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Crew Resource Management soll Patientensicherheit im Klinikum Lüneburg stärken
Das Klinikum Lüneburg führt Crew Resource Management (CRM) ein. Das ursprünglich für Cockpit-Besatzungen entwickelte Trainings- und Arbeitskonzept wird heute weltweit in Hochrisikobereichen eingesetzt und soll im Klinikum die Sicherheit für Patientinnen und Patienten erhöhen sowie die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verbessern.
Das von der Techniker Krankenkasse geförderte Vorhaben ist auf drei Jahre angelegt und startet in der Zentralen Notaufnahme. Langfristig soll CRM in Fortbildung, Einarbeitung und Qualitätsarbeit des Hauses verankert werden. Im Mittelpunkt stehen die Optimierung von Teamarbeit, Kommunikation und Entscheidungsprozessen unter Hochdruckbedingungen.
Als Pilotbereich wurde die Zentrale Notaufnahme ausgewählt. Chefarzt Nomayy Oweidi verweist auf den Zeitdruck und die wechselnden Teams im Schockraum. Das CRM soll den Beteiligten ein gemeinsames Handwerkszeug geben, um klarer, sicherer und effizienter zu handeln.
„Hier bei uns in der Notaufnahme und insbesondere auch im Schockraum arbeiten wir oft unter Zeitdruck und mit wechselnden Teams. Das Crew Resource Management gibt uns ein gemeinsames Handwerkszeug, um in diesen Situationen klarer, sicherer und effizienter zu handeln.“
Über die dreijährige Projektlaufzeit werden interprofessionelle Teams aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Medizinischen Fachangestellten und weiteren Berufsgruppen in praxisnahen Formaten geschult. Das Klinikum knüpft dabei an ein bestehendes Schlaganfall-Team-Training an. Initiiert wurde das CRM-Projekt von Prof. Waltraud Pfeilschifter, Chefärztin der Neurologie.
Nach Angaben des Klinikums geht es nicht um ein einmaliges Schulungsprojekt. Durch die dauerhafte Integration in Fortbildung, Einarbeitung und Qualitätsarbeit soll eine nachhaltige Veränderung der Teamkultur erreicht werden. Pflegedirektor Patrick Evel betont, dass zunächst die Mitarbeitenden profitieren sollen, weil ein professionell gestaltetes Arbeitsumfeld die Resilienz der Pflegenden stärkt.
„Denn wer in einem freundlich-kollegialen Umfeld mit professioneller Kommunikation und optimalen Abläufen arbeitet, zieht noch mehr Zufriedenheit aus unserem Beruf.“
Zusammenfassung: Das Klinikum Lüneburg startet ein auf drei Jahre angelegtes CRM-Projekt in der Zentralen Notaufnahme. Rollenverteilung, Kommunikation und Arbeitsabläufe sollen verbessert und dauerhaft in die Qualitätsarbeit integriert werden.
Quelle: KU-Gesundheitsmanagement
Ellie Goulding verklagt früheres Management wegen Verbindungen zu Live Nation
Ellie Goulding verklagt ihr früheres Managementunternehmen Tap Management in Großbritannien. Der englische Popstar wirft Tap Management Interessenkonflikte im Zusammenhang mit Live Nation vor und macht geltend, dass die Verbindung zu Live Nation nicht offengelegt worden sei.
Goulding war zwischen 2018 und 2025 Klientin bei Tap Management. Die Firma wurde 2010 von Benedict Mawson und Edward Millett gegründet. Nach Angaben der Klageschrift erwarb Live Nation 2015 über seine Muttergesellschaft HNOE einen Anteil von 50,1 Prozent an Tap Management und kaufte das Unternehmen 2019 vollständig auf.
Goulding behauptet, ihr Management habe sie während ihrer Zeit bei Tap wiederholt dazu gedrängt, bei Konzertpromotion, Merchandise und einem Dokumentarfilm mit Live Nation und dessen Tochtergesellschaften zusammenzuarbeiten. Nach ihrer Darstellung wurde ihr zu keinem Zeitpunkt offengelegt, dass Live Nation an Tap beteiligt war.
Zu den Beklagten gehören Mawson, Millett und HNOE. Live Nation selbst ist nicht Beklagte. Goulding macht geltend, dass die Beklagten finanzielle und kommerzielle Interessen daran gehabt hätten, Geschäfte zwischen ihr und Unternehmen der Live-Nation-Gruppe zustande zu bringen.
„Jeder der Beklagten hatte ein persönliches Interesse oder eine Verpflichtung in Bezug auf Geschäfte zwischen Frau Goulding und Unternehmen der Live-Nation-Gruppe, das tatsächlich oder potenziell in Konflikt mit den Interessen von Frau Goulding stand, die besten kommerziellen Konditionen mit dem Promoter, Merchandiser oder sonstigen Vertragspartner zu erzielen, mit dem umzugehen für sie am vorteilhaftesten gewesen wäre.“
Die Klage wertet den behaupteten Interessenkonflikt als Verletzung der Sorgfaltspflicht gegenüber Goulding. Sie fordert nicht näher bezifferten Schadensersatz sowie weitere Rechtsmittel. Mawson, Millett und Tap reagierten laut ROLLING STONE nicht auf Anfragen zur Stellungnahme; eine Sprecherin Gouldings lehnte einen Kommentar ab.
Goulding unterschrieb 2018 bei Tap und gehörte damit zu einem Künstlerkader, dem damals unter anderem Lana Del Rey und Dua Lipa angehörten. Während ihrer Zeit bei Tap veröffentlichte sie die Alben „Brightest Blue“ im Jahr 2020 und „Higher Than Heaven“ im Jahr 2023.
Derzeit bereitet die Musikerin ihr sechstes Studioalbum „I Know Too Much“ vor, das am 4. September erscheinen soll. Im Januar hatte „The Sun“ berichtet, dass Goulding und Tap getrennte Wege gegangen seien. Eine Quelle erklärte, Goulding habe die Zusammenarbeit im Dezember 2025 beendet; eine Tap nahestehende Quelle sagte dagegen, Tap habe die Zusammenarbeit am 9. Dezember niedergelegt.
Zusammenfassung: Ellie Goulding wirft ihrem früheren Management einen nicht offengelegten Interessenkonflikt durch die Verbindung zu Live Nation vor. Sie fordert nicht näher bezifferten Schadensersatz und weitere Rechtsmittel; eine Stellungnahme der genannten Beklagten liegt laut ROLLING STONE nicht vor.
Quelle: rollingstone.de
Zürcher Theaterspektakel verbindet Wut, Masse und Demokratie
Auf der Zürcher Landiwiese läuft noch bis zum 30. August das Zürcher Theaterspektakel 2026. Neben Bühnen und Theatern, kulinarischen Angeboten und Programmen für Kinder gehören eine öffentliche Zentralbühne, Aufführungen in der City, theoretische Diskurse am „Stammtisch“, Podiumsgespräche zum thematischen Fokus „Demokratie und Versammlung“ sowie eine Simulation zur „Allianz der letzten Demokratien“ an der Universität Zürich zum Festival.
Der Berner Choreograf Joshua Monten zeigt „Anger Management“ in einer einstündigen Bühnenfassung und einer halbstündigen Freiluftfassung. Die Freiluftfassung wurde am Eröffnungstag auf der Zentralbühne gezeigt. In dem Stück geht es um den Umgang mit Wut und darum, wie innere Gefühle eine äußere Form annehmen.
„Wut kann schön sein. Umso mehr, wenn sie getanzt wird.“
Die vier Tänzerinnen und Tänzer, darunter Joshua Monten selbst sowie eine Sprecherin, setzen das Thema unter freiem Himmel um. Das Publikum sitzt rundum, plaudert, isst, trinkt, kommt und geht, während die Performerinnen und Performer die Entwicklung von einer Kissenschlacht zu einer temperamentvollen Auseinandersetzung zeigen.
Die Schläge sind dabei nicht nur visuell, sondern auch akustisch wahrnehmbar. Die Performerinnen und Performer fragen, was zu tun ist, wenn Gefühle überhandnehmen und wie sie sich kontrollieren lassen. Die Kinder am Bühnenrand verfolgen mit sichtlichem Vergnügen, wie sich die Erwachsenen austoben und anschließend wieder versöhnen.
„Stormy weather comes and goes.“
Auch Tamara Cubas’ „Multitud“ beschäftigt sich mit einem kollektiven Tanzerlebnis. Das Community-Tanzprojekt, dessen Titel Menschenmenge oder Volksmasse bedeutet, stellt Gemeinschaft als politischen Akt in den Mittelpunkt und wurde als Schweizer Erstaufführung vor Ort erarbeitet.
Cubas entwickelte das anderthalbstündige Stück in sieben Probetagen mit über 60 Zürcherinnen und Zürchern im Alter von 19 bis 77 Jahren. Im Programm werden über 80 Mitwirkende genannt. Die Gruppe besteht aus Laien und Profis, wobei Frauen in der Überzahl sind.
Die Performerinnen und Performer treten in individuellen Straßenkleidern und Sneakers auf. Sie rennen, fallen, knicken ein, stehen wieder auf, fallen übereinander und reihen sich erneut auf. Aus den ständig bewegenden Individuen entsteht ein System, das sich schließt und wieder zerfällt. Eine wummernde und brummende Musik setzt dabei szenische Akzente.
Die Inszenierung zeigt Momente der Einheit, aber auch den Ausschluss Einzelner. Ein Einzelner wird zum Ziel einer gemeinsamen Attacke und als Außenseiter verstoßen, bevor sich die Gruppe wieder wie ein hermetischer Organismus schließt. Neben den Körpern werden auch die Stimmen eingesetzt: Die Performerinnen und Performer schreien, kreischen und lachen.
Zum Schluss werden Kleidungsstücke, je nach Mut bis auf winzige Unterwäsche, ausgezogen und aufgeworfen. Das Stück überlässt dem Publikum neben den visuellen Eindrücken die Freiheit, über das eigene Verhalten als Individuum in der Masse beziehungsweise in der Gesellschaft nachzudenken.
„Multitud“ wird neben zwei Aufführungen im Theaterhaus Gessnerallee auch auf der Zentralbühne gezeigt. Bei Regen werden alle Outdoor-Aufführungen abgesagt und ersatzlos gestrichen. Auch für die angekündigten Aufführungen von Anne Teresa de Keersmaeker/Rosas soll das Wetter eine Rolle spielen.
Zusammenfassung: Das Zürcher Theaterspektakel 2026 läuft bis zum 30. August und stellt unter anderem Demokratie und Versammlung in den Mittelpunkt. „Anger Management“ untersucht den Umgang mit Wut, während „Multitud“ das Verhältnis von Individuum, Masse und Gesellschaft als kollektives Tanzerlebnis erforscht.
Quelle: tanznetz.de
KI erhöht Zahl der Schwachstellen und setzt Patch-Management unter Druck
Künstliche Intelligenz hat die Suche nach Schwachstellen für Verteidiger wie auch für Angreifer beschleunigt. Dadurch gerät das Patch-Management nach Darstellung von Security-Insider unter erheblichen Druck, weil Unternehmen mit einer wachsenden Schwachstellen-Flut umgehen müssen.
Im Sommer 2026 meldeten mehrere große Hersteller außergewöhnlich hohe Zahlen geschlossener Schwachstellen. Oracle veröffentlichte im Juli 2026 mit 1.449 Security Patches sein bisher größtes Critical Patch Update.
| Hersteller | Angaben aus der Quelle |
|---|---|
| Oracle | 1.449 Security Patches im Juli 2026 |
| 1.072 Sicherheitsfehler in den Chrome-Versionen 149 und 150 innerhalb von rund 60 Tagen | |
| Microsoft | 622 behobene Schwachstellen am Juli-Patchday |
Google schloss in den Chrome-Versionen 149 und 150 innerhalb von rund 60 Tagen 1.072 Sicherheitsfehler. Microsoft meldete am Juli-Patchday 622 behobene Schwachstellen und damit einen neuen Rekord.
Der Artikel ordnet diese Entwicklung als neue Anforderung für das Schwachstellen-Management ein. Drei Systemhäuser berichten laut Security-Insider über die Herausforderungen, die durch die steigende Zahl an Schwachstellen und die beschleunigte Suche entstehen.
Die Quelle verweist außerdem auf die Notwendigkeit von Priorisierung und Automatisierung. Der vollständige Artikel ist nur nach Registrierung zugänglich; im frei verfügbaren Teil werden keine weiteren Aussagen der drei Systemhäuser wiedergegeben.
Zusammenfassung: KI beschleunigt die Entdeckung von Sicherheitslücken, während Hersteller zugleich hohe Patch-Zahlen melden. Oracle veröffentlichte im Juli 2026 1.449 Security Patches, Google schloss 1.072 Sicherheitsfehler und Microsoft 622 Schwachstellen.
Quelle: Security-Insider
Dept baut Management in der DACH-Region um
Die Digitalagentur Dept meldet zwei Neuzugänge für ihr Management in der DACH-Region. Franzis Heusel und René Dalock sollen das Führungsteam der in den Niederlanden beheimateten Gruppe verstärken.
Gleichzeitig wurde der bislang für den deutschsprachigen Raum verantwortliche Geschäftsführer Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach abberufen. Eine finale Nachfolge steht nach Angaben von Horizont.net bislang noch nicht fest.
Damit verändert Dept die Führungsstruktur für die DACH-Region auf zwei Ebenen: Heusel und Dalock kommen neu hinzu, während Lünenbürger-Reidenbach seine bisherige Verantwortung abgibt. Weitere Angaben zu den Zuständigkeiten der beiden Neuzugänge oder zu einem Zeitpunkt für die Nachbesetzung nennt die Quelle nicht.
Zusammenfassung: Dept verstärkt sein DACH-Management mit Franzis Heusel und René Dalock. Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach wurde abberufen; eine finale Nachfolge ist noch nicht benannt.
Quelle: Horizont.net
Springer-Leitfaden untersucht kulturelle Besonderheiten globaler Lieferketten
Ein bei Springer Nature Link veröffentlichter Leitfaden befasst sich mit dem Aufbau und Management strategischer Lieferketten im internationalen metallurgischen Anlagenbau. Das Kapitel trägt den Titel „Leitfaden kultureller Besonderheiten beim Aufbau strategischer Lieferketten im metallurgischen Anlagenbau“ und wurde von Patrick Oppermann verfasst.
Der Beitrag erschien am 02. July 2026 online und umfasst die Seiten 261–278. Er ist Teil der Buchreihe „Management-Reihe Corporate Social Responsibility“ und des Bandes „CSR und Lieferketten“.
Im Zentrum stehen die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren großer Industrieprojekte. Der Leitfaden betrachtet den gesamten Ablauf von der Projektplanung über die Lieferantenauswahl, Fertigung und Qualitätssicherung bis zu Transport, Logistik und kundenspezifischen Anpassungen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt kulturellen Unterschieden im Einkaufsprozess. Diese können sich laut Zusammenfassung auf Kommunikation, Verhandlungen und Entscheidungsfindung auswirken. Der Leitfaden stellt praxisnahe Strategien vor, mit denen Unternehmen kulturelle Besonderheiten berücksichtigen und Einkaufs- sowie Produktionsprozesse optimieren können.
Als Ziel nennt der Beitrag eine nachhaltige Gestaltung globaler Lieferketten. Unternehmen sollen dabei unterstützt werden, Effizienz, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Maßnahmen und interkulturelle Kompetenz zu steigern.
- Projektplanung
- Lieferantenauswahl
- Fertigung
- Qualitätssicherung
- Transport und Logistik
- Kundenspezifische Anpassungen
- Kommunikation, Verhandlungen und Entscheidungsfindung im kulturellen Kontext
Als verwandte Themenbereiche führt Springer Nature Link unter anderem Logistik, Industrial Management, Industrial Design, Industrial Sociology, Material Culture und Cross-Cultural Management auf. Zu den im Kapitel genannten Referenzen gehören unter anderem DIN EN ISO 9001:2015, DIN EN ISO 3834-1:2005, DIN EN 12973:2000, DIN 69910:1973 und VDI 2800.
Der Beitrag wurde von Patrick Oppermann aus Düsseldorf verfasst. Als Herausgeber werden Carsten Deckert und Jörg Niemann von der Hochschule Düsseldorf genannt. Publisher ist Springer Gabler, Berlin, Heidelberg.
Zusammenfassung: Der Leitfaden untersucht strategische Lieferketten im metallurgischen Anlagenbau und konzentriert sich auf kulturelle Einflüsse bei Kommunikation, Verhandlungen und Entscheidungen. Er verbindet Projektplanung, Lieferantenauswahl, Produktion, Qualitätssicherung, Logistik und nachhaltige Lieferkettengestaltung.
Quelle: Springer Nature Link
Quellen:
- Crew Resource Management am Klinikum Lüneburg: Aus der Luftfahrt in den Klinikalltag
- Ellie Goulding verklagt Ex-Management wegen Verbindungen zu Live Nation
- Zürcher Theaterspektakel 2026
- KI treibt Schwachstellen-Flut: Patch-Management unter Druck
- Bewegung im Management: Dept: Heusel und Dalock kommen, Lünenbürger-Reidenbach geht
- Leitfaden kultureller Besonderheiten beim Aufbau strategischer Lieferketten im metallurgischen Anlagenbau






















