Kritikgespräche mit Mitarbeitern führen

27.12.2023 20:34 336 mal gelesen Lesezeit: 11 Minuten 0 Kommentare

Thema in Kurzform

  • Beginnen Sie das Gespräch mit einer positiven Note, um eine offene Atmosphäre zu schaffen.
  • Seien Sie konkret und objektiv bei der Beschreibung der Verhaltensweisen, die verbessert werden sollen.
  • Enden Sie das Gespräch mit einer gemeinsamen Erarbeitung von Lösungsansätzen und klaren Zielvereinbarungen.

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Die Kunst des Kritikgesprächs: Grundlagen und Bedeutung

Kritikgespräche sind ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Teamführung und Mitarbeiterentwicklung. Sie dienen nicht nur der Auflösung von Problemen, sondern auch der Förderung von Talenten und Kompetenzen. Kritik richtig zu kommunizieren, ist eine Fähigkeit, die Verständnis, Respekt und konstruktive Veränderung ermöglicht.

In einer Arbeitswelt, die von stetigem Wandel geprägt ist, bildet die Fähigkeit, effektive Kritikgespräche zu führen, eine unersetzliche Schlüsselfunktion für jede Führungskraft.

Führungskräfteentwicklung ist ein wichtiges Thema für Unternehmen und Organisationen, die ihre Führungskräfte dabei unterstützen wollen, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen zu verbessern und erfolgreich in ihren Rollen als Führungspersönlichkeiten zu agieren.

Ein professionelles und gut strukturiertes Führungskräfte-Entwicklungsprogramm kann dazu beitragen, die Leistung und Effektivität von Führungskräften zu steigern und ihnen dabei helfen, Herausforderungen erfolgreich zu meistern und ihre Ziele zu erreichen.

Durch die Investition in die Führungskräfteentwicklung können Unternehmen nicht nur ihre Führungskräfte stärken, sondern auch die Performance Ihrer Mitarbeiter verbessern und schlussendlich, echte Wettbewerbsvorteile für das eigene Unternehmen im kompetitiven Marktumfeld generieren.

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Die Bedeutung dieser Gespräche liegt in ihrer Dualität: Einerseits geht es darum, Mitarbeitern eine Rückmeldung zu ihrem Handeln zu geben, und andererseits darum, sie zu befähigen, ihre Fähigkeiten und Leistungen zu verbessern. Richtig angewandt, sind sie ein Werkzeug, um Transparenz zu schaffen, Vertrauen zu stärken und letztendlich die Teamleistung zu maximieren.

Um die positiven Effekte von Kritikgesprächen zu maximieren, ist es entscheidend, dass sie strukturiert und durchdacht geführt werden. Dies setzt voraus, dass Kritik stets auf Fakten basiert, spezifisch und relevant ist und eine klare Richtung für zukünftige Verbesserungen weist. Nur so kann gewährleistet werden, dass Kritik als konstruktiver Baustein im beruflichen Wachstum des Einzelnen verstanden wird.

Zugleich ist es wichtig, dass Kritik nicht als persönlicher Angriff wahrgenommen wird. Die Führungskraft muss deshalb klar zwischen Person und Verhalten unterscheiden und die Kritik auf letzteres richten. Mit dieser Herangehensweise werden Kritikgespräche zu einem wertvollen Instrument, das Mitarbeiter nicht nur auf Probleme aufmerksam macht, sondern ihnen auch Wege aufzeigt, diese zu überwinden.

Vorbereitung auf ein Kritikgespräch: Was Sie beachten sollten

Eine sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Kritikgespräche konstruktiv und zielführend ablaufen. Bevor das Gespräch stattfindet, sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen, um die Situation zu bewerten und Ihre Gedanken zu ordnen.

Zuallererst ist es wichtig zu bestimmen, welches Verhalten oder welche Leistung es zu besprechen gilt. Seien Sie konkret in Ihrer Themenwahl und sammeln Sie notwendige Informationen, Beispiele und Daten, um Ihre Punkte verständlich zu untermauern. Nichts ist verwirrender als vage und allgemeine Kritik.

Setzen Sie sich Ziele für das Gespräch. Überlegen Sie, welches Ergebnis Sie erreichen wollen. Möchten Sie eine Verhaltensänderung anstoßen oder einfach nur Informationslücken schließen? Beschäftigen Sie sich mit möglichen Reaktionen des Mitarbeiters und denken Sie über angemessene Antworten nach.

Eine weitere Schlüsselkomponente der Vorbereitung ist die Auswahl eines geeigneten Zeitpunkts und Ortes für das Gespräch. Sorgen Sie für eine Umgebung, die Privatsphäre und Störungsfreiheit gewährleistet, damit sich beide Parteien auf das Gespräch konzentrieren können.

Denken Sie ebenfalls über Ihre eigene Haltung nach. Gehen Sie mit einer positiven Einstellung und der Bereitschaft zum Dialog in das Gespräch. Ihre Körperhaltung, Mimik und Stimme sollten Offenheit ausstrahlen und dem Mitarbeiter zeigen, dass es Ihnen um eine gemeinschaftliche Lösung geht.

Abschließend ist es unerlässlich, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten. In manchen Fällen kann es notwendig sein, bestimmte formale Kriterien zu erfüllen oder das Gespräch zu dokumentieren. Informieren Sie sich daher vorab über eventuelle betriebliche oder tarifliche Vorschriften.

Chancen und Herausforderungen von Kritikgesprächen im Arbeitsumfeld

Pro Contra
Förderung der persönlichen Entwicklung Mögliche Demotivation bei unsachgemäßer Kritik
Steigerung der Arbeitsleistung Kann zu Konflikten führen, wenn nicht konstruktiv umgesetzt
Transparente Kommunikation und Erwartungsklärung Missverständnisse bei unklarer Kommunikation
Identifizierung von Verbesserungspotenzialen Widerstand bei häufigem oder exzessivem Kritik
Stärkung der Unternehmenskultur und -werte Risiko der Abwanderung talentierter Mitarbeiter bei zu hartem Vorgehen

Die richtige Atmosphäre schaffen für effektive Kritikgespräche

Für den Erfolg eines Kritikgesprächs ist die Atmosphäre, in der es geführt wird, von entscheidender Bedeutung. Es beginnt bereits damit, den Gesprächspartner respektvoll und wertschätzend zu begrüßen. Ein freundlicher Empfang kann helfen, eventuelle Anspannungen zu mindern und die Bereitschaft für ein offenes Gespräch zu fördern.

Achten Sie darauf, eine ruhige Umgebung zu wählen, in der Sie ungestört reden können. Störende Elemente wie laute Geräusche oder Unterbrechungen durch Kollegen sollten vermieden werden. Ein neutraler Raum, in dem sich beide Gesprächspartner wohlfühlen, trägt dazu bei, ein Gleichgewicht zwischen Autorität und Einfühlungsvermögen zu schaffen.

Die Sitzanordnung spielt ebenfalls eine Rolle dabei, wie das Gespräch wahrgenommen wird. Vermeiden Sie Barrieren wie große Tische zwischen Ihnen und dem Mitarbeiter. Stattdessen kann eine neben- oder zueinander gerichtete Sitzposition eine partnerschaftlichere Atmosphäre fördern.

Während des Gesprächs ist ein ausgewogener Augenkontakt wichtig. Er signalisiert Aufmerksamkeit und Interesse, sollte jedoch nicht als Starren empfunden werden, um den Gesprächspartner nicht unter Druck zu setzen. Ebenso sollten Sie auf eine offene Körpersprache achten, die zeigt, dass Sie für die Perspektive des anderen offen sind.

Schaffen Sie eine Grundstimmung, die verdeutlicht, dass das Gespräch eine Chance zur Verbesserung ist und nicht als Endpunkt einer Zusammenarbeit gesehen wird. Betonen Sie, dass Sie gemeinsam an Lösungen arbeiten möchten, und bekräftigen Sie Ihr Vertrauen in die Fähigkeiten des Mitarbeiters.

Kritik äußern ohne zu verletzen: Tipps für Führungskräfte

Führungskräfte stehen oft vor der Herausforderung, Kritik so zu äußern, dass sie konstruktiv ist und nicht demotiviert oder verletzt. Ein Schlüsselelement dabei ist, Kritik direkt und auf das Verhalten oder die Situation bezogen zu formulieren, statt die Person anzugreifen.

Eine effektive Methode ist die Verwendung von Ich-Botschaften. Anstatt "Sie machen immer ..." zu sagen, ist es empfehlenswert, die eigene Perspektive zu teilen: "Ich habe beobachtet, dass ...". Diese Technik vermeidet Schuldzuweisungen und ermöglicht es dem Mitarbeiter, das Feedback nicht als Angriff, sondern als persönliche Wahrnehmung zu verstehen.

Zudem sollten Führungskräfte deutlich machen, dass es bei der Kritik um die Verbesserung von Arbeitsprozessen oder -ergebnissen geht. Verdeutlichen Sie, dass Fehler Gelegenheiten zum Lernen und Wachsen sind, und heben Sie hervor, dass Sie an den langfristigen Zielen des Mitarbeiters und des Teams interessiert sind.

Es ist außerdem hilfreich, positives Feedback mit dem negativen zu balancieren. Anerkennen Sie die Stärken und Leistungen des Mitarbeiters, bevor Sie auf Bereiche zu sprechen kommen, die verbesserungswürdig sind. Dies kann dazu beitragen, dass die Kritik leichter angenommen und verarbeitet wird.

Schließen Sie das Kritikgespräch mit einer offenen Frage ab, die zum Dialog einlädt, etwa: "Wie sehen Sie die Situation?" oder "Was denken Sie über mögliche Lösungen?". Dies zeigt, dass Sie den Mitarbeiter als Teil der Lösung betrachten und seine Meinung wertschätzen.

Aktives Zuhören: Ein Schlüsselelement in Kritikgesprächen

Aktives Zuhören ist eine Technik, die es Führungskräften ermöglicht, während der Kritikgespräche vollständig präsent zu sein und Empathie zu zeigen. Diese Form des Zuhörens beinhaltet, die gesprochene Sprache sowie nonverbale Signale wie Mimik und Gestik aufmerksam wahrzunehmen.

Um dies zu praktizieren, sollte man dem Gesprächspartner ungeteilte Aufmerksamkeit schenken und Verständnis signalisieren, ohne ihn zu unterbrechen. Dies schafft ein Klima des Vertrauens und ermutigt den Mitarbeiter, offen über seine Sichtweisen und Bedenken zu sprechen.

Bestandteil des aktiven Zuhörens ist auch das Reflektieren und Zusammenfassen dessen, was der Mitarbeiter gesagt hat. Mit Aussagen wie "Wenn ich das richtig verstehe, dann ..." oder "Sie sind also der Meinung, dass ..." wird gezeigt, dass die Führungskraft sich bemüht, den Punkt des Mitarbeiters wirklich zu erfassen. Dies fördert das gegenseitige Verständnis und trägt dazu bei, Missverständnisse zu klären.

Am Ende des Kritikgesprächs ist es wichtig, den Mitarbeiter um Rückmeldung zu bitten. Fragen wie "Wie fühlen Sie sich bezüglich unseres Gesprächs?" oder "Gibt es noch etwas, das Sie besprechen möchten?" zeigen, dass man den Dialog auf Augenhöhe sucht und die Einschätzungen des Mitarbeiters schätzt.

Lösungsorientierte Kritik: Gemeinsame Ziele entwickeln

Lösungsorientierte Kritik bedeutet, den Fokus von der Problemanalyse weg hin zur gemeinsamen Entwicklung von Verbesserungen zu lenken. Dieser Ansatz hilft dabei, eine positive Ausrichtung des Gesprächs zu bewahren und die Motivation des Mitarbeiters zu steigern.

Beginnen Sie damit, konkrete Ziele zu formulieren, welche die weiteren Schritte nach dem Kritikgespräch klar aufzeigen. Sprechen Sie gemeinsam über realistische und erreichbare Ziele, die auf den Stärken des Mitarbeiters aufbauen und klare Richtlinien für die erwünschte Verbesserung bieten.

Involvieren Sie den Mitarbeiter in den Prozess, indem Sie ihn nach seinen eigenen Ideen und Strategien zur Zielerreichung fragen. Dies vermittelt Wertschätzung für seine Expertise und steigert das Engagement bei der Umsetzung der Maßnahmen.

Es ist außerdem sinnvoll, konkrete Maßnahmen zu besprechen, die den Mitarbeiter bei der Zielerreichung unterstützen. Dazu können Fortbildungen, regelmäßiges Feedback oder die Zuweisung eines Mentors gehören. Indem Sie Ressourcen und Unterstützung anbieten, zeigen Sie, dass das Unternehmen bereit ist, in die Entwicklung des Mitarbeiters zu investieren.

Vereinbaren Sie, wie und wann der Fortschritt überprüft wird. Regelmäßige Check-ins geben sowohl Ihnen als auch dem Mitarbeiter die Gelegenheit, den Prozess zu reflektieren und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen.

Nach dem Kritikgespräch: Vereinbarungen und Follow-up

Ein effektives Kritikgespräch endet nicht mit dem letzten Wort. Die Nachbereitung ist ebenso wichtig, um sicherzustellen, dass die erarbeiteten Lösungen und Ziele auch umgesetzt werden. Vereinbarungen, die während des Gesprächs getroffen wurden, sollten schriftlich festgehalten werden, um eine klare Erwartungshaltung für beide Seiten zu schaffen.

Legen Sie gemeinsam mit dem Mitarbeiter konkrete Termine fest, an denen Sie den Fortschritt besprechen. Zu diesen Treffen sollten Sie Feedback vorbereiten, um dem Mitarbeiter zu zeigen, dass Sie die Entwicklungen wahrnehmen und schätzen.

Es ist wichtig, dass die Erkenntnisse aus dem Kritikgespräch in künftige Handlungen einfließen. Führen Sie deshalb regelmäßige Follow-up-Gespräche durch, um die Umsetzung der Ziele zu bewerten und bei Bedarf zusätzliche Unterstützung anzubieten.

Bedenken Sie, dass Veränderungen Zeit brauchen. Haben Sie Geduld mit dem Mitarbeiter und erkennen Sie auch kleine Verbesserungen an. Positives Feedback sollte stets Teil der Follow-up-Gespräche sein, um den Mitarbeiter zu motivieren und die Veränderungsbereitschaft aufrechtzuerhalten.

Vergessen Sie nicht, dass auch Sie als Führungskraft aus jedem Kritikgespräch lernen können. Reflektieren Sie über Ihre Rolle im Gespräch und nehmen Sie sich ggf. vor, Ihre eigenen Kommunikations- und Führungsmethoden zu verbessern.

Häufige Fehler bei Kritikgesprächen vermeiden

Auch erfahrene Führungskräfte können in Kritikgesprächen Fehler begehen. Um diese zu vermeiden, ist es hilfreich, sich der häufigsten Stolpersteine bewusst zu sein. Ein typischer Fehler ist es, Kritik öffentlich zu äußern. Dies sollte unbedingt vermieden werden, da es den Mitarbeiter bloßstellen und das Vertrauen innerhalb des Teams untergraben kann.

Ein weiterer Fehler ist das Verschieben von Kritikgesprächen. Warten Sie nicht zu lange mit der Ansprache eines Problems, denn je früher es angesprochen wird, desto einfacher lässt sich eine Lösung finden. Stellen Sie sicher, dass Sie nicht ausschließlich in Krisenmomenten Gespräche führen, sondern auch proaktiv Feedback geben.

Vermeiden Sie es außerdem, Kritik zu verallgemeinern. Beziehen Sie Ihre Punkte auf spezifische Ereignisse oder Verhaltensweisen und vermeiden Sie Pauschalisierungen, die dem Mitarbeiter das Gefühl geben könnten, in Gänze negativ bewertet zu werden.

Ein weiterer gängiger Fehler ist das Fehlen von Empathie und Unterstützung. Zeigen Sie, dass Sie die Situation des Mitarbeiters verstehen und bereit sind, Unterstützung bei der Bewältigung von Herausforderungen zu bieten. Eine rein kritikorientierte Haltung ohne Lösungsangebote kann demotivierend wirken.

Zu guter Letzt: Ignorieren Sie nicht den Beitrag, den Ihre eigene Führungsleistung zur Situation des Mitarbeiters leisten könnte. Seien Sie offen für Selbstkritik und bereit, auch eigene Prozesse und Verhaltensweisen zu hinterfragen.

Kritikgespräche als Chance für persönliche Entwicklung

Kritikgespräche bieten eine einzigartige Gelegenheit nicht nur zur Verbesserung der Arbeitsleistung, sondern auch zur persönlichen Entwicklung des Einzelnen. Sie sind ein Instrument des Wachstums und sollten in diesem Licht sowohl von Führungskräften als auch von Mitarbeitern gesehen werden.

Um diese Chance zu nutzen, sollten Mitarbeiter ermutigt werden, selbstreflektierend zu agieren. Sie sollten dazu angehalten werden, Feedback nicht nur passiv zu empfangen, sondern aktiv an der Erarbeitung von Lösungen mitzuwirken. Indem sie Teil des Lösungsprozesses werden, übernehmen sie Verantwortung für ihre Entwicklung.

Die Formulierung von Entwicklungszielen kann dabei helfen, die Perspektive von der Kritik hin zur kontinuierlichen Verbesserung und zum lebenslangen Lernen zu verschieben. Durch die Einbindung des Mitarbeiters in diesen Prozess wird die Eigeninitiative gefördert, was wiederum die Motivation und das Engagement erhöht.

Wichtig ist es auch, die Fortschritte hin zu diesen Zielen regelmäßig zu rekapitulieren und zu würdigen. Dadurch wird dem Mitarbeiter die eigene Entwicklung vor Augen geführt, was zusätzlich motiviert und das Selbstvertrauen stärkt.

Durch die Betrachtung von Kritikgesprächen als ein zentrales Element der Förderung und des Coachings können diese zu einem Werkzeug werden, das nicht nur die Produktivität, sondern auch die berufliche Zufriedenheit und das Betriebsklima verbessert.

Fazit: Kritikgespräche als Instrument der Mitarbeiterführung

Zusammenfassend lassen sich Kritikgespräche als ein wertvolles Instrument der Mitarbeiterführung charakterisieren, das bei richtiger Anwendung erheblich zur Produktivität und Arbeitsmoral beiträgt. Die Kunst liegt darin, Kritik konstruktiv zu äußern, eine lösungsorientierte Atmosphäre zu schaffen und den Mitarbeiter aktiv in den Entwicklungsprozess mit einzubeziehen.

Durch gezielte Vorbereitung, die Wahrung einer positiven Gesprächsatmosphäre und die Fokussierung auf gemeinsame Ziele können Kritikgespräche dazu beitragen, dass Mitarbeiter sich wertgeschätzt fühlen und motiviert sind, sich weiterzuentwickeln. Effektives Follow-up und die Vermeidung gängiger Fehler sind wesentlich, um die langfristige Wirksamkeit dieser Gespräche zu gewährleisten.

Letztlich dienen Kritikgespräche nicht nur der kurzfristigen Fehlerkorrektur, sondern setzen den Grundstein für das Wachstum und die Entwicklung der Mitarbeiter. Durch sie wird das Fundament für eine vertrauensvolle und ehrliche Kommunikationskultur innerhalb eines Unternehmens gelegt, die es erlaubt, Herausforderungen anzusprechen und Chancen zur Verbesserung zu ergreifen.


Häufig gestellte Fragen zu Mitarbeiterkritikgesprächen

Wie bereite ich ein Kritikgespräch mit einem Mitarbeiter vor?

Die Vorbereitung eines Kritikgesprächs beginnt mit einer klaren Zieldefinition und einer detaillierten Sammlung von Fakten und Beispielen, die die Kritikpunkte untermauern. Wählen Sie einen geeigneten Zeitpunkt und Ort, und gehen Sie mit einer positiven Einstellung und der Bereitschaft zum Dialog in das Gespräch.

Wie gebe ich konstruktive Kritik?

Konstruktive Kritik sollte spezifisch, sachlich und auf das Verhalten oder die Leistung bezogen sein, niemals auf die Person. Verwenden Sie Ich-Botschaften, um Ihre Wahrnehmung zu äußern, und versuchen Sie, positives Feedback mit Verbesserungsvorschlägen zu kombinieren.

Wie kann eine angemessene Atmosphäre für ein Kritikgespräch geschaffen werden?

Eine angemessene Atmosphäre wird durch Respekt, Wertschätzung und eine ruhige Umgebung ohne Störungen geschaffen. Vermeiden Sie Barrieren wie große Tische und setzen Sie sich für eine offene, auf Augenhöhe basierende Gesprächsatmosphäre neben- oder zueinander.

Was sollte nach einem Kritikgespräch erfolgen?

Nach einem Kritikgespräch sollten die getroffenen Vereinbarungen schriftlich festgehalten und Termine für Follow-up-Gespräche vereinbart werden. Überprüfen Sie den Fortschritt und bieten Sie kontinuierliches Feedback, um die Einhaltung der Ziele sicherzustellen.

Wie kann ich häufige Fehler in Kritikgesprächen vermeiden?

Vermeiden Sie es, Kritik öffentlich zu äußern, verallgemeinern Sie nicht, und schieben Sie das Gespräch nicht unnötig auf. Zeigen Sie Empathie und unterstützen Sie den Mitarbeiter bei der Umsetzung von Lösungen. Seien Sie auch bereit, Ihre eigene Rolle und Ihr Verhalten zu reflektieren und ggf. zu verbessern.

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Zusammenfassung des Artikels

Kritikgespräche sind für die Teamführung und Mitarbeiterentwicklung essenziell, da sie Problemlösungen sowie Talent- und Kompetenzförderung ermöglichen. Eine gute Vorbereitung, eine positive Atmosphäre und konstruktive Kommunikationstechniken, wie aktives Zuhören sind entscheidend für effektive Kritikgespräche.

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Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Schaffen Sie eine wertschätzende Atmosphäre, bevor Sie auf die zu besprechenden Verbesserungspunkte eingehen.
  2. Vermeiden Sie Pauschalisierungen und beziehen Sie sich auf konkrete Beispiele und Situationen, um Ihre Kritik zu veranschaulichen und Missverständnisse zu vermeiden.
  3. Nutzen Sie Ich-Botschaften, um Ihre Beobachtungen und Gefühle auszudrücken, ohne den Mitarbeiter persönlich anzugreifen, und fördern Sie so eine konstruktive Gesprächsatmosphäre.
  4. Legen Sie gemeinsam mit dem Mitarbeiter konkrete und realistische Ziele für die Zukunft fest, und besprechen Sie Maßnahmen, wie diese Ziele erreicht werden können, um die Lösungsorientierung des Gesprächs zu unterstützen.
  5. Planen Sie regelmäßige Follow-up-Gespräche, um den Fortschritt zu überwachen und anzuerkennen, und zeigen Sie Bereitschaft, den Mitarbeiter bei seiner Entwicklung zu unterstützen.