KI, Fonds und Innovationen: Märkte zwischen Chancen, Risiken und Wandel

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    23.07.2026 28 mal gelesen 0 Kommentare
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    Die Investmentwelt setzt auf klare Profile: William Blair startet „Global Leaders Select“ mit nur 25 bis 35 weltweit führenden Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen hohe Überzeugung, konzentrierte Anlagen und langfristiger Zinseszinseffekt. Das Portfolio verwaltet bereits 225 Millionen US-Dollar.
    LBBW Asset Management wählt bewusst Spezialisierung statt ETF-Wettbewerb. Themenfonds, Unternehmensanleihen, Rohstoffe, Nachhaltigkeit und individuelle Lösungen sollen den aktiven Mehrwert liefern. ETFs bleiben das Basisinvestment, während die digitale Wertschöpfungskette in den kommenden 25 bis 36 Monaten modernisiert werden soll.
    Bei Künstlicher Intelligenz zählt für Anleger nicht nur, wer Technologie entwickelt, sondern wer damit tatsächlich Gewinne erzielt. Entscheidend sind Preismacht, eigene Daten, effiziente Prozesse, Kundenbeziehungen und starke Vertriebswege. Hohe KI-Ausgaben ohne entsprechende Erträge können dagegen zum Risiko werden.
    Dass KI nicht fehlerfrei arbeitet, zeigte ein Vorfall bei einem Video von Melissa Naschenweng. Die automatische Untertitelung machte aus dem Dialekt-Titel „I steh auf Bergbauernbuam“ eine politisch gravierende Falschübersetzung. Das Management deaktivierte die Funktion vorsichtshalber auf Facebook.
    Unternehmen bauen ihre Innovations- und Automatisierungsfähigkeiten weiter aus: Dr. Beckmann stärkt Kommunikation, Markenführung und Innovation, während Ivanti mit Predictive Remediation IT-Risiken frühzeitig erkennen und kontrolliert beheben will. Die gemeinsame Lehre lautet: Innovation braucht nicht nur leistungsfähige Technologie, sondern auch verlässliche Daten, klare Governance und eine überzeugende Strategie.

    William Blair startet globale High-Conviction-Aktienstrategie

    William Blair Investment Management hat die Strategie „Global Leaders Select“ eingeführt und Chandan Khanna zum Co-Portfoliomanager neben Hugo Scott-Gall, dem Leiter Global Equities, ernannt. Die Strategie konzentriert sich auf 25 bis 35 weltweit führende Unternehmen, die strenge Qualitäts- und Wachstumsanforderungen erfüllen.

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    Das benchmarkunabhängige Portfolio soll langfristig hohe Renditen anstreben. Grundlage sind die drei Prinzipien „Conviction, Concentration and Compounding“. Khanna bringt mehr als 15 Jahre Erfahrung als Investor in börsennotierten Unternehmen sowie einen verifizierten fünfjährigen Track Record mit dem Anlageansatz mit, den er seit 2021 verfolgt.

    Vor seinem Wechsel zu William Blair war Khanna Senior Partner und Portfoliomanager bei Eighteen48 Partners, wo er den „Sixteen02 Global Equity Fund“ managte. Zuvor arbeitete er als Lead-Portfoliomanager für globale Aktien bei Rezayat Investments und war bei Capital Group und Morgan Stanley tätig; seine Karriere begann er bei KPMG.

    Beim Management der Strategie arbeitet Khanna eng mit Hugo Scott-Gall und dem globalen Aktien-Team von William Blair zusammen. Die Strategie wird Teil der „Leaders“-Sparte, zu der auch „Emerging Market Leaders“, „International Leaders“ und „Global Leaders“ gehören. Diese aktiv gemanagten Aktienportfolios fokussieren hochwertige Unternehmen mit starken Wettbewerbsvorteilen, Preissetzungsmacht und Gewinnwachstum.

    Nach Angaben von e-fundresearch.com verwaltet „Global Leaders Select“ bereits 225 Millionen US-Dollar im Rahmen eines segregierten Mandats. Khanna erklärte, er wolle Unternehmen identifizieren, die erstklassig sind oder im Begriff seien, erstklassig zu werden, attraktives Wachstum aufweisen und über unterschätzte Ertragskraft verfügen.

    „Conviction, Concentration and Compounding“

    Infobox – Quelle: e-fundresearch.com: Neue globale Aktienstrategie mit 25 bis 35 Unternehmen; Co-Portfoliomanager ist Chandan Khanna; verwaltetes Volumen: 225 Millionen US-Dollar.

    LBBW Asset Management setzt auf Spezialisierung statt ETF-Wettbewerb

    Karen Armenakyan, seit Januar 2026 CEO von LBBW Asset Management, will das Unternehmen stärker auf spezialisierte Strategien, Privatkunden und digitale Abläufe ausrichten. Themenfonds, Unternehmensanleihen, Rohstoffe und nachhaltige Anlagen sollen die Gesellschaft von großen Wettbewerbern abheben.

    Im ersten Quartal 2026 flossen in Deutschland 19,4 Mrd. Euro in Publikums-Aktienfonds. 96% davon gingen in ETFs. Armenakyan erkennt den strukturellen Vorteil passiver Produkte an, sieht aktive Manager aber insbesondere in weniger effizienten Märkten, bestimmten Anleihesegmenten und bei individuellen Kundenvorgaben im Vorteil.

    „Je größer und transparenter ein Markt, desto schwerer hat es der aktive Manager. ETFs sind das Basisinvestment.“

    Als besondere Stärke aktiver Anbieter nennt Armenakyan das Risikomanagement und individuelle Lösungen. Ein Index bilde zwar den Markt ab, könne aber nicht auf die Situation eines einzelnen Anlegers reagieren. LBBW Asset Management wolle daher nicht möglichst viele Fonds anbieten, sondern auf Qualität und klar profilierte Strategien setzen.

    Armenakyan beschreibt die Positionierung als „Barbell-Strategie“. Auf der einen Seite stehen Produkte, die Kunden regelmäßig nachfragen, auf der anderen Seite Strategien mit einem ausgeprägten eigenen Profil. Alpha erwartet er vor allem bei Themenfonds, Unternehmensanleihen, Rohstoffen und im Nachhaltigkeitsbereich.

    Das Privatkundengeschäft macht nach Armenakyans Einschätzung derzeit etwa 15 bis 20% aus und ist damit kleiner als das institutionelle Geschäft. Wachstum soll aus eigener Kraft entstehen; Zukäufe seien momentan kein Thema. Der Fokus liege auf der Modernisierung des eigenen Hauses und auf dem Zugang über die LBBW, Cross-Selling sowie die Sparkassen.

    Auch bei Künstlicher Intelligenz bleibt der CEO zurückhaltend. In Portfolioentscheidungen spiele KI eine untergeordnete Rolle, während sie Daten für Analysten und Portfoliomanager schneller bündeln, auswerten und aufbereiten könne. Die gesamte digitale Wertschöpfungskette soll in den nächsten 25 bis 36 Monaten modernisiert werden.

    nachhaltige Fonds bleiben ein Schwerpunkt. Im ersten Halbjahr 2025 flossen aus Publikumsfonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen netto 1,3 Mrd. Euro ab, während nachhaltige Spezialfonds für Institutionelle einen Zufluss von 3,6 Mrd. Euro verzeichneten. Rund ein Drittel der verwalteten Mittel, etwa 25 Mrd. Euro, steckt laut Armenakyan in Strategien mit Nachhaltigkeitsmerkmalen; als Beispiel nennt er den LBBW Global Warming mit einem Volumen von mehr als 2 Mrd. Euro.

    „Wir setzen nicht auf Volumen um jeden Preis, unser Fokus liegt auf Qualität.“

    Infobox – Quelle: Börsen-Zeitung: LBBW Asset Management setzt auf Spezialisierung, individuelle Lösungen und Digitalisierung. Das Privatkundengeschäft liegt derzeit bei etwa 15 bis 20%; die digitale Wertschöpfungskette soll in den nächsten 25 bis 36 Monaten modernisiert werden.

    KI schafft Mehrwert, doch Anleger müssen die Gewinner der Wertabschöpfung erkennen

    Robert Almeida, globaler Investmentstratege bei MFS Investment Management, stellt die Frage, ob Anleger dauerhaft vom Wandel durch Künstliche Intelligenz profitieren können. Seine zentrale These lautet, dass neue Technologien nicht automatisch zu neuen Anlageerträgen führen.

    KI kann Menschen beim Schreiben, Programmieren, Forschen, Entwickeln und Analysieren unterstützen. Sie kann Entscheidungen beschleunigen, kognitive Aufgaben verbilligen und neue Produkte ermöglichen. Für Anleger entscheidend ist laut Almeida jedoch nicht, welchen Wert KI schafft, sondern wem dieser Wert zufließt.

    Als Vergleich führt Almeida die Elektrizität und das Internet an. Die Elektrizität revolutionierte Fabriken, Häuser, Transport und Kommunikation, doch die Wertschöpfung kam vor allem Haushalten, Unternehmen, Städten, Arbeitnehmern und Verbrauchern zugute. Beim Internet gelang es dagegen einigen Unternehmen wie Amazon, Google und Netflix, wirtschaftliche Erträge abzuschöpfen, weil sie Kundenkontakt, Vertrieb und große Datenbanken kontrollierten.

    Die leistungsfähigsten KI-Modelle sind nach Einschätzung des Strategen kapitalintensiv. Sie benötigen Datenzentren, Halbleiter, Speicherchips, Netzwerktechnik, Strom, Kühlsysteme, Land, Genehmigungen, gut ausgebildete Mitarbeiter und viel Kapital. Sowohl das Training als auch der Betrieb der Modelle verursachen hohe Kosten.

    Damit unterscheidet sich das Ertragsprofil von der Internetwirtschaft der 2010er. Während Plattformen häufig zusätzliche Nutzer zu niedrigen Grenzkosten bedienen konnten, führen bei leistungsfähigen KI-Modellen mehr Nutzer auch zu mehr Rechenleistung, Speicherbedarf und Stromverbrauch. Mehr Umsatz muss deshalb nicht automatisch zu höheren Gewinnen führen.

    Eine weitere Herausforderung sieht Almeida in der Differenzierung. Kunden benötigen nicht immer das beste Modell, sondern häufig eine Technologie, die für ihre Zwecke ausreicht und deren Preis vertretbar ist. Für Anwendungen wie Rechtsgutachten, Softwaretests, Marketingpläne oder Kundenantworten könnten billigere Modelle genutzt werden.

    • Unternehmen mit knappen Input-Faktoren könnten vom KI-Wandel profitieren.
    • Bewährte Prozesse und eigene Datenbestände können Wettbewerbsvorteile schaffen.
    • Schlüsselprodukte und bestehende Vertriebsnetze können die Wertabschöpfung unterstützen.
    • Unternehmen, die viel Geld für KI ausgeben, ohne daraus Erträge zu erzielen, tragen besondere Risiken.

    Almeida warnt, dass Unternehmen zwar zur Veränderung der Welt beitragen, aber dennoch schlechte Anlagen sein können, wenn ihnen Preismacht, Kundenbeziehungen, Datenbestände, Vertriebswege oder Skaleneffekte fehlen. Benchmarks unterscheiden nicht zwischen Unternehmen, die KI-Werte schaffen, und solchen, die daran verdienen.

    „Wichtig ist nicht, wer mit KI zu tun hat, sondern wer durch KI mehr verdienen kann.“

    Infobox – Quelle: das investment: KI dürfte Mehrwert schaffen, doch die Verteilung dieses Mehrwerts bleibt offen. Für Anleger kommt es auf Preismacht, Daten, Prozesse, Vertriebswege und die Fähigkeit zur Wertabschöpfung an.

    KI-Fehler bei automatischen Untertiteln sorgt für Reaktion des Managements

    Bei einem Video der österreichischen Schlagersängerin Melissa Naschenweng hat die automatische Untertitelfunktion auf Facebook einen gravierenden Fehler produziert. Die von Meta eingesetzte Spracherkennung transkribierte den im Kärntner Dialekt gesungenen Titel „I steh auf Bergbauernbuam“ fälschlicherweise mit dem Untertitel „Ich steh auf die Nazis.“

    Das Video zeigte laut TV Spielfilm einen Rückblick auf Naschenwengs Konzerte in Tirol. Nachdem irritierte Reaktionen in den Kommentaren erschienen waren, schaltete das Management die automatische Untertitelfunktion auf Facebook vorerst ab.

    Gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“ erklärte das Management, man versuche, der Ursache auf den Grund zu gehen. Zur Sicherheit sei die Funktion zunächst deaktiviert worden.

    „Wir versuchen der Ursache auf den Grund zu gehen und haben zur Sicherheit die Funktion vorerst auf Facebook deaktiviert.“

    Infobox – Quelle: TV Spielfilm: Eine automatische Transkription wandelte den Liedtitel „I steh auf Bergbauernbuam“ in den falschen Untertitel „Ich steh auf die Nazis.“ Das Management deaktivierte daraufhin die Funktion vorerst auf Facebook.

    Dr. Beckmann stärkt globale Kommunikations-, Marken- und Innovationsorganisation

    Der Haushaltsreiniger-Spezialist Dr. Beckmann baut seine globale Kommunikations-, Marken- und Innovationsorganisation aus. Zwei der drei Manager, die für diese Bereiche eingesetzt werden, sind neu zur Unternehmensgruppe gekommen.

    Die Maßnahme betrifft damit zentrale Funktionen für die Unternehmenskommunikation, den Markenauftritt und die Entwicklung von Innovationen. Weitere Angaben zu den Namen, Zuständigkeiten oder bisherigen Stationen der Manager enthält der vorliegende Bericht der Lebensmittel Zeitung nicht.

    Infobox – Quelle: Lebensmittel Zeitung: Dr. Beckmann stärkt die globale Kommunikations-, Marken- und Innovationsorganisation. Zwei der drei Manager sind neu zur Unternehmensgruppe gekommen.

    Ivanti erweitert Autonomous Endpoint Management um Predictive Remediation

    Ivanti hat neue Produktinnovationen für Autonomous Endpoint Management angekündigt. Die auf der KI-gestützten Ivanti-Neurons-Plattform basierenden Funktionen sollen IT- und Security-Teams dabei unterstützen, vertrauenswürdige Daten in gesteuerte und kontrollierte Autonomie sowie automatisierte Maßnahmen umzuwandeln.

    Im Mittelpunkt steht Predictive Remediation, also die vorausschauende Problembehebung. Unternehmen sollen dadurch operative Risiken reduzieren, Probleme schneller beheben und ihre Compliance stärken können. Hintergrund sind laut der Mitteilung steigende Cyberrisiken, eine durch KI beschleunigte Entdeckung von Schwachstellen und eine wachsende Zahl von Patches.

    Viele Organisationen arbeiteten weiterhin mit fragmentierten Tools und isolierten Datenquellen. Das begrenze die Transparenz, verlangsame die Problembehebung und erschwere die Priorisierung kritischer Risiken. Ivanti kombiniert deshalb Autonomous Patch Management mit Predictive Remediation, um Lücken bei der Behebung von Problemen frühzeitig zu erkennen.

    Die neuen Funktionen sollen Compliance-Ergebnisse vorhersagen, Hindernisse für die Problemlösung identifizieren, bevor Service-Level-Agreement-Fristen ablaufen, und Sicherheitsprioritäten in kontrollierte Patch-Maßnahmen übersetzen. Routinemäßige Patch- und Remediation-Workflows können automatisiert werden, während integrierte Kontrollmechanismen die Governance aufrechterhalten sollen.

    • Proaktive Erkennung und Bewertung von Endpoint-Problemen
    • Priorisierung und automatisierte Behebung von Risiken
    • Vorhersage von Compliance-Ergebnissen
    • Identifizierung von Hindernissen vor Ablauf von SLA-Fristen
    • Kontrollierte Automatisierung mit administrativer Governance

    Ivanti bezeichnet die Plattform als System of Record für IT- und Sicherheitsteams. Sie verbindet Daten aus IT- und Sicherheitsabläufen in einem einheitlichen System und soll vollständige Transparenz über Geräte in der jeweiligen Umgebung ermöglichen.

    CEO Dennis Kozak betont, dass KI nur so effektiv sei wie die Daten, auf denen sie basiert. Nach Unternehmensangaben bilden Datenautorität, autonome Workflows und Governance die Grundlage dafür, automatisierte Maßnahmen mit Kontrolle und Vertrauen auszuführen.

    „KI ist nur so effektiv wie die Daten, auf denen sie basiert.“

    Auch ResultsCX setzt laut der Mitteilung auf KI und Automatisierung, um Betriebsabläufe im großen Maßstab zu stärken. Paul Higdon, Vice President, Enterprise Applications bei ResultsCX, erklärte, Ivantis Lösungen führten vertrauenswürdige Daten, Transparenz, Governance und Automatisierung auf einer einheitlichen Plattform zusammen.

    Alexander Neff, VP of Sales bei Ivanti, verweist auf den wachsenden Druck für Organisationen in Deutschland, Cyber-Resilienz, Governance, Compliance und betriebliche Effizienz gleichzeitig zu verbessern. Die neuen Funktionen sollen Risiken proaktiv reduzieren und dabei Kontrolle, Transparenz und Governance sicherstellen.

    Infobox – Quelle: Presseportal: Ivanti kündigte am 22. Juli 2026 neue AEM-Funktionen mit Predictive Remediation an. Die Plattform soll Schwachstellen, Patch-Lücken und Compliance-Risiken proaktiv erkennen und kontrollierte automatisierte Maßnahmen ermöglichen.

    Quellen:

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    Zusammenfassung des Artikels

    William Blair startet eine konzentrierte globale Aktienstrategie, während LBBW auf spezialisierte aktive Lösungen setzt und MFS vor einer ungleichen KI-Wertabschöpfung warnt.

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