EU, Wirtschaft und Airlines: Die wichtigsten Nachrichten im Überblick

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    19.07.2026 22 mal gelesen 0 Kommentare
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    Die EU verbietet großen Unternehmen ab heute, unverkaufte Kleidung und Schuhe grundsätzlich zu vernichten. Stattdessen sollen die Waren verkauft, aufbereitet oder gespendet werden. Ausnahmen gelten etwa für gefährliche, beschädigte oder verschmutzte Produkte.
    Die Regelung soll Abfall vermeiden und die Kreislaufwirtschaft stärken, bringt für Händler aber zusätzliche Kosten und Bürokratie. Verbände erwarten mehr reduzierte Ware in Outlets, Restpostenmärkten und Second-Hand-Läden. Umweltorganisationen fordern strenge Kontrollen, damit die Vorschriften nicht durch Falschdeklarationen umgangen werden.
    Auch Deutschlands Standort steht im Fokus: Laut WELT zogen binnen eines Jahres mehr als 288.000 Deutsche ins Ausland, darunter besonders viele Spitzenverdiener. Als Gründe gelten bessere Lebensqualität und niedrigere Abgaben. Evonik-Chef Christian Kullmann hält zudem den Kohleausstieg in Nordrhein-Westfalen bis 2030 für unrealistisch und erwartet Kohlebedarf bis mindestens 2033, während der Konzern weitere 3200 Stellen abbaut.
    In der Luftfahrt verschärfen hohe Kerosinpreise den Druck auf europäische Airlines. Kerosin macht bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten aus, kleinere Fluggesellschaften gelten als besonders gefährdet. airBaltic braucht dringend frisches Geld, Easyjet steht im Mittelpunkt zweier Übernahmeangebote und für die portugiesische TAP müssen bis zum 29. Juli verbindliche Gebote vorliegen.
    Auch Chinas Wirtschaft bleibt angeschlagen: Ökonom David Daokui Li spricht nicht von einer k-förmigen Erholung, sondern von einer allgemeinen Schwäche seit drei Jahren. Offiziell wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal um 4,3 Prozent, während unabhängige Schätzungen deutlich niedriger liegen. Rückläufige Investitionen, hohe Schulden der Lokalregierungen und eine nach Lis Einschätzung tatsächliche Arbeitslosenquote von 10,2 Prozent belasten den Ausblick.

    EU verbietet großen Unternehmen die Vernichtung unverkaufter Mode

    Große Unternehmen in der Europäischen Union dürfen unverkaufte Kleidung und Schuhe künftig nicht mehr vernichten. Die neue EU-Vorschrift gilt ab heute und soll Unternehmen dazu bewegen, ihre Waren erneut zu verkaufen oder zu spenden, anstatt sie wegzuwerfen, berichtet SZ.de unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur.

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    Bislang kann die Entsorgung für Unternehmen teilweise günstiger sein, als die Lagerung, Aufbereitung oder erneute Vermarktung der Produkte. Ausnahmen gelten unter anderem für gefährliche, beschädigte oder verschmutzte Waren sowie für Produkte, die nicht wiederverwendet oder aufbereitet werden können. Auch Waren, die mehreren sozialwirtschaftlichen Einrichtungen mit Sitz in der EU als Spende angeboten, aber nicht innerhalb einer Frist angenommen wurden, dürfen vernichtet werden. Für kleinere Unternehmen treten die neuen Vorgaben später in Kraft.

    Der Handelsverband Deutschland erwartet mögliche Vorteile für Verbraucher. Nach Einschätzung von Hauptgeschäftsführer Stefan Genth könnte das Angebot an reduzierter Ware über Outlets, Restpostenmärkte oder Second-Hand-Kanäle steigen. Gleichzeitig entstünden dem Handel zusätzliche Kosten für Lagerung, Sortierung, Aufbereitung und Weitervermarktung. Als weitere Herausforderungen nennt der Verband beschädigte Verpackungen, hohe Logistikkosten, fehlende Nachfrage, geringe Warenwerte, Dokumentationsauflagen, rechtliche Unsicherheiten und praktische Hürden bei Spenden oder im Secondhand-Handel.

    Der Modeverband GermanFashion befürwortet die Regelung. Hauptgeschäftsführer Thomas Lange bezeichnete Bekleidung als wertvolles Produkt, dessen Vernichtung vermieden werden sollte. Für viele europäische Bekleidungsunternehmen werde die Vorschrift allerdings kaum Auswirkungen haben, da unverkaufte Ware in der Regel nicht vernichtet werde. Die größere Herausforderung liege bei den großen Mengen günstiger Ultra-Fast-Fashion-Produkte, die Verbraucher direkt bei außereuropäischen Anbietern bestellten. Diese Unternehmen sollten nach Ansicht Langes künftig ebenso wie europäische Hersteller an den Kosten für Sammlung, Sortierung und Recycling von Alttextilien beteiligt werden.

    Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie kritisiert dagegen, das Gesetz gehe an der Realität vorbei und belaste die heimische Industrie mit Bürokratie. Experte Jonas Stracke fordert funktionierende Sammel-, Sortier- und Recyclingstrukturen. Ohne diese Voraussetzungen bleibe das Vernichtungsverbot ein Papiertiger und leiste in der Praxis keinen echten Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

    Umweltschutzorganisationen verlangen deshalb wirksame Kontrollen. Moritz Jäger-Roschko von Greenpeace warnt vor möglichen Schlupflöchern und einer Umgehung der Regeln durch Falschdeklaration von Produkten. Silke Düwel-Rieth vom WWF bezeichnet das Verbot als wichtigen ersten Schritt, betont aber, dass seine Wirkung von der konsequenten Kontrolle und Durchsetzung durch die zuständigen Behörden abhänge.

    Nach Angaben der EU-Kommission werden in Europa jährlich vier bis neun Prozent der unverkauften Textilien zerstört, bevor sie überhaupt getragen wurden. Diese Abfälle verursachen rund 5,6 Millionen Tonnen CO2-Emissionen.

    „Unternehmen können die Regeln leicht umgehen, etwa durch Falschdeklaration von Produkten. Ohne konsequente Kontrollen wird sich in der Praxis nichts ändern.“ – Moritz Jäger-Roschko, Greenpeace, laut SZ.de

    Zusammenfassung: Große Unternehmen in der EU dürfen unverkaufte Kleidung und Schuhe künftig grundsätzlich nicht mehr vernichten. Ausnahmen bestehen unter anderem für gefährliche, beschädigte oder verschmutzte Waren; Verbände erwarten sowohl ökologische Chancen als auch zusätzliche Kosten und Kontrollaufwand.

    Mehr als 288.000 Deutsche ziehen binnen eines Jahres ins Ausland

    Mehr als 288.000 Deutsche zogen binnen eines Jahres ins Ausland. Das berichtet WELT und schreibt, dass besonders Spitzenverdiener nach Jobs jenseits der Grenze suchten.

    Als Gründe werden eine höhere Lebensqualität und niedrigere Abgaben genannt. Die Entwicklung wird im Bericht als Hinweis auf eine zunehmende Abwanderung von Leistungsträgern aus Deutschland eingeordnet. Viele von ihnen wollten demnach nicht nur vorübergehend, sondern für immer im Ausland bleiben.

    Der Artikel stellt die Auswanderung in den Zusammenhang mit der Attraktivität des deutschen Standorts. Im Mittelpunkt stehen dabei berufliche Perspektiven, die persönliche Lebensqualität und die Belastung durch Abgaben. Die neuen Daten sollen zeigen, welche Gruppen Deutschland tatsächlich verlassen.

    Zusammenfassung: Laut WELT zogen mehr als 288.000 Deutsche binnen eines Jahres ins Ausland. Besonders Spitzenverdiener werden als auswanderungsbereit beschrieben; als Motive gelten höhere Lebensqualität und niedrigere Abgaben.

    „Wirtschaft vor acht“ berichtet über die Wirtschaftslage

    tagesschau.de weist auf die Sendung „Wirtschaft vor acht vom 17.07.2026“ hin. In den vorliegenden Quelldaten sind jedoch keine inhaltlichen Angaben zu den behandelten Wirtschaftsthemen enthalten.

    Da der Datensatz lediglich die Sendungsbezeichnung und das Datum nennt, lassen sich daraus keine weiteren Fakten, Entwicklungen oder Einschätzungen ableiten.

    Zusammenfassung: Die Quelle weist auf eine Wirtschaftssendung vom 17.07.2026 hin; verwertbare Angaben zu deren Inhalt liegen nicht vor.

    Evonik-Chef kritisiert Kosten und Folgen der Energiewende

    Evonik-Chef Christian Kullmann hält den Kohleausstieg 2030 in Nordrhein-Westfalen für unrealistisch. Im Gespräch mit RP Online sagte er: „Wir werden die Kohle mindestens bis 2033 benötigen.“

    Nach der Überschrift des Interviews habe die Energiewende 1000 Milliarden Euro gekostet und „uns nichts gebracht“. Zugleich befindet sich Evonik nach Angaben der Quelle in einer schwierigen Lage: Das Unternehmen baut 3200 Stellen ab, zusätzlich zu bereits angekündigten 2800 Stellen.

    Kullmann äußerte sich außerdem zur politischen Debatte und warnte vor der AfD. Er sagte, die Wirtschaft habe sich gegen die „blau-braune Sauce“ positioniert. Die Quelle stellt seine Aussagen damit sowohl in den Kontext der Energieversorgung als auch der wirtschaftlichen Krise des Chemiekonzerns.

    Zusammenfassung: Christian Kullmann hält den Kohleausstieg 2030 in NRW für unrealistisch und erwartet einen Bedarf an Kohle mindestens bis 2033. Evonik baut 3200 Stellen zusätzlich zu 2800 bereits angekündigten Stellen ab.

    Hohe Treibstoffkosten setzen europäische Airlines unter Druck

    Der Kerosinpreisschock infolge des Irankrieges könnte nach Einschätzung von Branchenkennern eine Marktbereinigung in Europa auslösen. n-tv.de berichtet von steigendem Druck auf finanzschwache Airlines, sinkenden Aktienkursen und höheren Finanzierungskosten.

    Der Chef des Airline-Verbandes IATA, Willie Walsh, befürchtet, dass einige Fluggesellschaften mit den hohen Treibstoffpreisen nur sehr schwer zurechtkommen werden. Er rechnet mit möglichen Pleiten und Übernahmen. Besonders gefährdet seien kleinere Fluggesellschaften. Laut dem Londoner Luftfahrtexperten James Halstead machen Kerosinkosten bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten aus.

    Die saisonale Entwicklung verschärft die Lage. Wenn Airlines in der Sommersaison nicht genug Geld erwirtschaften, um die Belastungen zu tragen, könne die Finanzlage im saisonal schwachen Winter kritisch werden.

    Unter Druck steht die lettische Fluggesellschaft airBaltic. Sie benötigt frisches Geld, um einen Zahlungsausfall von Anleihen abzuwenden. Im August muss die Airline einen Kredit des Staates über 30 Millionen Euro zurückzahlen. Eine Anleihe im Volumen von 380 Millionen Euro wird erst 2029 fällig, muss aber über ein Reservekonto abgesichert werden. Im Juni gelang es airBaltic nicht, dieses Konto aufzufüllen. Die Ratingagentur Fitch bezeichnete die Kapitalstruktur mit der bis 2029 laufenden „sehr teuren Anleihe“ als nicht tragfähig und warnte vor einem steigenden Kreditausfallrisiko.

    Eine Schieflage von airBaltic würde auch die Lufthansa betreffen. Die Fluggesellschaft verfügt über eine Flotte von 55 Airbus-Maschinen und übernimmt im Sommer viele Flüge der Lufthansa. Auf diese Unterstützung ist Lufthansa seit der Schließung der eigenen Regionalfluggesellschaft Cityline stärker angewiesen.

    Lufthansa war Anfang 2025 mit einem Anteil von zehn Prozent für 14 Millionen Euro bei airBaltic eingestiegen. Weitere Investments schloss Lufthansa-Chef Carsten Spohr im Mai aus. Lettland habe sich als Mehrheitseigner klar positioniert, die Airline zu stützen. Der lettische Regierungschef Andris Kulbergs erklärte jedoch, der Staat könne airBaltic nicht unterstützen, wenn das Unternehmen keine klare Zukunftsstrategie vorlege. Er forderte einen strategischen kommerziellen Investor, der sich aktiv am Unternehmen beteiligt.

    Auch der Übernahmepoker um den britischen Billigflieger Easyjet sorgt für Aufmerksamkeit. Die US-Finanzinvestoren Apollo Global Management und Castlelake legten Kaufgebote vor. Apollo bot 7,15 Pfund je Easyjet-Aktie und übertraf damit die Castlelake-Offerte von 6,90 Pfund. Der Gesamtwert des Apollo-Gebots wird mit umgerechnet 6,7 Milliarden Euro angegeben.

    Easyjet besitzt mehr als die Hälfte seiner Flugzeugflotte und verfügt damit über hohe Vermögenswerte. Der Billigflieger ist zudem nicht nur als Airline im europäischen Markt etabliert, sondern in Großbritannien auch als Reiseveranstalter tätig. Apollo erklärte, das Geschäftsmodell zu unterstützen und die Vorgabe der Europäischen Union einer mehrheitlich europäischen Eigentümerschaft erfüllen zu können. Beide Bieter müssen Anfang August detaillierte Offerten vorlegen.

    Offen ist außerdem, wie sich die Lage auf die geplante Privatisierung der portugiesischen Staatsairline TAP auswirkt. Die Regierung in Lissabon will einen Minderheitsanteil von 44,9 Prozent verkaufen. Lufthansa und Air France-KLM haben Gebote angekündigt, die sie verbindlich bis 29. Juli vorlegen müssen. Für die portugiesische Regierung zählt nicht nur der Preis, sondern auch die Strategie. Das Drehkreuz Lissabon mit seinen Verbindungen nach Brasilien, die Inlandsflüge und die Anbindung der portugiesischen Inseln sollen gewährleistet bleiben.

    Unternehmen oder ThemaAngabe
    KerosinkostenBis zu 30 Prozent der Gesamtkosten
    airBaltic-Staatskredit30 Millionen Euro, Rückzahlung im August
    airBaltic-Anleihe380 Millionen Euro, Fälligkeit 2029
    airBaltic-Flotte55 Airbus-Maschinen
    Lufthansa-BeteiligungZehn Prozent für 14 Millionen Euro, Anfang 2025
    Apollo-Gebot für Easyjet7,15 Pfund je Easyjet-Aktie
    Castlelake-Offerte6,90 Pfund je Easyjet-Aktie
    Gesamtwert des Apollo-GebotsUmgerechnet 6,7 Milliarden Euro
    TAP-VerkaufMinderheitsanteil von 44,9 Prozent
    Frist für verbindliche TAP-Gebote29. Juli

    Zusammenfassung: Hohe Kerosin- und Finanzierungskosten erhöhen den Druck auf europäische Fluggesellschaften. airBaltic benötigt frisches Geld, Easyjet steht im Fokus zweier Übernahmeangebote, und für TAP soll bis 29. Juli ein Käufer für einen Minderheitsanteil gefunden werden.

    Chinesischer Ökonom sieht keine K-förmige Erholung

    Der chinesische Ökonom David Daokui Li widerspricht der verbreiteten Beschreibung einer k-förmigen Entwicklung der chinesischen Wirtschaft. Nach Darstellung der FAZ sagte der Professor der Pekinger Elite-Universität Tsinghua, das größte Problem sei nicht eine k-förmige Spaltung, sondern eine seit drei Jahren andauernde allgemeine Schwäche.

    Das K-Bild beschreibt eine Wirtschaft, in der Technologiebranchen wie Autos, Batterien, Solarpaneele, Roboter und Chemie wachsen, während Konsum, Immobilienwirtschaft, Investitionen und die Finanzen der Lokalregierungen schwächer werden. Li hält diese Darstellung für irreführend, weil die obere Linie das wirtschaftliche Fundament allein nicht tragen könne. Der Übergang zwischen altem und neuem Wachstum sei gescheitert.

    Die offiziellen Zahlen weisen für das zweite Quartal ein Wachstum von 4,3 Prozent aus. Das liegt unter dem von Peking für dieses Jahr angestrebten Wachstum von 4,5 bis fünf Prozent. Gleichzeitig bestehen Zweifel an der Aussagekraft der offiziellen Zahlen. Logan Wright von der US-Denkfabrik Rhodium taxierte das tatsächliche Wachstum im zweiten Quartal in der britischen „Financial Times“ auf null bis ein Prozent.

    Als besonders problematisch bezeichnet Li die Entwicklung der Anlageinvestitionen. Diese sanken in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 4,1 Prozent. Einen Rückgang der Anlageinvestitionen habe China zuvor nur 1961 und 1967 erlebt.

    Li warnt außerdem vor den Folgen für den Arbeitsmarkt und die gesellschaftliche Stabilität. Wenn entmutigte Arbeitskräfte berücksichtigt würden, die aus Frustration die Jobsuche aufgegeben hätten, liege die tatsächliche Arbeitslosenquote bei 10,2 Prozent und damit doppelt so hoch wie die offiziellen Zahlen.

    Der Arbeitsmarkt wird laut FAZ zusätzlich durch flexible Beschäftigungsverhältnisse geprägt. Das China New Employment Forms Research Center geht davon aus, dass rund 320 Millionen Chinesen in solchen Beschäftigungsformen arbeiten. Das entspricht rund 44 Prozent aller Beschäftigten. Dazu zählen mehr als 80 Millionen Arbeiter in Fabriken, rund 40 Millionen auf Baustellen, knapp 40 Millionen Taxifahrer und mehr als 15 Millionen Essenslieferanten.

    Als Reaktion auf die Wirtschaftsschwäche forderte Ministerpräsident Li Qiang stärkere „antizyklische Maßnahmen“. Peking legte außerdem erstmals einen Fünfjahresplan zur Ankurbelung des heimischen Konsums vor. Der Einzelhandelsumsatz soll demnach bis zum Ende des Jahrzehnts auf 60 Billionen Yuan steigen, was rund 7700 Milliarden Euro entspricht. Das wäre ein jährliches Plus von rund 3,7 Prozent und läge unter dem zuletzt angestrebten Wachstum von 4,5 bis fünf Prozent.

    Der Anteil des Konsums an der Wirtschaftsleistung liegt laut Quelle bei rund 40 Prozent. Peking will diesen Anteil erhöhen, hat nach Darstellung der FAZ aber seit mehreren Jahrzehnten keine großen Fortschritte erzielt.

    Li sieht die zentralen Wachstumstreiber der vergangenen zwanzig Jahre vor allem in der Immobilienwirtschaft und den Infrastrukturinvestitionen. Beide Bereiche seien inzwischen ins Stocken geraten. Noch wichtiger als die Immobilienkrise sei nach seiner Einschätzung die Verschuldung der Lokalregierungen, die auf mehr als 100 Prozent der Wirtschaftsleistung gestiegen sei. Diese könnten kaum ihren Betrieb aufrechterhalten und noch weniger Zinsen bedienen.

    „Das größte Problem der chinesischen Volkswirtschaft ist keine k-förmige Spaltung, sondern die seit drei Jahren andauernde allgemeine Schwäche.“ – David Daokui Li, laut FAZ
    KennzahlAngabe
    Wachstum im zweiten Quartal4,3 Prozent
    Angestrebtes Wachstum4,5 bis fünf Prozent
    Geschätztes tatsächliches Wachstum im zweiten QuartalNull bis ein Prozent
    Rückgang der Anlageinvestitionen in den ersten fünf Monaten4,1 Prozent
    Tatsächliche Arbeitslosenquote nach Lis Einschätzung10,2 Prozent
    Flexible BeschäftigungsverhältnisseRund 320 Millionen Menschen
    Anteil flexibler BeschäftigungsverhältnisseRund 44 Prozent aller Beschäftigten
    Geplanter Einzelhandelsumsatz bis zum Ende des Jahrzehnts60 Billionen Yuan
    Umrechnung des geplanten EinzelhandelsumsatzesRund 7700 Milliarden Euro
    Angestrebtes jährliches Plus beim EinzelhandelsumsatzRund 3,7 Prozent
    Anteil des Konsums an der WirtschaftsleistungRund 40 Prozent

    Zusammenfassung: David Daokui Li beschreibt Chinas Wirtschaft als seit drei Jahren allgemein schwach und nicht lediglich als k-förmig gespalten. Offizielle Wachstumszahlen, rückläufige Anlageinvestitionen, eine nach seiner Einschätzung tatsächliche Arbeitslosenquote von 10,2 Prozent und die hohe Verschuldung der Lokalregierungen prägen das Bild.

    Quellen:

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    Die EU verbietet großen Unternehmen, unverkaufte Mode zu vernichten, während hohe Energiekosten Evonik und steigende Kerosinpreise Europas Airlines belasten.

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