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Gewinnsaison liefert starke Zuwächse, bleibt aber hinter hohen Erwartungen zurück
Die bisher vorgelegten Drittquartalszahlen der Unternehmen fallen auf den ersten Blick positiv aus. Laut e-fundresearch.com haben etwa die Hälfte der Unternehmen aus dem S&P 500 und dem MSCI Europe Ergebnisse veröffentlicht; im Vorjahresvergleich stiegen die Gewinne in den USA um 26% und in Europa um 40%.
Auch andere wichtige Indizes verzeichneten laut FactSet zweistellige Gewinnzuwächse. Einschränkend weist der Bericht jedoch darauf hin, dass die Ergebnisse die Analystenerwartungen kaum übertrafen und in zwei Fällen sogar darunter lagen.
Beim S&P 500 lagen die Gewinne lediglich um 2 Prozentpunkte über den Erwartungen. Üblicherweise betragen die Gewinnüberraschungen etwa 3 bis 4 Prozentpunkte; in den vergangenen Quartalen waren die Abweichungen sogar noch größer.
Besonders enttäuschend entwickelten sich Technologieaktien. Die Konsenserwartungen für den NASDAQ 100 wurden um 3 Prozentpunkte verfehlt, während die Prognosen für Technologieaktien aus den Emerging Markets sogar um 8 Prozentpunkte unterschritten wurden. In anderen Sektoren wurden die Erwartungen dagegen um 1 Prozentpunkt übertroffen.
Als möglichen Grund für die stärkeren Abweichungen nennt der Beitrag die extrem hohen Erwartungen an Technologieaktien und das schnelle Wachstum Künstlicher Intelligenz. Kurzfristig könnten die Enttäuschungen die Märkte belasten, entscheidend sei jedoch der mittelfristige Ausblick.
Für das kommende Jahr erwarten die Konsensprognosen beim Gewinnwachstum des NASDAQ 100 35%. Bei Technologieaktien aus den Emerging Markets werden 39% erwartet. Bei unveränderten Bewertungen würden die Indizes laut Bericht entsprechend stark zulegen wie die Gewinne, selbst wenn die Prognosen am Ende nicht vollständig erreicht werden.
Auch außerhalb des Technologiesektors trugen bestimmte Faktoren zum Gewinnanstieg bei. Die hohen Energiepreise beeinflussten die Entwicklung des MSCI Europe und des Russell Value wesentlich. Ohne den Energiesektor wären die Gewinne des MSCI Europe um 17% gestiegen.
Bei Konsumgebrauchsgütern bremste die Automobilbranche die Entwicklung, während die Gewinne der meisten anderen Sektoren ein- oder zweistellig zulegten. Für die weitere Gewinnentwicklung wird zudem entscheidend sein, wie schnell Unternehmen Künstliche Intelligenz einsetzen.
Der Bericht verweist auf Produktivitätsgewinne durch KI, unter anderem bei Versicherungen. Dort können Schadensmeldungen schneller geprüft werden; durch Mikroexpressionserkennung lassen sich zudem Ausfallverluste bei Krediten verringern.
Von Bedeutung sind laut Daniel Morris, Chief Market Strategist und Co-Head des Investment Insight Centre bei BNP Paribas Asset Management, auch die hohen KI-Rechnungen, über die sich CFOs Sorgen machen. Der beschleunigte KI-Einsatz betrifft demnach sowohl das künftige Gewinnwachstum außerhalb des Technologiesektors als auch die Hyperscaler, deren hohen Investitionen sich amortisieren müssen.
„Die Gewinnsaison war gut – aber auch gut genug?“
| Bereich | Angabe |
|---|---|
| Gewinnwachstum USA | 26% |
| Gewinnwachstum Europa | 40% |
| Erwartungsübertreffung S&P 500 | 2 Prozentpunkte |
| Erwartete Gewinnüberraschungen üblicherweise | 3 bis 4 Prozentpunkte |
| Abweichung NASDAQ 100 | 3 Prozentpunkte unter den Erwartungen |
| Abweichung Emerging-Market-Technologieaktien | 8 Prozentpunkte unter den Erwartungen |
| Erwartetes Gewinnwachstum NASDAQ 100 | 35% |
| Erwartetes Gewinnwachstum Emerging-Market-Technologieaktien | 39% |
| MSCI Europe ohne Energiesektor | 17% Gewinnwachstum |
Infobox: Die Gewinnzahlen steigen deutlich, doch die hohen Erwartungen an Technologieaktien werden nur teilweise erfüllt. Für die mittelfristige Entwicklung gelten der KI-Einsatz, die Produktivitätseffekte und die Refinanzierung hoher Investitionen als zentrale Faktoren. Quelle: e-fundresearch.com; Angaben laut FactSet, BNP Paribas AM, Stand 30. Oktober 2026.
Women-on-Board-Index Niedersachsen: Frauenanteil im Top-Management steigt
Der neue Women-on-Board-Index Niedersachsen dokumentiert Fortschritte bei der Beteiligung von Frauen in den Führungsetagen niedersächsischer Unternehmen. Wie celleheute.de berichtet, stieg der Frauenanteil im Top-Management gegenüber 2024 von 19,6 auf 23,7 Prozent.
In den Aufsichtsgremien fiel die Entwicklung deutlich verhaltener aus. Dort erhöhte sich der Frauenanteil von 30,6 auf 31,8 Prozent.
Für die vierte Studie der Initiative Frauen in die Aufsichtsräte wurde die Situation in insgesamt 102 Unternehmen untersucht. Darunter waren 44 Landesbeteiligungen, 25 kommunale Unternehmen und 33 privatwirtschaftliche Unternehmen in Niedersachsen.
Den stärksten Zuwachs beim Frauenanteil im Top-Management verzeichneten die kommunalen Unternehmen. Dort stieg der Anteil von 22,0 auf 28,6 Prozent. Bei den Landesbeteiligungen erhöhte er sich von 26,3 auf 30,4 Prozent.
Die Privatwirtschaft blieb deutlich zurück. Der Frauenanteil im Top-Management stieg dort lediglich von 15,1 auf 17,1 Prozent. In 16 der 33 untersuchten privatwirtschaftlichen Unternehmen bestand das Top-Management weiterhin ausschließlich aus Männern; keines der 33 Unternehmen wurde von einer Frau geführt.
Auch in den Aufsichtsgremien waren die Unterschiede zwischen den Unternehmensgruppen sichtbar. Bei den Landesbeteiligungen stieg der Frauenanteil von 30,6 auf 32,8 Prozent, in der Privatwirtschaft von 28,5 auf 29,9 Prozent. Bei den kommunalen Unternehmen sank der Anteil leicht von 32,8 auf 32,6 Prozent.
Nur 23 der 102 untersuchten Unternehmen verfügten über eine weibliche Vorsitzende des Aufsichtsgremiums. Lediglich zwölf Unternehmen wurden von einer Frau im Top-Management geführt.
„Niedersachsens Wirtschaft braucht mehr Frauen in Führungspositionen.“
Diese Aussage wird im Bericht Olaf Lies, dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten, zugeschrieben. Er verweist auf die Bedeutung vielfältiger Perspektiven sowie auf Innovationskraft und wirtschaftliche Chancen im internationalen Wettbewerb und bei der Transformation.
Dr. Andreas Philippi, Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, bezeichnete insbesondere den Anstieg des Frauenanteils im Top-Management als ermutigendes Signal. Gleichzeitig bestehe gerade in der Privatwirtschaft weiterhin großer Handlungsbedarf.
Auch bei der Veröffentlichung von Zielgrößen für den Frauenanteil gab es Fortschritte, allerdings bleiben Transparenzdefizite bestehen. Von den 102 untersuchten Unternehmen sind 62 verpflichtet, entsprechende Zielgrößen festzulegen. Veröffentlicht haben bislang 34 Unternehmen Zielgrößen für ihre Aufsichtsgremien und 33 Unternehmen Zielgrößen für ihr Top-Management.
Unklar bleibt laut Studie häufig, wie ambitioniert die Ziele sind und ob sie erreicht werden. Positiv entwickelt habe sich außerdem die Möglichkeit, Führungspositionen in Teilzeit auszuüben. Besonders kommunale Unternehmen und privatwirtschaftliche Unternehmen hätten seit 2024 aufgeholt.
Im Rahmen der Vorstellung des Index wurden sechs Unternehmen für ihr Engagement ausgezeichnet: das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, die Salzgitter AG, die enercity AG, die Neuland Wohnungsgesellschaft mbH, die Hannover Rück SE und die CEWE Stiftung & Co. KGaA.
- Der Frauenanteil im Top-Management stieg insgesamt von 19,6 auf 23,7 Prozent.
- In den Aufsichtsgremien erhöhte sich der Anteil von 30,6 auf 31,8 Prozent.
- In 16 der 33 untersuchten privatwirtschaftlichen Unternehmen bestand das Top-Management ausschließlich aus Männern.
- Nur zwölf der 102 untersuchten Unternehmen wurden von einer Frau im Top-Management geführt.
- Sechs Unternehmen wurden für besonderes Engagement ausgezeichnet.
Infobox: Niedersachsen verzeichnet Fortschritte beim Frauenanteil im Top-Management, besonders bei kommunalen Unternehmen und Landesbeteiligungen. Die Privatwirtschaft bleibt zurück; auch bei Aufsichtsgremien, Zielgrößen und Transparenz besteht weiterer Handlungsbedarf. Quelle: celleheute.de; Studie der Initiative Frauen in die Aufsichtsräte im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung.
Demant veröffentlicht Zwischenmitteilung zum dritten Quartal 2026
MarketScreener Deutschland berichtet über den Conference Call zur Zwischenmitteilung von Demant für das dritte Quartal 2026. Der Call fand am 04.11.2026 statt und wurde um 19:20 veröffentlicht.
Den Auftakt des Gesprächs übernahm Peter Pudselykke. Er begrüßte die Teilnehmer zum Conference Call über Demants Interim Management Statement für Q3 2026.
Im Umfeld der Meldung verweist MarketScreener Deutschland außerdem auf die Einschätzung „Ein gutes Q3, ein erfolgreicher Produktstart und eine Markterholung“. Zudem wird eine positive Einschätzung von Jefferies zu Demant genannt.
Infobox: Gegenstand der Meldung ist der Conference Call zu Demants Zwischenmitteilung für das dritte Quartal 2026. Quelle: MarketScreener Deutschland; veröffentlicht am 04.11.2026 um 19:20.
Quellen:
- Warum AI, Kapitalallokation und Risiko-Management die Rolle des CFO neu definieren
- Die Gewinnsaison war gut – aber auch gut genug?
- Strategiegipfel B2B Service Management in Berlin
- Women-on-Board-Index: Fortschritte im Top-Management
- Transcript : Demant A/S, Q3 2026 Interim Management Statement Call, Nov 04, 2026
- Element Fleet Management verfehlt Q3-Erwartungen knapp – Schwächeres Neugeschäft trübt Ausblick















