Vertrieb im Wandel: Stadtwerke, Reiseanbieter und MG justieren ihre Strategien

    KI-generiert
    11.08.2026 27 mal gelesen 0 Kommentare
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    Stadtwerke verkaufen längst mehr als Strom, doch für Kundinnen und Kunden wirkt das Angebot oft noch getrennt: mehrere Kundennummern, Portale und Verträge. Dabei wären rund 70 Prozent für Kombiangebote empfänglich, aber nur etwa 11 Prozent der untersuchten Thüga-Partner bieten sie an.
    Das Problem liegt weniger an der Oberfläche als in Datenarchitektur, Einwilligungsmanagement und Organisation. Eine konsolidierte Kundensicht, gemeinsame Produktlogik und gezielte Ansprache könnten Cross-Selling stärken, während Datenschutz und gesetzliche Vorgaben beachtet werden müssen.
    Auch im Finanzvertrieb zeigt sich: Vertrauen, Persönlichkeit und ein klarer Zielgruppenfokus bleiben entscheidend. Alexander Lehmann erwartet, dass digitale Prozesse und künstliche Intelligenz die Beratung verändern, wichtige Finanzentscheidungen aber weiterhin persönliche Gespräche erfordern.
    Im B2B-Vertrieb setzt Sika bei Thomsit auf Branchenkompetenz: Carsten Ehscheid verstärkt seit Juli 2026 das Team und betreut Frankfurt, Darmstadt, Marburg und Fulda. Seine Aufgaben reichen von Neukundenakquise über Beratung und Schulung bis zur Betreuung bestehender Kunden.
    Alltours verbessert die Konditionen für kleinere Reisebüros und zahlt künftig ab der ersten Buchung 10 Prozent Provision. Gleichzeitig senkt MG in Deutschland ab 2027 den Agenturvertrieb vollständig zugunsten des klassischen Händlermodells. Die Beispiele zeigen: Vertriebsstrategien werden neu ausgerichtet, um Kundennähe, Partnerbindung und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

    Spartenübergreifender Vertrieb bleibt bei Stadtwerken eine Herausforderung

    Stadtwerke bieten längst mehr als Strom an. Dennoch erleben Kundinnen und Kunden die verschiedenen Leistungen häufig weiterhin getrennt – etwa mit zwei Kundennummern, zwei Portalen und zwei Verträgen, wie die ZFK – Zeitung für kommunale Wirtschaft am 10.08.2026 berichtet.

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    Die Thüga-Studie „Kombiangebote 2025“ untersuchte 74 Thüga-Partner. Demnach bieten nur rund 11 Prozent Kombiangebote an, während etwa 70 Prozent der Kundschaft dafür empfänglich wären. Gleichzeitig wandern bis zu 80 Prozent der über Onlineportale gewonnenen Kundschaft nach der Erstvertragslaufzeit wieder ab, unter anderem zu digitalen Wettbewerbern, den sogenannten „Neos“.

    Als zentrale Ursache nennt der Beitrag getrennte Abrechnungssysteme und Kundendaten. Viele Stadtwerke führen pro Person mehrere Kundennummern, während Einwilligungen kanal- und spartengetrennt verwaltet werden. Dadurch bleiben Cross-Selling-Möglichkeiten ungenutzt oder Kampagnen können aus Compliance-Gründen nicht starten.

    Der Artikel verweist außerdem auf das Bestandskundenprivileg nach § 7 Abs. 3 UWG. Für eigene, ähnliche Produkte wie Strom und Gas in derselben Gesellschaft kann es greifen, wenn die Adresse beim Vertragsabschluss erhoben, auf das Widerspruchsrecht hingewiesen und in jeder Werbe-Mail ein leichter Widerspruch ermöglicht wird. Der Europäische Gerichtshof habe mit Urteil vom 13. November 2025 (C-654/23) den Begriff des „Verkaufs“ erweitert; auch kostenlose Registrierungen können künftig genügen. Die Anforderung der Ähnlichkeit bleibe jedoch bestehen. Bei Angeboten über eine Tochtergesellschaft, etwa Strom und Glasfaser, sei eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich.

    Für die technische Umsetzung nennt der Beitrag zwei Wege: den vollständigen Neuaufbau der Systemlandschaft oder die schrittweise Integration bestehender Systeme durch eine Integrationsschicht. Unabhängig vom gewählten Weg seien eine konsolidierte Kundensicht, ein spartenübergreifendes Einwilligungsmanagement, eine anlassorientierte Ansprache und eine einheitliche Produktlogik entscheidend.

    Auch organisatorisch entstehen Spannungsfelder. Unterschiedliche Sparteninteressen, komplexere Preis- und Angebotslogiken sowie Einzelproduktprovisionen können das Silodenken verstärken. Als pragmatischer Einstieg werden zwei Sparten mit gemeinsamer Kundennummer, einem Portal und einer Ansprechperson genannt.

    „Die Lücke zwischen Portfolio und Kundenerlebnis schließt sich erst, wenn Versorger zusätzlich zu den kosmetischen Änderungen im Frontend an Datenarchitektur, Einwilligungsmanagement und Organisation arbeiten.“

    Zusammenfassung: Laut ZFK liegt die entscheidende Hürde beim spartenübergreifenden Vertrieb weniger im Frontend als in Datenarchitektur, Einwilligungsmanagement, Produktlogik und Organisation. Nur rund 11 Prozent der 74 untersuchten Thüga-Partner bieten Kombiangebote an, obwohl etwa 70 Prozent der Kundschaft dafür empfänglich wären.

    Alexander Lehmann sieht Vertrauen und Zielgruppenfokus als Grundlage modernen Vertriebs

    Alexander Lehmann, Vertriebsvorstand von Fondskonzept, spricht im Podcast des private banking magazin über moderne Vertriebsarbeit, persönliche Beratung und das kommende Altersvorsorgedepot. Der Beitrag wurde am 10.08.2026 veröffentlicht und hat eine angegebene Lesedauer von 2 Minuten.

    Bekannt wurde Lehmann durch einen viralen Werbespot als „Brad Pitt von Dietenheim“. Im Podcast geht es jedoch vor allem um die Entwicklung des Vertriebs, die Bedeutung von Persönlichkeit und die Chancen des Altersvorsorgedepots.

    Lehmann blickt auf fast vier Jahrzehnte Vertriebserfahrung zurück. Nach seiner Einschätzung betreuen die erfolgreichsten Berater heute nicht möglichst viele Kunden, sondern konzentrieren sich konsequent auf eine Zielgruppe. Vertrauen bleibe dabei der entscheidende Erfolgsfaktor.

    Künstliche Intelligenz und digitale Prozesse werden nach Darstellung des Beitrags die Beratung verändern. Bei wichtigen Finanzentscheidungen wollten Menschen jedoch auch künftig mit Menschen sprechen.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist das Altersvorsorgedepot. Lehmann sieht darin eine große Chance für die Investmentbranche. Entscheidend werde allerdings nicht allein das Produkt, sondern auch die technische Umsetzung – von der Depotführung bis zur digitalen Administration. Darin sieht er die eigentliche Herausforderung der kommenden Jahre.

    Zusammenfassung: Das private banking magazin stellt Vertrauen, Persönlichkeit und eine klare Zielgruppenorientierung als zentrale Vertriebselemente heraus. Beim Altersvorsorgedepot kommt es laut Alexander Lehmann neben dem Produkt insbesondere auf Depotführung und digitale Administration an.

    Carsten Ehscheid verstärkt den Sika-Vertrieb für Thomsit

    Carsten Ehscheid verstärkt seit dem 01. Juli 2026 das Vertriebsteam der Sika Deutschland. Darüber berichten sowohl baustoffmarkt-online.de als auch baumarktmanager.de.

    Ehscheid ist als Bezirksleiter für die Produktmarke Thomsit im Sika-Farben- und Bodenbelagsgroßhandelsgeschäft verantwortlich. Sein Betreuungsgebiet umfasst Frankfurt, Darmstadt, Marburg und Fulda. Bei Sika berichtet er an Frank Koopmann, den Verkaufsleiter Farben- und Bodenbelagsgroßhandel.

    Der 51-Jährige ist gelernter Raumausstatter und legte 2001 die Meisterprüfung im Raumausstatter-Handwerk ab. Bis 2011 war er als Raumausstatter angestellt, anschließend sechs Jahre als selbstständiger Raumausstatter tätig. 2017 wechselte er in den Vertriebsaußendienst und arbeitete als Verkaufsberater für verschiedene namhafte Unternehmen für Bodenbelagsprodukte in Süddeutschland und Hessen.

    Zu seinen Aufgaben gehören die Akquise neuer Kunden sowie die Betreuung und Unterstützung des bestehenden Kundenstamms durch Beratung und Schulung. Ehscheid ist Teil des Vertriebsteams West von Frank Koopmann.

    „Carsten Ehscheid bringt profunde, langjährige Kenntnisse im Bereich der Fußbodenverlegung mit und kennt die Anforderungen und Bedürfnisse der Branche sowohl aus Kunden- wie auch aus Vertriebssicht.“

    Zusammenfassung: Sika setzt für den Thomsit-Vertrieb auf einen erfahrenen Branchenfachmann. Carsten Ehscheid betreut als Bezirksleiter Frankfurt, Darmstadt, Marburg und Fulda und übernimmt dort Neukundenakquise, Beratung, Schulung und Kundenbetreuung.

    Alltours erhöht Provisionen für kleinere Reisebüros

    Alltours verändert sein Provisionsmodell für das nächste Geschäftsjahr und will damit insbesondere kleinere Reisebüros ansprechen. Das berichtet Counter vor9 unter Berufung auf Vertriebsgeschäftsführer Uwe Mohr.

    Künftig zahlt Alltours von der ersten Buchung an 10 Prozent Provision. Bislang startete die Provision bei 8 Prozent; 10 Prozent wurden erst ab 50.000 Euro Jahresumsatz gezahlt. Die erste Staffelprovision beginnt künftig bei 80.000 Euro und beträgt dann 10,2 Prozent. Ab 120.000 Euro zahlt Alltours 10,5 Prozent, ab 150.000 Euro Alltours-Umsatz bleiben es wie bisher 11 Prozent.

    JahresumsatzProvision
    Ab der ersten Buchung10 Prozent
    Ab 80.000 Euro10,2 Prozent
    Ab 120.000 Euro10,5 Prozent
    Ab 150.000 Euro11 Prozent

    Laut Uwe Mohr liegt rund jede zweite Alltours-Agentur unter einem Jahresumsatz von 150.000 Euro. Die Änderung soll den stationären Vertrieb stärken und kleineren Agenturen bessere Verdienstmöglichkeiten bieten. Die Staffelprovisionen werden weiterhin nach Abschluss des Geschäftsjahres berechnet und ausgezahlt, während die Basisprovision nach der Abreise auf dem Reisebürokonto landet.

    Auch bei den Alltours-Hotels sinkt die Umsatzschwelle für die Zusatzprovision. Der Bonus für 35 Allsun-Hotels und 15 Alltoura-Clubs beträgt 0,5 Prozent vom Umsatz und wird im nächsten Geschäftsjahr bereits ab 80.000 Euro gezahlt. Bislang waren dafür 150.000 Euro Jahresumsatz erforderlich.

    Zusätzliche Änderungen gibt es beim Partnerprogramm Alltours Plus für Expedienten. Der Premium-Status ist künftig ab 120.000 Euro Jahresumsatz erreichbar; aktuell liegt die Schwelle bei 180.000 Euro. Zum Premium-Status gehören unter anderem 20 Prozent Rabatt für eigene Urlaubsreisen der Expedienten und einer Begleitperson sowie die Teilnahme an Inforeisen für 39 Euro.

    Zusammenfassung: Alltours senkt mehrere Umsatzschwellen und erhöht die Grundprovision für kleinere Reisebüros auf 10 Prozent. Der Bonus für die eigenen Hotelmarken wird ab 80.000 Euro gezahlt, der Premium-Status für Expedienten ab 120.000 Euro Jahresumsatz erreicht.

    MG wechselt ab 2027 vollständig zum klassischen Händlermodell

    MG zieht nach fünf Jahren Agenturvertrieb Konsequenzen und setzt in Deutschland ab 2027 vollständig auf das klassische Händlermodell. Darüber berichtet AUTOHAUS im Zusammenhang mit einem Vortrag von Oliver Rittierodt, Director Sales von MG Motor Deutschland, an der HfWU in Geislingen.

    Der Vortrag trug den Titel „Von der Agentur zum klassischen Händlervertrieb“ und fand im Forum Automotive der HfWU Geislingen im Sommersemester 2026 statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob der Automobilvertrieb künftig über Agenturmodelle oder klassische Händlerverträge organisiert wird.

    Rittierodt schilderte die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre im Automarkt. In kurzer Zeit habe die Branche mehrere Marktphasen erlebt: den Boom der Elektromobilität, Lieferengpässe nach der Pandemie, die Zeit der BAFA-Förderung und deren abruptes Ende sowie zuletzt eine Renaissance von Hybrid- und Verbrennerfahrzeugen.

    Gleichzeitig drängen laut dem Bericht immer mehr neue Marken nach Europa und verschärfen den Wettbewerb. MG startete genau in dieser bewegten Marktphase 2021 in den deutschen Markt.

    Zusammenfassung: MG beendet in Deutschland ab 2027 den Agenturvertrieb und setzt vollständig auf das klassische Händlermodell. AUTOHAUS ordnet den Schritt in eine von Elektromobilität, Lieferengpässen, dem Ende der BAFA-Förderung und stärkerem Markenwettbewerb geprägte Marktphase ein.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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