Riester-Reform 2026: Chancen und Risiken für den Vertrieb von Altersvorsorgeprodukten

    05.01.2026 84 mal gelesen 0 Kommentare
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    Die Bundesregierung plant eine umfassende Reform der Riester-Rente, die ab dem 5. Januar 2026 in Kraft tritt. Neu ist, dass private Auszahlpläne bis zum Alter von 85 Jahren staatlich gefördert werden, was die bisherige Regelung der lebenslangen Verrentung aufweicht. Branchenexperte Dr. Carsten Zielke warnt, dass diese Änderungen das Geschäftsmodell der Lebensversicherer gefährden könnten. Die Riester-Rente war ursprünglich als lebenslang garantierte Rentenversicherung konzipiert.
    Die Reform reagiert auf die sinkenden Bestände und hohen Kündigungsraten der Riester-Verträge, die seit 2002 bestehen. Im Jahr 2025 wurden über 25% der Verträge gekündigt, was die Dringlichkeit der Reform verdeutlicht. Zielke betont, dass die Abkehr von der obligatorischen Verrentung die Versicherungsfunktion der Produkte schwächen könnte. Dies könnte dazu führen, dass Fondsgesellschaften im Altersvorsorgeprozess dominieren.
    Die Reform bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Auf der positiven Seite könnten Kunden leichter von bestehenden Riester-Verträgen zu neuen Produkten wechseln. Zudem wird die Produktpalette durch die staatliche Förderung von Auszahlplänen erweitert. Allerdings besteht das Risiko, dass Lebensversicherer als Risikoträger an Bedeutung verlieren und die Rentensicherheit für Sparer unsicherer wird.
    Die Reform könnte auch die Vertriebschancen der Versicherungsbranche verbessern. Anbieter und Vermittler könnten von den knapp zehn Millionen bestehenden Riester-Policen profitieren. Diese Kunden sind einfacher zu erreichen, um sie von neuen Produkten zu überzeugen. Dr. Zielke hebt hervor, dass die Garantie durch das Kollektiv der Lebensversicherungen ein wichtiges Argument für die Policen bleibt.
    Insgesamt könnte die geplante Riester-Reform weitreichende Auswirkungen auf den Vertrieb von Altersvorsorgeprodukten haben. Während neue Chancen durch die Förderung von Auszahlplänen entstehen, gibt es auch erhebliche Risiken für Lebensversicherer und die Rentensicherheit der Sparer. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Marktstruktur der Altersvorsorgeanbieter für die Zukunft zu gestalten.

    Riester-Reform: Auswirkungen auf den Vertrieb

    Die Bundesregierung plant eine Reform der Riester-Rente, die ab dem 5. Januar 2026 in Kraft treten soll. Zukünftig sollen auch private Auszahlpläne mit einem Endalter von 85 Jahren staatlich gefördert werden, was die bisherige Vorgabe einer lebenslangen Verrentung aufweicht. Branchenanalyst Dr. Carsten Zielke äußert Bedenken, dass diese Änderungen das Geschäftsmodell der Lebensversicherer gefährden könnten, da die Riester-Rente traditionell als lebenslang garantierte Rentenversicherung konzipiert ist.

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    „Die Lebensversicherer Deutschlands sehen gerade ihr Geschäftsmodell gefährdet“, kommentiert Dr. Carsten Zielke.

    Die Reform reagiert auf die sinkenden Bestände und hohen Kündigungsraten der Riester-Verträge, die seit ihrer Einführung im Jahr 2002 zu kämpfen haben. Im Jahr 2025 wurden 25,9% der Verträge gekündigt, was die Dringlichkeit der Reform unterstreicht. Zielke warnt, dass die Abkehr von der obligatorischen Verrentung die Versicherungsfunktion der Produkte marginalisieren könnte, was zu einer Dominanz der Fondsgesellschaften im Altersvorsorgeprozess führen könnte.

    Chancen und Risiken der Reform

    • Chancen:
      • Erleichterter Wechsel für Kunden von bestehenden Riester-Verträgen zu neuen Produkten.
      • Erweiterte Produktpalette durch staatliche Förderung von Auszahlplänen.
    • Risiken:
      • Marginalisierung der Lebensversicherer als Risikoträger.
      • Unsicherheit über die langfristige Rentensicherheit für Sparer.

    Die Reform könnte auch die Vertriebschancen der Versicherungsbranche positiv beeinflussen, da Anbieter und Vermittler von Versicherungen von den knapp zehn Millionen Riester-Policen im Bestand profitieren könnten. Diese Kunden sind leichter zu kontaktieren, um sie von neuen Produkten zu überzeugen. Zielke hebt hervor, dass die Garantie durch das Kollektiv der Lebensversicherungen ein nicht zu unterschätzendes Argument für die Policen darstellt.

    Zusammenfassung

    Die geplante Riester-Reform könnte weitreichende Auswirkungen auf den Vertrieb von Altersvorsorgeprodukten haben. Während die Möglichkeit, private Auszahlpläne staatlich fördern zu lassen, neue Chancen eröffnet, bestehen auch erhebliche Risiken für die Lebensversicherer und die Rentensicherheit der Sparer. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Marktstruktur der Altersvorsorgeanbieter für die nächsten Jahrzehnte zu prägen.

    Quelle: Versicherungsjournal

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    Zusammenfassung des Artikels

    Die geplante Riester-Reform ab 2026 könnte den Vertrieb von Altersvorsorgeprodukten verändern, indem sie neue Chancen für private Auszahlpläne schafft, aber auch Risiken für Lebensversicherer und Rentensicherheit birgt.

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