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Inflation in der Eurozone steigt auf 4 Prozent
Die Jahresinflationsrate in der Eurozone ist nach einer Blitzschätzung von Eurostat im Oktober auf 4 Prozent gestiegen. Im September hatte sie noch 3,8 Prozent betragen.
Als wichtigster Preistreiber werden die Energiepreise genannt, die mit einer Jahresrate von 20,8 Prozent zulegten. Tichys Einblick führt neben den Energiepreisen auch die Staatsschuldenpolitik als Faktor für den Inflationsdruck an.
Die Europäische Zentralbank steht laut dem Bericht vor einem Dilemma. Einerseits müsse sie die Kreditkosten niedrig halten, um hoch verschuldete Staaten wie Frankreich, Belgien und Italien zu stützen, andererseits müsse sie auf die steigende Inflation reagieren.
Auch die wirtschaftliche Entwicklung wird kritisch bewertet. In Deutschland sank die Industrieproduktion im ersten Halbjahr um etwa drei Prozent, während für Frankreich ähnliche Zahlen genannt werden.
Die Geldmenge M3 wächst weiterhin mit 3,5 Prozent. Gleichzeitig stieg im September die bereinigte Kreditnachfrage der Haushalte um 3,1 Prozent und die der Unternehmen um 4,2 Prozent.
Eine Bankenumfrage der EZB habe zudem sinkende Nachfrage und schärfere Vergabestandards gezeigt. Trotzdem plane die EZB im Dezember eine Zinserhöhung.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Inflation im Oktober | 4 Prozent |
| Inflation im September | 3,8 Prozent |
| Jahresrate der Energiepreise | 20,8 Prozent |
| Wachstum der Geldmenge M3 | 3,5 Prozent |
| Kreditnachfrage der Haushalte im September | 3,1 Prozent |
| Kreditnachfrage der Unternehmen im September | 4,2 Prozent |
| Rückgang der deutschen Industrieproduktion im ersten Halbjahr | etwa drei Prozent |
Zusammenfassung: Tichys Einblick berichtet über eine auf 4 Prozent gestiegene Inflation, hohe Energiepreise, schwache Industrieproduktion und eine geplante Zinserhöhung der EZB im Dezember.
Ausländische Übernahmen deutscher Unternehmen nehmen deutlich zu
Deutsche Unternehmen sind bei ausländischen Käufern so gefragt wie lange nicht mehr. Nach einer Analyse der Beratungsgesellschaft KPMG hat sich das Volumen grenzüberschreitender Übernahmen deutscher Firmen vom dritten Quartal 2025 bis zum zweiten Quartal 2026 um 134 Prozent auf fast 129 Milliarden Dollar erhöht.
Die Zahl der Transaktionen stieg im gleichen Zeitraum von 897 auf 926. Insgesamt wurden 18 Übernahmen mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Dollar angekündigt.
Besonders aktiv waren US-Investoren. Sie standen laut der auf Zahlen des Finanzdaten-Konzerns LSEG basierenden Studie allein hinter zehn Milliardendeals.
Als Beispiele nennt WEB.DE den baden-württembergischen Ventilatorenspezialisten EBM-Papst, der für rund 4,8 Milliarden Euro an den US-Konzern Madison Air geht. Außerdem übernahm der US-Investor Carlyle die Mehrheit am Lackgeschäft BASF Coatings.
Darüber hinaus vereinbarte Bain Capital die Mehrheitsübernahme des Augsburger Schiffs- und Kraftwerksmotorenbauers Everllence. Die Viessmann-Gruppe verkaufte ihr Wärmepumpen-Geschäft an den US-Konzern Carrier.
KPMG-Experte Michael Buhl sieht in den Übernahmen keinen Ausverkauf, sondern einen Treiber des Strukturwandels. Deutsche Unternehmen verfügten über technologische Kompetenz, industrielle Exzellenz und hochwertige Daten.
„Denn viele deutsche Unternehmen vereinen technologische Kompetenz, industrielle Exzellenz und hochwertige Daten“, sagte KPMG-Experte Michael Buhl laut WEB.DE.
Auch deutsche Unternehmen übernahmen verstärkt Firmen im Ausland. Die Zahl dieser Auslandsübernahmen stieg von 593 auf 622, während das Volumen um 15 Prozent auf 42,9 Milliarden Dollar wuchs.
KPMG erwartet bis 2028 eine Zunahme der Fusionen und Übernahmen in Deutschland. Inlandsdeals sollen geschätzt um 22 Prozent auf rund 1.300 Transaktionen steigen, Übernahmen deutscher Firmen durch ausländische Käufer um 13 Prozent auf 1.039 Deals.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Volumen grenzüberschreitender Übernahmen deutscher Firmen | fast 129 Milliarden Dollar |
| Anstieg dieses Volumens | 134 Prozent |
| Zahl der Transaktionen | von 897 auf 926 |
| Milliardendeals | 18 |
| US-geführte Milliardendeals | 10 |
| EBM-Papst-Transaktion | rund 4,8 Milliarden Euro |
| Auslandsübernahmen deutscher Unternehmen | von 593 auf 622 |
| Volumen deutscher Auslandsübernahmen | 42,9 Milliarden Dollar |
| Prognose Inlandsdeals bis 2028 | rund 1.300 Transaktionen |
| Prognose ausländischer Übernahmen bis 2028 | 1.039 Deals |
Zusammenfassung: WEB.DE berichtet von stark gestiegenen ausländischen Übernahmen deutscher Unternehmen, besonders durch US-Investoren, und von einer erwarteten weiteren Zunahme der M&A-Aktivität bis 2028.
„Wirtschaft vor acht“ vom 06.11.2026
tagesschau.de weist auf die Ausgabe „Wirtschaft vor acht vom 06.11.2026“ hin. In den bereitgestellten Quelldaten sind darüber hinaus keine inhaltlichen Angaben zu den behandelten Wirtschaftsthemen enthalten.
Zusammenfassung: tagesschau.de führt die Wirtschaftssendung vom 06.11.2026 auf; konkrete Meldungsinhalte sind in der Quelle nicht enthalten.
HTWK Leipzig verbindet Denkmalpflege, Forschung und Wirtschaft
Auf der Denkmalmesse zeigt die HTWK Leipzig mit dem „DENK(M)areal“, wie Unternehmen und Wissenschaft gemeinsam an digitalen und nachhaltigen Lösungen für die Denkmalpflege arbeiten. Im Mittelpunkt steht damit die Verbindung von Forschung, Wirtschaft und dem Erhalt historischer Bausubstanz.
Der Beitrag ordnet das Projekt in das Angebot der MDR-Mediathek ein. Weitere konkrete Angaben zu beteiligten Unternehmen, einzelnen Forschungsvorhaben oder finanziellen Größen enthält der bereitgestellte Inhalt nicht.
Zusammenfassung: MDR.de berichtet über das „DENK(M)areal“ der HTWK Leipzig und die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft bei digitalen und nachhaltigen Lösungen für die Denkmalpflege.
Thüringen aktiviert Wirtschaftsfonds mit rund 80 Millionen Euro
Thüringen schaltet die angekündigten Hilfsfonds für die Wirtschaft frei. Unternehmen können laut einem Sprecher des Finanzministeriums bereits einen Antrag auf Geld aus den Töpfen stellen.
Die Mittel sollen über die Thüringer Industriebeteiligungs-GmbH fließen. Das Land sei zu diesem Zweck als Gesellschafter bei der TIB eingestiegen.
Eine direkte Beteiligung des Landes an Unternehmen sei nach Angaben des Finanzministeriums nicht geeignet. Zudem bestehe die Gefahr unwirtschaftlicher Doppelstrukturen, weshalb auf die Ressourcen der TIB als bewährtes Thüringer Förderinstrument zurückgegriffen werde.
Vorgesehen sind ein Transformationsfonds und ein Wachstumsfonds mit einem Gesamtvolumen von rund 80 Millionen Euro. Das Geld ist für Firmenbeteiligungen und damit als Kapitalspritze gedacht, etwa für Investitionen in neue Produkte oder Märkte.
Der Start der Fonds und die ersten Beteiligungen waren für Anfang 2027 anvisiert worden. Als besonders gefordert werden wichtige Industriezweige wie die Automotive-Industrie, der Metallbau und der Maschinenbau beschrieben.
„Die Thüringer Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen“, sagte Finanzministerin Katja Wolf laut WELT.
| Fonds | Angabe |
|---|---|
| Transformations- und Wachstumsfonds zusammen | rund 80 Millionen Euro |
| Geplanter Start der Fonds und ersten Beteiligungen | Anfang 2027 |
Zusammenfassung: WELT berichtet über Thüringer Transformations- und Wachstumsfonds mit einem Gesamtvolumen von rund 80 Millionen Euro, die über die TIB als Kapitalspritzen für Unternehmen eingesetzt werden sollen.
Forderungen nach Elektrifizierung und verlässlichen politischen Rahmenbedingungen
Carsten Schneider dringt auf eine stärkere Elektrifizierung. Mit Blick auf die hohen Energiepreise sagte er, die gesamte Menschheit zahle gerade einen sehr hohen Preis für ihre fossile Abhängigkeit.
Der Ausbau der erneuerbaren Energien mache unabhängig von Autokraten. Schneider wies darauf hin, dass Deutschland derzeit mehr als 100 Milliarden Euro im Jahr für fossile Energieimporte ausgebe.
„Die gesamte Menschheit zahlt gerade einen sehr hohen Preis für ihre fossile Abhängigkeit“, sagte Carsten Schneider laut STERN.de.
Bei der türkischen Initiative geht es um das Ziel, den Stromanteil am weltweiten Endenergieverbrauch bis 2035 auf 35 Prozent zu erhöhen. Derzeit liegt dieser Anteil bei etwa 20 Prozent.
Schneider warb für mehr Wärmepumpen und Elektromobilität. Zugleich forderte Stefan Ehinger, Präsident des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke, dass Strom günstiger und gegenüber fossilen Energieträgern attraktiver werden müsse.
Ehinger verlangte von der Bundesregierung „Verlässlichkeit statt Verunsicherung“. Für erneuerbare Energien dürfe es nicht ständig neue Belastungen und Regularien geben; pauschale Netzgebühren für Solaranlagen seien das falsche Signal.
Darüber hinaus forderte Ehinger ein verlässliches CO2-Preissignal, damit Unternehmen einen stabilen Rahmen für Investitionen in die Transformation hätten. Die Stromsteuer müsse wie von der Regierung versprochen für alle auf das europäische Mindestmaß gesenkt werden.
Auch Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung Klimawirtschaft, drang auf verlässliche und planbare Aussagen der Bundesregierung. Die ambitionierte Wirtschaft halte Kurs, benötige dafür aber das Signal, dass die Bundesregierung hinter der Modernisierung der Wirtschaft stehe.
| Thema | Angabe |
|---|---|
| Fossile Energieimporte Deutschlands | mehr als 100 Milliarden Euro im Jahr |
| Ziel für den Stromanteil am weltweiten Endenergieverbrauch bis 2035 | 35 Prozent |
| Derzeitiger Stromanteil am weltweiten Endenergieverbrauch | etwa 20 Prozent |
Zusammenfassung: STERN.de berichtet über Forderungen nach mehr Elektrifizierung, Wärmepumpen und Elektromobilität sowie nach verlässlichen Regeln, einem stabilen CO2-Preissignal und einer Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß.
Quellen:
- Inflation steigt auf 4 Prozent: Wird die Geldpolitik zum Sargnagel der Euro-Wirtschaft?
- Wirtschaft vor acht vom 06.11.2026
- Immer mehr Unternehmen in Deutschland in ausländischer Hand
- Denkmalpflege trifft Forschung: HTWK vernetzt Wirtschaft und Wissenschaft
- Land bringt Millionenfonds für die Wirtschaft auf den Weg
- Schneider dringt auf Elektrifizierung - Wirtschaft verlangt verlässlichen Rahmen















