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Continental und die Kanzlei Noerr: Der Management-Moment der Woche
Der Autobauer Continental hat die Wirtschaftskanzlei Noerr auf rund 130 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Der Dax-Konzern wirft den Anwälten vor, ihn bei der internen Aufarbeitung des Dieselskandals falsch beraten zu haben. Solch eine Klage von einem eigenen Mandanten ist ein seltener und aufsehenerregender Vorgang, der grundlegende Fragen zur Zusammenarbeit zwischen internen und externen Juristen aufwirft.
„Rechtsabteilungen und Kanzleien sind zwei verschiedene Welten“, sagt Jens Koch, geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht an der Universität Köln.
Unternehmen wie Continental ziehen externe Kanzleien hinzu, wenn rechtliche Fragestellungen besonders komplex sind oder die Kapazitäten der internen Rechtsabteilung übersteigen. Laut Koch ist es für Vorstände von größter Bedeutung, ihr Haftungsrisiko zu reduzieren, was durch die unabhängige Einschätzung von Anwälten unterstützt werden kann.
Zusammenfassung: Continental verklagt Noerr auf 130 Millionen Euro wegen falscher Beratung im Dieselskandal. Externe Kanzleien werden oft für komplexe rechtliche Fragestellungen hinzugezogen.
Management-Ausbildung im digitalen Umbruch
Europäische Hochschulen passen ihre Führungskräfteprogramme an die digitale Transformation an, um den wachsenden Druck durch Bürokratie und komplexe Regularien zu begegnen. Die Ausbildung von Führungskräften wird zunehmend praxisorientiert, wobei die Universität Liechtenstein ein neues Modul zur digitalen Transformation anbietet, das drei ECTS-Punkte für das Optimieren von Geschäftsprozessen vermittelt.
Eine YouGov-Umfrage zeigt, dass 51 Prozent der Führungskräfte Projekte wegen bürokratischer Hürden verschoben oder gestrichen haben. Regulierungswissen wird zur Kernkompetenz, da Manager Gesetze wie den EU Digital Services Act verstehen müssen, der bald auch auf KI-Tools angewendet wird.
Zusammenfassung: Die Management-Ausbildung wird praxisorientierter, um den Anforderungen der digitalen Transformation gerecht zu werden. Bürokratische Hürden stellen jedoch eine große Herausforderung dar.
Kroos zurück zu Real: Präsident Pérez plant mit Ex-Star im Management
Toni Kroos könnte fast zwei Jahre nach seinem Rücktritt vom Profisport eine neue Position im sportlichen Management von Real Madrid übernehmen. Präsident Florentino Pérez zeigt großes Interesse daran, den ehemaligen Weltmeister von 2014 für die kommende Spielzeit zu engagieren.
Kroos beendete seine aktive Karriere im Juni 2024, nachdem er mit Real Madrid zum fünften Mal die Champions League gewonnen hatte. In seiner Karriere sicherte er sich insgesamt sechs Titel in diesem prestigeträchtigen Wettbewerb.
Zusammenfassung: Toni Kroos könnte eine neue Rolle im Management von Real Madrid übernehmen, nachdem er seine aktive Karriere 2024 beendet hat. Er hat in seiner Laufbahn sechs Champions-League-Titel gewonnen.
RENK Aktie: Management unter Zugzwang
Die Renk AG sieht sich aufgrund jüngster Kursverluste und Sorgen um verzögerte Auslieferungen unter Druck. Das Management muss auf mehreren Investorenkonferenzen beweisen, wie es den milliardenschweren Auftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro in greifbaren Cashflow umwandeln kann.
Am vergangenen Freitag fiel der Aktienkurs um 4,34 Prozent auf 52,05 Euro, was den Abstand zur wichtigen 200-Tage-Linie auf über 15 Prozent vergrößert. Analysten bleiben trotz des Kursrutsches optimistisch und sehen den fairen Wert der Aktie bei 65 Euro.
Zusammenfassung: Renk steht unter Druck, den hohen Auftragsbestand in Cashflow umzuwandeln. Der Aktienkurs fiel um 4,34 Prozent, Analysten sehen jedoch Potenzial für eine Erholung.
Quellen:
- Continental und die Kanzlei Noerr: Der Management-Moment der Woche
- Niigata Univ. of Management FC
- Let-them-Theorie: Wann Führungskräfte loslassen sollten
- Management-Ausbildung im digitalen Umbruch
- Kroos zurück zu Real: Präsident Pérez plant mit ihm in der sportlichen Leitung
- RENK Aktie: Management unter Zugzwang














