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Marketingtrends in Europa: Herausforderungen und Chancen für 2025
Die erste Hälfte des Jahres 2025 war für europäische Vermarkter von Unsicherheiten und Veränderungen geprägt. Laut der globalen Marketingumfrage 2025 von Nielsen gaben 60 % der europäischen Vermarkter an, ihre Werbeausgaben im Jahr 2025 zu kürzen. Im weltweiten Durchschnitt lag dieser Wert bei 54 %. Gründe hierfür sind unter anderem die schleppende lokale Wirtschaft, Unsicherheiten im Handel sowie anhaltende Konflikte in Osteuropa und Teilen des Nahen Ostens.
Bei der Verteilung der Werbebudgets zeigt sich, dass Social Media als effektivster digitaler Kanal gilt, während Out-of-Home-Werbung (Plakate, Schilder etc.) mit 51 % als effektivster traditioneller Kanal bewertet wird. Zwei Drittel der Marketingfachleute in Europa geben an, dass digitale Medienkanäle mindestens 40 % der bezahlten Marketinganstrengungen ausmachen. In Großbritannien wird besonders stark in soziale Medien investiert, während in Deutschland traditionelle Printmedien weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
| Fokus | Prozent |
|---|---|
| Werbeausgaben-Kürzung (Europa) | 60 % |
| Werbeausgaben-Kürzung (weltweit) | 54 % |
| Fokus auf Umsatzwachstum | 59 % |
| Fokus auf Markenbekanntheit | 37 % |
| Messung von Reichweite/Häufigkeit und ROI | 62 % |
| Ganzheitliche Messung digital/traditionell | 23 % |
Die Messung des Marketingerfolgs bleibt eine Herausforderung: Nur 23 % der europäischen Vermarkter messen ihre Ausgaben für digitale und traditionelle Medien ganzheitlich – der niedrigste Wert weltweit. Während in anderen Regionen die Genauigkeit der Messung im Vordergrund steht, priorisieren europäische Vermarkter Kosteneffizienz und Transparenz. Etwa zwei Drittel der Befragten setzen häufig KI für Marketingmessungen ein, insbesondere für Qualitätssicherung und prädiktive Analysen.
- 60 % der europäischen Vermarkter kürzen 2025 ihre Werbeausgaben.
- Social Media ist der effektivste digitale Kanal, Out-of-Home der effektivste traditionelle Kanal (51 %).
- 59 % setzen Umsatzwachstum an erste Stelle, 37 % Markenbekanntheit.
- 62 % legen Wert auf Reichweiten- und ROI-Messung.
- Nur 23 % messen digital und traditionell ganzheitlich.
- Kosteneffizienz und Transparenz sind wichtiger als Genauigkeit.
- KI wird von etwa zwei Dritteln für Marketingmessungen genutzt.
Infobox: Die Marketinglandschaft in Europa ist 2025 von Budgetkürzungen, einem starken Fokus auf Umsatzwachstum und einer zunehmenden Nutzung von KI geprägt. Die Messung des Erfolgs bleibt eine Schwachstelle, wobei Kosteneffizienz und Transparenz im Vordergrund stehen. (Quelle: Nielsen)
Zoo Leipzig: Zwischen Innovation und Kritik
Der Zoo Leipzig verfolgt seit dem Jahr 2000 den "Masterplan: Zoo der Zukunft", der bis 2028 – zum 150. Jubiläum des Zoos – abgeschlossen sein soll. In den letzten 25 Jahren wurden mehr als 200 Millionen Euro in die Sanierung investiert, darunter 66,8 Millionen Euro für das Gondwanaland, eine der größten Tropenhallen der Welt. Der Zoo zählt jährlich 1,8 Millionen Besucher und hat seit Beginn des Masterplans über 245 Millionen Euro für den Umbau ausgegeben.
Der Zoo Leipzig wird von der Stadt Leipzig jährlich mit 10 % des Gesamtbudgets subventioniert und erhält zusätzliche Unterstützung vom Freistaat Sachsen, dem Bund sowie zahlreichen Sponsoren und Tierpaten. Im offiziellen Zooranking des britischen Experten Anthony Sheridian belegt der Zoo Leipzig 2022 den ersten Platz in Deutschland und den zweiten Platz in Europa.
| Investition | Betrag |
|---|---|
| Sanierung (25 Jahre) | über 200 Mio. € |
| Gondwanaland | 66,8 Mio. € |
| Umbau seit Masterplan-Start | über 245 Mio. € |
| Jährliche Besucher | 1,8 Mio. |
| Städtische Subvention | 10 % des Gesamtbudgets |
Die Kritik an Zoos bleibt jedoch bestehen. Laut Human-Animal Studies dienen Zoos überwiegend der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse nach Unterhaltung und sind eher "Symbole der Herrschaft" als Bildungsorte. Die Mindestanforderungen für Tierhaltung werden zwar meist erfüllt, doch Tierschützer bewerten diese als zu gering. Der Zoo Leipzig gibt an, bei vielen Gehegen über die Mindestanforderungen hinauszugehen.
Das Projekt "Zoo der Zukunft" ist laut Zoodirektor Prof. Jörg Junhold ein "Herzensprojekt und mittlerweile sogar Lebenswerk", das den Zoo als Tourismusmagnet und Aushängeschild der Region etabliert.
Infobox: Der Zoo Leipzig investierte seit 2000 über 245 Millionen Euro in Modernisierung und gilt als bester Zoo Deutschlands. Trotz Innovationen bleibt die Kritik an der Tierhaltung und der Rolle von Zoos als Freizeiteinrichtungen bestehen. (Quelle: BLICK.de)
Marketing-Kooperation: Call a Pizza und Schmidt Spiele
Auch 2025 können Kunden des Pizza-Lieferdienstes Call a Pizza wieder "Mensch ärgere dich nicht" spielen und gewinnen. Die Kooperation mit Schmidt Spiele wird fortgesetzt und bietet den Kunden die Möglichkeit, an Aktionen teilzunehmen und Prämien zu gewinnen.
Die Aktion ist Teil der Marketingstrategie von Call a Pizza, um die Kundenbindung zu stärken und das Markenerlebnis zu erweitern. Details zu Ablauf und Prämien der Aktion wurden von food-service.de veröffentlicht.
Infobox: Call a Pizza setzt 2025 erneut auf die erfolgreiche Kooperation mit Schmidt Spiele und integriert das beliebte Brettspiel in seine Marketingaktionen. (Quelle: food-service.de)
DMG gewinnt Silber beim Dental Marketing Award
Bei der feierlichen Gala im Hotel Hafen Hamburg wurden die Gewinner des Dental Marketing Awards 2025 bekanntgegeben. Die "Superhelden"-Kampagne für die Flairesse Prophylaxe-Familie von DMG erreichte das Finale in allen drei Kategorien – Effizienz, Kreativität und Ausführung – und gewann schließlich Silber in der Kategorie "Ausführung".
Die Kampagne wurde in Zusammenarbeit mit der Agentur Stürmer & Dränger entwickelt. Der Dental Marketing Award (DMA) zeichnet jährlich die besten Kommunikationsmaßnahmen der Dentalbranche aus und wird von einer Expertenjury vergeben.
- DMG gewinnt Silber beim Dental Marketing Award 2025.
- Die "Superhelden"-Kampagne überzeugte in Effizienz, Kreativität und Ausführung.
- Entwicklung in Zusammenarbeit mit Stürmer & Dränger.
Infobox: DMG wurde für die Flairesse Prophylaxe-Kampagne mit Silber beim Dental Marketing Award 2025 ausgezeichnet. (Quelle: ZWP online)
Ehrmann gründet eigene Kreativagentur
Die Ehrmann-Gruppe hat eine eigene digitale Kreativagentur mit dem Namen Max und Moritz in Babenhausen gegründet. Die Inhouse-Agentur übernimmt unter anderem Digital Marketing und Content-Management für die Marken und Gesellschaften des Molkereiunternehmens, darunter Almighurt, High Protein, Grand Dessert, Foodie, Robby und Obstgarten.
Gunther Wanner, seit 1996 bei Ehrmann und seit Januar 2019 Global Marketing Director, ist Geschäftsführer der Max und Moritz GmbH. Die Agentur will auch für regionale Betriebe Werbung gestalten, die auffällt und im Kopf bleibt. Beheimatet ist die neue Agentur im Fuggerschloss.
Infobox: Ehrmann startet mit Max und Moritz eine eigene Kreativagentur für Digital Marketing und Content-Management, geführt von Marketingchef Gunther Wanner. (Quelle: markenartikel-magazin.de)
Quellen:
- Europa im Fokus: Zu beachtende Marketingtrends
- Zoo der Zukunft oder Gefängnis der Gegenwart? Eine Marketing-Utopie im Realitätscheck (Teil 1)
- Marketing: Call a Pizza kooperiert mit Schmidt Spiele
- Marketing Tech Monitor 2025: Das sind die Erkenntnisse vom MarTech Apero in Zürich
- DMG gewinnt Silber beim Dental Marketing Award in Hamburg
- Ehrmann startet eigene Kreativagentur, Marketingchef übernimmt Geschäftsführung














