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US-Wirtschaftsdaten setzen Trump vor den Midterms unter Druck
Nach Darstellung von ntv.de droht den US-Republikanern bei den anstehenden Zwischenwahlen im November ein erheblicher Machtverlust. Sollten sie am 3. November eine der beiden Kongresskammern verlieren, könnten die Demokraten Gesetzesvorhaben von Präsident Donald Trump in dessen beiden letzten Amtsjahren blockieren.
Trump hatte vor seiner Wahl versprochen, die Preise „sehr schnell“ zu senken, die Inflation zu besiegen und ein „explosives Wirtschaftswachstum“ auszulösen. Die Inflationsrate sank zwar von ihrem Höchstwert von 9,1 Prozent im Sommer 2022 auf 2,3 Prozent im April 2025, doch die Preise fielen nicht, sondern stiegen lediglich langsamer.
Kurz vor den Zwischenwahlen meldete die US-Statistikbehörde, dass die Verbraucherpreise im September gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent zugelegt hätten. Das Ziel liegt bei einer Inflationsrate von 2 Prozent. Mehr als zwei Drittel der Befragten lehnen laut ntv.de Trumps Umgang mit der Inflation ab, während nur rund ein Drittel seiner Wirtschaftspolitik zustimmt.
| Wirtschaftlicher Wert | Angabe |
|---|---|
| Höchstwert der Inflationsrate im Sommer 2022 | 9,1 Prozent |
| Inflationsrate im April 2025 | 2,3 Prozent |
| Verbraucherpreisanstieg im September gegenüber dem Vorjahr | 3,7 Prozent |
| Ziel der Inflationsrate | 2 Prozent |
| Verteuerung gewöhnlicher Konsumgüter durch Zölle bis Februar 2026 | 3,1 Prozent |
| Monatlicher Anstieg der Benzinpreise | 9,1 Prozent |
Zu den Belastungen zählen nach Einschätzung von Analysen der US-Notenbank und ihrer regionalen Institute auch die Zölle. Sie verteuerten gewöhnliche Konsumgüter wie Autos, Möbel oder Kleidung bis Februar 2026 insgesamt um 3,1 Prozent. Händler und Importeure hätten einen Teil der Mehrkosten zulasten ihrer Gewinnspannen aufgefangen; seit Mitte 2026 verliere der Zolleffekt an Kraft.
Für den erneuten Anstieg der Gesamtinflation seien zuletzt vor allem höhere Energiepreise verantwortlich gewesen. Trump hatte angekündigt: „Mein Plan wird die Energiepreise innerhalb von zwölf Monaten nach meinem Amtsantritt halbieren oder sogar noch stärker senken.“ Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar 2026 sperrte der Iran die Straße von Hormus. Daraufhin stiegen die Preise für Benzin, Diesel und Heizöl auch in den USA.
Die US-Statistikbehörde führte die Hälfte des neuesten Anstiegs der Verbraucherpreise um saisonbereinigte 0,6 Prozent auf den Preissprung an den Tankstellen zurück. Benzin verteuerte sich innerhalb eines Monats um durchschnittlich 9,1 Prozent. Eine von Trump angekündigte Bereitstellung von 300.000 Tonnen Diesel durch Russland dürfte laut ntv.de möglicherweise nicht rechtzeitig vor den Zwischenwahlen eintreffen; zudem sei ungewiss, ob die Lieferung den Weltmarktpreis senken würde.
Die Internationale Energieagentur rechnet mit einer Dieselknappheit bis Mitte 2027. Die hohen Energiekosten könnten die US-Notenbank noch in diesem Jahr zu einer weiteren Zinserhöhung zwingen. Die nächste Sitzung steht Ende Oktober an, nach Einschätzung der meisten Fachleute dürfte die Fed zunächst abwarten und die Zinsen dann im Dezember erhöhen.
Steigende Zinsen wirken sich in den USA schnell auf die Haushalte aus, weil vergleichsweise viele Menschen Hypothekenzinsen zahlen und ihre täglichen Ausgaben auf Kredit finanzieren. Die Universität Michigan misst die wirtschaftliche Stimmung der US-Bevölkerung monatlich; der Indexwert hat inzwischen in zwei von drei Einkommensgruppen Tiefststände erreicht.
„Mein Plan wird die Energiepreise innerhalb von zwölf Monaten nach meinem Amtsantritt halbieren oder sogar noch stärker senken.“
Infobox – ntv.de: 3,7 Prozent Verbraucherpreisanstieg im September, 9,1 Prozent höhere Benzinpreise innerhalb eines Monats und eine mögliche Zinserhöhung belasten Trumps wirtschaftspolitische Bilanz vor den Zwischenwahlen.
Wirtschaftsnobelpreisträger fordert Europa zu gezielter Industriepolitik auf
WEB.DE berichtet über die Wachstumsagenda des französischen Ökonomen und Wirtschaftsnobelpreisträgers Philippe Aghion. Europa stagniere wirtschaftlich, die entscheidende Ursache sei ein politisch verursachtes Innovationsdefizit.
Aghion empfiehlt Europa, sich an China zu orientieren. Europa müsse „klug investieren“ und eine gezielte Industriepolitik betreiben, die innovations- und wettbewerbsfreundlich sei. Von einer echten Wirtschaftskrise wolle er nicht sprechen; Europa befinde sich vielmehr in einer Phase niedrigen Wachstums.
„Wir müssen tun, was die Chinesen tun: klug investieren, eine gezielte Industriepolitik betreiben, die innovations- und wettbewerbsfreundlich ist.“
Die Aufweichung des sogenannten Verbrenner-Aus durch Emmanuel Macron und Friedrich Merz bewertet Aghion als taktisches Manöver ohne strategischen Wert. Der Schutz gebe den Herstellern nur „etwas Luft zum Atmen“.
Innovation werde nach seiner Einschätzung nicht von der EU kommen. Als Gegenmodell schlägt Aghion eine „Koalition der Willigen“ vor. Länder wie Kanada, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und die Schweiz sollten gemeinsam mit institutionellen Investoren eine Forschungseinrichtung gründen und eine langfristige Forschungsfinanzierung aufbauen.
Auch in der Auseinandersetzung mit China plädiert Aghion für Verhandlungen. China verfüge über sehr gute Elektroautos und brauche einen Markt. Europa könne diesen Markt anbieten, allerdings nur unter der Bedingung, dass die Fahrzeuge in Europa mit europäischen Arbeitern hergestellt werden.
Falls China darauf nicht eingehe, hält Aghion Zölle als Druckmittel für legitim. Protektionismus solle jedoch nicht zur Dauerstrategie werden. Zugleich fordert er, gegenüber China und den USA hart aufzutreten.
Europa verfüge laut Aghion über Kapital, qualifizierte Köpfe sowie solide Bildungs- und Sozialsysteme. Damit seien grundsätzlich alle Voraussetzungen für mehr Innovation vorhanden.
- Gezielte Industriepolitik
- Langfristige Forschungsfinanzierung
- Gemeinsame Forschungseinrichtung mehrerer europäischer und weiterer Länder
- Verhandlungen mit China über Produktion in Europa
- Zölle nur als Druckmittel
Infobox – WEB.DE: Philippe Aghion sieht Europas Hauptproblem in einem politisch verursachten Innovationsdefizit und fordert mehr Investitionen, eine innovationsfreundliche Industriepolitik sowie eine engere Zusammenarbeit mehrerer Länder.
Bank zahlt versehentlich 120 000 statt 12 900 Euro aus
SZ.de berichtet über eine Bankpanne in Salzburg. Ein georgischer Student wollte in einer Filiale der Salzburger Sparkasse 12 900 Euro abheben, erhielt jedoch versehentlich 120 000 Euro.
Der 25-Jährige benötigte das Geld, um den Behörden nachzuweisen, dass er sein Studium und seinen Lebensunterhalt in Österreich finanzieren kann. Die Bank spricht von einem „menschlichen Fehler“. Der Student erhielt Hilfe dabei, die vielen Geldscheine in seine Tasche zu packen.
Nach der Auszahlung gab der Student das Geld zunächst einem Freund und ging ins Fitnessstudio. Erst nach dem Duschen erhielt er den Anruf der Bank und erfuhr, dass es sich nicht um 12 900, sondern um 120 000 Euro handelte.
Gemeinsam mit seinem Freund machte er sich auf den Weg zurück zur Bank. Um den Vorfall zu dokumentieren, filmte er, wie sie im Auto bündelweise 50-Euro-Scheine sowie grüne 100-Euro-Scheine aus der Tasche holten.
Die Bank räumte den Fehler ein und nahm das zu viel ausgezahlte Geld zurück. Die ursprünglich gewünschten 12 900 Euro durfte der Student behalten. Als Dankeschön erhielt er von der Sparkasse eine Tüte Gummibärchen zum Teilen.
| Vorgang | Betrag |
|---|---|
| Vom Studenten gewünschte Auszahlung | 12 900 Euro |
| Tatsächlich ausgezahlter Betrag | 120 000 Euro |
Infobox – SZ.de: Eine Salzburger Sparkasse zahlte versehentlich 120 000 statt 12 900 Euro aus. Der Student brachte das überschüssige Geld zurück und erhielt die ursprünglich gewünschte Summe sowie eine Tüte Gummibärchen.
Melitta will nach Verlustjahren wieder wachsen
WELT berichtet über die Pläne des deutschen Familienunternehmens Melitta. Nach zwei Krisenjahren und fast 100 Millionen Euro Verlust soll es 2026 wieder Gewinne geben.
Die Geschäftsführung verbindet die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens mit einer politischen Botschaft. Wirtschaft und Wertschöpfung seien die Grundlage für den Sozialstaat. Melitta soll zudem zu einer Weltmarke für Kaffee werden.
Der Artikel beschreibt damit sowohl die Erholung des Unternehmens als auch die Bedeutung mittelständischer Wertschöpfung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität. Weitere nutzbare Angaben zu Umsatz, Beschäftigten oder konkreten Investitionen enthält der übermittelte Inhalt nicht.
Infobox – WELT: Melitta hatte zwei Krisenjahre hinter sich und fast 100 Millionen Euro Verlust verzeichnet. Für 2026 werden wieder Gewinne erwartet; zugleich soll Melitta zur Weltmarke für Kaffee werden.
Mennekes setzt trotz Rückschlag auf Elektromobilität
T-Online berichtet über das sauerländische Familienunternehmen Mennekes, das Weltmarktführer im Bereich der Industriestecker ist und mit seinem Typ-2-Ladesystem die europäische Elektromobilität geprägt hat. Der von Mennekes entwickelte Stecker wurde 2014 zur EU-Norm.
Die Entscheidung für den europäischen Ladestecker fiel nach einer Präsentation in Brüssel im Februar 2011. Neben dem deutschen System standen ein System aus Japan und eines aus Frankreich zur Auswahl. Das Unternehmen verbindet seine Geschichte mit einem umgebauten Bobbycar und einer Sackkarre, mit denen Walter Mennekes und Volker Lazzaro ihren Vorschlag bei der EU-Kommission präsentierten.
Nach Angaben von Mennekes stieg der Umsatz von 120 Millionen Euro im Jahr 2014 auf fast 300 Millionen Euro im Jahr 2022. Das entspricht einem Wachstum von 150 Prozent. Das Unternehmen wuchs auf 1.600 Mitarbeiter, davon arbeiten 1.100 in Deutschland.
| Unternehmenskennzahl | Angabe |
|---|---|
| Umsatz 2014 | 120 Millionen Euro |
| Umsatz 2022 | fast 300 Millionen Euro |
| Umsatzwachstum | 150 Prozent |
| Mitarbeiter insgesamt | 1.600 |
| Mitarbeiter in Deutschland | 1.100 |
| Vertrieb der Industriestecker | über 90 Länder |
Die Industriestecker bilden weiterhin rund die Hälfte des Geschäfts. Mennekes vertreibt sie in über 90 Ländern und auf jedem Kontinent. Das Unternehmen verfügt in diesem Bereich über ein Portfolio von 15.000 Produkten.
Der Markt für Elektroautos entwickelte sich zuletzt wechselhaft. Nach dem Ende des Umweltbonus im Dezember 2023 gingen die Neuzulassungen rein batterieelektrischer Autos in Deutschland 2024 um 27,4 Prozent zurück. Für Mennekes bedeutete das weniger Kunden für Ladekabel und Ladesäulen.
Ein Einstieg in den chinesischen Markt war nach Angaben von Geschäftsführer Christopher Mennekes wegen der massiven Konkurrenz großer Staatskonzerne nicht zielführend. Zudem setzt China auf einen anderen Stecker-Typ. Mennekes hält dennoch an der Elektromobilität fest und bezeichnet das E-Auto als Zukunftstechnologie.
„Wir sind seit 17 Jahren im Bereich der Elektromobilität tätig, und auch wenn es immer noch Stimmen gibt, die über E-Fuels sprechen, ist das E-Auto die Zukunftstechnologie.“
Das Unternehmen will nicht nur Ladestecker, sondern ein vollständiges Angebot für Ladeinfrastruktur liefern. Dazu gehören Software, Planung und Abrechnung. Mennekes ist dem Planungstool Simaris von Siemens beigetreten und gründete gemeinsam mit Rheinenergie und Powercloud das Joint Venture Chargecloud.
Chargecloud koordiniert Stromanbieter und Abrechnungen der Ladeinfrastruktur. Dadurch kann ein Angestellter sein Elektroauto zu Hause laden, während der Strom über das Unternehmen abgerechnet wird. Den Wettbewerbsvorteil sieht Mennekes in einem Komplettpaket aus Hardware und Software.
Ein weiteres Zukunftsfeld sieht das Unternehmen in Elektroautos als Stromspeicher. Autos stehen durchschnittlich 23 Stunden am Tag still. In dieser Zeit könnten sie Strom speichern und bei Bedarf wieder abgeben.
Der deutsche Elektroautomarkt hat sich nach dem Einbruch im Jahr 2024 deutlich erholt. Im September 2026 wurden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts 88.599 rein batterieelektrische Pkw neu zugelassen. Ihr Anteil an sämtlichen Neuzulassungen lag bei 34,5 Prozent.
| Elektromobilität in Deutschland | Angabe |
|---|---|
| Rückgang der Neuzulassungen 2024 | 27,4 Prozent |
| Neuzulassungen rein batterieelektrischer Pkw im September 2026 | 88.599 |
| Anteil an sämtlichen Neuzulassungen | 34,5 Prozent |
| Durchschnittliche Standzeit von Autos pro Tag | 23 Stunden |
Zusätzlichen Schub bringt ein neues Förderprogramm der Bundesregierung. Seit Mai können Privatpersonen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Zuschüsse für den Kauf oder das Leasing neuer Elektroautos beantragen. Die Förderung gilt rückwirkend für Fahrzeuge, die seit dem 1. Januar 2026 erstmals zugelassen wurden.
Infobox – T-Online: Mennekes entwickelte den 2014 zur EU-Norm gewordenen Typ-2-Ladestecker. Trotz des Rückgangs der batterieelektrischen Neuzulassungen um 27,4 Prozent im Jahr 2024 setzt das Unternehmen weiter auf E-Mobilität, Ladeinfrastruktur, Software und Elektroautos als Stromspeicher.
Finanzmärkte als Bollwerk gegen Populisten
Spiegel führt im übermittelten Inhalt eine Kolumne mit dem Titel „Finanzmärkte – das stärkste Bollwerk gegen die Populisten“. Der Inhalt der Meldung ist jedoch nicht vollständig übermittelt und enthält keine nutzbaren weiteren Angaben zur Argumentation, zu Daten oder zu konkreten Aussagen.
Infobox – Spiegel: Übermittelt ist der Titel der Kolumne; weitere verwertbare Inhalte liegen in der Quelle nicht vor.
Quellen:
- Machtbasis unter Druck: Diese Wirtschaftsdaten lassen Trump vor den Midterms schwitzen
- Wirtschaftsnobelpreisträger rät Europa: "Wir müssen tun, was die Chinesen tun"
- Irrtum: Bank zahlt 108 000 Euro zu viel aus - Wirtschaft - SZ.de
- Deutsches Familienunternehmen: „Melitta soll zur Weltmarke für Kaffee werden“
- Weltmarktführer aus dem Sauerland steckt in jedem E-Auto – doch nun stockt das Geschäft
- (S+) Meinung: Kolumne: Finanzmärkte – das stärkste Bollwerk gegen die Populisten




















