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Boehringer Ingelheim setzt bei Talenten auf fünf Managementfragen
Das Handelsblatt beschreibt, wie Boehringer Ingelheim internationale Talente gewinnt und langfristig an das Unternehmen bindet. Der Weg zum Unternehmenssitz in Ingelheim ist dabei bereits eine erste Hürde: Der nächste Flughafen liegt 50 Kilometer entfernt, die Anreise mit dem Zug führt über Frankfurt oder Mainz und anschließend mit dem Regionalexpress nach Ingelheim.
Der Pharmakonzern mit seinem Sitz in einem von Weinbergen umgebenen Städtchen am Rhein präsentiert sich nach außen bescheiden. Gleichzeitig arbeiten dort viele internationale Beschäftigte, die laut Handelsblatt morgens auf dem Weg zur Zentrale hauptsächlich Englisch sprechen.
Branchenbeobachter bezeichnen Boehringer Ingelheim als „das am besten gehütete Geheimnis der Pharmabranche“. Das 141 Jahre alte Familienunternehmen wirbt dem Bericht zufolge seit Jahren erfolgreich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter großer Konkurrenten ab.
„Wie gelingt es einem 141 Jahre alten Familienunternehmen, internationales Personal ausgerechnet nach Ingelheim zu locken – und dort zu halten?“
Infobox: Boehringer Ingelheim verbindet laut Handelsblatt einen abgelegenen Unternehmensstandort mit internationaler Belegschaft und einer erfolgreichen Ansprache von Talenten.
Mercedes konfrontiert Belegschaft mit internationalen Lohn- und Arbeitszeitvergleichen
Die WirtschaftsWoche berichtet, dass Mercedes die Arbeitskosten in Deutschland senken will. Der Vorstand hatte die Beschäftigten bereits vor Monaten aufgefordert, für das gleiche Geld mehr zu arbeiten; nun soll das Management zusätzlich internationale Standortvergleiche eingesetzt haben.
Auf einer Betriebsversammlung soll Rechtsvorstand Olaf Schick dargestellt haben, wie viel günstiger an anderen Standorten produziert wird. Grundlage des Berichts sind abfotografierte Vortragsfolien, die der WirtschaftsWoche vorliegen; Mercedes wollte die Präsentation auf Anfrage der Redaktion nicht kommentieren.
Unter der Überschrift „Wir sind in Deutschland bei vergleichbarer Produktivität zu teuer“ wird laut WirtschaftsWoche unter anderem aufgeführt, dass eine Arbeitsstunde am US-Standort Tuscaloosa um knapp 18 Prozent billiger ist als in Deutschland. Im rumänischen Cugir erhalten die Arbeiter demnach 82 Prozent weniger Lohn pro Stunde.
| Vergleich | Angabe |
|---|---|
| Arbeitsstunde in Tuscaloosa gegenüber Deutschland | knapp 18 Prozent billiger |
| Lohn pro Stunde in Cugir gegenüber Deutschland | 82 Prozent weniger |
| Arbeitszeit von Produktionsmitarbeitern in den USA | rund 33 Prozent mehr als in Deutschland |
| Arbeitszeit von Produktionsmitarbeitern in Rumänien | 29 Prozent mehr als in Deutschland |
Der Wirtschaftspsychologe Florian Becker bezeichnete den Vergleich für die Belegschaft als „Realitätsschock“ und verglich die Wirkung mit „einem Eimer eiskaltes Wasser“. Nach seiner Einschätzung könne der Ansatz angesichts der wirtschaftlichen Lage in der Automobilindustrie durchaus angebracht sein, eine Veränderung hänge jedoch von mehreren Faktoren ab.
Matthias Clesle, Berater für Personal- und Führungskräfteentwicklung, hält die Beschäftigten laut WirtschaftsWoche nicht für die passenden Adressaten eines solchen Lohnvergleichs. Die Botschaft sollte sich eher an Arbeitnehmervertreter oder die Politik richten, weil die Standortbedingungen der deutschen Industrie nicht nur von Löhnen, sondern auch von Energiekosten und Bürokratie abhängen.
„Beschäftigte auf einen Kostenfaktor zu reduzieren, beschädigt aber Vertrauen und Bindung.“
Auch die Wahl der Vergleichsgruppe sei entscheidend. Extreme Unterschiede könnten dazu führen, dass sich Menschen weniger anstrengen, statt motivierter zu werden. Becker veranschaulichte dies mit dem Beispiel eines Mathegenies, dessen Leistung schwächere Kinder eher entmutigen als anspornen könne.
Für Mercedes könne ein Vergleich mit schlechter bezahlten Arbeitern im Ausland zwar zum Wachrütteln dienen. Für eine tatsächliche Veränderung sei jedoch ein überzeugendes Konzept nötig, das erkläre, wie die Produktivität gesteigert und positive Beispiele erreicht werden können.
- Ein Lohnvergleich kann Aufmerksamkeit erzeugen und einen Realitätsschock auslösen.
- Zu große Unterschiede können Beschäftigte entmutigen.
- Ein Vergleich mit Arbeitnehmervertretern oder der Politik könnte nach Einschätzung eines Experten passender sein.
- Nach dem Weckruf braucht es ein klares und realistisches Konzept.
Infobox: Mercedes stellt laut WirtschaftsWoche internationale Unterschiede bei Löhnen und Arbeitszeiten heraus. Experten warnen, dass der Vergleich ohne konkrete Verbesserungsstrategie Panik und Widerstand auslösen könne.
Heinz Hoenig verlässt Intensivstation und wird weiter überwacht
WEB.DE berichtet über ein Gesundheitsupdate zum 74-jährigen Schauspieler Heinz Hoenig. Nach einem Notfall am Sonntag in seiner Wohnung in Blankenburg im Harz brachte ihn seine Ehefrau Annika Kärsten-Hoenig zunächst in ein rund 17 Kilometer entferntes Krankenhaus in Halberstadt.
Die dortigen Mediziner veranlassten eine Verlegung per Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Magdeburg. Dort soll Hoenig laut „Bild“ intensivmedizinisch versorgt worden sein.
Nach Angaben seines Managers Jürgen Evers gegenüber „t-online“ hat Hoenig die Intensivstation inzwischen verlassen und liegt auf einer regulären Station. Er werde „engmaschig“ überwacht, weitere Untersuchungen stünden noch an; zugleich handele es sich um „nichts Lebensbedrohliches“.
Über eine Entlassung soll in den kommenden Tagen entschieden werden. Ob Hoenig seinen 75. Geburtstag am 24. September zu Hause im Harz feiern kann, sei derzeit noch nicht absehbar.
„Heinzi sagt, ihr sollt euch keine Sorgen um ihn machen, er wird schon wieder!“
Annika Kärsten-Hoenig schilderte gegenüber „Bild“, sie habe zunächst den „Anfangsverdacht“ gehabt, dass es Probleme mit Hoenigs Stent geben könnte. In Magdeburg sei jedoch festgestellt worden, dass mit dem Stent „alles in Ordnung“ sei; sein Zustand habe sich inzwischen verbessert.
Die Krankengeschichte des Schauspielers reicht laut WEB.DE bis ins Frühjahr 2024 zurück. Damals kam er mit Atemnot und einer Magen-Darm-Infektion in die Klinik. Diagnostiziert wurde eine bakterielle Infektion, die die Aorta und einen bereits 2012 eingesetzten Herzstent geschädigt hatte; hinzu kam ein lebensbedrohliches Loch in der Speiseröhre.
Es folgten Wochen im künstlichen Koma und mehrere riskante Eingriffe. Insgesamt verbrachte Hoenig 143 Tage auf der Intensivstation. Anfang Mai hatte sich sein Zustand laut dem Bericht so weit stabilisiert, dass eine ursprünglich geplante zweite Herzoperation abgesagt wurde.
Infobox: Heinz Hoenig liegt nach einem Notfall nicht mehr auf der Intensivstation, sondern auf einer regulären Station der Universitätsklinik Magdeburg. Weitere Untersuchungen laufen; eine Entlassung ist noch nicht entschieden.
DP World erhält Nachhaltigkeitsauszeichnung in Peru zum 13. Mal in Folge
Nach Angaben von FinanzNachrichten.de hat DP World in Peru zum 13. Mal in Folge die Auszeichnung „Empresa con Gestión Sostenible“ erhalten. Die Anerkennung hebt den langfristigen Ansatz des Unternehmens für nachhaltiges Wirtschaften sowie seine Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistungen in Peru hervor.
Vergeben wird die Auszeichnung von Perú Sostenible, einer gemeinnützigen Organisation zur Förderung nachhaltiger Entwicklung in Peru und lokalen Vertretung des World Business Council for Sustainable Development. Bewertet werden Unternehmen anhand von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien sowie internationalen Nachhaltigkeitsstandards.
DP World erhielt die Anerkennung für 2025 in der Kategorie „Merit“ und war in dieser Ausgabe der einzige Betreiber eines Hafenterminals in Peru. Insgesamt erfüllten 67 Unternehmen aus 26 Branchen die Nachhaltigkeitskriterien des Programms.
„Receiving this recognition for the 13th consecutive year reflects the commitment of our teams to making sustainability part of how we operate and invest for the future.“
Zu den im Bericht genannten Maßnahmen gehört der Landstromanschluss am South Pier Terminal in Callao. Das Terminal wurde im August zum ersten in Lateinamerika, an dem Schiffe während des Aufenthalts erneuerbaren Strom nutzen können, statt ihre Hilfsmotoren zu betreiben.
Darüber hinaus hat DP World in Callao die erste Ladestation Lateinamerikas für elektrische Terminalfahrzeuge eingeführt. Damit soll der Übergang von dieselbetriebenen Geräten zu elektrischen Alternativen unterstützt und der Ausstoß aus dem täglichen Hafenbetrieb reduziert werden.
Auch außerhalb des Terminals investiert das Unternehmen in Nachhaltigkeit. Anfang des Jahres stellte DP World ungefähr US$49,000 für digitale Klassenzimmer und Computerlabore an zwei Schulen in Callao bereit; davon profitieren 790 Schülerinnen und Schüler der Primar- und Sekundarstufe.
| Maßnahme oder Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Nachhaltigkeitsauszeichnung | 13. Mal in Folge |
| Auszeichnung | 2025, Kategorie „Merit“ |
| Unternehmen, die die Kriterien erfüllten | 67 Unternehmen aus 26 Branchen |
| Investition in Bildungsprojekte | ungefähr US$49,000 |
| Begünstigte Schülerinnen und Schüler | 790 |
| Digitale Klassenzimmer bei Nuestra Señora de Guadalupe | 11 |
| Direkt begünstigte Sekundarschüler bei Nuestra Señora de Guadalupe | 322 |
| Zusätzlich begünstigte Grundschüler bei Nuestra Señora de Guadalupe | 273 |
| Begünstigte Grundschüler bei Dos de Mayo | 195 |
Bei Nuestra Señora de Guadalupe installierte DP World 11 digitale Klassenzimmer und ein Computerlabor. Bei Dos de Mayo unterstützt ein neues Computerlabor 195 Grundschüler mit verbesserter technischer Ausstattung und besseren Lernmöglichkeiten.
Infobox: DP World wurde in Peru zum 13. Mal hintereinander für nachhaltiges Wirtschaften ausgezeichnet. Die Aktivitäten reichen von Landstrom und elektrischen Terminalfahrzeugen bis zu Bildungsinvestitionen in Höhe von ungefähr US$49,000.
Workflow-Management im Gesundheitswesen soll Veränderungen planbarer machen
Die Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen (DGWMiG) e.V. stellt in einer am 17.09.2026 veröffentlichten Story das Workflow-Management als systematischen Rahmen für Veränderungen im Gesundheitswesen heraus. Das IWiG entwickelt als An-Institut der APOLLON Hochschule das Kompetenzfeld als wissenschaftlichen Ordnungs- und Gestaltungsrahmen weiter.
Im Mittelpunkt steht die Forderung, Prozesse zunächst zu verstehen, bevor Veränderungen beginnen. Einrichtungen im Gesundheitswesen sollen ein systematisches Workflow-Management zur Routine machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden.
Die DGWMiG setzt dabei auf engagierte Kommunikation und darauf, Akteure zur erfolgreichen Weiterbildung ihrer Kompetenzen zu motivieren. Workflow-Management wird als Grundlage für Prozessanalyse, Prozessoptimierung und eine bessere Organisation im Gesundheitswesen dargestellt.
„Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden.“
Als Anwendungsfelder nennt die Veröffentlichung unter anderem Workflow-Management in Kliniken, Prozessmanagement im Krankenhaus, Prozessoptimierung in der Patientenversorgung, Prozesskostenrechnung, Digitalisierung im Krankenhaus und Qualitätsmanagement.
- Prozesse sollen vor ihrer Veränderung systematisch verstanden werden.
- Workflow-Management soll Zeit sparen und Verschwendung vermeiden.
- Kommunikation und Weiterbildung werden als zentrale Bausteine beschrieben.
- Das Konzept umfasst unter anderem Prozessanalyse, Digitalisierung und Qualitätsmanagement.
Infobox: Die DGWMiG und das IWiG wollen Workflow-Management als wissenschaftlichen und praktischen Rahmen im Gesundheitswesen etablieren. Der Schwerpunkt liegt auf Prozessverständnis, Kommunikation, Weiterbildung und kontinuierlicher Verbesserung.
hep global ordnet die Führung neu
BondGuide berichtet über einen Wechsel an der Spitze des hep-global-Konzerns. Unternehmensgründer Christian Hamann gibt nach knapp 17 Jahren auf eigenen Wunsch den CEO-Posten ab und konzentriert sich künftig als CFO auf die finanzielle Steuerung.
Mit sofortiger Wirkung übernimmt Martin Vogt den CEO-Posten. Die Personalie sei langfristig vorbereitet worden und solle für Kontinuität sowie klarere Verantwortlichkeiten sorgen.
Hamann hatte die Verantwortung für das Finanzressort bereits im Mai 2026 übernommen. Komplettiert wird das Management durch Georg von Eichendorff Strachwitz, der seit 2021 als COO tätig ist.
Martin Vogt arbeitet seit Anfang 2024 bei hep global und war zuletzt als Chief Project Officer für die globale Projektentwicklung verantwortlich. Mit dem Wechsel übernimmt damit der bisherige Projektchef die Führung des Unternehmens und bringt Erfahrung aus dem operativen Kerngeschäft ein.
Für die nächste Entwicklungsphase liege der Fokus laut BondGuide auf den europäischen Kernmärkten, der weiteren Entwicklung von Solar- und Batteriespeicherprojekten sowie gezielten neuen Wachstumsinitiativen. Zugleich verweist Vogt auf die in den vergangenen Jahren angepassten Organisations- und Kostenstrukturen.
| Position | Person | Angabe |
|---|---|---|
| CEO | Martin Vogt | Übernimmt mit sofortiger Wirkung |
| CFO | Christian Hamann | Gründer; Verantwortung für das Finanzressort seit Mai 2026 |
| COO | Georg von Eichendorff Strachwitz | Im Amt seit 2021 |
Für Hamann bedeute der Wechsel keinen Rückzug aus dem Unternehmen. Als Gründer und CFO bleibt er Teil des Managements und will sich künftig stärker auf die finanzielle Seite konzentrieren; die strategische Linie soll ausdrücklich fortgeführt werden.
Der Wechsel folgt auf den überraschenden Abgang von CFO Thomas Tschirf Mitte Mai. CEO Hamann hatte das Finanzressort daraufhin interimistisch übernommen.
hep global ist laut BondGuide ein inhabergeführter Projektentwickler für Solarparks und Batteriespeicherprojekte. Das Unternehmen aus Baden-Württemberg entwickelt seit mehr als 15 Jahren Projekte für erneuerbare Energien, insbesondere in Europa, Japan und Nordamerika.
Rund 120 Mitarbeiter arbeiten an Standorten in Deutschland, Italien, Polen, den USA, Kanada und Japan. Die neue Führungsaufteilung soll die Kontinuität sichern und gleichzeitig die Verantwortlichkeiten zwischen operativer Unternehmensführung und Finanzsteuerung klarer trennen.
Infobox: Martin Vogt ist neuer CEO von hep global, während Gründer Christian Hamann als CFO im Management bleibt. Im Fokus stehen europäische Kernmärkte, Solar- und Batteriespeicherprojekte sowie neue Wachstumsinitiativen.
Quellen:
- Management: Mit diesen fünf Fragen identifiziert Boehringer Top-Talente
- Mercedes-Lohnvergleich – was der Realitätsschock bewirkt
- Management und Ehefrau geben Update zu Heinz Hoenig
- DP World Recognized for Sustainable Business Management in Peru for 13th Consecutive Year
- Workflow-Management: Prozesse verstehen, bevor Veränderung beginnt
- hep global sortiert Management neu















