Deutsche Wirtschaft unter Druck: Stellenabbau trifft auf neue Chancen in Polen

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    07.10.2026 8 mal gelesen 0 Kommentare
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    Deutschlands Wirtschaft steht unter Druck: Deutz plant im Kölner Stammwerk bis Ende 2028 den Abbau von 130 bis 200 Stellen, möglicherweise sogar bis zu 300. Betroffen ist vor allem das Geschäft mit kleinen Motoren, das unter schwacher Nachfrage und starkem Wettbewerb leidet.
    Auch die Unternehmensgruppe Theo Müller kündigt Einschnitte an. In Rogätz und Leppersdorf sollen Produktionsbereiche schließen, insgesamt sind rund 320 Beschäftigte betroffen. Als Gründe nennt das Unternehmen fehlende Wirtschaftlichkeit, hohe Investitionen und veränderte Nachfrage.
    Gleichzeitig sorgt die Energiepolitik für Diskussionen. 1Komma5Grad-Chef Philipp Schröder kritisiert die geplante Begrenzung der Netzeinspeisung für private Solaranlagen und fordert stattdessen intelligentere, stärker marktwirtschaftliche Lösungen für Stromnetze und Speicher.
    Die wirtschaftliche Lage bleibt herausfordernd, doch es gibt auch Perspektiven. Polen gewinnt für deutsche Unternehmen deutlich an Bedeutung: 2025 exportierte Deutschland Waren im Wert von 100,2 Milliarden Euro dorthin, mehr als nach China.
    Polens Wirtschaft wächst, die Kaufkraft steigt und Investitionen in Infrastruktur, Energie und Digitalisierung schaffen neue Chancen. Für deutsche Unternehmen eröffnen sich dadurch Möglichkeiten in Produktion, Forschung, Maschinenbau, Fahrzeugen und Medizintechnik, während der Handel mit China und den USA schwieriger wird.

    Pressespiegel: Stellenabbau, Energiepolitik und neue Chancen für die deutsche Wirtschaft

    Deutz plant weiteren Personalabbau im Kölner Stammwerk

    Der Motorenbauer Deutz möchte an seinem Kölner Stammwerk erneut Personal abbauen. Nachdem bereits rund 100 Stellen weggefallen sind, plant das Unternehmen nach Informationen aus informierten Kreisen ein weiteres Abbauprogramm. Ein Deutz-Sprecher wollte den Sachverhalt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur nicht kommentieren.

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    Geplant ist demnach der Wegfall von 130 bis 200 Stellen bis Ende 2028. Im Maximalfall könnten es 300 Stellen werden, wobei es laut den informierten Kreisen unwahrscheinlich sei, dass tatsächlich so viele Arbeitsplätze betroffen sein werden. Deutz beschäftigt in Köln derzeit etwa 2.600 Menschen.

    Betroffen ist das Geschäft mit kleinen Motoren, die unter anderem in Traktoren und Hubwagen eingesetzt werden. In diesem Bereich sei die Nachfrage niedrig. Nach den üblichen Nachfrage-Zyklen befinde sich der Markt derzeit am Tiefpunkt, in den kommenden Jahren könne es wieder aufwärtsgehen.

    Deutz hat inzwischen den Flensburger Rüstungskonzern FFG übernommen und damit seine Defence-Sparte deutlich gestärkt. Der geplante Personalabbau betrifft jedoch das traditionsreiche Kölner Kerngeschäft mit Motoren.

    Insgesamt entwickelte sich das Geschäft des Konzerns zuletzt positiv. Deutz steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um ein Zehntel auf rund 1,1 Milliarden Euro und vervierfachte den Gewinn auf rund 34 Millionen Euro. In der Motorensparte lief das Geschäft jedoch deutlich schwächer als in den Bereichen Energie, Defence und Service.

    Der Wettbewerbsdruck bei kleinen Motoren ist höher als bei größeren Antrieben. Größere Motoren gelten als technisch anspruchsvoller, sodass dort weniger Konkurrenten um die Kundengunst buhlen. Das neue Kostensenkungsprogramm richtet sich deshalb vor allem auf das Segment der kleinen Motoren.

    Quelle: SZ.de

    Geplanter Stellenabbau130 bis 200 Stellen bis Ende 2028
    Möglicher Maximalumfang300 Stellen
    Beschäftigte in Kölnetwa 2.600
    Beschäftigte weltweitrund 6.300
    Umsatz im ersten Halbjahr 2026rund 1,1 Milliarden Euro
    Gewinn im ersten Halbjahr 2026rund 34 Millionen Euro

    Zusammenfassung: Deutz will im Kölner Geschäft mit kleinen Motoren bis Ende 2028 130 bis 200 Stellen abbauen. Trotz eines höheren Konzernumsatzes und vervierfachten Gewinns steht die Motorensparte wegen niedriger Nachfrage und starkem Wettbewerb unter Druck.

    1Komma5Grad-Chef kritisiert geplante Energiegesetze

    Philipp Schröder, Chef des Energieunternehmens 1Komma5Grad, warnt vor den Plänen des Bundeswirtschaftsministeriums für die Energiegesetze. Im Gespräch mit dem Klima-Labor von ntv bezeichnete er die vorgesehenen Regelungen als einen Angriff auf privates Eigentum und forderte die Abgeordneten auf, die Pläne nicht unverändert zu beschließen.

    Im Mittelpunkt steht die geplante Wirkleistungsbegrenzung. Private Solaranlagen sollen künftig maximal die Hälfte ihres erzeugten Stroms in das öffentliche Netz einspeisen dürfen. Die Vorgabe soll nach Darstellung des Interviews auch Batteriespeicher, E-Autos und Wärmepumpen betreffen.

    „Das ist ein so billiger Versuch, Wettbewerb zu vermeiden“, sagte Philipp Schröder im Podcast „Das Klima-Labor von ntv“.

    Schröder macht vor allem die Netzbetreiber für die Regelung verantwortlich. Viele kleinere Netzbetreiber seien überfordert. Gleichzeitig sichere der umfangreiche Netzausbau aus seiner Sicht die Rendite großer Netzbetreiber und führe zu steigenden Netzentgelten.

    Als Beispiel nennt Schröder Eon. Das Unternehmen habe verschiedene Verteilnetzbetreiber aufgekauft und sei dadurch zum größten Netzbetreiber Europas geworden. Nach seinen Angaben kommen 80 Prozent der Gewinne von Eon aus dem Netzbetrieb.

    Schröder beschreibt zwei mögliche Wege für die weitere Entwicklung des Stromsystems. Beim ersten Weg würden immer mehr Netze und Kupferleitungen gebaut. Beim zweiten Weg würde das vorhandene Netz intelligent gesteuert, damit mehr Strom durch die bestehenden Strukturen fließen kann.

    Allein Eon wolle in den nächsten Jahren knapp 50 Milliarden Euro investieren. In einigen Regionen gebe es bereits Netzentgelte von 20 Cent je Kilowattstunde. Schröder hält ein solches Modell langfristig nicht für ein reines Abgabensystem finanzierbar und erwartet, dass der Staat es subventionieren müsse.

    Als Alternative schlägt er ein stärker vernetztes Stromsystem vor. Dabei könnten E-Autos, Wärmepumpen, Heimspeicher und Großspeicher Strom dann abnehmen, wenn er verfügbar und kostengünstig ist. Auch Netzanschlussleistungen könnten nach seiner Vorstellung handelbar werden.

    Im Interview verweist Schröder auf die USA. Dort würden Betreiber von Rechenzentren 180.000 Dollar im Jahr zahlen, wenn jemand bereit sei, seine Netzanschlussleistung um ein Megawatt zu reduzieren. Deutschland nutze solche marktwirtschaftlichen Instrumente bisher nicht.

    Die geplante Wirkleistungsbegrenzung werde nach Schröders Einschätzung „krachend“ aus dem Gesetz herausfallen. Gegen die Regelung seien die Automobilindustrie und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Auch Eon habe dafür kein plausibles Argument.

    Bei den Netzentgelten ist Schröder weniger optimistisch. Die Verteilnetzbetreiber könnten sich darauf berufen, dass ihre IT-Systeme dynamische Netzentgelte nicht abbilden könnten. Zugleich begrüßt er die geplante Möglichkeit einer Direktvermarktung für kleine Solaranlagen.

    Quelle: n-tv.de

    • Private Solaranlagen sollen maximal die Hälfte ihres erzeugten Stroms ins öffentliche Netz einspeisen dürfen.
    • Eon möchte in den nächsten Jahren knapp 50 Milliarden Euro investieren.
    • In einigen Regionen erreichen Netzentgelte 20 Cent je Kilowattstunde.
    • In den USA werden für eine Reduzierung der Netzanschlussleistung um ein Megawatt 180.000 Dollar im Jahr genannt.

    Infobox: Philipp Schröder fordert mehr Wettbewerb und eine intelligente Steuerung der Stromnetze. Die geplante Wirkleistungsbegrenzung hält er für einen Eingriff in Eigentümerrechte und für eine Behinderung von Wettbewerb.

    „Wirtschaft vor acht“ berichtet über die Wirtschaftslage

    Die Sendung „Wirtschaft vor acht“ vom 06.10.2026 ist bei tagesschau.de als aktuelles Wirtschaftsvideo aufgeführt. Der bereitgestellte Quelltext enthält jedoch keine weiterführenden Angaben zu den behandelten Themen oder zu einzelnen wirtschaftlichen Entwicklungen.

    Quelle: tagesschau.de

    Zusammenfassung: tagesschau.de weist auf die Ausgabe „Wirtschaft vor acht vom 06.10.2026“ hin. Weitere nutzbare Daten oder Fakten zum Inhalt der Sendung liegen in der Quelle nicht vor.

    Theo Müller schließt Produktionsbereiche in Sachsen-Anhalt und Sachsen

    Die Unternehmensgruppe Theo Müller will zwei Produktionsstandorte in Sachsen-Anhalt und Sachsen schließen. Betroffen sind das Homann-Saucenwerk in Rogätz im Landkreis Börde und die Schnittkäserei von Sachsenmilch in Leppersdorf im Landkreis Bautzen.

    In Rogätz arbeiten rund 160 Beschäftigte. Die Produktion soll dort bis Ende September 2027 eingestellt werden. In der Schnittkäserei in Leppersdorf sind ebenfalls 160 Menschen beschäftigt; der Bereich soll zum 31. Dezember geschlossen werden.

    Von der Schließung in Leppersdorf sind neben der Schnittkäserei auch die zugehörigen Produktions-, Verpackungs- und Verwaltungsbereiche betroffen. Die Sauermilchkäserei und der Bereich Mozzarella am Standort in der Gemeinde Wachau nahe der Autobahn 4 bleiben dagegen unberührt.

    Als Gründe nennt das Unternehmen interne und externe Rahmenbedingungen. Trotz intensiver Anstrengungen und der Prüfung aller Handlungsoptionen könnten die betroffenen Bereiche dauerhaft nicht wirtschaftlich betrieben werden.

    Für Rogätz führt die Unternehmensgruppe zusätzlich eine nicht wettbewerbsfähige Kostenstruktur und einen erheblichen Investitionsbedarf an. Das Werk war 2008 von Homann Feinkost übernommen worden und gehört seit 2011 zur Unternehmensgruppe Theo Müller.

    Die Nachfrage nach Saucen im Glas gehe zurück, weil Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend andere Verpackungsformate bevorzugten. Die sinkende Auslastung verschärfe die Kostenprobleme des Standorts zusätzlich.

    Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Betriebsrat an sozialverträglichen Lösungen. Dazu gehören Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung innerhalb des Unternehmens, einvernehmliche Vertragsanpassungen sowie Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen.

    Quelle: T-Online

    Betroffene StandorteRogätz und Leppersdorf
    Beschäftigte in Rogätzrund 160
    Beschäftigte in Leppersdorf160
    Geplantes Ende der Produktion in RogätzEnde September 2027
    Geplante Schließung der Schnittkäsereizum 31. Dezember
    Übernahme des Standorts Rogätz2008
    Zugehörigkeit zur Unternehmensgruppe Theo Müllerseit 2011

    Zusammenfassung: Die Unternehmensgruppe Theo Müller plant die Schließung von Produktionsbereichen in Rogätz und Leppersdorf. Insgesamt sind rund 320 Beschäftigte betroffen; als Gründe werden fehlende Wirtschaftlichkeit, Investitionsbedarf und eine rückläufige Nachfrage nach Saucen im Glas genannt.

    Polen wird für Deutschlands Wirtschaft wichtiger als China

    Polen gewinnt als Absatzmarkt für deutsche Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Im Jahr 2025 exportierte Deutschland Waren im Wert von 100,2 Milliarden Euro nach Polen. Damit war Polen der viertgrößte Abnehmer deutscher Waren und lag vor China.

    In den ersten sieben Monaten dieses Jahres stiegen die deutschen Exporte nach Polen laut Institut der deutschen Wirtschaft um 13 Prozent. Im ersten Halbjahr beliefen sich die Ausfuhren auf 53,8 Milliarden Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

    Nach China gingen im gleichen Zeitraum Waren im Wert von 36,3 Milliarden Euro. Das waren 12,2 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Der Handel mit Polen entwickelte sich damit deutlich dynamischer als das Geschäft mit China.

    Das Wachstum Polens stärkt seine Rolle als Handelspartner. Das reale Bruttoinlandsprodukt legte 2025 um 3,6 Prozent zu. Höhere Einkommen steigerten die Kaufkraft der rund 38 Millionen Einwohner. Gleichzeitig investiert Polen in Infrastruktur, Energie und Digitalisierung.

    „Wir haben einen Tigerstaat vor der eigenen Haustür“, sagte Lars Gutheil, Geschäftsführer der deutsch-polnischen Industrie- und Handelskammer.

    Polen hat nach Einschätzung von Samina Sultan vom Institut der deutschen Wirtschaft industriell aufgeholt und an Bedeutung in europäischen Wertschöpfungsketten gewonnen. Niedrigere Arbeitskosten hätten zunächst dazu geführt, dass Unternehmen arbeitsintensive Fertigungsschritte nach Polen verlagerten.

    Deutsche Unternehmen exportieren vor allem Kraftfahrzeuge, Maschinen und Anlagen, elektrotechnische Erzeugnisse sowie Medizintechnik. Damit liefern sie nicht nur Waren für polnische Verbraucher, sondern auch Technik für die wachsende polnische Industrie.

    Die Bedeutung Polens geht laut dem Bericht über die Funktion einer verlängerten Werkbank hinaus. Kooperationen würden vielfältiger und beträfen inzwischen auch Produktion, Forschung und Entwicklung. Als weitere Standortfaktoren nennt eine Umfrage der deutsch-polnischen Industrie- und Handelskammer das Wachstumspotenzial, die Qualifikation der Beschäftigten, die Nähe zu Deutschland und die Größe des Marktes.

    Der Aufstieg Polens fällt in eine Phase, in der sich die Rahmenbedingungen für deutsche Exporte verändern. China schotte seinen Markt zunehmend ab und dränge bei vielen Produkten selbst auf den Weltmarkt. Zusätzlich erschwere die US-Zollpolitik das Geschäft.

    Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft konnten die Exportzuwächse nach Polen und Tschechien in den ersten sieben Monaten dieses Jahres den Rückgang bei China und den USA mehr als ausgleichen. Der Handel innerhalb des EU-Binnenmarktes dürfte nach Einschätzung von Samina Sultan weiter zunehmen.

    Quelle: ZDFheute

    Deutsche Exporte nach Polen 2025100,2 Milliarden Euro
    Rang Polens als Abnehmer deutscher Warenviertgrößter Abnehmer
    Exporte nach Polen im ersten Halbjahr53,8 Milliarden Euro
    Wachstum der Exporte nach Polen im ersten Halbjahr9,2 Prozent
    Exportwachstum nach Polen in den ersten sieben Monaten13 Prozent
    Exporte nach China im ersten Halbjahr36,3 Milliarden Euro
    Veränderung der Exporte nach China12,2 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025
    Wachstum des polnischen Bruttoinlandsprodukts 20253,6 Prozent
    Bevölkerung Polensrund 38 Millionen Einwohner

    Infobox: Polen war 2025 mit deutschen Exporten im Wert von 100,2 Milliarden Euro der viertgrößte Abnehmer deutscher Waren. Das Land profitiert von kräftigem Wirtschaftswachstum, steigender Kaufkraft und zunehmender Bedeutung in europäischen Wertschöpfungsketten.

    FAZ fragt nach Ideen für mehr Zuversicht in Deutschland

    Die FAZ widmet sich der Frage, welche Ideen angesichts der wirtschaftlichen Lage Deutschlands Zuversicht schaffen können. Der Beitrag stellt die wirtschaftliche Lage als herausfordernd dar und fragt zugleich nach Lichtblicken und Ansätzen für eine bessere Entwicklung.

    Der bereitgestellte Quelltext enthält zu diesem Beitrag jedoch keine weiteren nutzbaren Zahlen, Daten oder konkreten Fakten. Eine ausführlichere Darstellung einzelner Vorschläge ist deshalb auf Grundlage der vorliegenden Quelle nicht möglich.

    Quelle: FAZ

    Zusammenfassung: Die FAZ stellt die Frage nach Ideen, die Deutschlands Wirtschaft trotz der angespannten Lage Zuversicht geben können. Konkrete weitere Inhalte sind im bereitgestellten Quelltext nicht enthalten.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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