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USA werben für russische Gaslieferungen nach Europa
Die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff drängen laut Spiegel darauf, dass Europa wieder russisches Gas einkauft. Die Lieferungen sollen durch Pipelines erfolgen, die über das Gebiet der Ukraine verlaufen.
Der Bericht des »Wall Street Journal« beruft sich auf nicht namentlich genannte Vertreter aus den USA, Europa und der Ukraine. Kushner und Witkoff sollen während ihrer Gespräche in Moskau und Kyjiw für den Plan geworben haben.
Ziel sei es, durch ein größeres Angebot Druck auf den Gaspreis auszuüben. Dieser sei in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Weil der Verkauf russischen Gases in Europa mit Sanktionen belegt ist, soll ein US-Unternehmen als Zwischenkäufer auftreten.
Im vergangenen Monat war der Plan zunächst zurückgestellt worden. Hintergrund war, dass die Ukraine auf Druck von US-Präsident Donald Trump die Drohnenangriffe auf russische Raffinerien eingestellt hatte. Nachdem Russland sich laut dem Bericht nicht an den begrenzten Waffenstillstand gehalten hatte, wurde der Beschuss wieder aufgenommen.
Das Verhältnis zwischen Washington und Kyjiw gilt derzeit als belastet. Vor einem Monat hatte sich Trump mit Kremlchef Wladimir Putin auf den Verzicht verschärfter Russlandsanktionen geeinigt. Im Gegenzug soll Moskau Diesel für den Weltmarkt liefern, um die steigenden Ölpreise zu dämpfen. Trump erhoffte sich davon niedrigere Spritpreise in den USA, um bei den Midterms Punkte zu machen.
Zusammenfassung: Die USA unterstützen laut Spiegel einen Plan, russisches Gas über Pipelines durch die Ukraine nach Europa zu bringen. Ein US-Unternehmen könnte dabei wegen der bestehenden Sanktionen als Zwischenkäufer auftreten.
Hohe Mieten belasten die Wirtschaft
Hohe Mieten belasten nach einem Beitrag von tagesschau.de die Wirtschaft. Melanie Böff vom Hessischen Rundfunk ordnet in einem Video die wirtschaftlichen Folgen der Mietbelastung ein.
Der Beitrag ist den Themen Mieten, Wirtschaft und Börse zugeordnet. Weitere konkrete Zahlen oder Angaben zur Höhe der Belastung enthält die vorliegende Quelle nicht.
Infobox: Im Mittelpunkt steht die wirtschaftliche Belastung durch hohe Mieten. Als Gesprächspartnerin wird Melanie Böff vom Hessischen Rundfunk genannt.
Anthropic meldet Milliardenverluste vor geplantem Börsengang
Der KI-Entwickler Anthropic hat laut T-Online kurz vor dem geplanten Börsengang seine Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Die Bilanz ist demnach teilweise tiefrot.
Seit Jahresbeginn hat Anthropic Verluste von 104 Milliarden Dollar angehäuft. Gleichzeitig stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten 2026 auf 33,2 Milliarden Dollar, nachdem er im Vorjahreszeitraum bei 2,5 Milliarden Dollar gelegen hatte.
In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres waren rote Zahlen von 25 Milliarden Dollar aufgelaufen. Anthropic steuert auf einen Börsengang in den kommenden Wochen zu und würde damit dem Bericht zufolge den ChatGPT-Entwickler OpenAI überholen, der für dieses Jahr keine Aktienplatzierung mehr plant.
Der aktualisierte Börsenprospekt enthält außerdem Geschäftszahlen für das dritte Quartal. Demnach standen einem Umsatz von 17 Milliarden Dollar Verluste von 23,3 Milliarden Dollar gegenüber. Der operative Verlust lag bei 567 Millionen Dollar. Die roten Zahlen gingen größtenteils auf eine bilanzielle Anpassung zurück.
Anthropic gab im vergangenen Quartal rund fünf Milliarden Dollar für Computer-Ressourcen aus. Für die kommenden Jahre sind laut Börsenprospekt Investitionen von 895 Milliarden Dollar für Rechenzentrumskapazitäten und den Ausbau der Infrastruktur veranschlagt. Davon werden knapp 450 Milliarden Dollar vor Ende 2030 fällig.
Mit seinem KI-Assistenten Claude konkurriert Anthropic neben ChatGPT auch mit Google, Microsoft und dem Facebook-Konzern Meta. Zugleich ist die Sorge der Anleger gewachsen, ob sich die hohen Investitionen in KI tatsächlich zurückverdienen lassen. Nach eigenständigen Hacking-Attacken durch KI-Software wird außerdem intensiver über die Risiken der Technologie debattiert.
| Verluste seit Jahresbeginn | 104 Milliarden Dollar |
| Umsatz erste neun Monate 2026 | 33,2 Milliarden Dollar |
| Umsatz Vorjahreszeitraum | 2,5 Milliarden Dollar |
| Verlust drittes Quartal | 23,3 Milliarden Dollar |
| Umsatz drittes Quartal | 17 Milliarden Dollar |
| Operativer Verlust | 567 Millionen Dollar |
| Geplante Investitionen | 895 Milliarden Dollar |
| Davon vor Ende 2030 fällig | knapp 450 Milliarden Dollar |
Zusammenfassung: Anthropic verbindet starkes Umsatzwachstum mit hohen Verlusten und umfangreichen geplanten Investitionen. Der geplante Börsengang soll in den kommenden Wochen erfolgen.
KI-Sorgen belasten Chipaktien, Ölpreis fällt um acht Prozent
Die US-Anleger haben sich laut n-tv.de am Vorabend der US-Kongresswahlen zurückgehalten. Sorgen über ausufernde Investitionen in Künstliche Intelligenz belasteten vor allem Techaktien und Chiphersteller.
Friedenssignale aus dem Iran ließen den Ölpreis um acht Prozent fallen. Der Iran hatte Bereitschaft zu Friedensgesprächen signalisiert. Der Konflikt hält laut n-tv.de die Energiepreise hoch und heizt die Inflation an.
Die US-Börsen schlossen uneinheitlich. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,4 Prozent auf 51.983 Punkte. Der S&P 500 verlor 0,5 Prozent auf 7541 Zähler. Der Nasdaq gab 1,1 Prozent auf 25.164 Stellen nach.
| Dow Jones | +0,4 Prozent | 51.983 Punkte |
| S&P 500 | -0,5 Prozent | 7541 Zähler |
| Nasdaq | -1,1 Prozent | 25.164 Stellen |
| Ölpreis | -acht Prozent |
Börsianer verwiesen auf die Unsicherheit über das Tempo der KI-Ausgaben. Jake Dollarhide, Chef von Longbow Asset Management, sagte:
„Unternehmen müssen erkennen, dass es eine Grenze dafür gibt, wie viel sie ausgeben und was das für die Steigerung des Unternehmenswertes bedeutet. Irgendwann gibt es keinen zusätzlichen Mehrwert mehr, sondern nur noch Kosten“.
Die Aktien von Oracle fielen um fast neun Prozent, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, durch den Verkauf von Aktien und Anleihen 20 Milliarden Dollar einnehmen zu wollen. Amazon-Papiere legten um 2,2 Prozent zu, Tesla gewannen ein Prozent.
Besonders stark gerieten Chiphersteller unter Druck. Die Papiere von Marvell Technology stürzten um 13 Prozent ab, nachdem das Unternehmen die 115 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Herstellers von optischen Komponenten Lumentum angekündigt hatte. Lumentum-Aktien fielen um 18,6 Prozent. Intel gaben um 8,8 Prozent nach und setzten damit ihren Kursrutsch vom Freitag fort.
Zusätzliche Aufmerksamkeit galt den US-Zwischenwahlen am Dienstag. Sie entscheiden darüber, ob die Demokraten der Republikanischen Partei von Präsident Donald Trump die Kontrolle über den Kongress entreißen können. Umfragen deuteten laut n-tv.de auf einen möglichen Gewinn des Repräsentantenhauses durch die Demokraten hin, während der Ausgang im Senat unklarer sei.
Zusammenfassung: Der Dow Jones legte zu, während S&P 500 und Nasdaq nachgaben. KI-Ausgaben belasteten Tech- und Chipaktien, während Friedenssignale aus dem Iran den Ölpreis um acht Prozent sinken ließen.
Wirtschaftsstimmung in Ost-Mecklenburg-Vorpommern verbessert
Die Stimmung der Wirtschaft im Osten Mecklenburg-Vorpommerns hat sich laut NDR.de verbessert. Das geht aus der neuen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern hervor.
Mehr Unternehmen bewerten ihre Lage inzwischen als befriedigend oder gut als noch zu Beginn des Jahres. In den vergangenen Umfragen war die Stimmung vor allem von Krisen geprägt. IHK-Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch hält es deshalb für wichtig, die positive Entwicklung zu betonen.
Gleichzeitig bleiben wichtige Investitionen aus. Die Unternehmen seien durch hohe Energie- und Personalkosten verunsichert. Von einem nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung könne daher nicht gesprochen werden.
Die IHK Neubrandenburg fordert von der Politik Maßnahmen, um Unternehmen schnell finanziell zu entlasten. Die Meldung wurde am 02.11.2026 um 15:00 Uhr im Programm NDR 1 Radio MV genannt.
- Die Stimmung der Wirtschaft hat sich verbessert.
- Mehr Unternehmen sprechen von einer befriedigenden oder guten Lage.
- Wichtige Investitionen bleiben aus.
- Hohe Energie- und Personalkosten sorgen für Unsicherheit.
- Die IHK fordert schnelle finanzielle Entlastungen.
Infobox: Die Konjunkturstimmung in Ost-Mecklenburg-Vorpommern ist besser als zu Beginn des Jahres. Die IHK sieht jedoch keinen nachhaltigen Aufschwung, weil Investitionen fehlen und Kostenbelastungen bestehen.
Arbeitgeber-Chef Brossardt lehnt Streiks in Metalltarifrunde ab
Bertram Brossardt, Chef der bayerischen Metall-Arbeitgeber, kritisiert laut SZ.de die IG Metall und deren Streikpläne. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Krise der Industrie und die festgefahrene Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie.
Brossardt ist seit 21 Jahren Chef der bayerischen Metall-Arbeitgeber. Der 66-Jährige bringt im Gespräch längere Arbeitszeiten ins Spiel und fordert, Beschäftigte in Krisenbetrieben müssten auf die nächste Lohnerhöhung verzichten.
„Streiks passen überhaupt nicht zur momentanen Lage“.
Die Tarifrunde stockt dem Bericht zufolge inmitten einer historischen Krise. Die Gewerkschaft IG Metall zieht daraus Konsequenzen und beginnt mit Streiks. In einem weiteren Hinweis wird von „Unverständnis und Wut“ bei den Metallern gesprochen.
Brossardt und die IG Metall liegen damit bei der Bewertung der wirtschaftlichen Lage und den geeigneten Maßnahmen weit auseinander. Während der Arbeitgebervertreter Zurückhaltung bei Lohnerhöhungen in Krisenbetrieben fordert, setzt die Gewerkschaft auf Arbeitskampfmaßnahmen.
Zusammenfassung: Die Metalltarifrunde ist festgefahren. Arbeitgeber-Chef Bertram Brossardt lehnt Streiks ab, bringt längere Arbeitszeiten ins Spiel und fordert für Beschäftigte in Krisenbetrieben einen Verzicht auf die nächste Lohnerhöhung.
Quellen:
- USA drängen auf Gaslieferungen von Russland an Europa
- Wie hohe Mieten die Wirtschaft belasten, dazu Melanie Böff, HR
- Kurz vor Börsengang: Tech-Gigant meldet Milliardenverlust
- Gebremste Kauflust vor Midterms: KI-Sorgen setzen Chipaktien zu - Ölpreis fällt
- IHK Neubrandenburg: Bessere Stimmung in der Wirtschaft
- „Streiks passen überhaupt nicht zur momentanen Lage“
















