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Energiepreise gelten als größtes Inflationsrisiko in Europa
Steigende Preise für Öl und Gas könnten die Inflation in Europa weiter anheizen. Eine neue Studie untersucht, wie stark ein Energieschock die Preise nach oben treiben könnte und welche Lösung Experten sehen.
Im Mittelpunkt steht damit die Gefahr, dass höhere Energiekosten nicht nur unmittelbar Haushalte und Unternehmen belasten, sondern auch weitere Preise in der Wirtschaft nach oben treiben. Die Studie wird als Grundlage für die Einschätzung des Inflationsrisikos herangezogen.
Infobox: Öl- und Gaspreise werden als größtes Inflationsrisiko beschrieben. Eine neue Studie bewertet die möglichen Folgen eines Energieschocks und nennt eine von Experten vorgeschlagene Lösung.
Quelle: WEB.DE
Viele junge Menschen interessieren sich für eine Firmengründung
40 Prozent der jungen Menschen in Deutschland haben laut einer Befragung der Bertelsmann Stiftung Interesse an einer Firmengründung. Tatsächlich umgesetzt haben diesen Schritt aber nur 3 Prozent der im April 2026 repräsentativ befragten 14- bis 25-Jährigen.
Fast jeder Zehnte hat die feste Absicht, sich bis zu seinem 30. Geburtstag selbstständig zu machen. 29 Prozent der Befragten schließen eine Firmengründung dagegen für sich aus.
Die Gründe für den Verzicht auf eine Gründung sind vielfältig. 61 Prozent bevorzugen ein sicheres Angestelltenverhältnis, 48 Prozent nennen fehlendes Wissen als Hinderungsgrund und 39 Prozent schreckt der Stress einer Selbstständigkeit ab.
Etwas mehr als jedem Zehnten fehlt nach Angaben der Befragung der richtige Geschäftspartner. Jeweils 9 Prozent nennen fehlendes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten beziehungsweise nicht vorhandenes Startkapital.
| Angabe | Anteil |
|---|---|
| Interesse an einer Firmengründung | 40 Prozent |
| Firmengründung tatsächlich umgesetzt | 3 Prozent |
| Firmengründung wird ausgeschlossen | 29 Prozent |
| Bevorzugung eines sicheren Angestelltenverhältnisses | 61 Prozent |
| Fehlendes Wissen | 48 Prozent |
| Stress der Selbstständigkeit | 39 Prozent |
| Fehlendes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten | 9 Prozent |
| Nicht vorhandenes Startkapital | 9 Prozent |
Die Autoren der Bertelsmann Stiftung fordern, die Barrieren für eine Firmengründung zu beseitigen. Zugleich verweisen sie auf optimistischere Zahlen aus dem Global Entrepreneurship Monitor 2025/2026: Der Anteil der jungen Gründer im Alter von 18 bis 24 Jahren habe sich in den zurückliegenden Jahren fast verdoppelt.
Lag der Anteil in dieser Altersgruppe 2024 noch bei 13 Prozent, kletterte der Wert 2025 auf über 23 Prozent. Der Monitor wird vom RKW Kompetenzzentrum in Eschborn veröffentlicht und vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.
„Es ist gut, dass so viele junge Menschen Interesse daran zeigen, eine eigene Firma zu gründen. Neue Unternehmen bringen oft frische Geschäftsideen mit, sie schaffen Arbeitsplätze und stärken die Wettbewerbsfähigkeit. Gerade in der aktuell herausfordernden Situation kann die deutsche Wirtschaft solche Impulse dringend gebrauchen“, sagt Ivo Andrade, Experte der Bertelsmann Stiftung für Jugend und Wirtschaft.
Infobox: Das Interesse junger Menschen an einer Firmengründung ist deutlich größer als die Zahl der tatsächlichen Gründungen. Als zentrale Hürden werden ein sicheres Angestelltenverhältnis, fehlendes Wissen und der Stress der Selbstständigkeit genannt.
Quelle: SZ.de; Text aus dem dpa-Newskanal
AfD setzt im Osten auf Sonderwirtschaftszonen und wirtschaftspolitischen Kurswechsel
Die AfD verspricht für Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern einen wirtschaftlichen Aufschwung. In Sachsen-Anhalt will die Partei nach eigenen Angaben den „wirtschaftlichen Niedergang und die damit verbundene Deindustrialisierung“ stoppen.
In Mecklenburg-Vorpommern kündigt die AfD an, die „Wirtschaftskraft entfesseln“ und dadurch für einen Aufschwung sorgen zu wollen. Der Artikel untersucht, wie die Partei dieses Ziel erreichen will und warum Sonderwirtschaftszonen als wirtschaftspolitisches Rezept umstritten sind.
In den Wahlprogrammen finden sich laut Artikel vor allem teure Sozialleistungen sowie bekannte Forderungen wie die Wiederinbetriebnahme von Nord Stream 2. Als auffälligste Idee werden Sonderwirtschaftszonen in strukturschwachen Regionen beschrieben.
Für dieses Modell verweist die Partei auf internationale Beispiele wie Shenzhen und polnische Zonen. Ökonomen betonen jedoch, dass Nutzen und Risiken von den konkreten Regeln abhängen.
Eingriffe bei Umwelt- oder Arbeitsstandards könnten heftigen Widerstand auslösen. Außerdem könne ein einzelnes Bundesland wegen Vorgaben von EU und Bund nur begrenzt handeln.
Der von der AfD versprochene Aufschwung erscheint mit diesem Instrument deshalb kaum erreichbar. Zugleich warnen Studien laut Artikel davor, dass eine ausländerfeindliche Politik den Fachkräftemangel verschärfen und Teile des Programms nicht finanzierbar machen würden.
- Die AfD setzt auf Sonderwirtschaftszonen in strukturschwachen Regionen.
- Als internationale Beispiele werden Shenzhen und polnische Zonen genannt.
- Ökonomen verweisen auf mögliche Konflikte bei Umwelt- und Arbeitsstandards.
- Vorgaben von EU und Bund begrenzen die Handlungsmöglichkeiten einzelner Bundesländer.
- Eine ausländerfeindliche Politik könnte den Fachkräftemangel verschärfen.
Infobox: Die AfD verbindet ihr Aufschwungsversprechen mit Sonderwirtschaftszonen, Sozialleistungen und der Forderung nach einer Wiederinbetriebnahme von Nord Stream 2. Der Artikel stellt infrage, ob ein einzelnes Bundesland diese Pläne angesichts von EU- und Bundesvorgaben umsetzen kann.
Quelle: DIE ZEIT
Wirtschaftliche Themen im Update der tagesschau24
Das „Update Wirtschaft vom 14.09.2026“ von tagesschau.de führt unter anderem die Themen Parlamentswahl in Schweden, junge Menschen, FED und Zinsentscheidung auf. Die Meldung ist als Wirtschaftssendung von tagesschau24 ausgewiesen.
Konkrete Zahlen, Kursentwicklungen oder weitere inhaltliche Angaben zu den genannten Themen enthält der bereitgestellte Quellentext nicht. Daher bleiben die Themenangaben auf die in der Sendungsübersicht genannten Stichworte beschränkt.
Infobox: Die Sendung vom 14.09.2026 nennt Parlamentswahl in Schweden, junge Menschen, FED und Zinsentscheidung als Themen. Weitere nutzbare Fakten sind im Quellentext nicht enthalten.
Quelle: tagesschau.de
Joe Kaeser fordert einen grundlegenden Umbau der deutschen Wirtschaftspolitik
Managerlegende und Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser rät nach dem AfD-Sieg von Sachsen-Anhalt zu einem Regierungsumbau. Im Gespräch mit WELT erklärt er seinen als „Agenda 2033“ bezeichneten Deutschland-Plan.
Kaeser kritisiert, dass die Wirtschaft in Deutschland seiner Einschätzung nach zu wenig gelte. Ein Schwerpunkt seiner Forderungen betrifft den Sozialstaat: Dieser dürfe nicht mehr Ersatz für verfehlte Arbeitsmarktpolitik sein.
Der Artikel ordnet Kaesers Vorschläge in die Debatte über die wirtschaftspolitische Ausrichtung Deutschlands nach dem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt ein. Im Zentrum steht damit die Frage, wie Regierung, Arbeitsmarktpolitik und Sozialstaat neu ausgerichtet werden sollen.
„In Deutschland gilt die Wirtschaft nichts“ – die harte Abrechnung des Joe Kaeser.
Infobox: Joe Kaeser verbindet seine „Agenda 2033“ mit einem Regierungsumbau und einer Neuordnung der Arbeitsmarktpolitik. Besonders kritisch bewertet er eine Rolle des Sozialstaats als Ersatz für verfehlte Arbeitsmarktpolitik.
Quelle: WELT
Apothekenzahl in Deutschland sinkt weiter
Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist weiter gesunken. Ende Juni gab es bundesweit noch 16.488 Apotheken und damit 113 weniger als zum Jahreswechsel.
Dem standen seit Anfang Januar 30 Neueröffnungen und 143 Schließungen gegenüber. Erfasst werden Hauptapotheken und Filialen, von denen es bis zu drei geben kann.
Der Rückgang fiel kleiner aus als im ersten Halbjahr 2025. Damals sank die Zahl um 238 Apotheken.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Apotheken Ende Juni | 16.488 |
| Rückgang seit Jahreswechsel | 113 |
| Neueröffnungen seit Anfang Januar | 30 |
| Schließungen seit Anfang Januar | 143 |
| Rückgang im ersten Halbjahr 2025 | 238 |
Abda-Präsident Thomas Preis erklärte, das Apothekensterben habe sich zwar etwas verlangsamt, halte aber weiter an. Deutschland habe inzwischen die niedrigste Apothekenzahl seit fast fünf Jahrzehnten.
Nach 13 Jahren Stillstand bei der Vergütung beginne eine stufenweise Honorarerhöhung zu greifen. Sie solle die Apotheken betriebswirtschaftlich stabilisieren, wobei laut Preis noch offen sei, ob dieser Nachholeffekt ausreiche, um das Apothekensterben aufzuhalten.
Mit einer Verordnung der Bundesregierung wurde der Fix-Bestandteil der Apotheken-Vergütung für rezeptpflichtige Medikamente zum 1. Juli von 8,35 Euro pro Packung auf 9,00 Euro erhöht. Zum 1. Januar 2027 soll eine Anhebung auf 9,50 Euro folgen.
Gleichzeitig bezieht das von der Koalition beschlossene Sparpaket für stabile Krankenkassenbeiträge mit Ausgabenbremsen im gesamten Gesundheitswesen auch die Apotheken mit ein. Preis warnte deshalb, die Honoraranpassung drohe zum „Strohfeuer“ zu werden.
Apotheken sollen nach einem Gesetz der schwarz-roten Koalition künftig mehr Leistungen wie Impfungen, Vorsorge und Tests anbieten können. Die Apothekerinnen und Apotheker seien bereit, noch mehr Verantwortung zu übernehmen, benötigten dafür aber stabile Rahmenbedingungen und eine faire Dynamisierung des Honorars, um künftige Kostensteigerungen abzufedern.
Die Rolle der Apotheken im Versorgungssystem ist auch Thema beim Deutschen Apothekertag, der an diesem Dienstag in München beginnt. Zur Eröffnung wird der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann erwartet.
„Das Apothekensterben hat sich zwar etwas verlangsamt, hält aber weiter an. Wir haben inzwischen die niedrigste Apothekenzahl seit fast fünf Jahrzehnten“, sagte Abda-Präsident Thomas Preis.
Infobox: Ende Juni gab es 16.488 Apotheken. 30 Neueröffnungen standen 143 Schließungen gegenüber; zugleich steigt der Fix-Bestandteil der Vergütung von 8,35 Euro pro Packung auf 9,00 Euro und soll zum 1. Januar 2027 auf 9,50 Euro steigen.
Quelle: n-tv.de, nbr/dpa
Quellen:
- Energiepreise als größtes Inflationsrisiko
- Unternehmen - Viele junge Deutsche wollen Firmen gründen – wenige tun es - Wirtschaft - SZ.de
- Wirtschaftspolitik der AfD: Wie die AfD im Osten den Aufschwung schaffen will
- Update Wirtschaft vom 14.09.2026
- „Eine Agenda 2033“ – der schonungslose Deutschland-Plan des Joe Kaeser
- 30 Eröffnungen, 143 Schließungen: Zahl der Apotheken sinkt weiter















