GmbH
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Kategorie: News and Updates
Zusammenfassung: Die Bundesregierung plant eine neue Kaufprämie für Elektroautos von mindestens 3.000 Euro, um die Automobilindustrie zu stärken und einen wirtschaftlichen Aufschwung einzuleiten.
Die deutsche Wirtschaft wächst wieder
Nach zwei Jahren der Rezession verzeichnet die deutsche Wirtschaft im Jahr 2025 ein Wachstum von 0,2 Prozent. Dietmar Deffner bezeichnet dies als ein „gutes Ergebnis“, während Holger Zschäpitz anmerkt, dass man eigentlich mehr hätte erwarten müssen. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Zollkriegs, der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen belastet.
„Ein kleines Wunder ist geschehen – die deutsche Wirtschaft wächst wieder“ – Dietmar Deffner, WELT
Zusammenfassung: Die deutsche Wirtschaft zeigt ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent im Jahr 2025, was nach zwei Jahren der Rezession als positiv gewertet wird, jedoch auch als unzureichend kritisiert wird.
Niedersachsens Wirtschaft wartet weiter auf Erholung
Die Konjunkturerholung in Niedersachsen bleibt aus, wie eine Umfrage der Industrie- und Handelskammern zeigt. Über 25 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als schlecht, während nur 12,5 Prozent mit einer Verbesserung rechnen. Die Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen, Maike Bielfeldt, berichtet von einer leichten Belebung in der Industrie, die vor allem durch steigende Staatsausgaben für Rüstung und Infrastruktur bedingt ist.
Die Umfrage wurde zwischen dem 11. Dezember und 12. Januar unter 2.151 Unternehmen durchgeführt.
„Für ein stärkeres Wachstum brauchen die Unternehmen aber spürbare Erleichterungen bei Steuern, Lohnnebenkosten und Bürokratie – und zwar sofort.“ – Maike Bielfeldt, IHK Niedersachsen
Zusammenfassung: Niedersachsens Wirtschaft zeigt eine stagnierende Konjunktur, mit über 25 Prozent der Unternehmen, die eine schlechte Geschäftslage melden. Eine leichte Belebung in der Industrie wird jedoch festgestellt.
Trump-Sanktionen belasten Russlands Wirtschaft
Die US-Sanktionen gegen die russischen Ölkonzerne Lukoil und Rosneft haben zu einem signifikanten Rückgang der Ölexporte geführt. Von Ende Dezember 2025 bis Mitte Januar 2026 exportierte Russland nur noch 3,42 Millionen Barrel Öl pro Tag, was einem Rückgang von 450.000 Barrel pro Tag im Vergleich zu vor Weihnachten entspricht. Die Gesamtmenge des in Tankern gelagerten russischen Öls erreichte einen Rekordwert von 216 Millionen Barrel.
Die Sanktionen haben dazu geführt, dass viele Tanker mit russischem Öl längere Fahrten nach China unternehmen müssen, was zu Verzögerungen beim Entladen führt.
„Russlands Wirtschaft drohen Verluste: Tanker werden Putins Öl nicht los.“ – Frankfurter Rundschau
Zusammenfassung: Die US-Sanktionen haben den russischen Ölhandel stark beeinträchtigt, mit einem signifikanten Rückgang der Exporte und einer Rekordmenge an in Tankern gelagertem Öl.
Debatte über das Soli-Aus für Unternehmen
Die Diskussion um die Abschaffung des Solidaritätszuschlags für Unternehmen gewinnt an Fahrt. Experten schätzen, dass eine vollständige Abschaffung bis 2030 die Firmen um etwa 40 Milliarden Euro entlasten könnte. Der Soli wird derzeit von rund sechs Millionen Spitzenverdienern und etwa 600.000 Kapitalgesellschaften gezahlt, was dem Staat jährlich 12,6 Milliarden Euro einbringt.
Die CDU spricht sich für eine frühzeitige Absenkung der Körperschaftssteuer aus, während die SPD eine Senkung der Einkommensteuer für kleine und mittlere Unternehmen favorisiert.
„Ökonomisch betrachtet und aus Gründen der politischen Verlässlichkeit wäre die Abschaffung des Solis zumindest für Unternehmen ein wichtiges Zeichen.“ – Tobias Hentze, IW
Zusammenfassung: Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags könnte eine erhebliche Entlastung für Unternehmen darstellen, während die politischen Parteien unterschiedliche Ansätze zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen diskutieren.
Neue Handelsabkommen als Chance für die EU
Eine ifo-Studie zeigt, dass die US-Zölle dauerhaft die deutsche Wirtschaft belasten würden. Dennoch bieten neue Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten, Indien und weiteren Ländern neue Chancen für Europa. Diese Abkommen könnten helfen, die negativen Auswirkungen der Zölle abzumildern und neue Märkte zu erschließen.
Zusammenfassung: Neue Handelsabkommen könnten der EU helfen, die wirtschaftlichen Herausforderungen durch US-Zölle zu bewältigen und neue Märkte zu erschließen.
E-Auto-Prämie soll zurückkommen
Die Bundesregierung plant die Einführung einer neuen Kaufprämie für Elektroautos, die bei mindestens 3.000 Euro liegen soll. Diese Maßnahme könnte die Produktion in der Autobranche ankurbeln und wird als potenzieller Vorbote für einen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland angesehen.
Zusammenfassung: Die Rückkehr der E-Auto-Prämie könnte die deutsche Automobilindustrie stärken und einen positiven Einfluss auf die Wirtschaft haben.
Quellen:
- „Ein kleines Wunder ist geschehen – die deutsche Wirtschaft wächst wieder“
- Niedersachsens Wirtschaft wartet weiter auf Erholung
- Trump-Sanktionen haben bittere Folgen für Russlands Wirtschaft: Putin wird sein Öl nicht los
- Idee für mehr Wachstum: Was brächte das Soli-Aus für Unternehmen?
- Wirtschaft vor acht: Neue Handelsabkommen: Auswege für die EU - hier anschauen
- Aufschwung für deutsche Wirtschaft?: E-Auto-Prämie soll zurückkommen