Deutsche Wirtschaft schrumpft stärker als erwartet – Industrie und Bau besonders betroffen

    22.08.2025 198 mal gelesen 0 Kommentare
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    Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2025 stärker geschrumpft als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3 Prozent, besonders betroffen waren die Industrie und das Baugewerbe. Auch der private Konsum entwickelte sich schwächer als zunächst angenommen.
    Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge und Bau gingen deutlich zurück, während die Exporte stagnierten und die Importe stiegen. Dadurch trug der Außenhandel negativ zur Wirtschaftsentwicklung bei, und Deutschland blieb im EU-Vergleich zurück.
    Im Jahresvergleich wuchs das deutsche BIP nur minimal um 0,2 Prozent und lag damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Die Zahl der Erwerbstätigen blieb stabil, aber es wurden pro Kopf weniger Arbeitsstunden geleistet.
    Die wirtschaftliche Unsicherheit ist weiterhin hoch, was sich in der Zurückhaltung der Verbraucher und Unternehmen zeigt. Auch die Börsen reagieren sensibel auf internationale Entwicklungen und neue Zölle, vor allem aus den USA.
    Experten warnen, dass die US-Zölle und die schwache Industrieproduktion das Wachstum weiter belasten könnten. Trotz leichtem Optimismus bei den Einkaufsmanagern bleibt die Lage angespannt, und die deutsche Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen.

    Wirtschaft schrumpft im Frühjahr stärker als erwartet

    Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im zweiten Quartal 2025 stärker zurückgegangen als zunächst angenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sank das BIP preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Schnellmeldung Ende Juli hatte noch ein Minus von 0,1 Prozent prognostiziert. Besonders betroffen waren die Industrie und das Baugewerbe, deren Produktion im Juni schwächer ausfiel als erwartet. Auch der private Konsum wurde nachträglich nach unten korrigiert, unter anderem wegen rückläufiger Umsätze im Gastgewerbe.

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    Die Bruttoanlageinvestitionen, insbesondere bei Maschinen, Fahrzeugen und im Bau, gingen deutlich zurück. Vom Außenhandel kamen keine positiven Impulse: Während die Exporte stagnierten, stiegen die Importe erneut deutlich an, was zu einem negativen Beitrag des Außenhandels zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung führte. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2024 blieb das preisbereinigte BIP nahezu unverändert. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte stiegen um 1,2 Prozent, während die Investitionen deutlich sanken. Besonders das Baugewerbe verzeichnete einen Rückgang der Wertschöpfung um fast sieben Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen blieb mit rund 46 Millionen Personen konstant, allerdings wurden pro Kopf etwas weniger Arbeitsstunden geleistet. Die Produktivität je Stunde stieg leicht um 0,3 Prozent.

    Wirtschaftsleistung (Q2 2025) Veränderung zum Vorquartal
    Deutschland -0,3 %
    Spanien +0,7 %
    Frankreich +0,3 %
    USA +0,7 %

    Im Jahresvergleich blieb Deutschland mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent deutlich hinter dem EU-Durchschnitt von 1,5 Prozent zurück. (Quelle: T-Online)

    • Das BIP schrumpfte stärker als erwartet.
    • Industrie und Baugewerbe besonders betroffen.
    • Deutschland fällt im EU-Vergleich zurück.

    Infobox: Das deutsche BIP sank im zweiten Quartal 2025 um 0,3 Prozent. Besonders die Industrie und das Baugewerbe litten unter der Entwicklung. Im EU-Vergleich bleibt Deutschland zurück.

    Update Wirtschaft vom 22.08.2025

    Die tagesschau.de berichtet in ihrem Wirtschaftsupdate vom 22. August 2025 über die aktuelle Lage an den Märkten, den Konsum und die Entwicklung des DAX. Es wird auf die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit eingegangen, die sich in den Börsenkursen widerspiegelt. Die Konsumlaune der Verbraucher bleibt verhalten, was sich auch auf die Umsätze im Einzelhandel auswirkt. Der DAX zeigt sich volatil und reagiert empfindlich auf internationale Entwicklungen.

    Die Sendung hebt hervor, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin von Unsicherheiten geprägt sind. Unternehmen und Verbraucher halten sich mit Investitionen und Ausgaben zurück. (Quelle: tagesschau.de)

    • Verbraucher zeigen Zurückhaltung beim Konsum.
    • Börsenkurse reagieren sensibel auf internationale Nachrichten.

    Infobox: Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibt hoch, was sich in Konsum und Börsen widerspiegelt.

    Putin in Erklärungsnot: Ukraine dreht Russlands Wirtschaft den Energiehahn ab

    Die Ukraine hat durch gezielte Drohnenangriffe einen erheblichen Teil der russischen Ölraffinerien lahmgelegt. In mehreren russischen Regionen, insbesondere in Primorje, kommt es zu einer massiven Benzinknappheit. Autofahrer und Tankstellen berichten seit Anfang August 2025 über Versorgungsengpässe, viele Tankstellen sind geschlossen oder haben kein Benzin mehr. Die Regierung in Primorje führt die Engpässe auf „kleinere Unterbrechungen“ bei der Lieferung von Erdölprodukten zurück, etwa durch verspätete oder leere Tankwagen.

    Auch das russische Eisenbahnnetz ist betroffen: Treibstoffzüge nach Wladiwostok hatten bis zu zwei Wochen Verspätung. Die Großhandelspreise für Benzin erreichten Rekordhöhen: Am 18. August 2025 lag der Preis für AI-92-Benzin an der St. Petersburger International Mercantile Exchange bei 71.500 Rubel pro Tonne, für AI-95-Benzin bei 80.400 Rubel pro Tonne. Die russische Regierung versucht, die Versorgung zu stabilisieren, räumt aber ein, dass eine vollständige Wiederherstellung des Treibstoffmarktes erst nach Ende des Ukraine-Kriegs möglich sei.

    Benzinpreis (18.08.2025) Rubel pro Tonne
    AI-92 71.500
    AI-95 80.400
    „Gemeinsam mit der Regierung ergreifen wir alle möglichen Maßnahmen, um die benötigten Kraftstoffmengen zu beschaffen und die Preise zu stabilisieren“, sagte Sergej Aksjonow, Chef der prorussischen Regierung auf der Krim.

    Ukrainische Angriffe auf Ölraffinerien machten laut Kyiivindependent 42 Prozent der Angriffe aus. Die Raffinerie Lukoil, die drittgrößte in Russland, musste Mitte August den Betrieb einstellen. Auch die Rosneft-Raffinerie Saratow und die Raffinerie in Nowokuibyschewsk waren betroffen. (Quelle: Frankfurter Rundschau)

    • Massive Engpässe bei Benzin in Russland.
    • Großhandelspreise auf Rekordniveau.
    • Mehrere große Raffinerien nach Angriffen außer Betrieb.

    Infobox: Die Ukraine hat mit Drohnenangriffen die russische Treibstoffversorgung empfindlich gestört. Die Preise für Benzin steigen, und die Versorgungslage bleibt angespannt.

    Sanktionen setzen Russlands Wirtschaft unter Druck: Wichtiger Handelspartner lässt Putin sitzen

    Russlands Ölexporte nach Indien sind im August 2025 um das Dreifache eingebrochen. Während im Juli 2025 noch 1,5 Millionen Barrel pro Tag geliefert wurden, waren es im August nur noch 400.000 Barrel pro Tag. Indische Raffinerien halten sich nach Angaben von Ölhändlern zurück, obwohl sie Angebote für russisches Ural-Öl erhalten haben. Hintergrund sind verschärfte US-Sanktionen und die Androhung zusätzlicher Zölle durch Präsident Donald Trump. Anfang August wurde ein zusätzlicher Zoll von 25 Prozent auf einige indische Waren erhoben.

    Indien gilt als einer der wichtigsten Öl-Abnehmer für Russland. US-Finanzminister Scott Bessent warf Indien vor, 16 Milliarden Dollar an Mehrgewinnen aus dem Weiterverkauf von russischem Öl erzielt zu haben. Indische Raffinerien wie Indian Oil Corp, Hindustan Petroleum Corp, Bharat Petroleum Corp und Mangalore Refinery Petrochemical Ltd gaben an, kein russisches Öl angefragt zu haben. China hingegen nutzt die Gelegenheit und importierte im August fast 75.000 Barrel pro Tag russisches Ural-Öl, fast doppelt so viel wie der Jahresdurchschnitt von 40.000 Barrel.

    Russische Öllieferungen an Indien Barrel pro Tag
    Juli 2025 1.500.000
    August 2025 400.000
    „Sie haben 16 Milliarden Dollar an Mehrgewinnen gemacht – einige der reichsten Familien Indiens“, so US-Finanzminister Scott Bessent.

    China bleibt bislang von Sekundärzöllen verschont und könnte künftig noch mehr russisches Öl abnehmen. (Quelle: Merkur)

    • Russlands Ölexporte nach Indien brechen massiv ein.
    • US-Sanktionen und Zölle zeigen Wirkung.
    • China profitiert von günstigeren russischen Ölpreisen.

    Infobox: Die US-Sanktionen und Zölle führen zu einem drastischen Rückgang der russischen Ölexporte nach Indien. China nutzt die Situation und erhöht seine Importe.

    Unternehmer in Hessen aufgebracht wegen Überprüfung der Corona-Soforthilfen

    In Hessen sorgt die Überprüfung der Corona-Soforthilfen für großen Unmut bei Unternehmern. Fünf Jahre nach Auszahlung der Hilfen werden Empfänger aufgefordert, ihre Einnahmen und Ausgaben aus dem Jahr 2020 detailliert aufzulisten. Dafür bleibt ihnen oft nur eine Frist von 14 Tagen, was insbesondere während der Sommerferien für viele Betroffene problematisch ist. Insgesamt erhielten 90.627 Geschäftsleute und Freiberufler in Hessen entsprechende Mails vom Regierungspräsidium Kassel.

    Ein Kritikpunkt ist, dass bestimmte Ausgaben, wie Personalkosten, nicht mehr angerechnet werden dürfen. Christian Pelikan, Gastronom aus Bad Sooden-Allendorf, befürchtet, einen Großteil der 30.000 Euro Soforthilfe zurückzahlen zu müssen, da er die Gehälter seiner Mitarbeiter nicht gegenrechnen darf. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga und die Steuerberaterkammer Hessen kritisieren, dass die Berechnungsgrundlage nachträglich geändert wurde. Das Land Hessen hat sich inzwischen von dem Verfahren distanziert, das vom Bundesrechnungshof angestoßen wurde. Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori kündigte an, mögliche Erleichterungen wie Bagatellgrenzen oder Ratenzahlungen zu prüfen.

    Corona-Soforthilfen in Hessen Anzahl Summe
    Empfänger über 106.000 Unternehmen fast 957 Mio. Euro
    „Dass jetzt bei sämtlichen Fällen, in denen Corona-Hilfen gezahlt wurden, die Verfahren neu aufgerollt werden, entspricht nicht dem, was damals zugesagt wurde. Dafür habe ich kein Verständnis.“ (Kaweh Mansoori, SPD, hessischer Wirtschaftsminister)
    • Kurze Fristen und geänderte Berechnungsgrundlagen sorgen für Unmut.
    • Land Hessen prüft Erleichterungen für Betroffene.

    Infobox: Die Überprüfung der Corona-Soforthilfen in Hessen sorgt für Kritik. Viele Unternehmer fühlen sich durch die nachträglichen Änderungen und kurzen Fristen benachteiligt.

    Nach Zollerhöhungen: BIP schrumpft stärker als erwartet

    Die deutsche Wirtschaft ist von April bis Juni 2025 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist schlechter als die ursprüngliche Schätzung von -0,1 Prozent. Zu Beginn des Jahres hatte das BIP noch leicht zugelegt, da Unternehmen ihre Geschäfte mit den USA ausweiteten, um den von Präsident Trump verhängten Zöllen zuvorzukommen. Die Industrieproduktion entwickelte sich jedoch schlechter als erwartet, und auch der private Konsum wurde auf 0,1 Prozent nach unten korrigiert.

    Die Konsumausgaben des Staates stiegen um 0,8 Prozent, während Investitionen, Bausektor und Nettoexporte einen Rückgang verzeichneten. Trotz des Rückfalls in den Rezessionsbereich zeigen die von S&P Global veröffentlichten PMI-Daten einen leichten Optimismus: Die Geschäftstätigkeit in der deutschen Privatwirtschaft ist im August den dritten Monat in Folge gestiegen, wenn auch nur bescheiden. ING-Ökonom Carsten Brzeski warnt jedoch, dass die US-Zölle von 15 Prozent auf die meisten europäischen Waren und die Unsicherheit über die Zölle auf Kraftfahrzeuge das Wirtschaftswachstum weiter belasten werden. 10 Prozent der deutschen Exporte gehen in die USA.

    BIP-Wachstum (Q2 2025) Veränderung zum Vorquartal
    Deutschland -0,3 %
    Jahreswachstum 0,2 %
    „Die jüngsten Unternehmensergebnisse haben uns schmerzlich daran erinnert, dass die US-Zölle, aber auch die strukturellen Veränderungen im zweiten Quartal in vollem Gange waren und die Unternehmensergebnisse belastet haben.“ (Carsten Brzeski, ING)
    • US-Zölle belasten die deutsche Wirtschaft spürbar.
    • Industrieproduktion und Konsum schwächeln.
    • Leichter Optimismus bei den Einkaufsmanagern.

    Infobox: Die deutschen Exporte in die USA sind durch die Zölle stark belastet. Das BIP schrumpft, und die Unsicherheit über weitere Handelsbarrieren bleibt bestehen. (Quelle: Euronews.com)

    Quellen:

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    Zusammenfassung des Artikels

    Das deutsche BIP schrumpfte im zweiten Quartal 2025 stärker als erwartet, während Russland durch ukrainische Angriffe und US-Sanktionen wirtschaftlich stark unter Druck gerät.

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