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12.18. Investment Management beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung
Die 12.18. Investment Management GmbH hat beim zuständigen Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht ordnete daraufhin die vorläufige Eigenverwaltung an und bestellte Rechtsanwalt Dr. Jens M. Schmidt zum vorläufigen Sachwalter; Geschäftsführer Uwe Drangmeister wird von der Kanzlei KebekusPartner unterstützt.
Nach Angaben von tageskarte.io soll das Verfahren dazu dienen, die wirtschaftlichen und finanziellen Strukturen zu überprüfen, neu zu ordnen und eine tragfähige Grundlage für die weitere Entwicklung zu schaffen. Die Gesellschaft beschäftigt derzeit 5 Mitarbeitende. Hintergrund ist ein schwieriges Marktumfeld, in dem es zuletzt nicht möglich gewesen sei, die für einen unveränderten Geschäftsbetrieb erforderliche Liquidität rechtzeitig aus Teilverkäufen zu realisieren.
Der Antrag betrifft ausschließlich die 12.18. Investment Management GmbH. Die weiteren Gesellschaften der 12.18.-Gruppe seien rechtlich eigenständig, nicht Gegenstand des Verfahrens und würden regulär fortgeführt. Für Kunden, Gäste und Geschäftspartner der operativen Gesellschaften sollen sich keine Änderungen ergeben; Geschäftsbetrieb, Ansprechpartner und Abläufe würden wie gewohnt fortgeführt.
Im Rahmen der Eigenverwaltung sollen Beteiligungen, Finanzierungsstrukturen und bestehende Handlungsoptionen geprüft werden. Zum Portfolio gehören beziehungsweise gehörten unter anderem Aktivitäten und Gesellschaften in Ibiza, Sardinien, Roxburghe, Sylt und Teneriffa.
„Die Eigenverwaltung schafft den rechtlichen Rahmen, um die bestehenden Strukturen geordnet zu überprüfen und die erforderlichen Entscheidungen zu treffen. Im Mittelpunkt steht dabei der bestmögliche Erhalt vorhandener Werte“, erklärt Uwe Drangmeister laut tageskarte.io.
Zusammenfassung: Das Insolvenzverfahren betrifft nur die 12.18. Investment Management GmbH mit 5 Mitarbeitenden. Die übrigen Gesellschaften der Gruppe sollen rechtlich unabhängig und regulär weitergeführt werden.
Fair-Isaac-Aktie fällt seit Januar um 34 Prozent – Rückkaufprogramm erreicht 2 Milliarden Dollar
Die Aktie von Fair Isaac, bekannt unter dem Kürzel FICO, ist seit Anfang Januar um 34% gefallen. Besonders deutlich war der Rückgang am 30. Juli: Die Aktie verlor an diesem Tag 17%, der stärkste Eintagesverlust seit 2020.
Wie TIKR.com berichtet, lag der Umsatz im dritten Fiskalquartal bei 674,2 Millionen USD und damit knapp unter dem Analystenkonsens von 678,9 Millionen USD. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 12,18 USD und übertraf die Konsensschätzung von 11,74 USD.
Belastet wurde die Aktie vor allem durch die Prognose für das Fiskaljahr 2026. FICO erhöhte die Umsatzprognose von 2,45 Milliarden USD auf 2,53 Milliarden USD und die Prognose für das nicht-GAAP-Ergebnis je Aktie von 40,45 USD auf 42,43 USD. Beide Werte lagen jedoch weiterhin unter den Erwartungen der Wall Street von 2,55 Milliarden USD Umsatz und 43,18 USD Ergebnis je Aktie.
Das Scores-Segment erzielte weiterhin ein Umsatzwachstum von 41%. Der Umsatz aus Hypothekenvergaben stieg um 97%. Nachlassende Hypothekenvolumina begrenzten jedoch die Prognoseentwicklung. Als Ursache nannte CEO Will Lansing erhöhte Zinssätze und anhaltende Erschwinglichkeitsprobleme, die den Hypothekenmarkt belasteten und die Kreditvergaben unter historischen Normen hielten.
Dem Kursrückgang setzte das Management ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm entgegen. Im selben Quartal kaufte FICO 1,705 Millionen Aktien für 1,96 Milliarden USD zurück. Das Programm wurde teilweise durch ein Darlehen von 1,5 Milliarden USD finanziert; der durchschnittliche Rückkaufpreis lag bei 1.149 USD.
Die Analystenbewertungen umfassen laut TIKR 10 Kaufen-, 5 Outperform-, 5 Halten- und 1 Verkauf-Empfehlung. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.473 USD, das Medianziel bei 1.530 USD, während der Schlusskurs bei 1.086 USD lag.
TIKRs Basisfall-Modell bewertet die Aktie bis September 2030 mit 1.930 USD. Dies entspricht laut Quelle einer Gesamtrendite von 78% gegenüber 1.086 USD beziehungsweise 15% annualisiert über 4,1 Jahre.
Zusammenfassung: FICO verfehlte beim Umsatz und bei der Prognose die Erwartungen der Wall Street, während das Management 1,96 Milliarden USD in Aktienrückkäufe investierte. Analysten und das TIKR-Modell sehen trotz des Kursrückgangs weiterhin deutlich höhere Kursziele.
Bundesbank streicht kostenlose Mitarbeiterkonten – WirtschaftsWoche erklärt die richtige Kommunikation
Die Deutsche Bundesbank schafft die kostenlosen Konten und Depots für Mitarbeiter und Pensionäre ab. Nach einer Übergangsphase bis Mitte 2029, die mithilfe einer Einigungsstelle ausgehandelt wurde, sollen die Betroffenen ihre Konten künftig bei anderen Banken eröffnen.
Nach Angaben der WirtschaftsWoche profitieren derzeit mehr als 20.000 aktuelle und ehemalige Beschäftigte der Bundesbank von den Personalkonten. Die Konten werden noch per Telefon und Papier geführt. Die geplante Streichung sorgt in der Belegschaft für erheblichen Unmut.
Die WirtschaftsWoche verweist auf eine aktuelle Befragung der Beratung Willis Towers Watson, nach der finanzielle Anreize für die Entscheidung, ob Beschäftigte zu einem Arbeitgeber wechseln oder bei ihm bleiben, der wichtigste Faktor sind – noch vor der Jobsicherheit. Das Abschaffen von Leistungen kann deshalb die Arbeitgeberbindung belasten.
Ein zentraler Punkt sei die sogenannte Besitzstandswahrung. Menschen bewerten finanzielle Verluste demnach deutlich stärker als Gewinne in gleicher Höhe. Renate Osterchrist, Professorin für Personalführung an der Hochschule München, beschreibt diese Reaktion mit den Worten: „Was ich einmal habe, will ich ungern wieder abgeben.“
Die WirtschaftsWoche nennt drei Vorgehensweisen für Arbeitgeber. Erstens sollten sie analysieren, welchen tatsächlichen Wert ein Benefit für die Belegschaft besitzt. Dabei gehe es nicht nur um den finanziellen Vorteil, sondern auch um Zugehörigkeit, Stolz und Identität – etwa bei einer Girokarte mit Firmenlogo.
Zweitens sollten Unternehmen die Gründe für eine Streichung erklären und Beschäftigte beteiligen. Ein Newsletter oder ein anderer Ein-Weg-Kanal reiche laut Osterchrist nicht aus; erforderlich sei eine Zwei-Wege-Kommunikation mit Fragen und Dialog. Mitarbeiter wollten verstehen, wie die Entscheidung zustande gekommen sei und welche Kriterien zugrunde lagen.
Drittens empfiehlt die WirtschaftsWoche, über Alternativen nachzudenken. Ein Ersatz müsse den monetären Vorteil nicht eins zu eins ausgleichen, könne aber den emotionalen Wert einer Leistung auffangen. Als Beispiele werden eine persönliche Gratulation anstelle eines zweitägigen Sonderurlaubs zum Betriebsjubiläum oder ein eingraviertes Firmenlogo beim Leasing-Jobrad anstelle eines Personalkontos genannt.
- Den tatsächlichen finanziellen und emotionalen Wert eines Benefits ermitteln.
- Beschäftigte in den Entscheidungsprozess einbinden.
- Gründe, Kriterien und Alternativen transparent darstellen.
Zusammenfassung: Die Bundesbank beendet bis Mitte 2029 ein kostenloses Konten- und Depotangebot für mehr als 20.000 aktuelle und ehemalige Beschäftigte. Die WirtschaftsWoche rät bei solchen Einschnitten zu Analyse, Dialog und emotional passenden Alternativen.
Ted Lasso wird vom Serienhelden zum Managementvorbild
Die TV-Figur Ted Lasso wird zunehmend als Managementvorbild wahrgenommen. Der von Jason Sudeikis gespielte Jugend-American-Football-Trainer übernimmt in der Serie zufällig eine englische Profifußballmannschaft und führt sie mit Optimismus und Vertrauen zum Erfolg.
Die NZZ – Neue Zürcher Zeitung berichtet, dass gerade die vierte Staffel der Serie auf Apple TV+ angelaufen ist. Ursprünglich sollte die Geschichte nach der dritten Staffel im Jahr 2023 enden: Der fiktive AFC Richmond verpasst den Gewinn der Premier League nur wegen Manchester City, dessen Trainer Pep Guardiola in der Serie sich selbst spielt.
In der Handlung verkauft Klubpräsidentin Rebecca Welton den Fans 49 Prozent ihrer Aktien. Ted Lasso kündigt und kehrt zu seinem Sohn nach Kansas zurück. In der vierten Staffel wird er jedoch nach England zurückgeholt und trainiert statt der Männermannschaft das neu gegründete Frauenteam des AFC Richmond.
Sein Führungsstil bleibt dabei unverändert. Ted Lasso setzt auf einen Südstaaten-Akzent, humorvolle Sprüche und einen unerschütterlichen Glauben an das Gute. Die NZZ verweist auf das „Wall Street Journal“, wonach Ted Lasso Menschen nicht deshalb für sich gewinnt, weil er am meisten über Fußball weiß, sondern weil er am meisten über Menschen weiß.
„Ted Lasso gewinnt die Leute nicht für sich, weil er am meisten über Fussball weiss. Sondern weil er am meisten über die Menschen weiss.“
Die Figur ist inzwischen auch außerhalb der Serie bekannt. Laut NZZ hatte Ted Lasso während der Halbzeitshow des echten WM-Finales einen Auftritt und wechselte dort den amerikanischen Sänger Justin Bieber ein. Seine Haltung fasst der Satz zusammen: „Ja, aber viel wichtiger ist, dass sie an sich selbst glauben“, nachdem er gefragt wurde, ob er an Geister glaube.
Zusammenfassung: Ted Lasso steht für eine Führung, die Menschenkenntnis, Optimismus und Soft Skills über reine Fachautorität stellt. Die NZZ berichtet, dass diese Eigenschaften inzwischen auch in Managementkursen Beachtung finden.
Waste-Management-Aktie: Analysten sehen Kursziel von 258,89 US-Dollar
Die Waste-Management-Aktie notierte laut ad-hoc-news.de am 14.08.2026 bei 224,73 US-Dollar. Analysten bewerten den Titel mehrheitlich mit „Moderate Buy“ und sehen ein Konsenskursziel von 258,89 US-Dollar je Aktie.
Das Unternehmen Waste Management Inc. trägt die ISIN US94106L1098, wird unter dem Ticker WM an der NYSE gehandelt und gehört dem S&P 500 an. Die Marktkapitalisierung lag am 14.08.2026 bei 89,83 Milliarden US-Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei etwa 31,83 und das Beta bei 0,44.
| Kurs am 14.08.2026 | 224,73 US-Dollar |
| Konsenskursziel | 258,89 US-Dollar |
| Erwarteter Gewinn je Aktie im laufenden Geschäftsjahr | 8,14 US-Dollar |
| Marktkapitalisierung | 89,83 Milliarden US-Dollar |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis | 31,83 |
| Beta | 0,44 |
Im jüngsten berichteten Quartal erzielte Waste Management einen Gewinn je Aktie von 2,02 US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 1,98 US-Dollar um 0,04 US-Dollar je Aktie. Der Quartalsumsatz stieg auf 6,68 Milliarden US-Dollar, gegenüber 6,42 Milliarden US-Dollar im entsprechenden Vorjahresquartal.
Die Nettomarge lag im aktuellen Berichtsquartal bei 11,11%. Die Kapitalrendite erreichte 31,68%; im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn je Aktie bei 1,92 US-Dollar gelegen. Analysten erwarten für das laufende Geschäftsjahr insgesamt einen Gewinn von 8,14 US-Dollar je Aktie.
Die gleitenden Durchschnitte lagen bei 227,62 US-Dollar für 50 Handelstage und bei 227,88 US-Dollar für 200 Handelstage. Der aktuelle Kurs lag damit leicht unter beiden Durchschnittswerten. Institutionelle Investoren passten ihre Positionen an; mehrere Vermögensverwalter erhöhten ihre Bestände, während einzelne Häuser Teilreduzierungen vornahmen.
Waste Management betreibt in Nordamerika ein großes Netzwerk für Abfallentsorgung und Recycling. Zum Geschäftsmodell gehören Sammel- und Deponiedienstleistungen, Recycling- und Energieprojekte, die Gewinnung erneuerbarer Energie aus Deponiegas sowie digitale Routenplanung und datengetriebene Flottensteuerung.
Zusammenfassung: Waste Management verbindet ein defensives Entsorgungs- und Recyclinggeschäft mit steigenden Quartalszahlen. Der Kurs von 224,73 US-Dollar liegt unter dem Konsenskursziel von 258,89 US-Dollar, während die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 31,83 anspruchsvoll bleibt.
Horizon Kinetics kauft RENN-Fund-Aktien für 2.192 Dollar
Horizon Kinetics Asset Management LLC hat am 13. August 2026 Stammaktien des RENN Fund, Inc. im Wert von 2.192 $ erworben. Das berichtet Investing.com Deutsch.
Der Anlageberater kaufte 756 Stammaktien zu einem Kurs von 2,90 $ pro Stück. Horizon Kinetics Asset Management LLC ist als Anlageberater für den RENN Fund tätig und hält ein finanzielles Interesse an den über verschiedene Konten verwalteten Anteilen.
Nach der Transaktion beläuft sich der wirtschaftliche Gesamtbesitz von Horizon Kinetics Asset Management LLC auf 951.564 Stammaktien des RENN Fund. Zum Zeitpunkt der Meldung notierte die RCG-Aktie bei 2,76 $ und damit unter dem Erwerbspreis von 2,90 $.
Investing.com zufolge fiel die Aktie in der vergangenen Woche um 7,7%. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens lag bei 19,5 Millionen $.
| Transaktionsdatum | 13. August 2026 |
| Erworbene Stammaktien | 756 |
| Erwerbspreis je Aktie | 2,90 $ |
| Transaktionswert | 2.192 $ |
| Wirtschaftlicher Gesamtbesitz | 951.564 Stammaktien |
| RCG-Aktienkurs bei Meldung | 2,76 $ |
| Marktkapitalisierung | 19,5 Millionen $ |
Zusammenfassung: Horizon Kinetics erhöhte seine Beteiligung am RENN Fund um 756 Aktien. Der Kauf erfolgte zu 2,90 $ je Aktie, während RCG bei 2,76 $ notierte und in der vergangenen Woche um 7,7% gefallen war.
Quellen:
- 12.18. Investment Management ist insolvent
- FICO Is Down 34% Since January. Its $2 Billion Buyback Suggests Management Thinks Shares Got Too Cheap
- Streichung von Mitarbeiter-Privilegien: Wie Chefs Sparmaßnahmen richtig moderieren
- Ted Lassos unerschütterlicher Glaube an das Gute begeistert selbst Managementprofessoren
- Die Waste-Management-Aktie bleibt gefragt, Analysten sehen weiteres Potenzial
- Insider-Kauf: Horizon Kinetics Asset Management stockt Beteiligung am RENN Fund auf




















